{"id":1916,"date":"2013-03-30T12:45:55","date_gmt":"2013-03-30T12:45:55","guid":{"rendered":"http:\/\/eco123.info\/?page_id=1916"},"modified":"2022-12-16T20:03:28","modified_gmt":"2022-12-16T20:03:28","slug":"editorial-4","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/editorial-4\/","title":{"rendered":"Editorial"},"content":{"rendered":"<h1>NULL EMISSION<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.33<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir haben uns vorgenommen, vom Jahr 2025 an, klimaneutral zu wirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es einen Plan und den haben wir uns bereits im Jahr 2019 geschrieben. Wie wir das machen wollen, erz\u00e4hlen wir Euch in dieser Ausgabe. Seit 12 Jahren produzieren wir schon unsere eigene saubere Elektrizit\u00e4t. In 2010 und in 2011 haben wir in jeweils 20 Solarmodule investiert und auf zwei Nachf\u00fchranlagen installiert. Das ist eine Technik, die rund 25 Prozent mehr Strom produziert, weil sich die Solarmodule nach der Sonne richten und sich langsam mitdrehen. Seitdem produzieren wir mehr saubere Elektrizit\u00e4t, als wir selbst verbrauchen, circa zweieinhalb mal soviel. Die Anlagen sind in der Zwischenzeit abgeschrieben, sie haben den CO2-Fu\u00dfabdruck ihrer Herstellung bereits getilgt. Und sie arbeiten immer noch fehlerfrei, haben St\u00fcrme unbeschadet \u00fcberstanden und auch einen Waldbrand in 2018. Nach jedem Gewitter schalten wir die Sicherungen wieder ein und produzieren weiterhin unseren eigenen sauberen Strom, wenn die Sonne scheint. Und sie scheint bei uns in Portugal an mehr als 300 Tagen im Jahr. Die Idee war, uns etwas unabh\u00e4ngiger von der Energieindustrie zu machen. Und das sind wir nun, unabh\u00e4ngig. Und seit 2016 fahren wir mit diesem Solarstrom auch ein Elektroauto (gratis!), wenn es denn f\u00e4hrt und es sich nicht vermeiden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Und vermeiden l\u00e4\u00dft es sich nicht, wenn wir eine gedruckte Ausgabe herausbringen. Daf\u00fcr bauchen wir Recyclingpapier und Tinte, eine Druckmaschine und saubere Elektrizit\u00e4t und wir m\u00fcssen die Zeitschrift zur Leserin bringen, das Abonnement per Post oder \u00fcber unsere Vertriebskan\u00e4le zu den Kiosken. Das alles haben wir genau analysiert und auf das kg CO<sub>2<\/sub> genau ausgerechnet. <em>Denn was man genau messen kann, kann man auch reduzieren.<\/em> Man mu\u00df sich nur die M\u00fche machen herauszufinden, wieviel CO<sub>2<\/sub> in Haushalt, B\u00fcro, im Job und in der Mobilit\u00e4t usw. anf\u00e4llt. Wir f\u00fchren ein Fahrtenbuch, um genau zu wissen, wieviel Kilometer und wohin wir mit unserem Elektroauto fahren. Und diese Kiste ist auch bereits abgeschrieben, weil nach sechs Jahren und 95.000 km die Herstellung nicht mehr in den aktuellen Fu\u00dfabdruck eingeht. Deswegen produzieren wir nicht mehr vier Ausgaben pro Jahr auf Papier, sondern sind nach drei Jahren Transformation in der Realit\u00e4t angekommen: ECO123 gab es letztes Jahr noch zwei Mal pro Jahr und jetzt gibt es uns im Jahr 2022 nur noch in einer einzigen gedruckten Ausgabe und die gedruckte Jahresausgabe erscheint von nun an immer zum Ende eines jeden Jahres, solange das Papier reicht: The Best of ECO123.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/xCO2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-68522\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/xCO2.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/xCO2.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/xCO2-768x436.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/xCO2-24x14.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/xCO2-36x20.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/xCO2-83x47.jpg 83w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gleichzeitig aber erscheinen wir seit 2020 online 14-t\u00e4gig und wir setzen bis 2025 den Plan um, w\u00f6chentlich zu erscheinen. Es bleibt immer ein Rest an Emissionen und auch den k\u00f6nnen wir stetig noch verringern. Zum Beispiel, wenn wir uns fleischlos und von landwirtschaftlichen Produkten, die lokal erzeugt werden, ern\u00e4hren. Also wir ern\u00e4hren uns nicht von Tiefk\u00fchlkost und kaufen kaum Produkte, die viele tausend km transportiert wurden. Denn wer ein St\u00fcck Land besitzt und selbst Gem\u00fcse und Kartoffeln usw. anbaut, senkt weitere Emissionen. Deswegen leben und arbeiten wir in der Provinz, in Monchique und nicht in Lissabon. Und wir haben einen eigenen Wald, in dem wir diese Restemissionen mit jedem neugepflanzten Baum kompensieren: in unserem botanischen Waldgarten in Caldas de Monchique. Hier pflanzen wir mit unseren Lesern und mit unseren Anzeigenkunden einen neuen Waldgarten, denn jeder neue Baum schenkt uns Sauerstoff zum Atmen und transformiert unser CO<sub>2<\/sub>. Wenn Sie ECO 123 abonnieren, k\u00f6nnen Sie Ihren eigenen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck weiterhin verringern. Pflanzen Sie mit uns Ihren eigenen Baum oder werden Sie Baumpatin, dann pflanzen wir den Baum f\u00fcr Sie. Und jedes Jahr erhalten Sie die Fr\u00fcchte des Baumes als Gewinn Ihrer kleinen, gr\u00fcnen Investition, z.B. in Oliven\u00f6l oder als Fruchtk\u00f6rbchen mit Mandeln, Orangen oder Waln\u00fcssen. So reduzieren wir gemeinsam Schritt f\u00fcr Schritt unsere und auch Ihre Emissionen. Denn jeder intakte, gr\u00fcne Mischwald bindet Wasser und ist die beste Klimaanlage f\u00fcr Mensch, Flora und Fauna. Die Frage, die ich mir dann immer stelle, lautet: <em>Welchen Wert hat die Natur f\u00fcr mich?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>L\u00fcgen zwecklos<\/p>\n<p>Was bedeutet uns die Artenvielfalt wirklich?<\/p>\n<h1>Auf dem Feldweg zu Fu\u00df \u00fcber Land.<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.32<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-2\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-2\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-2\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Manchen Journalisten sollte man den offiziellen Presseausweis erst einmal nur probehalber ausstellen. Die Begr\u00fcndung finden wir in der Bibel, in der wir den Satz finden <em>\u201edenn sie wissen nicht, was sie tun\u201c<\/em>. Manche Journalisten sind f\u00fcr den ehrenwerten Beruf so wenig geeignet wie \u00c4rzte, die vom Pharmavertreter besucht werden und sich ein Geschenk aussuchen d\u00fcrfen. Denn nur weil man einen Presseausweis besitzt und bei einer gro\u00dfen und\u00a0 bekannten Wochenzeitung arbeitet, hat man noch lange nicht das Recht, den Abonnenten M\u00e4rchen aufzutischen. Und ja, ich werde dort mein Abo k\u00fcndigen und es damit begr\u00fcnden, da\u00df ein guter Journalist sich immer aus mehreren Quellen informiert und seine besser informierten LeserInnen nicht an der Nase herumf\u00fchren darf wie einen Elefanten durch die Manege eines Zirkus.<\/p>\n<p><em>Wenn es im Eukalyptusforst der Firma Navigator,<\/em> einem der weltweit gr\u00f6\u00dften Konzerne im Eukalyptus- und Papiergesch\u00e4ft und einem der gr\u00f6\u00dften Gro\u00dfgrundbesitzer Portugals noch <em>circa 240 Tierarten und auch rund 800 Pflanzenarten gibt, dann kann diese invasive Baumart Eukalyptus keinesfalls f\u00fcr die vielen Waldbr\u00e4nde in Portugal mitverantwortlich sein.<\/em> Was will uns der Journalist Henrique Raposo (42) vom Expresso mit diesem verirrten Kommentar eigentlich erz\u00e4hlen? Ein Kommentar ist eine Darstellungsform, in der man sich ziemlich weit aus dem Fenster lehnen darf und bisweilen herausf\u00e4llt und unsanft aufschl\u00e4gt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-67205 aligncenter\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000.jpg\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000-768x407.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000-310x165.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000-24x13.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000-36x19.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Eucalyptus_Monoculture_Rede-Natura-2000-89x47.jpg 89w\" sizes=\"auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/a><\/p>\n<p>DE Ich frage mich nach der Lekt\u00fcre, was haben die vielen Waldbr\u00e4nde Portugals (und weltweit) mit der Biodiversit\u00e4t zu tun, die es kaum mehr gibt? Welche seri\u00f6sen Quellen benutzt ein Journalist f\u00fcr solch eine nicht seri\u00f6se Aussage? Es steht da nicht aufgelistet, bei wem er sich informiert hat. Wie transparent sollte ein Journalist mit seinen frei zug\u00e4nglichen Quellen umgehen? Man mu\u00df kein Investigativjournalist sein, um einen Kommentar zu schreiben. Aber sollte ein Journalist daf\u00fcr wenigstens sein wohltemperiertes B\u00fcro verlassen und sich selbst in den Wald begeben. Oder kann man die Recherche auch vom Schreibtisch via Internet f\u00fchren? Wie viele ser\u00f6se unterschiedliche Quellen braucht ein Journalist, um einen guten Kommentar zu schreiben? Gar keine? Gibt es denn beim Expresso einen Chefredakteur, der sich vor Abdruck eines Kommentars diesen selbst einmal durchliest, was der Kollege da so schreibt, oder wenigstens nachfragt, wie dieser zu solch einer Meinung kommt? Ist die Grundlage eine wissenschaftliche Arbeit oder wurde die Geschichte von einer PR-Agentur \u201ceingekauft\u201d? Nat\u00fcrlich hat der Verlust von Biodiversit\u00e4t etwas mit dem Artensterben zu tun.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-67208\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2.jpg\" alt=\"\" width=\"498\" height=\"1097\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2-768x1692.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2-697x1536.jpg 697w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2-930x2048.jpg 930w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2-11x24.jpg 11w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2-16x36.jpg 16w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/screenshot_expresso_2-21x47.jpg 21w\" sizes=\"auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px\" \/><\/a>Was f\u00fcr einen Unsinn mu\u00df ich also unter https:\/\/expresso.pt\/opiniao\/2021-09-06-E-se-a-industria-do-papel&#8211;e-do-eucalipto&#8211;for-fundamental-para-a-biodiversidade&#8211;e2791e15 lesen, den ein Journalist mit der Titel <strong>\u201eUnd wenn die Papierindustrie (Eukalyptus) fundamental f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t st\u00fcnde?\u201c <\/strong>versieht. Ich frage mich, ob er den Kommentar auch seinen zwei T\u00f6chtern abends vor dem Einschlafen erz\u00e4hlt, dann als M\u00e4rchen auftischt? Oder ob er gesteht, da\u00df er seinen Hintern nie hinausbewegt hat in die Welt des Waldes und sich nicht als Teil der Natur versteht, in Lissabon im klimatisierten B\u00fcro, das man f\u00fcr seine Recherchen nie verlassen muss, um \u00fcber den Wald zu schreiben und sich durch die Natur zu bewegen, die man sich lieber \u2013 um bei der Bibel zu bleiben &#8211; untertan macht? In was f\u00fcr einem Wald, in was f\u00fcr einer Welt leben Sie, Henrique Raposo? Das frage ich mich beim Lesen des Expressos. Wie fern seid Ihr Euern Lesern mit der Verarschung in eine Frage gekleidet, ob Monokulturen der Papierindustrie die Biodiversit\u00e4t des Waldes garantieren?<\/p>\n<p>Szenenwechsel. Wir Journalisten bekommen jeden Tag Post von Influencern. Eine Email mit Werbe-Informationen von <em>Life<\/em>, einer Agentur, die f\u00fcr Navigator arbeitet und einer anderen, die f\u00fcr Altri arbeitet und wiederum einer anderen, die f\u00fcr TetraPack, Bayer und Phillips arbeiten usw. Dieser Art von Influencern mu\u00df man als Journalist gegen\u00fcber immun sein oder werden. Dagegen gibt es keine Erst- und auch keine Zweitimpfung und auch keinen Boost. Das lernt man bereits im ersten Jahr seines Volontariats. Man ist es oder wird es ganz schnell. Doch wer einmal ein Geschenk annimmt, ist f\u00fcr immer verloren. Denn die Moral der Geschichte ist, da\u00df es immer auch ein Geben nach dem Nehmen gibt. Denn was Influencer verbreiten, hat sich in den letzten Jahren wie eine Pandemie im Zeitungswesen ausgebreitet. Sie kaufen den Journalisten und seine Arbeit auf sanfte Art und Weise. Eine Einladung zum Mittagessen hier, ein Abendessen dort, ein Ausflug mit \u00dcbernachtung und einem kleinen Geschenk auf dem Nachttisch in irgendeinem von ihren Hotels. Die kleine Gef\u00e4lligkeit, die sanfte Korruption gibt es nat\u00fcrlich auch im Journalismus. \u00c4rzte bekommen Geschenke von der Pharmaindustrie und Journalisten eine kleine Aufmerksamkeit f\u00fcr eine Gef\u00e4lligkeit beim Schreiben. Es kommt darauf an, wo man schreibt. Wer bereits bei einer bekannten Wochenzeitschrift gelandet ist, dessen Meinung steht hoch im Kurs: mit mehr \u201elikes\u201c in den sozialen Medien. Die Frage lautet: wie manipulieren wir die LeserInnen am geschicktesten?