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Short Stories

Nº 37 – Hilfen in Sicht
Bringt Geld die Welt zum Laufen?

Samstag, der 30 Mai 2020 von Uwe Heitkamp Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte: „Mit dem Aufbauplan verwandeln wir die immense Herausforderung in eine Chance, weil wir nicht nur den Aufbau unterstützen, sondern auch in unsere Zukunft investieren: Der europäische Grüne Deal und die Digitalisierung werden Beschäftigung und Wachstum ankurbeln und die Resilienz unserer Gesellschaften und die Gesundheit unserer Umwelt fördern. Dies ist die Stunde Europas. Unsere Bereitschaft zu handeln muss den Herausforderungen, vor denen wir stehen, entsprechen. Mit dem Instrument „Next Generation EU“ geben wir eine ehrgeizige Antwort.” Die Europäische Kommission hat Einzelheiten eines beispiellosen …

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Nº 36 – Im Notfall wählen Sie 112

Mittwoch, der 27. Mai 2020 von Uwe Heitkamp Tuut. Tuut. Tuut. Knack. Hier Costa am Apparat. Womit kann ich dienen? Hier Presse. Guten Tag Herr Costa. Wir haben Probleme. Alle Anzeigenkunden sind beim Absturz ums Leben gekommen. Was sollen wir tun? (…) Die Presse verkauft in diesen Tagen dem Costa Werbung, habe ich gelesen. Sie auch? Nein, das ist doch eine Zeitungsente. Doch, das ist wahr. Nein, nein, nein! Ich wußte gar nicht, dass die Presse in Portugal käuflich ist. Das ist sie doch nicht, nicht wahr? Oder doch? Was denn nun? Also wir bei ECO123 haben noch gar nichts …

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Nº 35 – Schulden, die ersten 5.000 Jahre.

Samstag, der 23. Mai 2020 von Uwe Heitkamp In Zeiten, in denen eine Stadt voller Menschen langsam wieder am öffentlichen Leben teilnimmt, besinnen wir uns hier im Hinterland auf die lebenswichtigen Produkte, mit denen wir bisher jede Krise überlebt haben: gutes Brot, eigenen Honig, lokales Olivenöl, Johannisbrotmehl, Alcagoita auch Erdnußbutter genannt, landwirtschaftliche Produkte, frische Lebensmittel wie Ziegenkäse und Flor do Sal, die alle aus lokaler Produktion stammen und nicht wegzudenken sind bei einen guten Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Vor dem Mittagessen zupfe ich die äußeren Salatblätter vom Rucola und der Endivien im Garten ab und wasche sie in der Küche. …

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Nº 34 – Alentejo: der ideale Ort für das Ende der Globalisierung

Mittwoch, der 20. Mai 2020 von Leila Dregger Stell dir vor – ich weiß, dazu braucht es eine Portion Fantasie, so unwahrscheinlich ist es – also stell dir vor, eine Pandemie würde den globalen Handel lahmlegen – und zwar dauerhaft. Keine Massenproduktion von Billiggütern in China mehr, keine Containerschiffe aus Fernost, die unsere Häfen anlaufen. Das würde nicht nur die Wale betreffen, die endlich keine Stresshormone mehr ausschütten. Das würde die Banken in den Ruin treiben, und die multinationalen Konzerne würden wie Dominosteine umkippen, einer nach dem anderen. Und es würde die Regale unserer Supermärkte leeren. Und dann? Dann kommt …

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Nº 33 – Über die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Samstag, der 16. Mai 2020 Heute erhielt ich einen LeserInnenbrief aus Tavira. In diesem stand folgender Satz: Raus aus dem Facebook Account und rein in den Garten. Danke. Genau das mache ich seit dem 17. März: arbeite im Garten, pflanze Kartoffeln, Salat, Tomaten, Zucchini, Zwiebeln, Kräuter und ernähre mich davon. Eine schöne Erfahrung, dieses Angebot der Natur annehmen zu können. Ich muß gestehen, daß ich noch zu jener eher stillen Zweidrittel-Mehrheit der Menschheit gehöre, die kein Facebook Konto besitzt. Als Journalist kann man sich sowas eigentlich gar nicht mehr leisten. Ich sage es aber klar, ich leiste mir diesen anderen …

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Nº 32 – Ein entscheidender Moment für die solare Zukunft

