Mittwoch, Juli 17, 2019
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Jaime Ferreira | Agrobio

Cartazes de alguns dos Mercados Agrobio

In zehn Jahren wird es in Portugal eine neue Landwirtschaft geben

AGROBIO heißt der Portugiesische Verband für Ökologische Landwirtschaft. Vor 31 Jahren gegründet, arbeitet er seither als Wegbereiter für die Förderung des Ökologischen Landbaus in Portugal und versucht mit seinen Projekten auf nationaler Ebene Barrieren einzureißen. Mit derzeit über 7.500 Mitgliedern bildet er die zweitgrößte portugiesische Nichtregierungsorganisation im Umweltbereich. Seine Aktivitäten wenden sich an Erzeuger und Verbraucher, die Wert auf Lebensmittelqualität, Gesundheit und Umwelt legen. Der Verband setzt sich zugleich für die Verbreitung einer sozialverträglichen und fairen landwirtschaftlichen Praxis ein. Im Gespräch mit ECO123 präsentiert der Biobauern-Präsident, Jaime Ferreira einige seiner aktuellen Ziele und Anliegen.


Wo liegt Portugal im Hinblick auf seine CO2-Emissionen?

Diese Frage stellt sich nicht nur für die Seite der Unternehmen, sondern auch auf der persönlichen Ebene jedes einzelnen. Wir alle müssen unsere tagtägliche Haltung überprüfen. Ich bin der Meinung, dass wir mit dem ökologischen Landbau auf der guten Seite sind, weil diese Art der Landwirtschaft auf Umwelt und Lebewesen zwar unvermeidliche, jedoch wesentlich geringere negative  Auswirkungen hat. Von entscheidender Bedeutung ist, dass sich jeder einzelne seiner Verantwortung bewusst wird.

Auch wenn wir einige bedenkliche Zeichen im Zusammenhang mit Treibhauseffekt und Klimawandel beobachten, setze ich großes Vertrauen in Gegenwart und Zukunft. Wir haben unterstützende politische Rahmenbedingungen wie nie zuvor, um bestimmte Veränderungen zu fördern, die sich auf unser persönliches Leben sowie die wirtschaftlichen Aktivitäten des Landes positiv auswirken werden. Zurzeit gibt es eine Reihe von Kräften in den Parteien, die sich eindeutig für Maßnahmen zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks aussprechen und dazu Unternehmen, die auch den Bürger in größerem Umfang in die Verantwortung nehmen.

Der Absatz von Bio-Produkten nimmt stetig zu, und das wird zweifellos Folgen für die Zukunft der Landwirtschaft haben.

Was ist die dringendste Maßnahme, die auf nationaler Ebene durchgeführt werden muss?

Da gibt es mehrere. Eine der wichtigsten betrifft unsere ganze Art der Mobilität, d.h., wie wir uns je nach Vorhaben fortbewegen. Die Frage, wie die Landwirtschaft arbeitet, ist zentral. Wenn wir Schritte in Richtung einer anderen Art von Landwirtschaft unternehmen, wie zum Beispiel der ökologischen, tragen wir dazu bei, unseren Fußabdruck zu reduzieren. Dazu plädieren wir unter anderem auch für eine Stärkung des lokalen Handels.

In der Frage der Exporte müssen wir berücksichtigen, dass unser Land davon sicher profitiert, aber trotzdem dürfen wir nicht den Binnenmarkt vergessen. Denn dieser Markt betrifft uns alle, weil er mit unserem ganz persönlichen Verbrauch zu tun hat. Wenn unser Land überwiegend auf den Export setzt und dabei unsere lokalen Produzenten und Konsumenten vergisst, dann müssen wir ja importieren!

