Sonntag, Juni 16, 2019
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MONCHIQUE IM WANDEL

Die Bewegung Städte im Wandel nahm im Jahre 2005 in Irland ihren Anfang. Sie ist die Antwort auf zwei ernstzunehmende Herausforderungen, die uns in naher Zukunft erwarten: der Rückgang der Ölförderung und die Klimaveränderung. In den vergangenen acht Jahren hat sich diese Bewegung auf der ganzen Welt verbreitet. Im Jahre 2012 gewann sie für ihre Bestrebungen einer kohlenstoffarmen und sozial gerechten Zukunft den European Civil Society Award. Wie Carlos Abafa aus Monchique schon sagt: „Wir haben die Wahl“. Wir können bestimmen, ob wir zusammen mit den Änderungen untergehen oder anfangen, uns anzupassen, indem wir eine lokale Basis bilden, die uns weniger vom Öl abhängig macht, und unserer Zukunft und die der nachfolgenden Generationen widerstandsfähiger entgegentritt. Sehen wir tatenlos zu und warten bis die Regierung handelt, werden wir der Austerität zum Fraß vorgeworfen und trotten weiter im „üblichen Geschäftsbetrieb“. Das zunehmende Wachstum kann den anschwellenden Mangel an Energieressourcen nicht stoppen. Die Bewegung Städte im Wandel fordert die Bürger auf, mehr Selbstverantwortung und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. „Wir reagieren zu langsam auf die Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen.“ Die Menschen haben die Möglichkeit, eine neue Zukunft mitzugestalten. Verbunden wird das Beste der Vergangenheit mit dem Besten der neusten Technologien, indem eine Welt der Abundanz geschaffen wird, wo das Motto „Klein ist gut“ sowie „Menschlichkeit“ gilt und widerstandsfähige Lebensgemeinschaften zum Alltag gehören.

Monchique im Wandel wurde im Dezember 2012 von einer kleinen Gruppe ins Leben gerufen. Sie ist ein Projekt des lokalen Vereins A Nossa Terra.
Zurzeit gibt es drei Arbeitsgruppen:

  1. Handel, Transport, Tourismus und Energie
  2. Kommunikation, Erziehung und Kultur
  3. Sicherheit im Nahrungsmittelbereich, produktive Land- und Forstwirtschaft

Der Gemeinschaftsgarten
Im Februar 2013 wurde ein Gemeinschaftsgarten mit einer Fläche von 1800 m2 geschaffen. Das Land wurde großzügiger weise von Ana und Carlos Abafa zur Verfügung gestellt. Der Garten ist gut zugänglich. Viele reife Obstbäume spenden Schatten. Die Verantwortung dieses Projektes obliegt der für die Sicherheit im Nahrungsmittelbereich zuständigen Gruppe. Zurzeit bewirtschaften sieben ortsansässige Familien ihre eigenen Felder. Nebst der Planung zur Schaffung von mehr Anbauflächen stehen für das Jahr 2014 Tage der offenen Türe mit Picknicks, Ansäh- und Erntetage, Workshops und vieles mehr auf dem Programm.

Tausch- und Zeitbörse in Monchique
Ein geldloses Tauschsystem ist in einer Finanzkrise von großem Nutzen: Herrscht ein Geldmangel, können solche und ähnliche Systeme nebst der nationalen Währung helfen, unsere Lebensqualität zu verbessern. Die Tausch- und Zeitbörse in Monchique verfolgt diese Idee und ermöglicht ihren Mitgliedern, Güter und Dienstleistungen ohne Bargeldwechsel zu tauschen. Um einen einfachen Tausch zu ermöglichen, ist im Internet eine Übersicht über das Angebot an Gütern und Dienstleistungen abrufbar. Alle Daten werden automatisch aktualisiert und im Server gespeichert. Das System ist bereits funktionstüchig und für Neuzugänger aus Monchique zugänglich.

About the author

Lesley Martin, (68) Bäuerin und Autorin, Mutter von sieben Kindern, stammt aus England, wo sie mehr als 20 Jahre ihren eigenen kleinen 2ha Bio-Bauernhof bestellte. Seit mehr als 17 Jahren unterrichtet sie nun Permakultur in Freiland-Seminaren sowohl in Portugal als auch in England. Sie lebt in der Nähe von Monchique. Sie ist die verantwortliche Leiterin der landwirtschaftlichen Permakultur-Schule in Odeàxere.

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