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Interviews

Mein Ausdruck für Hoffung

Mehrere Jahre Arbeit stecken in diesem Film. Sie wirkt erschöpft. So warten wir einige Wochen auf das Interview. Unserem sehr persönlichen Gespräch gehen mehrere rege Gedankenwechsel auf unseren Mobiltelefonen voraus. Warum wollt ihr mich eigentlich filmen, fragt BJ Boulter in einer ihrer Kurznachrichten? Die Antwort, dass ganz bestimmte Zeugen der Zeitgeschichte sich ihren Platz in unserer Ahnengalerie verdient haben, überzeugt sie zwar nicht, sie stimmt aber trotzdem zu. Letztendlich treffen wir La Grande Dame do Filme auf ihrer Quinta de Ochalá in Estombar bei Lagoa. Nahe der Miniaturausgabe ihres geliebten Victoria Sees stehen ein Tisch und drei Stühle. In dem …

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Im Inland, wo die Zukunft mit Leben erfüllt wird

Möglichkeiten, das Leben an der Algarve zurückzugewinnen – ohne Abhängigkeit vom Tourismus. In dem kleinen Dorf Ameixial1, gelegen in der Gemeinde Loulé, wurden im Herbst letzten Jahres in einem feierlichen Akt die Abschlussarbeiten des Permakultur-Design-Kurses vorgestellt. An der Präsentation nahmen außer der 15 Studenten eine große Zahl an Einheimischen teil, die etwas distanziert, aber doch mit Neugier die von den Schülern „designten“ Vorschläge und Lösungen in Augenschein nahmen und viele Fragen stellten. Die auf Plakaten im ganzen Raum verteilten Darstellungen erleichterten das Verstehen so vielfältiger Themen wie Wassermanagement, Energieeffizienz, Forstwirtschaft, landwirtschaftliche Produktion, soziale Integration oder Abfallwirtschaft. Der Kurs selbst dauerte …

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WWOOF

ECO123 sprach mit Rodrigo Rocha dem Koordinator von WWOOF Portugal, der in Estremoz und Sagres lebt. Rocha ist 39 Jahre alt. Der gebürtige Brasilianer aus Santos kam im Alter von 17 Jahren nach Portugal, studierte in Coimbra Geologie und machte seinen Doktor an der Universität von Evora. Er ist Vater von Zwillingen und liebt das Meer. ECO123: Wie sind Sie Gründungsmitglied von WWOOF in Portugal geworden und wie begann WWOOF in Portugal? Rodrigo Rocha: Das erste Mal, dass ich überhaupt von WWOOF gehört habe war, als ein Freund auf einem Bauernhof in der Nähe von Beja, wo Weizen auf biologische …

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Haltbarkeit abgelaufen?

ECO123: Sie eröffneten den ersten Intermarché Supermarkt in Portugal in Guarda. Nun gehören Ihnen die Intermarchés in Monchique, Lagoa, Porches und Messines. Welche soziale Verantwortung hat man da? Philippe Bourroux: Dass in jeden Laden die Bücher stimmen und alle Mitarbeiter immer pünktlich ihre Gehälter bekommen. In diesem Moment beschäftigen wir rund 250 Menschen und die Zahlung der Gehälter gestaltet sich recht schwierig. Sozial heißt für mich aber auch, die Leistung eines Supermarktes vor Ort zu garantieren: alle Produkte anzubieten, die Menschen zum Leben brauchen. In Monchique zum Beispiel, von seiner Lage, mitten in den Bergen, 30 km oberhalb von Portimão, …

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Wir leben vom Fahrscheinverkauf.

ECO123 sprach mit Miguel Fragoso. 1987 begann er als Maschinenbau Diplom Ingenieur seine Karriere in der damals noch staatlichen Personennahverkehrsgesellschaft Portugals (RN) und arbeitete im Bereich der technischen Wartung und Pflege der Busse der Algarve. 1989 erhielt er ein Angebot für eine leitende Stelle von einem der ersten privaten Busunternehmer Portugals, der Gruppe Barraqueiro. Heute besitzt die private ÖPNV-Gesellschaft vier Firmen, unter anderem die EVA und Frota Azul der Algarve. ECO123: Wie sind Sie denn heute zur Arbeit gekommen? Miguel Fragoso: Mit dem Auto, weil ich in Vilamoura lebe und meine Funktion in der Firma mich verpflichtet, mobil zu sein. …