Ich bin nicht gegen Importe. Aber ich bin gegen diese Menge von Importen. Vor allem von Produkten, die wir selbst erzeugen können. Ich rege mich ja gar nicht auf, wenn wir unbedingt Wert auf ein bestimmtes Produkt legen, das wir für wichtig halten und importieren, falls wir selbst die Kapazität für die Herstellung nicht besitzen. Aber, falls doch… Es sollte immer eine Mischung geben von Politik nach außen und der Bildung einer neuen Haltung der Bürger durch Sensibilisierung und Aufklärung.

 

©Agrobio/Facebook Mercados Agrobio
©Agrobio/Facebook Mercados Agrobio

 

Bio-Produkte sind teuer und nur für diejenigen erschwinglich, die über eine gewisse Kaufkraft verfügen. Richtig oder falsch?

Der Verkauf der Produkte im Wohnumfeld der Menschen macht sie zumindest schon mal einfacher zugänglich. Die Frage ist jedoch, können sie sie sich leisten? Zu Beginn der ökologischen Landwirtschaft in Portugal fehlte es an technischem Wissen. Die Bauernhöfe lagen vom Konsumenten noch entfernter als heutzutage. Es herrschte eine große Unwissenheit und es gab nur wenige Techniker zur Unterstützung und Schulung. Den Landwirten, auch wenn sie im Öko-Landbau arbeiteten, fehlte es an Wissen und das schlug sich auch im Preis nieder.

Es entstand der Eindruck, Bioerzeugnisse seien nur für einen exklusiven Personenkreis gedacht. Und die Geschichte nahm ihren Lauf… Heute bestätigt sich diese Meinung vor allem, wenn man Bio-Lebensmittel im Supermarkt kauft.

Wie das?

Bio-Produktion gibt es nur in kleinen Mengen und somit für Verkaufsstellen in Supermarktketten, die große Stückzahlen benötigen, in unzureichendem Maß. Im ökologischen Landbau gilt das nicht. Und diese Unangepasstheit wirkt sich auf den Preis aus, den am Ende der Käufer bezahlen muss.

Wie viel Prozent der portugiesischen Bevölkerung kann derzeit mit ökologischen Erzeugnissen versorgt werden?

Wir gehen von der Größenordnung von einem Prozent aus, wobei der hiesige ökologische Anbau durchaus mehr leisten könnte. Der Punkt ist, dass es Logistikprobleme bei der Verteilung gibt. Die Produkte erreichen oft nicht den Verbraucher schnell genug. Um die Nachfrage zu befriedigen, ist es stattdessen häufig einfacher, Bio-Lebensmittel aus Südspanien oder anderen Ländern zu importieren!

Im ökologischen Landbau gibt es definitiv Schwierigkeiten, den Markt zu organisieren. Dies ist ein Bereich, in dem Agrobio unterstützend tätig ist. Zusätzlich zu den Straßenmärkten, die immer bekannter und zahlreicher werden, versuchen wir gerade, einen Biomarkt für den Großhandel zu organisieren.

Wann und wo?

Wir planen, dass er zwischen Dezember diesen Jahres und März 2017 erstmals in Lissabon seine Pforten öffnet. Später kann das dann auch in anderen Landesteilen wiederholt werden. Durch dieses Projekt sollen die Bio-Erzeugnisse zusammengefasst werden, um dem Verbraucher ein größeres Angebot zu präsentieren. Der Markt wird von Montag bis Samstag tagsüber für Wiederverkäufer und am Ende des Tages bis in die Nacht für den direkten Verkauf an Endverbraucher geöffnet sein.

Es wird sich um einen städtischen Markt handeln, jedoch vollständig auf ökologischen Anbau ausgerichtet, denn Läden, Restaurants und Hotels beklagen, dass es keinen  Bio-Großmarkt gibt.

Angenommen, wir entdecken in einem Bioladen portugiesiche Bio-Möhren  zu einem Preis von 2,40 Euro und daneben Bio-Möhren aus den Niederlanden für 1,80 Euro. Wie sollte der Verbraucher darauf reagieren?