<\/p>\n<p>Doch solchen Unsinn, den die PR-Agenturen aus London,\u00a0 Lissabon und Porto verbreiten, glaubt kein Einheimischer in der Provinz und vor allem keiner, der Ahnung vom Wald hat. Wer Eukalyptus anbaut, will damit einfach nur Geld verdienen. Seien wir ehrlich und versuchen wir keine ethisch-moralische\u00a0 Begr\u00fcndung auf der Basis von Biodiversit\u00e4t und Nachhaltigkeit, den die Agenturen uns Journalisten seit letztem Jahr einzureden versuchen, um uns den k\u00fchl rechnenden Papierproduzenten w\u00e4rmstens zu pr\u00e4sentieren. Es geht im Wald nur noch um Geld und um nichts mehr. Das reicht auch schon, ist aber f\u00fcr die Gegenwartsbeschreibung nicht<em> sexy <\/em>genug. Es fehlt die Romantik. Wald steht auch hoch im Kurs f\u00fcr Natur und Sch\u00f6nheit, jedenfalls bei sogenannten Freunden der Natur, bei Umweltsch\u00fctzern ebenso wie bei Urlaubern. Und intakter Wald kommt auch im Naturtourismus gut an. Wir Menschen brauchen eine intakte Beziehung zur Natur. Also l\u00fcgen wir uns was in die Tasche. Denn alles was Geld bringt, z\u00e4hlt. Auch wenn der Wald nur Deko ist und von Journalisten positiv beworben wird, l\u00e4\u00dft sich die Welt dahinter als Greenwashing <em>nachhaltig <\/em>verkaufen. Das hat bereits Disneyworld vor einer Generation herausgefunden und schnell noch ein paar Plastik- und Pl\u00fcschtiere hinter Plastikb\u00e4umen und B\u00fcschen aufgestellt.<\/p>\n<p>Wir bei ECO123 kriegen<em> unsere Hintern<\/em> wirklich noch aus dem B\u00fcro und schreiben \u00fcber das wirkliche Leben im Wald. Wir sind nicht bestechlich, daf\u00fcr aber neugierig. Dieses Mal sind wir 120 km zu Fu\u00df unterwegs, und nicht nach Glasgow geflogen, um herauszufinden, in welcher Situation sich der Wald im Zentrum des S\u00fcdens nach dem Sommer des Jahres 2021 befindet. Wir beginnen in Monchique, im Westen des S\u00fcdens und sind bis Baranco do Velho in der Serra de Caldeir\u00e3o durch Portugals S\u00fcden zu Fu\u00df gelaufen. Und dabei kam uns eine Idee. Davon lesen Sie in dieser Ausgabe. Viel Freude beim klimaneutralen Zu-Fu\u00df-Gehen auf dem alten, vergessenen Vinzenzweg, einem Feldweg, den die Mittwochs-Wanderer* zu Beginn der 90er Jahre wieder ausgegraben haben und der seit 2008 vom Verein Almargem als Via Algarviana verwaltet wird. Es gibt f\u00fcr einen Journalisten nichts Sch\u00f6neres, als die T\u00fcr des B\u00fcros hinter sich zuzuziehen und sich gutes Schuhwerk zu besorgen, um selbst einmal nachzuschauen, wieviele Tiere und Pflanzen es im Wald wirklich noch gibt. Bitte begleiten Sie uns auf dieser Reise.<\/p>\n<p>* Die Mittwochs-Wanderer waren haupts\u00e4chlich an der Algarve lebende Briten, Niederl\u00e4nder Portugiesen und Deutsche, die den Mittwoch zu ihrem freien Wandertag in der Natur gemacht haben. Daf\u00fcr haben sie dann eher sonntags gearbeitet, wie das so \u00fcblich ist in Portugal.<\/p>\n<h1>Mu\u00df man Schulden zur\u00fcckbezahlen?<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.31<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-3\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-3\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-3\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir schreiben \u00fcber gl\u00fcckliche W\u00e4lder und Menschen, \u00fcber die wunderbare Vielfalt von Flora und Fauna ebenso wie \u00fcber Monokulturen und \u00fcber den wachsenden Widerstand gegen die industriellen Plantagen der Papierindustrie. B\u00e4ume pflanzen, nur um daraus Papier zu machen? Wir schw\u00f6ren auf Waldg\u00e4rten, in denen <em>Milch und Honig<\/em> flie\u00dft und die <em>Mensch und Tier<\/em> ern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Ein ganzes Leben kann sich innerhalb von Sekunden \u00e4ndern. Der Freund und Kollege wollte nach dem Mittagessen noch kurz einen Ast abs\u00e4gen gehen, der von einem Johannisbrotbaum das Dach des Hauses ber\u00fchrte und bei Sturm immer die Dachziegeln kaputt machte. Er stellte die Leiter an das Haus und kletterte die drei Meter hoch. Dann rutschte die Leiter ab. Er fiel auf den Steinboden und verletzte sich t\u00f6dlich. <em>War es das?<\/em><\/p>\n<p>Nein. Wollen wir immer so weitermachen, als sei nichts geschehen? Zur\u00fcck zum <em>business as usual<\/em>? Das Jahr 2021 wird in vielerlei Hinsicht als ein Jahr in die Geschichte eingehen, in dem sich die Dinge im Kleinen wie im Gro\u00dfen \u00e4ndern sollten, selbst wenn wir es nicht bemerken. In der Wirtschaft nennen wir das <em>The Point of No Return<\/em>. Beim Klima, bei dem viele Faktoren eine Atmosph\u00e4re ausmachen, ebenfalls. Es kommt darauf an, was wir wirklich wollen. Eine Krise\u00a0 folgt der anderen, und wenn wir die Welt und die Menschen einmal genauer betrachten &#8211; Zeit hatten wir dazu nun genug &#8211; f\u00e4llt einem auf, da\u00df es keine wirklichen L\u00f6sungen mehr f\u00fcr diese vielen Krisen gibt. Die Rezepte, z.B. Schulden machen, mit denen wir das Leben meistern wollen, haben alle eines gemein: sie sind nicht vollkommen oder nachhaltig und helfen nicht wirklich. Wir sitzen auf dem Ast und s\u00e4gen uns diesen gerade ab, egal was wir machen und wie wir es machen. Wir fallen durch Schwerkraft, weil wir von Geburt und Natur aus nicht fliegen k\u00f6nnen, nach unten. Der Aufschlag dann ist hart. Selbst die Erfindung des Flugzeugs kann nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, da\u00df wir selbst gar nicht fliegen k\u00f6nnen. Warum jetzt auch noch Zeit und Geld investieren, um Autos ohne FahrerInnen \u00fcber die Stra\u00dfen zu schicken? Sowas krankes nennen wir dann auch noch <em>K\u00fcnstliche Intelligenz <\/em>und nicht<em> k\u00fcnstliche Dummheit. <\/em>Jos\u00e9 Saramago fand daf\u00fcr den Titel <em>Stadt der Blinden<\/em>. Also, wo liegt die L\u00f6sung? Die Menschen sehen immer im Fortschritt und in der Technik die L\u00f6sung. In Geld?<\/p>\n<p>Was w\u00e4re denn, wenn wir einfach mal gar nichts machen w\u00fcrden. Nichts machen? Zum Stillstand kommen. Uns eine Auszeit nehmen? Das ist uns noch gar nicht in den Sinn gekommen, nicht wahr? Wir wissen gar nicht, wie das geht. Aber das Rezept, ein Land, ein Universum, den Menschen zum Einhalten zu bringen, k\u00f6nnte die Basis f\u00fcr <em>die<\/em> L\u00f6sung sein. Warum suchen wir immer nur nach dem Fortschritt? Weil wir immer irgendwie und irgendwo nach dem tieferen Sinn unseres Seins suchen und es nur im <em>Geld verdienen<\/em> finden. Nicht mehr arbeiten zu gehen, keine Steuern mehr bezahlen, sich befreien von aller Schuld, Last und Pflicht: das kommt uns gar nicht in den Sinn. Wie auch? Aus dem Rad springen und mal einhalten und nicht immer so weitermachen, als w\u00fc\u00dften wir wirklich immer, wo es lang geht. Es gibt Krisen, da offenbart sich unsere v\u00f6llige Orientierungslosigkeit. Wir haben den Kompa\u00df verloren \u2013 und das schon eine ganze Weile lang \u2013 wir haben es nur immer noch nicht bemerkt. Schauen wir nur in uns hinein. Und machen wir mal nichts anderes nebenbei.<\/p>\n<p>Kein Geld auf der Welt kann eine Krankheit kurieren, wenn wir immer weiter unsere Lebensgrundlagen damit zerst\u00f6ren. Und doch denken fast alle in diesem Augenblick, wo wir das lesen und das leben, an nichts anderes. Denn wir brauchen Geld, um uns Essen zu kaufen, Kleidung, Medikamente, um Kredite abzubezahlen und noch so vieles mehr. Es gibt die widerspr\u00fcchlichsten Aussagen \u00fcber Geld. Sicher ist, da\u00df man es nicht essen kann. Und ob Zeit wirklich Geld ist, auch dieser Frage gehen wir in dieser Ausgabe nach. Und ob ohne Moos nichts los ist, stellen wir ebenfalls zur Diskussion. Was ist Geld? Ein Rauschgift?<\/p>\n<p>Mir kam da eine Idee. Als ich begann, in diesem Jahr immer langsamer zu werden, habe ich noch einmal David Graebers Buch <em>\u2018Schulden \u2013 die ersten 5000 Jahre\u2019<\/em> aus dem B\u00fccherregal genommen. Wer David Graeber noch nicht kennt, er hat 2011 das wegweisende Buch \u00fcber GELD geschrieben und ist dabei in das Archiv der Menschheit hinabgestiegen, das sich mit der Geschichte der Schuldenfalle besch\u00e4ftigt. Es gibt auch andere Vordenker. Jedem Menschen das seine. Aber wir alle sollten uns diese Frage nach dem WARUM wirklich einmal stellen. Warum sollen wir immer so weitermachen und unsere Welt, unsere Basis, damit immer weiter zerst\u00f6ren? Wir Menschen sind nicht nur viel zu viele auf diesem sch\u00f6nen Planeten, den wir Erde nennen, wir leben auch falsch. Nur wenn diese Erkenntnis in uns reift, werden wir f\u00e4hig sein, uns Zeit zu nehmen, \u00fcber echte L\u00f6sungen nachzudenken &#8230; und diese umzusetzen.<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>Klima, Wald und Mensch<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.30<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-4\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-4\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-4\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir schreiben \u00fcber gl\u00fcckliche W\u00e4lder und Menschen, \u00fcber die wunderbare Vielfalt von Flora und Fauna ebenso wie \u00fcber Monokulturen und \u00fcber den wachsenden Widerstand gegen die industriellen Plantagen der Papierindustrie. B\u00e4ume pflanzen, nur um daraus Papier zu machen? Wir schw\u00f6ren auf Waldg\u00e4rten, in denen <em>Milch und Honig<\/em> flie\u00dft und die <em>Mensch und Tier<\/em> ern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Apropos Nahrung. Immer mehr Menschen boykottieren den Lebensstil unserer Wegwerfgesellschaft. Stattdessen schauen sie mal in die M\u00fclltonnen der Superm\u00e4rkte. Denn auch dort liegt ein Gro\u00dfteil unserer Ressourcen. Was macht Nahrung in M\u00fclltonnen? Was ist <em>Freeganismus<\/em>?<\/p>\n<p>Wir erz\u00e4hlen die Geschichte des Waldes. Wussten Sie, da\u00df sich der portugiesische Wald zu 98% in Privatbesitz befindet? Was bedeutet das f\u00fcr den Wald und was f\u00fcr deren Besitzer? Und aufgepasst. Durch mehrere erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen erwerben immer mehr gemeinn\u00fctzige Vereine (z.B. Milvoz in Coimbra) Waldfl\u00e4chen, roden den Eukalyptus und forsten mit heimischen Baumarten wieder auf. <em>Renaturisieren <\/em>hei\u00dft das. Ziel sind robuste Mischw\u00e4lder. Und dann ist da noch GEOTA (siehe Reportage auf www.eco123.info). Sie forsten nachhaltig auf, nach den Waldbr\u00e4nden. Jeder von uns kann jeden Tag etwas in seiner Welt zum Besseren ver\u00e4ndern. Wir haben das Gl\u00fcck, selbst entscheiden zu k\u00f6nnen, wo und wie wir leben und welche Spuren wir hinterlassen.<\/p>\n<p>Werden die Gesetze der Natur durch die Gesetze der Marktwirtschaft abgel\u00f6st? In Portugal wird seit vielen Jahren verbrannter Wald mit Eukalyptus wiederaufgeforstet und dann in regelm\u00e4\u00dfigem Abstand von acht Jahren wieder abgeholzt. Eukalyptus bringt der Papierindustrie viel Geld. Doch das Risiko ist hoch, wie an den B\u00f6rsen. Denn Waldbr\u00e4nde zerst\u00f6ren riesige Waldfl\u00e4chen und pressen immer mehr CO<sub>2<\/sub> in die Atmosph\u00e4re. Sie hinterlassen Zerst\u00f6rung und Verw\u00fcstung. Was bleibt, sind invasive Monokulturen von Eukalyptus und Akazien. Immer mehr Einwohner fl\u00fcchten vom Hinterland in die Stadt. Dort vermehrt sich die Menschheit munter weiter. Das ist die prek\u00e4re Situation unseres Biotops Erde, das der Mensch immer mehr aus dem Gleichgewicht bringt: immer weniger native Mischw\u00e4lder bei immer mehr Menschen in St\u00e4dten und immer mehr W\u00fcsten im Hinterland. Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig: sie reichen von v\u00f6llig unzureichenden Gesetzen zum Schutz der W\u00e4lder (Rede Natura 2000) \u00fcber die Achtlosigkeit gegen\u00fcber der Natur bis hin zur Gier und dem daraus resultierenden Klimawandel. Die gewerbliche Nutzung des Waldes in Form von Holz ist eine der Hauptursachen. F\u00fcr die meisten Forstbesitzer sind W\u00e4lder nur eine Ressource, die Einnahmen garantieren. Doch der Wald ist viel mehr als eine Ressource zum Geldverdienen. Wie steht es um seinen Schutz?<\/p>\n<p>Wald oder W\u00fcste? In Portugal mit einer Landfl\u00e4che von 92.256 km<sup>2<\/sup>, so berichtet der ICNF* in einer Anfrage gegen\u00fcber ECO123, wird die W\u00fcstenbildung noch in diesem Jahrzehnt auf 60% der Staatsfl\u00e4che anwachsen, haupts\u00e4chlich im Hinterland. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts, gibt es noch etwa drei Billionen B\u00e4ume auf unserem Planeten, viele davon leider in lebensfeindlichen Monokulturen. Auf einen Menschen kommen so in etwa 400 B\u00e4ume bei einer Weltbev\u00f6lkerung von aktuell 7,8 Milliarden. Allerdings hat sich die Gesamtzahl der B\u00e4ume seit Beginn der menschlichen Zivilisation bereits halbiert. Und die Menge der B\u00e4ume reduziert sich weiter. Im Sekundentakt werden native W\u00e4lder abgeholzt. Weil es Geld bringt?