Mittwoch, der 13. Mai 2020 von Siddharth Sareen Brüche verschärfen die Auseinandersetzung und kollektive Anstrengungen fördern die Solidarität. Aus den gesellschaftlichen Reaktionen auf die COVID-19 Pandemie ergeben sich Folgen, die derzeit nicht vollständig absehbar sind. Inmitten der Tragödie kommt es einerseits zu unzähligen Heldentaten im Gesundheits- und Pflegebereich – wobei viele nicht öffentlich wahrgenommen werden, andererseits gibt es Versuche, die Situation zu nutzen, um die öffentliche Hand gezielt zu schröpfen. Sowohl die portugiesische Regierung als auch die Zivilgesellschaft haben bewundernswerte Entschlossenheit und Standhaftigkeit gezeigt und in einem von Zusammengehörigkeit geprägten Geist besonnen reagiert. Ich verfolge das aus Bergen in Norwegen, …

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Nº 31 – Die Bedeutung einer Geschichte

Samstag, der 9. Mai 2020 Überlegungen von Dina Adão Es ist neun Uhr morgens. Meine Tochter sitzt perfekt geschminkt und angezogen, als würde sie ausgehen, vor dem Computer und starrt fluchend auf den Monitor. Sie sieht traurig aus – Einsamkeit steht ihr ins Gesicht geschrieben. Die Bücher liegen verstreut auf dem Boden und sie schaut sichtlich verärgert auf ihre Uhr. Der Router funktioniert mal wieder nicht. Wir leben auf dem Land und unser Ort wird nur von einem Kommunikations- und Multimedia-Unternehmen versorgt: Meo. Der Service, der nie gut war und gerade mal das halbe Haus einigermaßen abdeckte, läuft jetzt per …

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Nº 30 – Im Zeitalter der Solidarität

Mittwoch, der 6. Mai 2020 von Leila Dregger Jetzt hat mich die Krise doppelt gepackt: Ich liege mit einer Nervenentzündung und Fieber im Bett und bin ziemlich stillgelegt. Immer noch melde mich bei Menschen, von denen ich länger nichts gehört habe. Einer von ihnen erzählte mir etwas sehr Erstaunliches: Im letzten Jahr besuchte er den Stamm der Kogi in Nord-Kolumbien. Sie leben im Hochland noch weitgehend ungestört nach ihren Traditionen und nennen sich unsere “Großen Brüder”. Denn sie verfügen über ein Wissen im Zusammenleben mit der Natur, das sie uns, ihren “kleinen Brüdern”, nach und nach beibringen müssen, damit die …

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Nº 29 – Fortsetzung, Teil 2 der Kurzgeschichte von gestern
„Was sind die Gemeingüter unserer Erde“?

Sonntag, der 3. Mai 2020 Von Alfredo Cunhal Sendim Die Gemeingüter selbst sind der Planet, das soziokulturell-ökologische Erbe, urbane und digitale Körperschaften… Die Bürger verwalten diese Güter in selbstbestimmten Genossenschaften und etablieren Verfahrensweisen und ein Regelwerk, um die Teilhabe aller zu gewährleisten und so zu verhindern, dass nur einige Wenige davon profitieren. Daraus entsteht eine auf einem Netzwerk von Kooperationspartnern basierende Regierungsform, in der die Bedürfnisse der Gemeinden und unseres Planeten berücksichtigt werden. So wird auch ein politischer Prozess eingeleitet, der uns dazu anhält, über die tradierten Dogmen des freien Marktes und des modernen Staates hinauszudenken und entsprechend zu handeln. …

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Nº 28 – Die Gemeingüter unserer Erde

Samstag, der 2. Mai 2020 von Alfredo Cunhal Sendim Seit drei Monaten wird an den Bushaltestellen in Lissabon die „Generation ohne Grenzen“ durch eine Werbekampagne eines international agierenden Marketing Netzwerks beworben. Also lassen Sie uns doch gemeinsam und – wie der portugiesische Philosoph der Neuzeit, Agostinho da Silva sagte, ohne Limit – über einen an seine Grenzen kommenden Planeten mit schon acht Milliarden Menschen nachdenken. Denn das grenzenlose Leben wird so kein Happy End haben. Die Frage, die sich stellt, ist ganz einfach. Wer legt für wen die Grenzen fest? Aber bevor wir uns hier bei der Suche nach einer …

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