Ich als Portugiese kaufe portugiesisch. Aber wenn die Produkte sich erheblich im Preis unterscheiden und ich nur wenig Geld ausgeben kann, suche ich Alternativen. Um zum Beispiel Kürbissuppe zu machen, nehme ich Kürbis, der günstiger ist, oder andere noch billigere Gemüse, erschwinglich und in Portugal leicht zu erzeugen.

Wie kann ich beim Kauf einer gemischten Bio-Gemüsekiste sicher sein, dass alles, was drin ist, auch wirklich bio ist?

Betrug gibt es überall. Aber Bio-Anbau ist die einzige Landwirtschaft, die Kontrollen durchführt und Garantien abgibt, anders als im konventionellen Anbau.

Und bei Eiern: Wie garantieren Sie, dass die Tiere niemals mit genetisch verändertem Mais gefüttert wurden?

Es gibt ein Zertifizierungssystem. Die Fütterung der Tiere mit gentechnisch veränderten Futtermitteln ist nicht erlaubt. Würde ein Problem bei den Eiern festgestellt werden, handelte es sich offensichtlich um Betrug. Und Betrug wird bestraft.

Aber welche Garantien gibt es denn in Nicht-Bio-Produkten in Bezug auf die Futtermittel, Eier und alles andere? Gar keine, da diese Frage dort niemand stellt., da diese Frage dort niemand stellt.

Vários cartazes promocionais da Terra Sã, Feira Nacional de Agricultura Biológica, realizadas por todo o país pela Agrobio.

Wer sich für Bio-Lebensmittel entscheidet, möchte damit auch etwas für die Umwelt tun. Aber macht Import die positiven Aspekte nicht wieder zunichte wegen der Transportemissionen?

Ein Konsument muss Entscheidungen treffen! Ein gut informierter, aufgeklärter Verbraucher ist eindeutig der Verbraucher mit dem kleineren ökologischen Fußabdruck. Wir von Agrobio konzentrieren uns nicht nur auf die Produktion und die Vermarktung, sondern gehen auch an die Schulen. Heute leben wir in einer vielversprechenden Zeit für die Landwirtschaft, weil wir heute offener darüber reden. Ich habe den Eindruck, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren, auch selbst etwas anzubauen.

War denn die Selbstversorgung bisher so negativ besetzt?
Es gab Vorurteile, Stigmata. Bauer zu sein bedeutete, bedeutete, und tut das in einigen Fällen noch immer, Armut, niedriges Einkommen, Mühsal. Ich behaupte nicht, dass es damit vorbei ist. Wir müssen an der Entwicklung einer neuen Landwirtschaft arbeiten und dabei versuchen, diese Vorurteile zu beseitigen, sodass die Menschen wirklich eine Verbesserung spüren.

Landwirtschaft wird oft auf die Landwirte reduziert, auf ihre Probleme, ihre Techniken und ihre Erzeugnisse. Dabei wird eines vergessen: Wo gehen die Produkte denn hin? Sie gehen an die Verbraucher. Wenn wir etwas ändern wollen, müssen alle Menschen sich mit der Landwirtschaft identifizieren.

Eines der Projekte von Agrobio ist es auch, alternative Strategien in Hinblick auf die Produktion und ihre Vermarktung zu entwickeln, weil sich der Bauer so weit entfernt vom Verbraucher befindet, dass er leicht am Bedarf vorbeiproduziert.

Fehlen Bauern?

Mit Sicherheit ja. Laut Statistik haben wir in Portugal derzeit rund dreitausend Bauern. Im vergangenen Jahr nahm die Zahl wegen der europäischen Fördermaßnahmen für den ökologischen Landbau stark zu. Und zwar in einem solchen Maße, dass die Subventionen für Umstellung und Betrieb nicht mehr reichten. Es besteht eindeutig ein Mangel an Landwirten, wenn auch ihre Zahl stetig zunimmt. Und es fehlt an Bio-Produkten. Der Sektor wächst zwar, aber nicht genug.