<\/p>\n<p>Geld kann man nicht essen. Stirbt der Wald, stirbt der Mensch. \u00d6kosysteme wie die W\u00e4lder, mit einer langen Lebensspanne, sind anf\u00e4lliger f\u00fcr die relativ schnellen Ver\u00e4nderungen des menschgemachten Klimawandels. W\u00e4lder lieben Feuchtigkeit und Regen im Wechsel mit Sonnenschein, ein ausgewogenes Klima. B\u00e4ume werfen ihre Nadeln und Bl\u00e4tter ab, wenn sie gestresst werden. Wald ist zumeist dort krank, wo der Mensch sich einmischt. Die Gefahren von Waldbr\u00e4nden begleiten uns, auch weil Trockenheit und D\u00fcrren zunehmen. W\u00e4lder \u00fcbernehmen zahlreiche wichtige Funktionen in den \u00d6kosystemen &#8211; \u00dcber die Photosynthese produzieren sie Sauerstoff und Biomasse. Sie halten Frischwasser zur\u00fcck. Wald dient vielen Tierarten und dem Menschen als Heimat, als Zuhause, ist Zufluchts- und Sehnsuchtsort. W\u00e4lder beeinflussen das Wettergeschehen und binden Kohlendioxid. Nur durch eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes einerseits und durch konsequent angewandten Naturschutz, garantiert durch klare Gesetzgebung und deren konsequente Befolgung andererseits, k\u00f6nnen diese Funktionen von den W\u00e4ldern auch noch in Zukunft erf\u00fcllt werden. Der Wald in Europa speichert circa 362 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> im Jahr. Das sind etwa knapp zehn Prozent der Emissionen. Gesunde W\u00e4lder k\u00f6nnen den Klimawandel minimieren und bew\u00e4ltigen helfen &#8211; kranke W\u00e4lder versch\u00e4rfen. Wald, Klima und Mensch stehen im Mittelpunkt dieser Edition. Besuchen<br \/>\nSie uns auch auf <strong>www.eco123.info<\/strong>.<\/p>\n<p>*Institut f\u00fcr Naturschutz und Forstwirtschaft<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>HABEN oder SEIN?<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.29<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-5\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-5\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-5\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was unterscheidet uns von den anderen? Guter Journalismus sollte ein Spiegel des Geschehens sein. Wir schauen hinein und sehen die Welt wie sie wirklich ist. Die Welt, in die wir jedoch schauen, wenn wir Journalismus und soziale Medien konsumieren, ist eine Welt, \u00fcber der dichter Nebel liegt. Wie in der Klimakrise. Wo sind die L\u00f6sungen? \u00dcber allem liegt die negative Seite des Lebens. Was fehlt, ist die langfristige Perspektive, sind die Hintergr\u00fcnde, sind die Zusammenh\u00e4nge, ist der Optimismus. Journalisten arbeiten gegen die Uhr. Wer zwingt sie dazu?<em> Breaking News <\/em>finden Sie nicht bei ECO123. Wir vermitteln Informationen, die auch morgen noch aktuell sind. Immer schneller, immer mehr und immer gr\u00f6\u00dfer? Nicht bei ECO123. Wir\u00a0 lichten den Nebel und berichten mit Fakten \u00fcber Menschen und Ereignisse, die uns einen tieferen Sinn geben und nachhaltige Perspektiven. Und wir sind optimistisch. Deshalb erz\u00e4hlen wir Geschichten des Gelingens. Denn es gibt auch diese andere Seite des Erz\u00e4hlens.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich mal vor, Sie w\u00fcrden ihren Kindern immer nur sagen, was sie verkehrt machten. Wenn das die einzige Art w\u00e4re, wie wir Kinder erziehen, w\u00fcrden diese als schlecht gelaunte Menschen heranwachsen. Und viele sind jeden Tag schlecht gelaunt. Wenn wir jeden Tag nur und immer wieder mit Problemen konfrontiert werden und nicht auch mit L\u00f6sungen, lernten wir nie das Gegenteil von \u00c4rger kennen, die Zuversicht, lernten wir nie, wie sich Gl\u00fccklich-Sein anf\u00fchlt. HABEN ODER SEIN? Das ist die Frage \u00fcber allem, der wir uns dieses Mal stellen.<\/p>\n<p>Wie sehen wir diese, unsere Welt heute? Ist diese Welt wirklich so furchtbar, schrecklich, entsetzlich, abscheulich,\u00a0 grauenhaft, grausam? Und morgen soll es noch schlimmer kommen?\u00a0 Selbst wenn ein gro\u00dfer Teil davon stimmt, ist unsere Welt nicht auch wunderbar, sch\u00f6n, herrlich, einmalig und zum Guten, zum Besseren ver\u00e4nderbar? Wir lesen Geschichten \u00fcber Gewalt und Rassismus, \u00fcber Kriminalit\u00e4t und Mord bis hin zu Lebensmitteln, die in der M\u00fclltonne landen und vieles mehr. Aber kaum eine Geschichte berichtet \u00fcber die Hintergr\u00fcnde und Zusammenh\u00e4nge und wie wir Probleme zu l\u00f6sen imstande sind. Wir sind doch nicht als Opfer in diese Welt hineingeboren. Journalisten sollten Leser ermutigen mitzumachen, aktiv zu werden. Das w\u00e4re der tiefere Sinn, den Journalismus zum Ziel haben sollte. Projekte recherchieren, wie, wo und warum Lebensmittel nicht einfach weggeworfen werden, sondern wiederverwendet oder gar nicht erst hergestellt, Ressourcen in der Erde gelassen werden oder warum es so wichtig ist, Tiere leben zu lassen auch und insbesondere, Wildtiere. Artenvielfalt. Gesunde Ern\u00e4hrung ist fleischlos. Saubere Mobilit\u00e4t ist elektrisch, wenn Strom regenerativ produziert wird. Die Covid-19 Pandemie hat auch etwas Gutes, nicht wahr? Sie gab uns allen mehr Zeit zum Denken. Die sinnvolle Nutzung von freier Zeit!<\/p>\n<p>Die Folge von negativem Journalismus ist, dass Menschen die Welt auch negativ sehen. Deshalb blickt ECO123 tiefer, nimmt sich Zeit zu umfangreichen Recherchen, ist authentisch und ja, noch einmal, auch optimistisch. Optimismus gibt positive Energie. Auf diese Weise ver\u00e4ndern wir die Welt zum Besseren. Der Spiegel der Realit\u00e4t ist, wie wir diese Welt betrachten, wie wir sie uns machen und wie wir uns in ihr sehen. Wir lesen immer wieder \u00fcber Politiker, die l\u00fcgen und betr\u00fcgen und geben dem sehr viel Raum \u2013 aber wir lesen kaum etwas \u00fcber all jene Menschen, die ehrlich arbeiten und sich um die L\u00f6sungen von\u00a0 Problemen ernsthaft und zielstrebig k\u00fcmmern. Und dann noch das Spiel der Journalisten mit der Angst: Journalisten haben es in der Hand, ihre Leser zu sensibilisieren und die Informationen auszuw\u00e4hlen, um keine Angst, keine Missgunst, keinen Neid und keine Gier zu sch\u00fcren, im Gegenteil: wir alle haben es in der Hand und im Kopf, unseren Lesern wohlwollend und geduldig vom Guten in dieser Welt zu berichten, ohne das Schlechte dabei zu vergessen.<\/p>\n<p>Denn es geht um L\u00f6sungen und nicht um die Darstellung ungel\u00f6ster Probleme, mit denen wir unsere Leser leider sehr oft allein lassen. In dieser Ausgabe berichten wir \u00fcber Vielfalt &#8211; auch wenn Sie eine Reportage \u00fcber Monokulturen zu lesen bekommen, schauen wir hinter die Kulissen von sauberem Strom, sauberer Mobilit\u00e4t und entwickeln Zukunftsperspektiven f\u00fcr intelligente und aktive Menschen. Ich w\u00fcnsche Ihnen viel Freude beim Lesen und \u2026 schauen Sie gelegentlich mal in unsere Online-Ausgabe www.eco123.info. Dort finden Sie jeden Samstag aktuelle Geschichten des Gelingens.<\/p>\n<h1>50 Jahre RTA<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.28<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-6\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-6\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-6\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch. Ihr habt es geschafft, eines der sch\u00f6nsten Gesichter Portugals sehr alt aussehen zu lassen. Dem Gesicht der Algarve sind die Strapazen an allen Stellen anzusehen. Da helfen auch kein <em>Make-up<\/em> und kein <em>Botox<\/em> mehr, wohl aber ein tiefer Blick in den Spiegel und zur\u00fcck durch all jene Jahre, die den Niedergang kennzeichnen.<\/p>\n<p>Die RTA (Tourismusbeh\u00f6rde) hat die T\u00fcren daf\u00fcr ge\u00f6ffnet, eine der sch\u00f6nsten Landschaften dieser Erde kaputtzubauen. Mit der Immobilienspekulation an der K\u00fcste begannen die Hochh\u00e4user aus dem Sand zu sprie\u00dfen. Heute bestehen die Strandpromenaden zumeist aus Beton und Teer; Blechlawinen von Autos mit Staus; LKW\u2019s transportieren die Lebensmittel von weit her in die Einkaufszentren, die ohne den Tourismus nicht existierten. Der Tourismus ist der gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber und der gr\u00f6\u00dfte CO<sub>2<\/sub> Emittent; weltweit verantwortlich f\u00fcr circa acht Prozent der Klimagase. Ohne Tourismus g\u00e4be es kein Raynair. Der Tourismus ist seit 50 Jahren verantwortlich f\u00fcr Wasserverschwendung und M\u00fcllberge. Wenn die Millionen Touristen kommen, laufen die Kl\u00e4ranlagen, wo es sie denn gibt, auf Hochtouren. Und die Touristen selbst? Sie fahren in ihren Mietautos und Bussen von A (wie Albufeira) nach B und C (wie Cabo S\u00e3o Vicente) hin und her und wieder zur\u00fcck. Wof\u00fcr und warum? Um Portugal kennenzulernen? Wohl kaum. Was macht man denn so im Urlaub? Delphine in k\u00fcnstlichen Schwimmbecken f\u00fcr irgendwelche Shows begaffen und auf Wasserrutschen durch Kurven brettern, um sich irgendwie die Zeit zu vertreiben? Machen wir uns nichts vor. Tourismus ist nicht viel mehr als ein Gesch\u00e4ft, wie Kirmes.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-58383\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Editorial-foto-Palma.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Editorial-foto-Palma.jpg 650w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Editorial-foto-Palma-24x14.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Editorial-foto-Palma-36x21.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Editorial-foto-Palma-79x47.jpg 79w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>Hier und da dekoriert eine Palme das Multimillionen-Business. Alles, was es im Gemischtwarenladen Algarve zu erwerben, zu vermieten und zu konsumieren gibt, ist ohne tieferen Sinn und dient nur dem Kommerz: von der Autovermietung bis zur Ferien-Immobilie, von der Bootstour \u00fcber das Surfen bis zum sogenannten Natur-Tourismus. Schon die Wortsch\u00f6pfung ist ein Betrug in sich, denn Natur und Tourismus schlie\u00dfen sich aus. Es geht doch nur ums Geld. Das ganze Theater, das der Tourismus und seine Industrie einem vorspielen, basiert auf Werbung und der Kommerzialisierung von Sch\u00f6nheit. Doch die gibt es an der Algarve s\u00fcdlich der EN125 nicht mehr. Nach 50 Jahren ist nur das <em>Kohle machen<\/em> \u00fcbrig geblieben, losgel\u00f6st von allem. Ob der Vergleich passend ist oder nicht: auch Prostitution arbeitet nach derselben Methode. Zwischen den Sto\u00dfzeiten, meist im Winter, kann man sich ein wenig ausruhen und durchatmen f\u00fcr den Ansturm im n\u00e4chsten Sommer. So wird man 50 Jahre alt und dann? Wer einmal diese B\u00fchne betreten hat und backstage gegangen ist und sich die Show von der anderen Seite aus angeschaut hat, merkt ganz schnell, dass Tourismus ein kaltes und leeres Gesch\u00e4ft ohne jedwede Ethik ist. Wie gesagt, auch in der Prostitution hilft ein sch\u00f6nes Gesicht bei der Vermarktung von Sex. Es ist die Vermarktung eines Traums, der schon bald im Alptraum enden k\u00f6nnte, denn die Algarve ist eine Region, die sich nicht einmal mehr selbst ern\u00e4hren kann, wenn was schief laufen sollte. Und das k\u00f6nnte es. Stellen wir uns nur vor, dass in den kommenden zehn Jahren immer weniger Flugzeuge nach Faro fliegen werden, auch weil die Emissionswerte des Kerosins besteuert werden und die Flugtickets teurer werden. Auch die Besteuerung des Flugbenzins k\u00f6nnte ein Thema werden. Denn die Ressourcen haben ihren Preis. Und dann? Aus der Traum? Das Theaterst\u00fcck Urlaub wird auf niedrigerem Niveau stattfinden? Stehen die Betonkl\u00f6tze, die schon jetzt nur zu 55% ausgelastet sind, dann v\u00f6llig leer?<\/p>\n<p>Wir Menschen denken, es ginge immer so weiter mit dem Hin- und Herfliegen von Irgendwo nach Nirgendwo. Was, wenn mal nicht? Was Touristen passieren kann, die eine Pauschalreise gebucht haben und im Urlaubsort dann auf den Flieger warten, weil das Reiseunternehmen Konkurs geht, steht ganz am Ende einer Reise und auf einem anderen Zettel mit dem Kleingedruckten. Aber auch der Anfang hat es in sich. So ein Anfang beginnt beispielsweise in einer Lagune wie Salgados, in der Mitte der Algarve, im letzten Vogelschutzgebiet der Region, einem Feuchtbiotop von 359 Hektar Land zwischen Arma\u00e7\u00e3o da Pera und Albufeira. In diesem Theaterst\u00fcck wird gerade der letzte Akt geprobt. Noch mehr Immobilien? Im Interesse Portugals? Es ist nur noch eine Frage der Zeit und des Geldes, ob es eine Trag\u00f6die oder ein <em>Happy End<\/em> geben wird. Von diesen Trag\u00f6dien hat es schon zu viele in den letzten 50 Jahren der Algarve gegeben.<\/p>\n<p>ECO123 stellt aus aktuellem Anlass in seiner Winterausgabe einmal die ganze Tourismus-Kirmes infrage, auch weil es keine anderen Publikationen in Portugal tun. Es bleibt uns auch gar nichts anderes \u00fcbrig, denn Journalismus soll gut und nicht k\u00e4uflich sein. Die RTA wird 50 Jahre alt. Da gibt es wieder viel Werbung. Na dann: Gute Reise!<\/p>\n<h1>Die gro\u00dfe Verunsicherung<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.27<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-7\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-7\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-7\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine Spaltung zerrei\u00dft das Land. Im Hinterland, weg von der K\u00fcste und seinen St\u00e4dten, verl\u00e4uft eine Spaltung, nicht nur zwischen Reich und Arm, sondern auch zwischen Stadt und Land. Ein Journalist, der dar\u00fcber berichtet, hat herausgefunden, dass die Leute in den St\u00e4dten gar nichts davon wissen, wie es drau\u00dfen auf dem Dorf und drinnen in der Provinz aussieht, wie es sich dort lebt und arbeitet. Und umgekehrt? ECO123 fragte einen sehr erfahrenen Menschen aus dem Hinterland, warum er in seinem ganzen Leben noch nie ein Flugzeug bestiegen hat und warum er sich zuhause in seinem Dorf so viel wohler f\u00fchlt, als andere im Urlaub oder in der lauten, dreckigen Stadt. Und dass er nur einmal in seinem ganzen langen Leben in den Bus steigen musste, um mit den Einwohnern seines Dorfes bis nach F\u00e1tima zu kommen.