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Über das Teilen von Kreativität

Creative Commons ist eine gemeinnützige, an der Spitze der Copyleft (1) -Bewegung stehende Organisation, die sich für den Aufbau eines reichhaltigen öffentlichen Archivs engagiert, als Alternative zum traditionellen “Alle Rechte vorbehalten”-Urheberrecht. ECO123 sprach mit Teresa Nobre, um mehr über diese Organisation, ihre Ziele und ihr Wirken in Portugal zu erfahren. ECO123: Was genau ist Creative Commons und was ist Ihre Aufgabe in Portugal? Teresa Nobre: Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation, die kostenlos Lizenzen vergibt für die Nutzung von durch das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte geschützte Werke und Materialien. Die Organisation hat mehr als 100 Tochtergesellschaften in über 70 Ländern, …

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Der erste Bio-Wein an der Algarve

Am Stadtrand von Lagos, genauer in Sargaçal, produziert der Luso-Franzose bzw. Franco-Algarvio Guillaume Leroux, 49, seit 2012 den ersten ökologisch angebauten Wein. ECO123 besuchte ihn auf seinem 6,5 Hektar umfassendem Weingut „Monte da Casteleja“, welches er von seiner Familie mütterlicherseits geerbt hat, um mehr über ihn und die Bio-Weinherstellung in Erfahrung zu bringen. Guillaume Leroux (GL) – Nach dem Tod meines Vaters ging ich mit 18 Jahren nach Frankreich zurück und begann, Landwirtschaft zu studieren, die schon immer meine Leidenschaft war. Ich begann mit Gartenbau und Grünflächengestaltung und wechselte dann auf den Wunsch meiner Mutter zur Land- und Viehwirtschaft, was …

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Feltro - Maria Custódio

Filz – schon immer in Mode

Filz ist ein 100% natürlicher Stoff, den man handwerklich mittels Walken aus gereinigter und gekämmter Merino-Schafswolle gewinnt. Wenn industriell hergestellt, erhält er seine Struktur durch den Einsatz von Walzen. Beim Filzen werden die Fasern komprimiert und miteinander verbunden und auf diese Weise entsteht ein Stoff ohne eigentliche Textur. Beim traditionellen Filzen handelt sich um ein sehr altes Verfahren, Kleidungsstücke wie Jacken, Hüte, Schuhe, Schals, Taschen und Modeaccessoires zu produzieren. Die ersten Belege der handwerklichen Herstellung von Filz führen uns ins Jahr 8.500 v. Chr. zurück und zwar nach Altai, in die Mongolei. Um den Herstellungsprozess sowie den ökologischen und ökonomischen …

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Mit Innovation einen Weg bahnen

António Ferreira ist der verantwortliche Unternehmer des ökotouristischen Dorfes Aldeia da Pedralva. Nach zwölf Jahren Arbeit in den Bereichen Marketing und strategische Planung „war er dieser desinteressierten Welt und des Verkaufs von unnötigen Dingen leid“, und entschied, seinem Leben einen neuen Inhalt zu geben. Die Region und sein touristisches Potenzial kannte er bereits, als er bei einem Besuch in Aldeia da Pedralva die Chance, nach der er gesucht hatte, entdeckte. Er gründete eine Gesellschaft zusammen mit vier Freunden und legte los. Und wie er sagt: „Wir sind noch immer hier“. ECO123: Was hat Aldeia da Pedralva mit der Restaurierung am …

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zona velha funchal

Konkrete Maßnahmen planen

Gil da Silva Canha ist Stadtverordneter und neugewählte Amtsvorsteher für Stadtplanung und betreut dieses wie auch weitere Projekte. ECO123: Wie beurteilen Sie das Restaurationsprojekt der Altstadt Santa Maria? Gil da Silva Canha: Ich denke, es ist fehlgeschlagen, weil die Sanierung eines historischen Stadtteils einen allgemeinen Aktionsplan braucht. Bis heute wurde kein Plan dieser Art ausgearbeitet. Es wurden lediglich einige punktuelle Maßnahmen umgesetzt.

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