Wir haben bereits Bereiche analysiert, in denen wir eine höhere Produktion benötigen und haben mit den Erzeugern darüber gesprochen. Denn Bauern existieren ja bereits. Wir müssen jedoch mit ihnen darüber sprechen, dass sie mehr von diesem oder jenem produzieren sollen, auf eine bestimmte Art und Weise. Auch ist es notwendig, dass diejenigen, die diese Produkte vermarkten möchten, mit den Landwirten bindende Absprachen eingehen, in denen festgelegt wird, dass sie ihm in sechs Monaten seine Produktion zu einem festgelegten Preis abnehmen. Dabei handelt es sich um eine Strategie, wie es sie im Öko-Landbau noch nicht gegeben hat. Wir aber werden mit den Erzeugern Verträge abschließen, wir werden sie dazu bringen, bestimmte Lebensmittel zu einem festgelegten Preis zu erzeugen. Und Agrobio gibt den Landwirten, die zu dieser Zusammenarbeit bereit sind, im Endpreis inbegriffen, technische Unterstützung und die Zertifizierung ihrer Produkte. Es handelt sich um Pionierarbeit, und wir versuchen zu zeigen, dass das möglich ist.

Natürlich gibt es dabei auch technische Probleme. Wir haben zwar heute schon mehr auf Bio-Anbau spezialisierte Berater, aber es sind noch lange nicht genug. Was Portugal verändern wird, ist unsere Arbeit. Wir entwickeln, eine Strategie für den ökologischen Landbau in Portugal nicht allein. Wir werden nicht nur die Bevölkerung mit Informationen versorgen, sondern auch das Landwirtschaftsministerium direkt. Denn wenn sich heute jemand an die örtlichen Stellen wendet, um Informationen über eine ökologische Alternative zu erhalten, kommt nicht viel dabei heraus.

Bemerken Sie ein Interesse an dieser Form der Landwirtschaft?

Ich kann Ihnen sagen, dass zwei bis drei Personen pro Tag Agrobio kontaktieren, weil sie ökologische Landwirtschaft betreiben möchten. Im Gespräch mit einem neuen Interessenten raten wir immer zu einer breitgefächerten Palette von Erzeugnissen.

Aber aufgepasst, die Mehrheit der neuen Bauern kommt aus der Stadt. Ich spreche da von mehr als neunzig Prozent! Die neuen Bauern kommen nicht vom Land, sondern aus der Stadt. Und das wird die Landwirtschaft signifikant verändern.

Ich behaupte, dass in zehn Jahren die Landwirtschaft in Portugal ein neues Gesicht haben wird. Natürlich werden einige noch immer nach herkömmlichen Methoden wirtschaften, aber die übrigen werden zu Biobauern geworden sein. Sie werden neue Impulse in die Landwirtschaft und neue Produkte bringen. Ich hoffe, dass damit auch mehr Waren auf den Markt kommen, denn daran mangelt es momentan noch sehr.

Zurzeit wird die industrielle Landwirtschaft für 57% des Treibhauseffekts verantwortlich gemacht. Wie will Agrobio zu einer Senkung dieses Wertes beitragen?

Vor allem durch Information, Bildung und Sensibilisierung: Die negativen Auswirkungen heutzutage gängiger Nahrungsmittel in den Mittelpunkt stellen. Auswirkungen auf die Gesundheit, auf die Umwelt und nicht zuletzt auch auf unsere Gesellschaft. Gesunde Menschen mit mehr, mit mehr Respekt für die Umwelt, werden automatisch auch die Gesellschaft verändern.