<\/p>\n<p>Man kann davon ausgehen, dass auch im Hinterland Portugals ein Geb\u00e4ude oder eine Wohnung gegen Erdbeben, Hochwasser, Einbruch und gegen Feuer versichert sind, wie in den St\u00e4dten auch: in Portugal wie im Rest Europas. Viele H\u00e4user in Monchique (Pedrog\u00e3o Grande u.a.) aber sind es nicht. Von den 71 abgebrannten Geb\u00e4uden w\u00e4hrend des gro\u00dfen Waldbrandes in 2018 waren nur drei versichert. Was f\u00fcr ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr die Versicherungen! Was f\u00fcr ein Pech f\u00fcr die Besitzer und ihre Mieter, die ihre H\u00e4user und Wohnungen verloren haben! Sie verloren nach dem Waldbrand das Dach \u00fcber dem Kopf und ihr ganzes Hab und Gut. Und nun? Sollte der Gesetzgeber eine Geb\u00e4udeversicherung nicht zwingend vorschreiben, wie bei den Autos?<\/p>\n<p>Die vielen Feuerwehren, die zum L\u00f6schen nach Monchique kamen, aus dem Gro\u00dfraum Lissabon und Porto hatten keinen blassen Schimmer davon, wo sie eigentlich hinfuhren und was sie dort l\u00f6schen sollten. Abenteuer sehen anders aus. Sind Feuerwehrleute aus der Stadt so viel inkompetenter als Feuerwehren auf dem Land, die den Wald wie ihre Westentasche kennen? Der Kommandant der Feuerwehr in Monchique spricht Tacheles gegen\u00fcber ECO123.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte so f\u00fcr sich stehen und wirken, w\u00e4ren die Hintergr\u00fcnde nicht so vielschichtig. Die Geschichte selbst beginnt eigentlich erst hier und an dieser Stelle spannend zu werden &#8211; mit der Frage &#8211; warum haben die Zivilschutzkommandos aus Faro und Lissabon (St\u00e4dte) Monchique (Dorf) abbrennen lassen und f\u00fcr Jahre unbenutzbar gemacht? Und anders herum, warum waren diese H\u00e4user nicht versichert? Wenn im Leben grobe Fahrl\u00e4ssigkeit bei Katastrophen dieser Art im Spiel ist, stellt sich auch immer die Frage nach der Achtsamkeit und r\u00fcckt in den absoluten Mittelpunkt der Betrachtungsweise. Wie viel CO2 verursacht ein Waldbrand? Das h\u00e4tten wir gern Ant\u00f3nio Costa gefragt, der jetzt wiedergew\u00e4hlt werden will. Er hat immer noch Angst vor einem unbequemen Interview. Und noch einmal: ist es sinnvoll, das Geld f\u00fcr eine Versicherungspr\u00e4mie zu sparen, wenn man wei\u00df, dass es alle paar Jahre im Hinterland lichterloh brennt, auch weil der im PSI20 an letzter Stelle der B\u00f6rse notierte Konzern The Navigator Company (Semapa\/Portucel) dem Land den Eukalyptus diktiert wie zu besten Zeiten Salazars? Kann man all dieses Verhalten als grob fahrl\u00e4ssig bezeichnen und als gierig?<\/p>\n<p>Das andere ergibt sich aus der Bauweise vieler H\u00e4user, die abbrannten und aus deren Umgebung. Viele der H\u00e4user waren nicht so gebaut, wie man H\u00e4user in Waldbrandgebieten bauen darf: Dachst\u00fchle aus Holz, brennbarer Baumbestand und nicht instandgehaltenes Unterholz in der N\u00e4he der H\u00e4user und Stra\u00dfen. Landflucht in die St\u00e4dte, Eukalyptus wuchert \u00fcberall. Keine Chance f\u00fcr die paar Menschen in den D\u00f6rfern, dem Feuer etwas Starkes entgegenzusetzen. H\u00e4user, das sollten die Architekten nun endlich wissen, m\u00fcssen von jetzt an feuerfest gebaut werden. Und noch was und damit beginnen wir diese Ausgabe, es gibt wirklich einen Verantwortlichen f\u00fcr diese verdammten Waldbr\u00e4nde im Hinterland. Diese spannende Geschichte lesen Sie jetzt auf den folgenden Seiten.<\/p>\n<h1>Klimaneutral leben ist m\u00f6glich.<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.23<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-8\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-8\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-8\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>2011 war das entscheidende Jahr. Ich h\u00e4tte mir als als Herausgeber ein neues Auto zulegen k\u00f6nnen. Was ich nicht gemacht habe. Stattdessen investierte ich rund 40.000 Euro in zwei Nachf\u00fchranlagen mit 40 Solarmodulen und in zwei Solarthermien f\u00fcr Hei\u00dfwassergewinnung. Von Februar 2011 bis August 2018 produzierte der Verlag auf diese Weise mehr als 100.000 KW\/h Strom, den wir zum Teil selbst verbrauchten und zu einem anderen Teil weiterverkauften.<\/p>\n<p>Gerade habe ich unsere Investition bilanziert. Pro Jahr verbraucht unser B\u00fcro mit drei Computern rund 2.500 KW\/h. Die private Wohnung verbraucht circa 4.000 KW\/h im Jahr. Als wir Ende 2015 in ein neues Elektroauto mit f\u00fcnf Jahren Garantie investierten, konnten wir vom ersten Moment an unsere Mobilit\u00e4t von fossilen Brennstoffen (wie Benzin\/Diesel) auf nachhaltig erzeugten Strom umstellen: Strom, den wir mit unseren eigenen Nachf\u00fchranlagen selbst produzieren. F\u00fcr j\u00e4hrlich gefahrene 20.000 km verbraucht das Elektroauto 2.000 KW\/h. Der Stromverbrauch zusammengerechnet betr\u00e4gt rund 9.500 KW\/h im Jahr. Dabei fallen keine CO\u2082 Emissionen mehr an. Die Anlagen sind wirtschaftlich wie \u00f6kologisch abgeschrieben.<\/p>\n<p>In guten Jahren produzieren wir rund 18.000 KW\/h, in weniger guten rund 14.000 KW\/h. Im Durchschnitt kommen wir auf 16.000 KW\/h, wovon wir 6.500 Einheiten gewinnbringend verkaufen. Um es anders zu formulieren: wir fahren kostenlos und emissionsfrei mit dem Elektroauto auf Recherche, Anzeigenverkauf und Vertrieb, denn die solaren Nachf\u00fchranlagen haben sich bereit amortisiert. So k\u00f6nnte ich diese Erfolgsgeschichte einfach weiterschreiben. Denn wir haben inzwischen auch mit eigener \u00d6ko-Landwirtschaft begonnen, uns selbst zu ern\u00e4hren. Und beim j\u00fcngsten desastr\u00f6sen Waldbrand hatten wir sogar ziemliches Gl\u00fcck. Beide Anlagen sind nicht verbrannt und liefern weiterhin zuverl\u00e4ssig klimaneutrale Elektrizit\u00e4t.<\/p>\n<p>So. Wie sieht denn Ihre Umweltbilanz aus, wenn ich Sie das mal fragen darf?<\/p>\n<p>40 Grad Celsius und mehr im Sommer, D\u00fcrre und Milliardensch\u00e4den in der Landwirtschaft, desastr\u00f6se Waldbr\u00e4nde und \u00dcberschwemmungen im Winter haben ihre Ursachen. Von nichts kommt nichts. Darf ich Sie anregen, einmal \u00fcber ihre ureigene j\u00e4hrliche Klimabilanz nachzudenken, sie wom\u00f6glich auszurechnen und sich zu \u00fcberlegen, wie Sie meine Bilanz noch unterbieten k\u00f6nnten? Machen Sie mit, wenn wir uns am Samstag, dem 27. Oktober in Alferce zum lokalen Klimagipfel treffen.<\/p>\n<p>Wenn viele von uns handeln, werden wir es gemeinsam schaffen, die Sch\u00e4den aus der menschgemachten Erw\u00e4rmung zu reparieren. Wenn nicht, werden die Kosten den Nutzen \u00fcbersteigen. Dann wird es sinnlos, B\u00e4ume neu zu pflanzen, wenn sie bei den n\u00e4chsten Waldbr\u00e4nden wieder und wieder verbrennen. Es wird sinnlos, immer wieder St\u00e4dte aufzubauen, die \u00fcberflutet werden und die dann eines Tages \u00fcberflutet bleiben. Es ist sinnlos, wie ein Hamster im Rad auf der Stelle zu treten. Denn wollen wir nicht selbst zu Klimafl\u00fcchtlingen werden, m\u00fcssen wir JETZT all unseren Mut zusammennehmen und aus diesem Rad rausspringen, das zu nichts f\u00fchrt. Jeder weitere Tag des Wartens ist einer zu viel.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnes Wachstum kann zu echter SATISFACTION werden und f\u00fchlt sich gut an. Stellen wir uns dieser Realit\u00e4t. In diesem Heft besch\u00e4ftigt sich ECO123 mit dem Element LUFT und interviewt den norwegischen Wirtschaftswissenschaftler und Psychologen Dr. Per Espen Stoknes. Wir sprechen mit jungen Teilnehmern des Seminars \u201cMonchique 2030 \u2013 Null Emissionen \u2013 Welche Zukunft?\u201d Es geht in dieser Ausgabe nicht nur ums Klima, sondern um die Erhaltung unserer Atmosph\u00e4re und der Umsetzung der Klimaziele von Paris. Warum sollten wir auf r\u00fcckst\u00e4ndige Politiker warten? Bei der Umsetzung k\u00f6nnen wir alle konkret mitmachen. Lesen Sie selbst \u2026<\/p>\n<h1>Liebe Leser<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.22<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-9\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-9\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-9\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Einen gesunden Boden zu schaffen, ist alles, denn ohne gesunden Boden ist alles nichts. Ein altes Sprichwort sagt: gesunder Boden, gesunde Pflanzen und B\u00e4ume, gesunde Tiere und gesunde Menschen. Wir m\u00fcssen erkennen, dass auch wir ein Teil der Natur sind und nicht getrennt von ihr existieren. Doch viele sind genau in diesem Glauben aufgewachsen. Die Natur beherrschen fordert schon die Bibel, w\u00e4hrend die Wissenschaft die Natur nur rational betrachtet. Beides ist falsch, weil zu kurz gedacht. Denn wir vergessen damit, dass wir Menschen selbst ein Teil der Natur sind, innerlich wie \u00e4u\u00dferlich. Wir sollten uns um die Gesunderhaltung unserer B\u00f6den k\u00fcmmern, sonst gef\u00e4hrden wir die Produktivit\u00e4t unserer Erde und verlieren den Bezug zu unseren W\u00e4ldern und Feldern.<\/p>\n<p>Ein Beispiel. Eine simple Klee-Grasmischung w\u00e4chst ohne Kunstd\u00fcnger erstaunlich gut. Warum? Weil Klee, den wir auf dem Feld anbauen, sich aus der Luft den Stickstoff holt und diesen in kleinen Kn\u00f6llchen-Kolonien an den Wurzeln bindet und somit in den Boden holt. Das ist Teil der fruchtbarkeitsbildenden Phase. Es geschieht in einem ganz nat\u00fcrlichen Kreislauf. So haben schon unsere Vorfahren Lebensmittel angebaut: ohne jeglichen Kunstd\u00fcnger, ohne chemische Spritzmittel, ohne Gentechnik. Wer einmal diese Erfahrung gemacht hat, kehrt der sogenannten modernen Landwirtschaft und ihren Monokulturen den R\u00fccken und wechselt in den biologischen Lebensmittelanbau mit ihrer Vielfalt und in die Permakultur.<\/p>\n<p>Wenn wir den Dung unserer H\u00fchner, der K\u00fche und Hauschweine nehmen oder einfach unsere K\u00fcchenabf\u00e4lle kompostieren &#8211; was auch Menschen in den St\u00e4dten verstehen &#8211; wenn wir den Kompost wenden und Luft hineinbekommen, kreieren wir etwas sehr wertvolles, viel wertvoller, als uns eine Standartn\u00e4hrwertanalyse \u00fcber den Boden zeigen kann. Es ist auch eine Frage der Geduld, Ausdauer und der \u00dcberlieferung von Wissen und Erfahrung. Bricht diese Erfahrungskette zwischen den Generationen, verlieren wir nicht nur die Erdung und damit den Boden unter den F\u00fc\u00dfen, sondern auch die richtige Orientierung.<\/p>\n<p>Deshalb nehmen wird das Gesetz 10\/2018 zur Vermeidung von Waldbr\u00e4nden einmal genauer unter die Lupe. Es zeigt leider auch, dass unsere Politiker und Beamten immer noch keine Ahnung davon haben, was unsere W\u00e4lder wirklich brauchen. Sollten wir dieses Gesetz strikt befolgen, w\u00fcrde sich Portugal innerhalb einer Generation in eine W\u00fcste verwandeln. Der Kahlschlag der W\u00e4lder w\u00fcrde in der Natur einen nicht wieder gut zu machenden Schaden anrichten. Das Gesetz entstand unter dem Eindruck von Angst; einer Furcht, dass sich die Waldbr\u00e4nde und ihre Zerst\u00f6rung wiederholen, was passieren wird. Was durch Gier und Landflucht in 50 Jahren an nat\u00fcrlichen W\u00e4ldern zerst\u00f6rt wurde, l\u00e4sst sich nicht in einem Jahr wieder gut zu machen!<\/p>\n<p>Ein erster Schritt in die richtige Richtung beginnt mit der Wertsch\u00e4tzung eines heimischen Baumes. Ohne Achtsamkeit geht das nicht. Der einzige Weg dahin f\u00fchrt zur\u00fcck aufs Land und zur Natur. Angesagt sind daher die behutsame Pflege der vorhandenen W\u00e4lder und die Anpflanzung von neuen Mischw\u00e4ldern und deren k\u00fcnftige Pflege. Wer den Klimawandel abbremsen m\u00f6chte, betreibe gute Forst- und Landwirtschaft durch Vielfalt. Es braucht Anreize f\u00fcr ein Leben im Hinterland, damit es wieder bewohnbar wird. Dieses Heft widmen wir dem Element ERDE: den B\u00f6den und unserer Nahrung, den B\u00e4umen und nat\u00fcrlichen Samen. Wir fragen uns auch, wo und wie man das traditionelle Handwerk des Bauern und F\u00f6rsters erlernen kann. ECO123 hat sich auf den noch wenigen gesunden Feldern und in den sch\u00f6nsten W\u00e4ldern des Landes f\u00fcr Sie umgeschaut.<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>Wasser, das knappe Gut.<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.21<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-10\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-10\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-10\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unentwegtes Bev\u00f6lkerungs- und Wirtschaftswachstum bringt das Klima aus dem Gleichgewicht. Durch die Verbrennung von \u00d6l, Gas und Kohle entstehen Treibhausgase, die jene d\u00fcnne Schutzschicht namens Atmosph\u00e4re in nie erlebter Weise aufheizen. Der Preis einer kurzsichtigen und falschen Philosophie schafft Wetterchaos und gef\u00e4hrdet die Lebensgrundlagen aller. Mehrere Wintermonate regnet es kaum, dann aber trifft starker Regen auf ausgetrocknete, fruchtbare Erde und w\u00e4scht sie mit sintflutartigem Regen weg. St\u00fcrme und Tornados suchen das Land heim. Es stellt sich die Frage, ob die geringer werdenden Wasserreserven f\u00fcr einen weiteren hei\u00dfen Sommer \u00fcberhaupt reichen? In dieser Ausgabe betrachtet ECO123 das wunderbare Element des Wassers auf verschiedene Weisen.