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Weißt du, wie
Intelligente Bäume
zu Menschen sprechen?

Dr. Suzanne Simard ist Professorin für Forst-Ökologie an der Universität von British Columbia in Vancouver, Kanada. Ihre wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich darauf, wie Bäume mit anderen Bäumen kommunizieren. Der Film “Intelligent Trees” (Intelligente Bäume) gab der leidenschaftlichen Pädagogin und TED Talk-Rednerin eine exklusive Plattform, um die spannendste Öko-Story des Jahres zu erzählen. Dr. Simard nutzte radioaktiven Kohlenstoff, um zu messen, wie Kohlenstoff zwischen einzelnen Bäumen und Baumarten fließt und geteilt wird. Sie entdeckte, dass Birken und Douglastannen untereinander Kohlenstoff tauschen. Wenn die Birken ihre Blätter verlieren, erhalten sie zusätzlichen Kohlenstoff von den Douglasien; im Gegenzug geben Birken Kohlenstoff an im …

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Der Wald, unsere Ökobank?

Wir luden die pensionierte Lehrerin und Künstlerin Ana Nunes, (67) zu einem Gespräch ein. Sie erklärt: “Ich stamme aus Monchique, aber ich habe nicht viele Jahre hier gelebt. Trotzdem bewahre ich meine Erinnerungen an das, was ich von meiner Familie mit auf dem Weg durchs Leben bekam.” ECO123 befragt die Zeitzeugin über die Epoche, als der Wald noch auf nachhaltige Weise bewirtschaftet und über die Zeitenwende, als er vom Menschen zu einer industriellen Eukalyptusplantage transformiert wurde. Der Wald ist keine Wurstfabrik, oder? Ähm, ähm (stimmt zu). Wir brauchen den Wald, um die Menschheit zu schützen und zu retten, auch wenn …

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Ein Interview im Hinterland

Es ist noch keine fünf Uhr morgens an einem langsam erwachenden Sommertag. Die Information bekomme ich zugespielt. Verabreden soll ich mich mit einer Gruppe von Menschen, die sich entschieden haben, den Monokulturen den Garaus zu machen. Dafür bin ich um vier Uhr aus dem Bett gestiegen und in die Kleidung gesprungen. Jetzt stehe ich an einer Kreuzung im Niemandsland. Das Auto habe ich schon vor einiger Zeit an einem sicheren Ort geparkt. Den Rest des Weges bin ich zu Fuß gegangen. Irgendwann habe ich die Teerstraße verlassen, bin in einen Sandweg eingebogen und bin diesem gefolgt bis zu den von …

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Der Verein Milvoz

Manuel Malva wird 1995 in Coimbra geboren, und von kleinauf dazu angehalten, die kleinen Details der natürlichen Umwelt zu würdigen. Mit sieben Jahren beginnt er die Natur zu fotografieren, insbesondere Vögel, und versucht später, autodidaktisch die von ihm fotografierten Vögel mithilfe von Bestimmungsbüchern zur europäischen Vogelwelt zu identifizieren. Im Lauf der Zeit erweitert sich sein Interesse auf andere Vertreter der Tierwelt, wie auch auf die Pflanzenwelt. Er arbeitet sich tief ein in die Ökologie, das Verhalten und die geografische Verteilung einer riesigen Spannbreite nationaler Artenvielfalt. Die Faszination für die dynamischen Prozesse der Natur und der Wille, mehr über die Funktionsweise …

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Was für einen Wald haben wir denn da?

Wie Pflanzensaft steigen wir hier auf, mit vier Einblicken in die Welt des Waldes: von den Bürokraten der staatlichen Institutionen zu den Experten, die den Wald lieben, von der dantesken Vision des aktuellen ‘Eucaliptugal’ zur dicht belaubten Waldlandschaft, die da kommen soll.   Bodenschicht Sein Name ist Quinta da Fonteireira, man findet ihn in Belas, und er stellt eine der seltenen grünen Lungen in den Vororten entlang der Linha de Sintra dar. Zwischen acht und achtzehn Jahren verbrachte ich dort, im „dunklen Tal“ des Vale Escuro, über hundert Nächte. Es war die Pfadfinderzeit. Wir nutzten das reichlich vorhandene Holz des …