Dann gibt es noch die politische Ebene. Wir leben in einer durch Gesetze geregelte und organisierte Gesellschaft. Wahrscheinlich müssen wir bereits existierende Gesetze ändern. Dann müssen wir zur Ausführung übergehen. Wir müssen beispielhafte Betriebe errichten, die die Menschen besuchen können und erkennen, dass das nicht abstrakt oder nur für wenige Menschen relevant ist.

Das Schlimmste für den ökologischen Landbau ist, wenn der Eindruck entsteht, dass es sich dabei nur um eine Randerscheinung handelt. Das stimmt nicht. Es geht darum, dass die Produkte besser zugänglich und von jedem und für jeden von uns hergestellt werden. Und das ist eine weitere Veränderung!

Ich glaube, dass diese Veränderungen schneller vonstatten gehen werden als es heute schon der Fall ist, und zwar über die Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt. Diese Entwicklung beginnt ja nicht erst heute. Es gibt bereits Geschichten, und ich denke, dass es wichtig ist, an Beispielen aus der Vergangenheit zu lernen, wie es vor 30 oder 40 Jahren mit DDT der Fall war. Heute müssen wir über transgene, gentechnisch veränderte Lebensmittel sprechen und über die Gefahren informieren.

AGROBIO
www.agrobio.pt \ geral@agrobio.pt
Tel.: [+351] 213 641 354
Tel.: [+351] 918 545 115

logo-agrobio

Verkaufsstellen

 

 

 

›› ALCOCHETE
Mão de Terra\
Urb. Cerrado da Praia
Pr. Bartolomeu Dias, 87-97
T 212 890 713 \ 966 605 736

›› ALJEZUR
Alcagoita Manteiga do Amendoim\
Maria Vinagre
Rua Da Frente 7
T 282 994 021

›› ALMADA
Bio Delícias\
Rua Emídio Pinto nº 12 B \ Stº. António
Costa da Caparica
T  218 241 142 \ 925 963 336
www.biodelicias.com

Mercado
Agrobio de Cacilhas\
Junto ao Terminal Fluvial de Cacilhas
Qua 14-20h

Mercado
Agrobio de Almada\
Praça das Forças Armadas
Sáb 9-14h

Quinta da Herdeira\
Rua da Quinta da Herdeira
Foros da Amora
T 916 184 336 \ 914 968 004
Entrega cabazes ao domicílio.

›› AVEIRO
Biogresso\
Sanfins, Sever do Vouga
T 917 745 008
http://biogresso.blogspot.pt

Brio\
Rua Doutor Alberto Souto, 31
T 234 426 685

Mercado
Agrobio de Aveiro\
M. Municipal Manuel Firmino
Sáb 9-14h

Vertente dos Sabores\
T 915 388 815
Entrega cabazes ao domicílio

›› BRAGA
Biobrassica, Lda.\
R. Dr. António Palha, n.º 15,
Lj 11, Lamaçães
T 253 271 187
www.biobrassica.pt

Feira de Produtos Biológicos de Braga\
Praça Cândido Costa Pires
Mercado Cultural do Carandá
Sáb  9-12h30

Jardim Verde Braga\
C. C. Minho Center, Lj. 46
T 253 252 880
www.jardimverde.pt

›› CASCAIS
Celeiro Dieta Celeiro Dieta\
Cascais Shopping, Lj 69, R/C Alcabideche
www.celeiro-dieta.pt

Jardim Verde Cascais \
C. C. Pão de Açucar, Lj. 18
T 214 841 919
www.jardimverde.pt

Jardim Verde Cascais Villa\
C. C. Cascais Villa, Lj. 1.14
T 214 818 742

Loja da Horta – Parede\
Jardins do Buzano134
Rua Melvin Jones
T 962 071 338
www.biofrade.com/parede

Mercado
Agrobio de Cascais\
Jardim Marechal Carmona
Sáb 9-14h

›› CALDAS DA RAINHA
Biológicos da Rainha\
Rua Diário de Notícias, 13
T 262 877 520
www.biorainha.blogspot.pt