<\/p>\n<p>Bereits letzten Sommer wurde Wasser an der Algarve knapp. Die Stauseen leerten sich zusehends. 30 Prozent voll &#8211; ist &#8211; 70% leer. Im s\u00fcdlichsten Gebirge Europas, in der Serra de Monchique, das als gr\u00fcne Lunge und reich an Wasservorkommen gehandelt wird, r\u00e4chen sich jetzt die Umwelts\u00fcnden der letzten Jahrzehnte. Eukalyptus, Holz f\u00fcr die Papierindustrie, gr\u00e4bt Mutter Natur das Grundwasser ab. Im August 2017 waren die Zisternen in der Gemeinde Marmelete (Monchique) nahezu leer. Wer den Wasserhahn aufdrehte, sp\u00fcrte den fehlenden Druck. Drei Mal t\u00e4glich musste bis Mitte Februar der Zivilschutz mit einem kommunalen Tankwagen rund 50.000 Liter Quellwasser aus Caldas nach Marmelete kutschieren und das nasse Gut in die Gemeindezisternen f\u00fcllen. Wenig sp\u00e4ter ereilte die D\u00fcrre auch die Gemeinde Alferce. Wo immer die industrielle Forstwirtschaft mit ihren Monokulturen der Erde das Wasser entzieht, bleibt w\u00e4hrend einer D\u00fcrre nicht viel Grundwasser f\u00fcr den Rest der Menschen, f\u00fcr Flora und Fauna \u00fcbrig. Tourismus, industrielle Landwirtschaft und Industrie arbeiten nach den gleichen Regeln. Sie entziehen der Erde das knappe Wasser.<\/p>\n<p>Die Grenzen des Wachstums werden immer sichtbarer. Immer \u00f6fter werden Umweltsch\u00e4den, verursacht durch industrielle Interessen und partikulares Gewinnstreben, durch das Engagement des Staates und seiner Institutionen, durch Steuergelder kompensiert. W\u00e4hrend die Papierindustrie auf der Basis von Ausbeutung der Natur hohe Gewinne einf\u00e4hrt, bleiben die Gemeinden auf den Kosten sitzen: Waldbr\u00e4nde und kein L\u00f6schwasser? Wann werden die wirklich Verantwortlichen daf\u00fcr zur Kasse gebeten? Und wann beginnt der politische Kurswechsel zu einer nachhaltigen, achtsamen und zirkul\u00e4ren Wirtschaftsweise?<\/p>\n<p>Der Sommer steht vor der T\u00fcr. Day Zero, an dem die kommunale Wasserversorgung zusammenbrechen k\u00f6nnte, ist ein zentrales Thema. An jedem hei\u00dfen und trockenen Tag \u2013 sowohl durch den verschwenderischen Wasserverbrauch von vielen Millionen Touristen, als auch durch Raubbau an Wasserressourcen von Monokulturen der Land- und Forstwirtschaft und einer Industrie, die giftige Abw\u00e4sser einfach in die Fl\u00fcsse einleitet \u2013 werden die realen Trinkwasserreserven immer geringer. Was tun? ECO123-Journalisten haben recherchiert, wie nachhaltige L\u00f6sungen beim wichtigsten Gut der Menschheit, dem Wasser aussehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h1>Schon alles erreicht im Leben?<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.20<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-11\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-11\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-11\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Warum f\u00e4lscht der Chef des Zivilschutzes seinen Universit\u00e4tsabschluss? Warum unterschreibt der B\u00fcrgermeister immer mit Dr. vor seinem Namen obwohl er nie eine Dissertation geschrieben hat? Warum benutzt ein abgew\u00e4hlter Premierminister den Titel des Ingenieurs, obwohl dieser ihm nie verliehen wurde?<\/p>\n<p>Diese Ausgabe besch\u00e4ftigt sich mit dem Thema Bildung und Lernen f\u00fcrs Leben. Zwischen drei und f\u00fcnf Prozent aller Titeltr\u00e4ger sollen einer Sch\u00e4tzung zufolge ihre Titel zu Unrecht tragen. Was aber macht man mit Falschspielern und Angebern, deren Spiegelbilder den Betrachter nicht aushalten? Man k\u00f6nnte ihnen eine aktuelle Liste auf Wikipedia einrichten und diese je nach Situation immer auf den neusten Stand bringen.<\/p>\n<p>Die Bildung in staatlichen Schulen auf den aktuellen Stand der 21. Jahrhunderts zu bringen, ist von den W\u00fcrdentr\u00e4gern der Politik irgendwie vergessen worden. P\u00e4dagogen des 20. Jahrhunderts unterrichten junge Menschen des einundzwanzigsten nach Methoden des 19. Jahrhunderts. Das gilt auch f\u00fcr die zu vermittelnden Inhalte. Denn wie und was lernen unsere Kinder zuhause und in den Schulen \u00fcber Natur und \u00d6kologie? Was ist das f\u00fcr ein Wissen, das unsere Kinder demn\u00e4chst einmal praktisch und konstruktiv im Alltag anwenden k\u00f6nnten, um den Klimawandel aufzuhalten, um die Waldbr\u00e4nde einzud\u00e4mmen, um aktuelle Umweltprobleme an der Wurzel zu l\u00f6sen? Was lernen Studenten an den Wirtschaftsuniversit\u00e4ten \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge von \u00d6konomie und \u00d6kologie?<\/p>\n<p>Wie viel Prozent von dem, was wir in den ersten 25 Jahren lernen, k\u00f6nnen wir in den n\u00e4chsten 25 auch praktisch anwenden, wenn es um Konfliktl\u00f6sung und Vermeidung von Gewalt in famili\u00e4ren Gemeinschaften geht? Sieben von zehn verheirateten Paaren lassen sich innerhalb von sieben Jahren wieder scheiden. Was ist das f\u00fcr eine Liebe und was machen wir mit den Opfern dieser Liebe, den Kindern? Ein Blick in die Statistiken zu diesen Themen macht tief betroffen und zeigt, dass von der aktuellen Politik keine grunds\u00e4tzlichen L\u00f6sungen zu erwarten sind, sondern nur Kosmetik und Schmerzmittel verschrieben werden.<\/p>\n<p>Es geht aber auch anders. Das beweist die andere Realit\u00e4t. ECO123 recherchiert und schreibt auch dieses Mal wieder Geschichten des Gelingens. Hinter die Kulissen schauen, Zusammenh\u00e4nge aufzeigen und gen\u00fcgend Zeit investieren. Zuh\u00f6ren k\u00f6nnen. Man muss als Journalist und auch als Lehrer nach L\u00f6sungen suchen wollen und \u00fcber seinen eigenen Tellerrand schauen k\u00f6nnen. Dann erweitern sich Perspektiven und zeichnen ein neues Bild, in dem es nicht immer nur brennt, st\u00fcrmt oder andere Katastrophen und Unf\u00e4lle regnet.<\/p>\n<p>M\u00f6chten Sie genau da mitmachen? Statt irgendwann mal einen falschen Doktortitel zu erwerben, k\u00f6nnten Sie ECO123 jetzt regelm\u00e4\u00dfig im Abonnement lesen. Verschenken Sie #20 und drei weitere Hefte (#21-23) in 2018 als aktuelles Weihnachtsgeschenk f\u00fcr 20 EUR frei Haus. In diesem Sinne, halten Sie sich k\u00f6rperlich fit und geistig munter\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Wollen wir wetten?<\/h1>\n<p>EDITORIAL Nr.19<\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-12\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-12\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-150x150.png 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-55x55.png 55w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-12\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Alle reden vom Energie sparen, ich dieses Mal nicht. Wer bei der Investition seiner eigenen Ressourcen beginnt, wird selbst binnen kurzer Zeit wissen, was ich unter nachhaltiger Investition und Rentabilit\u00e4t (ROI Return of Investment) verstehe. Schauen wir uns das am Beispiel der Mobilit\u00e4t einmal n\u00e4her an und lassen die Werkzeuge unserer modernen Zeit einmal au\u00dfen vor. Bewegen wir uns mal nicht mit dem Flugzeug, dem Auto oder einem anderen Hilfsmittel von A nach B, sondern nehmen wir unsere eigene Energie und machen uns mit unseren eigenen F\u00fc\u00dfen und unserer eigenen Kraft auf den Weg. Ja, Sie lesen richtig: gehen wir einmal auf und mit unseren eigenen F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Wenn wir davon reden und es auch in die Wirklichkeit umsetzen, dass wir uns vom Verbrennungsmotor verabschieden, hei\u00dft das ja nicht gleichzeitig, dass wir einem anderen Typen von Blech- oder Plastikesel einen Elektromotor einbauen und so weitermachen wie bisher und so weitermachen, als sei 150 Jahre lang nichts geschehen. W\u00e4hrend Mobilit\u00e4tsforscher davon schw\u00e4rmen, Autos ohne Fahrer auf den Weg zu schicken und Mobilit\u00e4tsangebote zu vernetzen, rede ich vom einfachen zu Fu\u00df gehen, sich mit eigener Energie auf den Weg von A nach B zu machen. Einfach denken, einfach handeln, tief durchatmen und losgehen. Meinetwegen k\u00f6nnen wir auch das Fahrrad mit einbeziehen. Aber ich denke einmal grunds\u00e4tzlich. Dieses Denken beginnt bei der Nutzung der eigenen K\u00f6rperressourcen und unserer Werkzeuge, den Beinen und F\u00fc\u00dfen, den Muskeln und Sehnen und unserer Steuerung, dem Gehirn.<\/p>\n<p>Wer in Zukunft etwas transportiert haben will, kann sich ja ein Fortbewegungsmittel leihen oder mieten. Wie aber planen wir unseren Weg zur Arbeit, in die Schule, zur Uni, in den Urlaub, zum Konzert, ins Theater; wie das Einkaufen von Lebensmitteln, Kleidung und anderen zum Leben wichtigen Konsumg\u00fctern?<\/p>\n<p>Taxis wird es auch in Zukunft geben, Bahnen &amp; Busse stelle ich nicht in Frage. Was ich in Frage stelle, ist die sogenannte Freiheit des Einzelnen, den Lebensraum aller nachhaltig zu besch\u00e4digen. Ich sehe das Auto als individuelles Transportmittel und das Flugzeug als Bef\u00f6rderungsmittel zu Gesch\u00e4ftszwecken und in den Urlaub aussterben. Wer immer noch beim Betr\u00fcger Volkswagen seine Br\u00f6tchen verdient, sollte sich besser heute als morgen einen neuen Job suchen. Der zurzeit noch gr\u00f6\u00dfte Automobilhersteller der Welt wird auf absehbare Zeit vom Markt verschwinden. Ich wette darauf, dass er das Jahr 2022 in dieser Form nicht erleben wird. Kodak und Olivetti haben es auch nicht geschafft. Und Ryanair ist nach AirBerlin einer der n\u00e4chsten Kandidaten auf meiner Liste. Ich prophezeie auch Ryanair \u00fcber kurz oder lang den Konkurs. Wer Arbeitnehmerrechte derart mit F\u00fc\u00dfen tritt und die in Europa existierende Sozialversicherung ignoriert, kaum Steuern zahlt, wer nichts als Geiz s\u00e4t, wird ebensolchen auch ernten. Wollen wir wetten?<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie sich eine Welt ohne Volkswagen und ohne Ryanair vorstellen? Was w\u00e4re das f\u00fcr ein Leben? W\u00e4re diese Welt angenehmer, ruhiger, w\u00fcrde uns etwas fehlen, zum Beispiel die Mengen an Abgasen in unserer Atemluft, die k\u00fcnftig eingespart w\u00fcrden? Zu Fu\u00df unterwegs, verstehe ich als Angebot, ein Angebot zum Denken und Handeln.<\/p>\n<p>Viel Freude beim Lesen.<\/p>\n<h1>Wie wollen wir leben?<\/h1>\n<p><strong>EDITORIAL Nr. 18<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-13\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-13\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"250\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png 369w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-300x242.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-13\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Riss geht durch unser Land und unser Leben: nicht nur Reiche und Arme, Alte und Junge, auch Menschen der Stadt und des Hinterlandes werden sich immer fremder. Wer in der Stadt wohnt und arbeitet, lebt in einem anderen Milieu, dem ist das Landleben fremd. Wer aber Mais und Kartoffeln s\u00e4t, wer Gem\u00fcse und Fr\u00fcchte selbst erntet, wer zum Beispiel H\u00fchner und Ziegen sein eigen nennt, hat auch den direkten Bezug zum eigenen Essen. Landmenschen leben in der Regel umweltfreundlicher als Stadtmenschen &#8211; die, um an ihre Nahrung zu kommen, sich erst einmal zum Supermarkt bewegen m\u00fcssen, eine Verpackung aufrei\u00dfen, um diese dann in den M\u00fcll zu werfen. Auf dem Land gibt es keine Wohnungsnot. Hier stehen H\u00e4user leer. In der Stadt dominieren L\u00e4rm, schlechte Luft und Stress, auf dem Dorf soziale Kontrolle\u2026<\/p>\n<p>Wo liegt unsere Zukunft als Mensch? Im Hinterland ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass man sich gegenseitig etwas aus dem Garten schenkt. Das gibt einer Freundschaft ihren ganz speziellen Wert und Mensch zeigt damit, dass er sich sch\u00e4tzt in Verbindlichkeit. Menschen kennen sich und k\u00fcmmern sich um ihre N\u00e4chsten, teilen Nahrung und Freude, besonders auch die nicht materiellen Werte. Man trauert gemeinsam um den Verstorbenen, feiert Feste an Geburtstagen und zu anderen Gelegenheiten, destilliert den Medronho und geht zusammen Pilze sammeln. Man freut sich \u00fcber die Liebe ebenso wie \u00fcber den Nachwuchs.<\/p>\n<p>Diese Zeitschrift, die auf dem Dorf und in der Provinz gemacht und die in Lissabon und Porto genauso gelesen wird wie in Portalegre oder Guarda, die nur vier Mal im Jahr erscheint, arbeitet mit der Zeit und nicht gegen sie. Das ist eine einmalige Chance f\u00fcr alle, die sich selbst Zeit nehmen wollen, zum Innehalten und Lesen, auch in der gro\u00dfen Stadt. Denn dort, so wissen wir, hat kaum einer wirklich Zeit. Wir aber brauchen Zeit zum Nachdenken und F\u00fchlen dar\u00fcber, wie wir leben wollen.<\/p>\n<p>Die meisten Menschen in der Stadt verlassen morgens ihre Wohnung, um zur Arbeit zu fahren und abends wieder zur\u00fcck. Wer aber im Dorf lebt, bei dem liegen Wohnung, Arbeitsplatz und Schule nah beisammen. Ein gro\u00dfer \u00f6kologischer, ein gro\u00dfer \u00f6konomischer Vorteil. Auch deshalb werden wir in den n\u00e4chsten Jahren eine Stadtflucht erleben. Wir werden Menschen erleben, die mit ihren H\u00e4nden nicht wissen, ihre eigene Nahrung zu erzeugen. Im Bereich der \u00f6kologischen Bildung wird es viel Arbeit geben\u2026<\/p>\n<p>Mein Freund Carlos, der viele Jahre an der Universit\u00e4t gelehrt hat, geht heute f\u00fcr sein Leben gern und nahezu jeden Tag in den Garten, um dort etwas zu arbeiten. Denn es gibt dort immer etwas zu machen. Was man so landl\u00e4ufig arbeiten nennt, erf\u00fcllt ihn mit Freude. Es gibt ihm ein gutes Gef\u00fchl. Die B\u00e4umchen des Winters sind ausgepflanzt, der Garten bestellt. Das garantiert den direkten Kontakt zu Mutter Natur, die uns f\u00fcr unsere Arbeit etwas zur\u00fcckgibt. Das sollten wir nie vergessen.