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Containern

Wo? Lissabon, sieben Uhr abends. Pling! Eine WhatsApp-Nachricht: “Kommst Du heute einkaufen?” „Einkaufen“ ist hier Code für die „respiga“, das Containern. Wikipedia bringt es auf den Punkt: „Containern, auch Mülltauchen oder Dumpster Diving genannt, bezeichnet die Mitnahme weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern.” Konkret sieht das so aus: um 20 Uhr warten wir mit Rucksack, Stirnlampe und Gummihandschuhen im Anschlag gegenüber dem Bio-Supermarkt unseres Vertrauens. Eine halbe Stunde später hören wir das verheißende Rumpeln der Mülltonnen, warten, bis alle Tonnen in Reih und Glied stehen und die Wachleute gehen. „Boa noite, bom descanso!“ Auf geht’s! Wir hieven die großen schwarzen Müllsäcke aus …

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Ist Eukalyptus invasiv?

Nicht jeder stellt Wirtschaftswachstum an die erste Stelle seiner Sehnsüchte. Hinter dem Haus von A beginnt ein Wald. Eigentlich lebt er mit B, seiner Frau, sogar im Wald, denn auf seinem Grundstück von einem Hektar stehen mehr als 500 Bäume aller Arten: Schirmpinien, Korkeichen, Erdbeerbäume, Weiden, Erlen und Eschen, Lorbeerbäume, Birken und Buchen, Olivenbäume, Zedern, Kastanien und viele unterschiedliche Fruchtbäume. Jeder Baum habe seinen ganz speziellen Ort, jeder sein eigenes Zuhause. Der Wald sei das letztes Paradies der  Bewohner des Planeten. A fragt sich, warum die Forstwirtschaft die Natur wie ein Füllhorn behandele, das nie leer werden würde, als könnten …

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Keine Verschwendung

INTERVIEW mit Paula Policarpo, Präsidentin von Zéro Desperdício (www.zerodesperdicio.pt). Dieses Projekt gewann den ersten Preis bei den European Enterprise Promotion Awards (EEPA) 2020 in der Kategorie “Unterstützung der Entwicklung ökologischer Märkte und Ressourcen-Effizienz”.   Wie sehen Sie Portugal im Kontext der Lebensmittel-Verschwendung in Europa? Jedes Jahr werden schätzungsweise etwa eine Million Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das ist eine Verschwendung von 50.000 Mahlzeiten pro Tag, ausreichend, um die Bedürfnisse von 360.000 Portugiesen in einer prekären Ernährungssituation abzudecken. Ich denke, das größte Problem in Portugal ist der Mangel an öffentlichen Politikmassnahmen, die ressortübergeifend und integrativ, geplant und ausformuliert wären, skalier- und wiederholbar. Das …

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Mit Pilzen leben…

Der Wald ist voll von Tieren, Pflanzen, Gräsern, Kräutern und Pilzen. Denn ich liebe jeden heimischen Baum, dort wo er steht. Drei Pilze habe ich für unsere Wald- und Wintercuisine ausgewählt. Warum? Weil ich sie kenne. Denn Pilze, die ich nicht wirklich kenne, bleiben wo sie sind und wachsen im Wald. Sie kommen mir nicht in die Küche. Ich gestehe mir ein, daß mein Wissen endlich ist, denn viel zu viele Leute haben ihre Gier, gepaart mit Unwissenheit schon mit dem Leben bezahlt. Leichtsinn ist nicht mein Ding. Die Vielfalt der Pilze bewundere ich mit tiefem Respekt und gestehe mir …

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Ein Leben in Milch und Honig

Waldgärten sind die erste nachhaltige Form der polykulturellen Bewirtschaftungsform in der Geschichte der Menschheit. Seit prähistorischen Zeiten wurde im Zweistromland Mesopotamien die Form der Waldgärten praktiziert, bei der Menschen Waldkulturen an kleinen Lichtungen anlegten, um die wilden Pflanzenarten zu ersetzen, die ihre Gemeinschaften fortan ständig mit Nahrung, Leinenfasern und Heilmittel versorgten. Es war die Zeit der Sesshaftwerdung und der Erfindung der Schrift. Zurück in die Neuzeit, in den 1980er Jahren, adaptierte der englische Gärtner Robert Hart die jahrtausendealten Agroforst-Techniken, die in einem gemäßigten Klima angewendet wurden und schuf auf 500 Quadratmetern seines Hofes in Shropshire, 120 km südlich von Liverpool, …

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