Sabor Bio\
Bc. do Freixo 4- Moita
2500-368 Alvorninha
www.saborbio.pt

›› CASTELO BRANCO
Bio Verde\
Rua de Santo António 19
(junto à Rua J.A. Morão)
T 272 323 809 \ 960 209 241

Herdade do Escrivão\
Av. 1º de Maio 119 R/c
T 272 324 484

›› CASTRO MARIM
Quinta da Fornalha\
T 281 541 733 \ T 917 107 147 \ 919 889 366
www.quinta-da-fornalha.com

›› COIMBRA
Quental Biológico\
Rua Antero de Quental, 223
T 964 197 770
www.quentalbiologico.com

Bioescolha\
Av. Calouste Gulbenkian nº 99
T 239 406 793 \ 910 840 484

Restaurante Cozinha Consciente\
Rua de Olivença, Galerias Topázio nº9, 2ºandar, Lj. 35
T 239 091 948  \  929 412 000
Seg a Sáb 12:30-15h

Mercadinho Bio do Botânico\
Jardim Botânico
Sáb, 10-14h

Verdejar\
Espinhal, Coimbra
T 965 287 896

›› ESPOSENDE
Quinta da Seara | Turismo Rural
R. Padre José Pires Afonso
T 253 961 284
www.quintadareara.com

›› ESTORIL
Brio\
Av. Biarritz 12
T 214 647 29
www.brio.pt

German Corner | Pina Stein Casa Belo Ar\
Rua Cova da Castelhana
Mte Estoril
T 214 688 876 \ 964 332 240

Organic Cafe\
Palácio Estoril Hotel
Rua Particular
T 910 787 656
Seg, Qua, Qui 10-20h + Sex a Dom 10-22h

›› ÉVORA
Alémbio\
Rua do Raimundo 115
T 266 094 167 \ 969 069 507
www.alembio.pt

Souk\
Rua de Viana 11
T 965 412 156
E-mail: souk.portugal@gmail.com
soukportugal.wix.com

›› FARO
Mercearia Saruga\
Praceta Infante D. Henrique Lj 6ª e 6B
T 914 747 511
www.sarugamerceariasaudavel.com

›› LAGOS
Quinta Seis Marias\
Sargaçal – T 916 704 894
Qui\Sex 10-14h
fatimatorres@gmail.com

›› LEIRIA
Bioescolha\
Av. Marquês de Pombal 12 B
T 244 233 035

›› LISBOA
Alfazema-Mercado Biológico\
R Santana à Lapa 113 – T 213 951 522
www.mercadobiologicoalfazema.pt

Amor Bio\
Praça de Alvalade 9 A• T 210 996 694
www.amorbio.pt

Biocoop\
Rua Salgueiro Maia 12 – Figo Maduro (Frente ao Aeroporto Militar)
T 219 410 479
www.biocoop.coop

Bioino-Mercearia Biológica\
Parque das Nações Alameda dos Oceanos, Lj 3.14.02G
T 218 943 025
www.bioino.pt

Biomercado\
Avenida Duque de Ávila 141 B (Saldanha)
T 967 858 091

Brio – Campo de Ourique\
Rua Azedo Gneco 30-A, Campo de Ourique
T 213 866 406
www.brio.pt

Brio – Chiado\
Travessa do Carmo 1
(Chiado Plaza)
T 213 427 324

Brio – Picoas\
Rua Joaquim Bonifácio 21
T 213 570 293

Celeiro Dieta,
Dietimport, SA\
Rua 1º de Dezembro 65
www.celeiro-dieta.pt

Celeiro Dieta,
Dietimport, SA\
Av. João XXI 22 – C

Celeiro Dieta,
Dietimport, SA\
Centro Comercial Colombo, Lj 0051

Intervalo\
Comida vegetariana e macrobiótica
R. Eng.º Vieira da Silva, Mercado 31 de Janeiro – Lj 24
T 213 140 452