<\/p>\n<p>Warum erw\u00e4hne ich Carlos? Weil er mir, seinem Freund gerade ein K\u00f6rbchen mit Erdbeeren geschickt hat. Ich stehe jetzt in meiner K\u00fcche am Waschbecken und s\u00e4ubere die Fr\u00fcchte, lege jede einzelne von ihnen in eine Schale f\u00fcr den heutigen Nachtisch. Auf diese Weise beginnt mein Tag. Ich habe gerade gefr\u00fchst\u00fcckt und wasche das Geschirr ab, mache mir Gedanken, was ich heute kochen k\u00f6nnte und wie diese Ausgabe werden soll. Gerade stelle ich mir vor, wie es w\u00e4re, wenn wir alles wiederverwenden w\u00fcrden, was wir mit unseren H\u00e4nden ber\u00fchren. Die Natur selbst kennt ja keinen M\u00fcll.<\/p>\n<p>Diese Ausgabe gibt neun ganz verschiedenen Menschen die M\u00f6glichkeit, von sich zu erz\u00e4hlen, wie sie leben wollen\u2026<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Ist Portugal eine Insel?<\/h1>\n<p><strong>Editorial Nr. 17<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-14\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-14\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"250\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png 369w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-300x242.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-14\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Politische Wahlerfolge, die sich aus Frust und Angst vor noch gr\u00f6\u00dferem sozialen Abstieg speisen, kann man auch getrost als Pyrrhussiege bezeichnen. Spalten, \u00c4ngste sch\u00fcren, Konflikte ausl\u00f6sen sind das zeitgen\u00f6ssische Muster einer populistischen Politik, die sehns\u00fcchtig und verkl\u00e4rt in die glorreiche Vergangenheit des Pl\u00fcnderns unseres Planeten zur\u00fcckblickt. Sie vermag aber weder die dringenden Probleme der Gegenwart erkennen, noch eine nachhaltige Perspektive f\u00fcr ein besseres Morgen anbieten.<\/p>\n<p>Es ist die Politik der Kurzsichtigkeit, die durch die eigene Brille nur bis zur eigenen Nasenspitze reicht. Dieser zu kurze politische Blick ist durchaus gef\u00e4hrlich, weil er gesellschaftlichen Konsens zerst\u00f6rt, mit dem Feuer spielt und immer wieder und wieder zu Krieg f\u00fchrt. Kurzsichtigkeit sucht nicht nachhaltige L\u00f6sungen. Sie sucht die Fehler immer nur beim anderen, grenzt Minderheiten aus, sch\u00fcrt Ausl\u00e4nderhass, verst\u00e4rkt soziale und wirtschaftliche Ungleichheit. Kurzsichtigkeit zerst\u00f6rt unseren Biotop Erde.<\/p>\n<p>L\u00f6sungen f\u00fcr unsere vielf\u00e4ltigen globalen Probleme sind nie einfach nur in schwarz-wei\u00dfen Mustern zu finden, sondern ben\u00f6tigen den scharfen Weitblick \u00fcber den eigenen Brillenrand hinaus. Menschen zusammenbringen, \u00c4ngste abbauen, gemeinsam nach L\u00f6sungen suchen, nur so entsch\u00e4rft Politik Konflikte. Gelassenheit ist eine wichtige Hilfe beim L\u00f6sen von Problemen. Das kostet Zeit und Geduld, bedeutet Diskussion und Entscheidungsfindung, Versuch und Irrtum inklusive. Die Basis aber ist ein intakter Planet und Bewohner, die ihn pflegen und hegen. Tun wir das?<\/p>\n<p>Portugal sei zwar ein kleines Land, sagt uns eine Leserin, aber wir h\u00e4tten alles, was wir zum guten Leben ben\u00f6tigen. Frieden. Sonne und Wind kostenlos, die unserem Land umweltfreundlichen Strom schenken. Genug Mutter Erde und sauberes Wasser, um eine nachhaltige Landwirtschaft auf den Weg zu bringen, die uns gut und ausgewogen ern\u00e4hren k\u00f6nnte. Wir h\u00e4tten vielf\u00e4ltiges Know-how, um umweltfreundliche Produkte herzustellen, die uns kleiden, gesund halten, mobil und von unsinnigen Importen unabh\u00e4ngig machten.<\/p>\n<p>Ein Leser hingegen schreibt, manchmal habe er den Eindruck, ECO123 sei seiner Zeit 20 bis 30 Jahre weit voraus. Danke! Wir l\u00e4cheln, aber irgendwie werden wir auch nachdenklich. F\u00e4nden wir heute schon nachhaltige soziale und \u00f6kologische L\u00f6sungen, die ihrer Zeit so weit voraus w\u00e4ren, bef\u00e4nden wir uns zukunftsf\u00e4hig auf dem richtigen Weg. F\u00e4nden wir eine gerechte konsensf\u00e4hige L\u00f6sung, wie wir Armut und Existenz\u00e4ngste mildern k\u00f6nnten, w\u00e4re Portugal eine Insel des Friedens.<\/p>\n<p>Vom 25. bis 27. September findet in der Assembleia da Rep\u00fablica in Lissabon der 17. BIEN-Weltkongress des Bedingungslosen Grundeinkommens mit Vertretern vieler L\u00e4nder dieser Erde statt. ECO123 bespricht mit Ihnen dieses zukunftsf\u00e4hige Thema in diesem Heft.<\/p>\n<h3>B\u00fccher<\/h3>\n<hr \/>\n<p>Empfehlung<br \/>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:100%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-23267\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Basic-Income-Phillippe-van-Parijs-150x150.jpg\" alt=\"Basic Income Phillippe van Parijs\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Basic-Income-Phillippe-van-Parijs-150x150.jpg 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Basic-Income-Phillippe-van-Parijs-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><strong>Basic Income: A Radical Proposal for a Free Society and a Sane Economy<\/strong> By Philippe van Parijs\u00a0and Yannick Vanderborght Harvard University Press ISBN 9780674052284 30 March 2017 \u00a323.95\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:100%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-23270\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/radikal-gerecht-169123086-150x150.jpg\" alt=\"radikal-gerecht\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/radikal-gerecht-169123086-150x150.jpg 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/radikal-gerecht-169123086-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><strong>Radikal gerecht: Wie das bedingungslose Grundeinkommen den Sozialstaat revolutioniert<\/strong> By Thomas Straubhaar Edition K\u00f6rber-Stiftung ISBN: 978-3-89684-194-0 17. Februar 2017 \u20ac17<\/p>\n\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:100%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-23275\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/51XVLWVO7KL-150x150.jpg\" alt=\"Raising the floor\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/51XVLWVO7KL-150x150.jpg 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/51XVLWVO7KL-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><strong>Raising the Floor: How a Universal Basic Income Can Renew Our Economy and Rebuild the American Dream<\/strong> By Andy Stern (Author), Lee Kravitz (Contributor) PublicAffairs, 2016 ISBN 1610396251, 9781610396257 June 14, 2016 \u00a323.95\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:100%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-23281\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/41KL-iymGhL._SX322_BO1204203200_-150x150.jpg\" alt=\"Basic Income Guarantee\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/41KL-iymGhL._SX322_BO1204203200_-150x150.jpg 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/41KL-iymGhL._SX322_BO1204203200_-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><strong>Basic Income Guarantee: Your Right to Economic Security (Exploring the Basic Income Guarantee)<\/strong> By Allan Sheahen Palgrave Macmillan ISBN: 978-1-137-00570-0 July 2012 $89.32\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<hr \/>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><strong>Welcher Brennstoff treibt uns an?<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 16<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_3897-15\" aria-describedby=\"caption-attachment-3897-15\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3897\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"250\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png 369w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-300x242.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3897-15\" class=\"wp-caption-text\">Uwe-Heitkamp<br \/>Editor &amp; Director<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die meisten von uns lernen gerade, dass weniger mehr sein kann: weniger arbeiten ist mehr Zeit haben; f\u00fcr sich, f\u00fcr die Liebsten und f\u00fcr die N\u00e4chsten um uns herum. Weniger Besitz anh\u00e4ufen hei\u00dft auch weniger schwer tragen an Verantwortung und weniger Ressourcenpl\u00fcnderung oder Verschwendung. In gr\u00f6\u00dferer Harmonie mit unserer Erde leben wird immer mehr zum Thema. Was motiviert uns dazu? Was investieren wir in die Zukunft unserer Kinder, in die Zukunft kommender Generationen? Seele, Geist und K\u00f6rper ins Lot bringen, ist die ideale Grundlage f\u00fcr ein harmonisches Leben. Doch was konkret hei\u00dft das? Wir fragen eine \u00c4rztin, die nicht die Krankheit bek\u00e4mpft, sondern die Gesundheit f\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Neulich erhielt ich eine Einladung zu einer Veranstaltung, die ganz anders beginnen sollte, als sie geplant war. Dort sollte der Umweltminister eine Begr\u00fc\u00dfungsrede halten. Er kam in der gro\u00dfen schwarzen Limousine seines Vorg\u00e4ngers im Amt und wurde von protestierenden Fischern empfangen. Ich bin Insulaner, hatten sie auf ihre T-Shirts geschrieben. Sie protestierten dagegen, dass die Regierung demn\u00e4chst ihre alten H\u00e4user abrei\u00dfen l\u00e4sst. Der Herr Minister schenkte seinen Mitb\u00fcrgern eine halbe Stunde Zeit. Wie er sie nutzte? Er h\u00f6rte ihnen zu. Fand er eine L\u00f6sung f\u00fcr ihre Probleme?<\/p>\n<p>Das Ministerium f\u00fcr Umwelt ist zweifelsohne in unserer modernen Welt ein immer noch viel zu unwichtiges Ministerium, eines von vielen. Der Minister und seine Mitarbeiter haben wenig Macht, wenig Zeit und kaum Einfluss auf die Realpolitik. Sie d\u00fcrfen Reden halten und solange sie der Wirtschaft nicht vorschreiben, was wie zu funktionieren hat, darf der Minister ger\u00e4uschlos sein Amt ausf\u00fchren. Warum eigentlich ist ein Umweltminister so machtlos und wie kann man das \u00e4ndern? Das wollten wir vom Umweltminister gern selbst erfahren. Und dann wollten wir noch wissen, wie man sich aus Ruinen ein sch\u00f6nes Zuhause macht. Dabei kam uns das Plus-Energie-Haus in den Sinn.<\/p>\n<p>Neugierig? Na dann los\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><strong>Vom Wert der Selbstbeschr\u00e4nkung <\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 15<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor kurzem erhielt ich eine nette Einladung zum diesj\u00e4hrigen Greenfest nach Estoril.Bevor ich Einladungen akzeptiere, schaue ich mir immer zuerst das Programm und die Sponsorenliste an. Ich lese, dass es sich umeine dreit\u00e4gige Veranstaltung f\u00fcr die ganze Familie handelt. Unternehmen, Kommunen und B\u00fcrger sollen sich miteinander bekannt machen, um das Bewusstsein f\u00fcr Fragen der Nachhaltigkeit zu erh\u00f6hen. Gute Idee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ersten Sponsor entdecke ich Volkswagen.Er hat weltweit bei elf Millionen Dieselautos vors\u00e4tzlich und betr\u00fcgerisch die Abgaswerte manipuliert.Hat VW dem noch etwas hinzuzuf\u00fcgen? Beim zweiten Sponsor stolpere ich \u00fcber den Papierhersteller Portucel\/Soporcel,dessen Milliardeninvestitionen in industriellen Eukalyptus mitverantwortlich f\u00fcr diedesastr\u00f6sen Waldbr\u00e4nde sind. Dann kommt der Farbenhersteller Barbot, die Stiftung Calouste Gulbenkian, deren Reichtum auf der Pl\u00fcnderung unseres Planeten von \u00d6l und Gas basiert und auch noch Unilever. Auf der Basis dieser Informationen habe ich mich entschieden,der Veranstaltung fernzubleiben.ECO123 investiert nur in Veranstalter, die auch halten, was sie versprechen. Was michallerdings noch interessieren w\u00fcrde ist, wie viel \u201ecash\u201c ein Konzern \u00fcberweisen muss,damit er am Greenwashing teilnehmen darf?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenden wir uns L\u00f6sungen zu. In dieser Ausgabe wagen wir ein journalistisches Experiment. Wir ver\u00f6ffentlichen neun Interviews mit normalen Menschen, die uns wichtige Ideen von ihrem Leben mit auf dem Weg geben. Lourdes, die portugiesische Fernsehjournalistin in Deutschland;Marcelino, der b\u00e4uerliche Eremit in Barbelote; V\u00e2nia, die erfolgreiche Bloggerin f\u00fcr mehr als 100.000 Veganer; Vedanta, die englische Yogalehrerin auf ihrer Insel; Madan,der (noch) illegale nepalesische Immigrant in Lissabon; Z\u00e9 Pedro,der portugiesische Schusterlehrling in \u00d6sterreich; K\u00e4the,die Portugiesisch lernende deutsche Rentnerin im Alentejo; Carlos, der gr\u00fcne B\u00fcrgermeister von Torres Vedras und Leo Lobo, der Clown und Sohn portugiesischer Emigranten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcnsche Ihnen sehr viel Freude beim Lesen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher war alles schlechter?