Espiral\
Pr.a Ilha do Faial, 14 A/B e 13C
T 213 553 993
www.espiral.pt

Jardim Verde\
C. C. Carrefour, Lj. 20
T 217 162 747
www.jardimverde.pt

LADYBUG\
sumos biológicos
Avenida João Crisóstomo 23B (Saldanha)
T 213 520 323 e  961351233
www.ladybugsumosbiologicos.com

Mercado Agrobio
do Campo Pequeno\
Jardim do Campo Pequeno
Sáb 9h-14h

Mercado
Agrobio de São Vicente\
Jardim Botto Machado
Sáb 8h-14h

Mercado Biológico
do Príncipe Real\
Jardim do Príncipe Real
Sáb 08:00-14:00

Mercado da Ribeira\
Lj 61 Freixo do Meio
T 936 909 373
Ter-Sáb 10-20h

Miosótis\
R. Marquês Sá da Bandeira 16A
T 217 959 357 \ 934 300 665
www.biomiosotis.com

Organii – Cosmética Bio\
R. Rodrigues de Faria 103
T 21 099 9763
www.organii.pt

Pachamama\
Boqueirão do Duro 46
T 215 987 650
www.pachamama.pt

Quinta à Quarta\
www.aquintaaquarta.blogspot.com
Cabazes. Entregas em toda a zona da Grande Lisboa.

Quinta da Pedra Branca\
T 261 968 012
www.quintadapedrabranca.pt
Cabazes com entrega em Lisboa

Terra Pura\
Centro Comercial das Amoreiras, Lj 1138
T 213 832 225
www.terrapura.pt

Terra Pura\
Centro Comercial Colombo, Lj 0044
T 217 163 361
www.terrapura.pt

›› LOULÉ
Espaço Vegan & Bio, Lda
Av. de Ceuta, Urb. A NORA
Lote 3 Lj B – Quarteira
T 925 587 172
veganbio2014@gmail.com

›› LOURINHÃ
Loja da Horta\
Alameda Nuno de Brion, Lj C
T 962 207 766
info@biofrade.com
www.biofrade.com/lourinha

›› MATOSINHOS
Loja da Alimentação Biológica\
Mercado Municipal de Matosinhos – Lj 46 e 44
T 229 380 980 \ 962 568 549
biomercado@gmail.com
Encerrado à Segunda-feira

›› MONTEMOR-O-NOVO
Herdade do Freixo do Meio\
Foros do Vale Figueira
T 266 877 136  \  936 909 373
www.herdadedofreixodomeio.com

›› MONTIJO
Quinta das Mélias\
CCI 6501 Torroal, Passil
T 212 323 439 \ 212 319 083
T 919 356 861 – ( 9-19h)
www.quintadasmelias.com

›› ODIVELAS
Jardim Verde Odivelas\
C. C. Odivelas Parque,
Lj. 1.140 B – 10-23h
T 219 317 217
www.jardimverde.pt

›› OEIRAS
Biosábio\
Rua A Gazeta de Oeiras, 4A T 210 987 546
www.biosabio.pt

Brio – Carnaxide
Avenida do Forte 10, Carnaxide• T 214 161 865
www.brio.pt

Celeiro Dieta,
Dietimport, SA\
Oeiras Parque Shopping Center, Lj 1018/1019
www.celeiro-dieta.pt

Mercado
Agrobio de Oeiras
Jardim de Oeiras
Sáb 9h-14h

›› PORTIMÃO
Mercearia Bio\
Rua das Comunicações
Edf Casa do Ria Lj C
T 282 476 686  \  961 563 777
www.merceariabio.pt
Entrega em todo o país

Mercado
Agrobio de Portimão\
Jardim 1º de Dezembro
Sáb 9h – 14h

›› PORTO
Bioatlântico\
Armazém – Rua da Cavada 102
Paços de Ferreira
T 255 400 497
www.bioatlantico.pt
Entrega em todo o país

Biorigem\
Rua Damião 69
T 225 026 222 \ 919 915 080
www.biorigem.com
Feira Biológica Núcleo Rural do Pq. da Cidade\
Verão: das 10:00 às 20:00.