<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 14<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den meisten Medien vermisse ich die seri\u00f6se Hintergrundberichterstattung. Journalisten berichten zum Beispiel von einer Br\u00fccke, die einst\u00fcrzt und von den Menschen und dem Bus, die in die Fluten st\u00fcrzen und verschwinden. Kaum ein Journalist macht sich mehr die M\u00fche, seine Geschichte so zu recherchieren, dass alle Aspekte vor Ort genau betrachtet werden. Warum ist diese Br\u00fccke eingest\u00fcrzt? H\u00e4tte man das verhindern k\u00f6nnen und wodurch? Zahlen werden aus dem Kontext gerissen und verf\u00e4lschen das Bild. \u00dcber die Br\u00fccke aber, die gerade restauriert wird, damit es gar nicht erst zu solchen Einst\u00fcrzen kommt, verlieren Journalisten kein Wort. Anhand von ECO123 aber k\u00f6nnen Sie erleben, was passiert, wenn man kontinuierlich \u00fcber Jahre hinweg auch gute Nachrichten zu sich nimmt. Denn bei uns geht es immer um Geschichten des Gelingens.<br \/>\nDenn wer st\u00e4ndig Negatives liest, glaubt am Ende wirklich, dass alles schlimm ist. Sensationsjournalismus f\u00fchrt zu einer Spirale der geistigen L\u00e4hmung, zu Passivit\u00e4t und Depression. Gute Ans\u00e4tze, die es \u00fcberall gibt, werden nicht mehr wahrgenommen.<br \/>\nDie Wissenschaft gibt dem Recht. Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass negative Geschichten das Publikum \u00e4ngstlicher machen, passiv und schlecht gelaunt. Das zeigen zwei Texte zu Umweltproblemen. Der eine thematisiert die Zerst\u00f6rung nach Katastrophen von Waldbr\u00e4nden, w\u00e4hrend der andere die Zusammenh\u00e4nge von menschgemachtem Klimawandel und den M\u00f6glichkeiten zur Verringerung von CO2 Emissionen beschreibt, also auch dar\u00fcber berichtet, wie Waldbr\u00e4nde verhindert werden k\u00f6nnen. Nach der Lekt\u00fcre des l\u00f6sungsorientierten Textes gaben die LeserInnen an, nun selbst motivierter zu sein und umweltfreundlicher handeln zu k\u00f6nnen. ECO123 berichtet in dieser Ausgabe von einer l\u00f6sungsorientiert wirtschaftenden Landwirtschaft und ihren Lebensmitteln.<br \/>\nKonstruktiver Journalismus \u00e4ndert ein Lebensgef\u00fchl, er st\u00e4rkt und motiviert. Wir sind dabei nicht allein auf diesem Planeten: www.positive.news in Gro\u00dfbritannien betreibt konstruktiven Journalismus ebenso wie der Schweizer Tages Anzeiger und die Washington Post in ihrer Rubrik &#8222;The Optimist&#8220;. Selbst ein deutsches Fernsehmagazin sendet seit Beginn des Jahres Beitr\u00e4ge, in denen es etwa darum geht, dass die Zahl der Fl\u00fcchtlinge aus Syrien gesunken ist oder dass sich die Gesundheitsversorgung verbessert hat. &#8222;Fr\u00fcher war alles schlechter&#8220; hei\u00dft die Sendung&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"box info  alignleft\" style=\"width:100%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Positive News<\/strong> \\ <a href=\"http:\/\/www.positive.news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.positive.news<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tages Anzeiger<\/strong> \\ <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/collectionuebersicht\/die-loesung\/story\/24942352\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.tagesanzeiger.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Washington Post<\/strong> \\ <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/pb\/the-optimist\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.washingtonpost.com<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Das verlorene Paradies?<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 13<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein. Wer aber denkt, alles ginge einfach so weiter, der ist auf dem Holzweg. Viele wissen noch nicht, wohin die Reise gehen wird. Ob sich aber die strukturelle Transformation einer Wirtschaft die auf Raubbau basiert, in eine klimafreundliche CO\u00b2-freie bis 2050 umformen l\u00e4sst, h\u00e4ngt vor allem davon ab, ob sich die positiven Tugenden unserer Demokratien in Europa langfristig durchsetzen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haben aktuelle und k\u00fcnftige Regierungen das Selbstvertrauen, die Kraft und das Verhandlungsgeschick, um klare, auch unpopul\u00e4re Entscheidungen zu treffen und umzusetzen? Werden sich Werte wie N\u00e4chstenliebe, Geduld und Toleranz im Volk durchsetzen? Jeder zukunftsf\u00e4hige Weg in Richtung Nachhaltigkeit wird vielen nicht einfach erscheinen, denn unsere haupts\u00e4chlich an unbeschr\u00e4nktem Konsum orientierte Zivilisation hat es (noch) nicht gelernt und (noch) nicht begriffen, wie es nachhaltig besser ginge. Was also braucht der Mensch, um gl\u00fccklich zu sein? Diese Fragen stellt ECO123 in dieser Ausgabe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kriege um Rohstoffe wie Wasser, um Werte wie geistige Freiheit, auch Hungersn\u00f6te und Landflucht werden Europa hundert Millionen Fl\u00fcchtlinge aus den vom Klimawandel bedrohten Krisenl\u00e4ndern bescheren. Wie aber gehen wir mit dieser neuen V\u00f6lkerwanderung verantwortungsvoll um?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir das Gro\u00dfe Ganze hinter dem noch Unbekannten entdecken, den Plan daf\u00fcr entwickeln, der sich an Humanit\u00e4t und Nachhaltigem Wirtschaften orientiert, werden wir unser Paradies Erde bewahren. Dabei geht es nur um das Gute im Menschen und f\u00fcr den Planeten. Es beginnt immer mit etwas Selbstvertrauen und einem Leben ohne Angst. Wir werden langsamer leben und uns an diesem Ma\u00dfstab orientieren. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird ebenso kommen wie eine zukunftsf\u00e4hige, sozial gerechtere Form des Wirtschaftens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn heute ein Investor die Wahl hat, in ein neues Kohlekraftwerk zu investieren, oder in ein gro\u00dfes Solarkraftwerk, dann ist v\u00f6llig klar, was der Investor tun wird. Klimaschutz wird in Zukunft auf allen Ebenen stattfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Gesucht wird das UMWELTSCHWEIN 2016.<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 12<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sind Sie gut in Mathematik? Dann rechnen Sie mal: in 2014 fuhren 457 Linienbusse rund 43.000.000 km und emittieren dabei 87.000.000 kg CO\u00b2 in die Luft. Wie viel CO\u00b2 emittierte ein Bus pro Kilometer und Jahr? Nun wird es etwas schwieriger: F\u00fcr diese 457 Busse wurden 27.000.000 Fahrscheine f\u00fcr jeweils eine Busfahrt verkauft. Frage: Wie viel Gramm CO\u00b2 wurden pro Passagier und Kilometer Busfahrt in die Atmosph\u00e4re unseres Planeten emittiert?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist eine der typischen Fragen, die uns w\u00e4hrend der letzten zwei Jahre besch\u00e4ftigte. In dieser Zeit bereiteten wir ein Experiment f\u00fcr Sie vor. Nennen wir es Kyoto. Das ist eine Stadt in Japan. Dort fand 1997 ein Weltklimagipfel statt, wie jetzt gerade wieder einer. Auf dieser UNO Weltkonferenz wurde festgehalten, dass wir Europ\u00e4er von 1997 an pro Jahr nur noch 3.000 kg CO\u00b2 pro Jahr in die Atmosph\u00e4re emittieren d\u00fcrfen: im Stromverbrauch, mit der Heizung, Klimaanlage, in Freizeit, Shopping, Urlaub, bei Autofahrten, Fl\u00fcgen, Fahrten mit dem Bus usw. Das Ziel war, die Erw\u00e4rmung der Atmosph\u00e4re unseres Planeten um maximal plus zwei Grad Celsius. Anders formuliert: unser Fahrplan zum \u00dcberleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">20 Jahre sp\u00e4ter, in 2016 haben wir f\u00fcr Sie ein Experiment vorbereitet, zu dem Abonnenten vorab exklusiven Zugang auf <a href=\"http:\/\/www.eco123.info\/kyoto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.eco123.info\/kyoto<\/a> finden. Es reflektiert den Alltag in einem Spiel. Gesucht wird das Umweltschwein des Jahres 2016. Ich er\u00f6ffne mein pers\u00f6nliches ECO-Onlinebankkonto und erhalte einen Kredit \u00fcber 3.000 Punkte. Damit spiele ich ein Jahr lang Kyoto. Machen Sie mit? Wer als erstes seine 3.000 Punkte verspielt hat, wird Das UMWELTSCHWEIN des Jahres 2016.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer gut in Mathe ist und rechnen kann, und am Ende des Jahres von seinen 3.000 Punkten noch ein paar Punkte \u00fcbrig hat, ist einer der Gewinner des Spiels. Ihm winken sch\u00f6ne Preise: Solaranlagen, Gratisbus- und Bahnfahrscheine, ECO-Ferien und vieles mehr. Gewinnen k\u00f6nnen alle, auch jene, die ihre 3.000 Punkte nach drei oder vier Monaten bereits verbraucht haben, denn wir geben Ihnen Tipps und Hilfestellung, wie Sie Ihr Konto wieder f\u00fcllen k\u00f6nnen. Neugierig?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bedanke mich bei Ihnen allen und insbesondere bei unseren flei\u00dfigen Kollegen aus Redaktion, Produktion, Werbung und Vertrieb und bitte Sie alle, ECO123 auch in 2016 weiter zu begleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Das Leben ist kurz<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 11<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich nach den gro\u00dfen Waldbr\u00e4nden des Jahres 2003 in Monchique eine Baumpflanzaktion ins Leben rief und mit meinen Freunden und Kollegen im Laufe von mehreren Jahre viele B\u00e4ume pflanzte, wurde ich eines Samstags gefragt, warum ich diesen Unsinn mache. Der n\u00e4chste Waldbrand lie\u00dfe sich nicht verhindern und alle neugepflanzten B\u00e4ume w\u00fcrden ja doch wieder verbrennen. Da stand ich nun und sollte einem Bauern erkl\u00e4ren, warum ich einen Baum pflanze. Ich antwortete, dass ich Freude daran empfinde, jedenfalls viel mehr Freude, als an einer Autorallye oder an einer Sauftour teilzunehmen. Es w\u00fcrde mir einen Sinn geben, warum ich lebe. Das f\u00fchlte ich ganz stark in diesem Moment.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschen m\u00fcssen sich nicht egoistisch, sie k\u00f6nnen sich auch altruistisch verhalten. Altruistisch leben macht alle einfach gl\u00fccklicher. Beim Egoismus bleibt mindestens einer auf der Strecke. Wir alle k\u00f6nnen kooperieren statt konkurrieren. Immer \u00f6fter merke ich, dass die Konzepte von gestern uns in Zukunft nicht mehr weiterhelfen werden. Der Klimawandel beispielsweise ist nur global zu l\u00f6sen. Ich w\u00fcnsche mir sehnlichst, dass der kommende Klimagipfel in Paris endlich zu konkreten Ergebnissen f\u00fchrt und wir diese Ergebnisse schnell in die Tat umsetzen. Weniger CO\u00b2 emittieren beinhaltet, weniger fossile Brennstoffe aus der Erde holen, weniger Benzin und \u00d6l, weniger Kohle und Gas verbrennen. Stattdessen nutzen wir regenerative Energien und hinterlassen so auch weniger M\u00fcll. Elektrizit\u00e4t mit Sonne, Wind und Wasser produzieren, Mobilit\u00e4t mit dem Zug und Bussen favorisieren. Weniger ist mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr m\u00fcssen wir auch am 4. Oktober neue Abgeordnete und eine neue Regierung w\u00e4hlen, die es ernst meint mit der Zukunftsf\u00e4higkeit Portugals. Politiker ben\u00f6tigen die Gabe des langfristigen und ganzheitlichen Denkens. Wir alle brauchen positive Geisteszust\u00e4nde, die uns Achtsamkeit, Gewaltlosigkeit, Gelassenheit, Toleranz, F\u00fcrsorge und Mitgef\u00fchl leben lassen: gegen\u00fcber Menschen, Tieren und Pflanzen. In diesem Sinne werden wir schreiben, aber auch wieder in den Wald gehen und nach dem ersten Herbstregen B\u00e4ume pflanzen. Machen Sie mit?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Wir ernten, was wir s\u00e4en<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 10<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine der wichtigsten Bedingungen des Lebens ist unsere Grundeinstellung. Wenn wir immer nur darauf aus sind, mehr zu besitzen als der n\u00e4chste, wenn wir bei jedem Gesch\u00e4ft immer nur an uns selbst denken &#8211; und &#8211; wenn wir bei Wachstum immer nur den Profit sehen, d\u00fcrfen wir uns nicht wundern, wenn bereits heute viele Millionen Menschen heimatlos zu globalen Verlierern werden. Falls sie ihre Passage auf den Meeren dieser Erde \u00fcberleben, werden sie an unsere T\u00fcren klopfen. Was sind das f\u00fcr traurige Bilder und Geschichten, die uns da t\u00e4glich verfolgen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jagd nach immer mehr, macht unempfindlich und bereitet immer nur Stress, Gewalt und Leid. Wer will da einfach nur weiter zuschauen, wie eine Wegwerf-Gesellschaft von sieben Milliarden Menschen Land, Luft, Fl\u00fcsse und Meere ausbeutet, vergiftet und die Erde unbewohnbar macht? Die L\u00f6sung aller Probleme liegt in uns selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bleibende Zufriedenheit entsteht nicht aus der Ansammlung von immer mehr G\u00fctern und aufsehenerregenden Geschichten. Eine t\u00e4gliche Auszeit b\u00f6te eher die Basis f\u00fcr eine Neuorientierung. Ernsthaftes Reflektieren k\u00f6nnte jedem den Weg zu ethisch motiviertem Handeln aufzeigen: bei sich zuhause, seiner Arbeit, bei jedem Investment. Dazu geh\u00f6rten Mut, Achtsamkeit und Friedensliebe. Sollte sich nicht jeder t\u00e4glich mehr Zeit f\u00fcr sich selbst nehmen? Das w\u00e4re eine Basis, etwas Gutes in sich selbst \u2013 und &#8211; bei anderen zu s\u00e4en.