Mercatu\
Rua do Crasto, nº210
T 226 172 063
www.mercatu.net

Horta à Porta\
Rua Eng Ferreira Dias, 924 Armazem G1
T 939 675 399 \ 913 120 474
www.hortaaporta.com

Ideal Bio\
Rua 5 de Outubro 352
T 960 424 711  \  226 091 873
albertogomes.bio@gmail.com

›› SANTA MARIA DA FEIRA
Loja Biológica\
Produtos Alimentares Biológicos
Praceta Francisco Sá Carneiro nº 17 A
T 256 395 402  \  912 176 025
www.biologica.pt
Entregas de cabazes ao domicílio e envios via CTT

›› SANTARÉM
Mio – Super Natural\
Av. Madre Andaluz
T 914355754 \ 966510177

›› SEIXAL
Celeiro Dieta,
Dietimport, SA\
Hipermercado do Seixal Lj 10
www.celeiro-dieta.pt

Green Planet \
Produtos Biológicos Lda. Praceta Emídio Santana, Lt 11B, Zona Industrial do Casal do Marco
T 212 268 400
segredo@segredodaplanta.com

Segredo da Planta\
Praceta Emídio Santana, Lt 11B, Zona Industrial do Casal do Marco
T 212 268 400
www.segredodaplanta.com

›› SETÚBAL
Mercado
Agrobio de Setúbal\
Jardim do Quebedo
Quin,14-20h (horário de Verão).

Do Lado de Cá\
Mercado Municipal de Vila Nova de Santo André
T 918 837 121
doladodeca@outlook.pt
Sex e Sáb 8- 13h

›› TAVIRA
A Beterraba
Merc. Municipal de Tavira, Lj 8
T 281 328 609 \ 966 479 261
www.beterraba-tavira.com

›› TOMAR
Nutrisabor\
Restaurante e Mercearia
Travessa da Mesericórdia 3
T 910 113 310
infos@nutrisabor.pt
www.nutrisabor.pt

›› TONDELA
Herdade Matos\
Rua 26 de Dezembro 143 – Tojosa | Barreiro Besteiros
T 960 458 102
www.herdadebiologica.com
Entrega de cabaz ao domicílio

›› VENDAS NOVAS
Serra Verde\
Alojamento Local
Herdade Serra dos Mendes
Barrancão
T 266 830 017
www.serraverde.pt

›› VILA FRANCA DE XIRA
A Saudável\
Rua Miguel Bombarda 23
T 925 150 861
www.biofunny.com
Testes de intolerância alimentar e consultas de dermatologia

›› VILA NOVA DE GAIA
A Quintinha\
Rua Velha dos Lagos 45
Madalena
T 918 683 147\934 780 331
969 001 913
www.quintinha.com

Cantinho das Aromáticas\
Quinta do Paço
Rua do Meiral 508
Canidelo
T 227 710 301 \ 912 260 714
www.cantinhodasaromaticas.pt

Cestinhas
da Horta e Pomar\
Rua Fonte Lodosa 225
T 961 039 927/8
www.verdurascampestres.pt
Entregas ao domicílio de 2ª a 6ª das 15h às 22h.

›› VILA REAL
Horta do Alvão\
T 910 953 451
www.hortadoalvao.wix.com
Entrega cabazes ao domicílio

›› LOJAS ONLINE
Quero-te Bio\
T 967 044 868
geral@querotebio.com
www.querotebio.com
Entrega no continente e ilhas

Green Goji\
T 965 051 376
geral@green-goji.com
www.green-goji.com
Entrega no continente e ilhas

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