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lebensfreude und Frieden k\u00f6nnen wir nur im Einklang mit der Natur s\u00e4en. Wer inneren Frieden und echtes Gl\u00fcck in seinem Leben sucht, hat immer die M\u00f6glichkeit sich zu besinnen. Warum nicht gemeinsam und uneigenn\u00fctzig ein Samenkorn in die Erde setzen und Anteil daran haben, wie aus einem Korn eine Pflanze, aus einem Setzling ein Busch oder Baum w\u00e4chst, an dem viele Fr\u00fcchte wachsen. Hunger und Elend allerdings verringern wir nur, wenn wir die Ernte auch gerecht aufteilen. Ich nenne es organische Landwirtschaft mit traditionellem Saatgut, fairen Handel und regionale Wirtschaft mit kurzen Transportwegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere journalistische Grundeinstellung ist es, Geschichten dieser Welt anders zu erz\u00e4hlen. Viele kleine Erfolge bekommen Fl\u00fcgel und lernen das Fliegen. Wir berichten Ihnen bereits heute von Utopien und von nachhaltigen Projekten, die erst morgen wirklich gelingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Tahoma, serif;\"><span lang=\"de-DE\">Liebe Leser<\/span><\/span><\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 09<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Realit\u00e4t der Zukunft ist die Utopie von heute. Stellen Sie sich einmal vor, sie w\u00fcrden bis an Ihr Lebensende monatlich 500 Euro auf Ihr Konto \u00fcberwiesen bekommen. Was w\u00fcrde sich in Ihrem Leben ver\u00e4ndern?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstes Thema, erste Frage. <strong>MACHT GELD FAUL?<\/strong> Stimmt es, dass wer genug Geld zum Leben hat, die Arbeit liegenl\u00e4sst? Oder erwacht stattdessen die Motivation zur Selbstverwirklichung? Was alles w\u00fcrden Sie nicht mehr tun, wenn Sie nicht arbeiten m\u00fcssten und was stattdessen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bef\u00fcrworter des bedingungslosen Grundeinkommens sind der Meinung, es n\u00e4hme dem Menschen die Angst vor der Existenz und er verhielte sich umweltfreundlicher. Richtig oder falsch? Dass Menschen aus eigener Freiheit und Liebe zur Sache arbeiten k\u00f6nnen und wollen, ist die Grund\u00fcberzeugung der Bef\u00fcrworter. Dahinter steckt oft die Eigenerfahrung, dass man ohne Arbeit (oder mit Nichtstun) \u00fcberhaupt nicht gl\u00fccklich wird. Andere soziale Leistungen wie das Arbeitslosengeld, das Kindergeld, die Rente entfielen. Br\u00e4uchte unser Staat zur Finanzierung ein anderes Steuersystem?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass wir ein v\u00f6llig anderes, ein viel gerechteres Steuersystem br\u00e4uchten, bezweifele ich nicht. Einer Regierung, die Steuern auf Benzin und Diesel bei Autos erhebt, aber nicht auf Flugzeugkerosin (warum eigentlich nicht?), steht nicht der Sinn nach umweltfreundlicher Politik. Deshalb stehen Elektroautos &#8211; und die Bahn &#8211; bei unseren Regierungen nicht besonders hoch im Kurs. (Wof\u00fcr) Brauchen wir eine Regierung oder schaffen wir es mit privater Investition, das <strong>ERSTE PORTUGIESISCHE ELEKTROAUTO<\/strong> auf die Stra\u00dfe zu kriegen? Der VEECO aus dem kleinen Entroncamento (110 km n\u00f6rdlich von Lissabon) steht in den Startl\u00f6chern und will raus. 50 Autofahrer haben jetzt die einmalige Chance, in das weltweit erste preiswerte E-Auto (Reichweite 400 km) zu investieren und zwar mit Gewinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere M\u00f6glichkeit zur Investition in eine sanfte Revolution, klopft an Ihre Balkont\u00fcr. Sie hei\u00dft <strong>AQUAPONIA<\/strong>, die Selbstversorgung mit Fisch und Gem\u00fcse. ECO123 berichtet konkurrenzlos vom ersten Kurs aus der Universit\u00e4t Lissabon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr private Initiative, weniger Staat: wenn wir mehr <strong>BIOMASSE<\/strong>-Kraftwerke bauen w\u00fcrden, k\u00e4me uns der Strom viel billiger, h\u00e4tten wir weniger Waldbr\u00e4nde und so manches Hallenbad k\u00f6nnte seine Heizkosten um 75% verringern. Eintritt umsonst? Die Natur bietet uns viel. Investieren Sie jetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und noch was: was tun Sie gegen die <strong>LANDFLUCHT?<\/strong> Kaufen Sie eigentlich noch immer chinesische Schuhe? Wie \u00fcberleben die letzten <strong>SCHUHMACHER<\/strong> Portugals? Unterst\u00fctzen Sie regionales Handwerk, lokale Bauern und portugiesische Hersteller. Portugal braucht Sie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Ausgabe erz\u00e4hlt Ihnen noch mehr Geschichten des Gelingens als sonst. Ich danke allen Crowdfundern und der PPL daf\u00fcr.<\/p>\n<h1 style=\"margin-bottom: 0.14in; line-height: 115%; text-align: justify;\" align=\"justify\"><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Angst und Mut.<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 08<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute Nacht tr\u00e4umte davon, dass mit Beginn des neuen Tages, das Land alle seine Schulden zur\u00fcckgezahlt habe. Unglaublich, sagt ich mir, unm\u00f6glich, wie solle das denn geschehen sein? Die Person, mit der ich mich an der Ecke zu meinem Stammlokal traf, gab mir den Rat, dem Volk aufs Maul und den Politikern auf die Finger zu schauen. Sie sind doch Journalist, sagte er zu mir, tun sie gef\u00e4lligst ihre Arbeit. Recherchieren sie, denken sie nach, haben sie Phantasie und Mut, denn ohne diese beiden Attribute geht gar nichts. Sprechen sie mit allen Menschen die sie treffen und vor allen Dingen, denken und handeln sie positiv. Schreiben sie in ihrer Zeitung davon, dass sich ihr Land gerettet habe. Nutzen sie ihr Papier effizient. Die Menschen wollen nicht wissen, was nicht geht, denn sie kennen ihre Probleme zur Gen\u00fcge, sie wollen L\u00f6sungen. Verstehen sie? L\u00f6sungen. Mit dem wohlgemeinten Rat lie\u00df er mich stehen und verschwand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da stand ich nun. Im Traum besuchte ich einen Politiker und erkl\u00e4rte ihm, dass unsere Demokratie stark und lebendig sein m\u00fcsse. Ich machte ihm Mut und erkl\u00e4rte ihm das Wort Phantasie. Tr\u00e4umen? Tr\u00e4umen! Neue Ideen brauche das Land. Lassen sie uns miteinander dar\u00fcber tr\u00e4umen und den besten Weg aus der Krise heraus finden. Denn es g\u00e4be da einen Weg, mindestens einen. Ich gab ihm zu verstehen, dass er drei W\u00fcnsche frei habe. Da begann er vertraulich zu werden und sagte mir, sein erster Wunsch sei, dass die Menschen untereinander ihre Feindschaften beenden sollten. Das beg\u00e4nne f\u00fcr ihn bereits im Parlament und zwischen den darin vertretenen Parteien, denn nur gemeinsam lie\u00dfen sich L\u00f6sungen f\u00fcr das Land finden. Unm\u00f6glich sagte ich, wie solle das denn funktionieren? Bei f\u00fcnf Parteien und mindestens zehn Meinungen k\u00e4me man nie zu einem Konsens. Wie also bitte sch\u00f6n k\u00e4me unser Land dazu, mit einem Schlag alle seine Schulden zur\u00fcckzahlen zu k\u00f6nnen und von 2015 an in jedem zuk\u00fcnftigen Jahr immer gen\u00fcgend Geld in seinen Kassen zu haben, um seine \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Probleme in den Griff zu bekommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz einfach sagte er, wir verabschieden uns von unseren partikularen Interessen und denken von heute an nur noch an das Gemeinwohl. Daf\u00fcr br\u00e4uchten wir ein v\u00f6llig neues Steuersystem, ein revolution\u00e4res, so wie damals mit der Revolution. Weg mit dem alten System und hin zur Verwirklichung unserer Tr\u00e4ume. Denken sie einmal dar\u00fcber nach, was passierte, wenn wir keine Steuern mehr auf Gewinne, Ums\u00e4tze und Geh\u00e4lter \u2013 also auf Geld erheben w\u00fcrden, sondern auf die Emission von CO2! Wir n\u00e4hmen den Grenzwert, die 3.000 kg Kohlenstoffdioxyd pro Jahr und B\u00fcrger, den Grenzwert, der 1997 im Protokoll von Kyoto festgeschrieben wurde, und setzten diesen Grenzwert kompromisslos um. Es g\u00e4be keine Ausnahmen, jeder B\u00fcrger zahlte einen Euro Steuern auf jedes Kilogramm Kohlenstoffdioxyd, das er durch die Verbrennung von fossilen Stoffen pro Jahr verursachte. Wer mehr als 3.000 kg emittieren w\u00fcrde, zahlte auf jedes zus\u00e4tzliche Kilogramm f\u00fcnf Euro, und jeder, der weniger emittierte, erhielte eine Steuergutschrift von zwei Euro pro Einheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser Idee wachte ich auf und ein neues Jahr begann. Erfahren Sie mehr \u00fcber diesen Traum im Online-Spiel <a title=\"Kyoto - CO2 Challenge\" href=\"http:\/\/www.eco123.info\/kyoto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.eco123.info\/kyoto<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"margin-bottom: 0.14in; line-height: 115%; text-align: justify;\" align=\"justify\">Versuch und Irrtum.<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 07<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich liebe die Wege im schattigen Pinien- und Eichenwald. Auch ein alter Oliven- und Johannisbrothain gibt Spazierg\u00e4ngen das besondere Etwas. Man geht auf ihnen wie \u00fcber Moos. Sie sind weich und versetzen Fu\u00dfg\u00e4nger in einen schwebenden Zustand. Man bekommt das Gef\u00fchl, die Erde verliere ihre Gravitation und der Mensch w\u00fcrde leicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einmal hatte ich mich bei einer Wanderung verlaufen. Ich war an einer Wegekreuzung links abgebogen und h\u00e4tte geradeaus weitergehen sollen. Irgendwann war der Weg dann zu Ende. Statt zur\u00fcckzugehen, suchte ich mir einen Weg durchs Geb\u00fcsch. Ich wollte die Herberge auf dem alten Pilgerweg unbedingt noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Nach einer langen Weile \u2013 in der ich nur sehr langsam vorankam und viele Dornen meine Hose zerrissen &#8211; fand ich heraus, dass mich der Weg zu einer Teerstra\u00dfe f\u00fchrte, auf der Autos hin- und herfuhren. Ich war definitiv falsch abgebogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was tun? Zur\u00fcckgehen und feststellen, dass die ganze M\u00fche umsonst gewesen war? In die Teerstra\u00dfe einbiegen und weitergehen? Ich ging am Rande der Teerstra\u00dfe weiter und fand den L\u00e4rm der Autos und den Geruch der Abgase st\u00f6rend. Am sp\u00e4ten Nachmittag erreichte ich das Dorf und die Herberge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr darauf wanderte ich den Weg ein zweites Mal. Ich kam an dieselbe Kreuzung und stand vor der Wahl. Dieses Mal wanderte ich geradeaus weiter. Der Weg f\u00fchrte mich an einen Bachlauf, an dem V\u00f6gel in den Buchen nisteten, Nachtigallen sangen, seltene, wilde Orchideen wuchsen und mein Weg schattig war. Ich ging den Bachlauf hinauf, gegen die Str\u00f6mung und fand einen Platz zum Ausruhen. Dabei schlief ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da tr\u00e4umte ich von einem Leben, in dem es m\u00f6glich war, zur\u00fcckzugehen und alle Fehler wiedergutzumachen, die mir im Laufe eines langen Lebens passiert waren. Zumindest wurde mir im Traum klar, dass ich zur\u00fcckgehen musste zu dem Punkt, von wo an ich mich verlaufen hatte, um von nun an den richtigen Weg einzuschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Tahoma,serif;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Nur Mut<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14in; line-height: 115%; text-align: justify;\" align=\"justify\"><strong>Editorial Nr. 06<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14in; line-height: 115%; text-align: justify;\" align=\"justify\">Wof\u00fcr sind unsere H\u00e4nde gut? Wir k\u00f6nnen mit ihnen viel mehr anstellen als nur eine SMS verschicken, eine Computer-Tastatur bedienen oder das Auto an der n\u00e4chsten Tankstelle zu f\u00fcllen. Wir k\u00f6nnten mit unseren H\u00e4nden auch g\u00e4rtnern, bauen s\u00e4en und ernten. Auch w\u00fcrden wir dabei handwerklich etwas geschickter werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst denken lernen, praktisches Wissen und Handeln trainieren, beginnt immer auf lokaler Ebene, meist zuhause in der Familie oder bei Freunden. Menschen, zu denen wir einen Bezug haben und Dinge die wir mit Freude beginnen und in die Hand nehmen, bringen wir oft auch erfolgreich zu Ende. Mit Ernsthaftigkeit handeln, ein Gem\u00fcsebeet einrichten, einen Baum pflanzen und sich selbst dabei ernst nehmen.<br \/>\nWer positive Werte und Ziele f\u00fcr sein t\u00e4gliches Handeln definiert, stellt damit klar, was er f\u00fcr Geld macht und was nicht. Regeln die helfen werden, sinnvoll zu leben und zu arbeiten. Wenn wir in den Schulen, Universit\u00e4ten und am Arbeitsplatz authentisch handeln lernten und die Natur integrierten, k\u00f6nnten wir unsere Welt mit ein wenig mehr an Zivilcourage zum Besseren ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kann nicht funktionieren, wenn sieben Milliarden Menschen immer nur mehr wollen und jeder nur danach strebt, sich schnellstm\u00f6glich am anderen zu bereichern. Wer sich um die Erde sorgt und um seine Mitmenschen und die Ergebnisse der Arbeit gerecht teilt, lebt gl\u00fccklicher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autoren von ECO123 erz\u00e4hlen dieses Mal Geschichten \u00fcber gesunde Ern\u00e4hrung und \u00fcber den Wandel einer Roh\u00f6lgesellschaft in ein regeneratives Portugal auf lokaler Ebene. Dazu z\u00e4hlen auch ein Interview mit Rob Hopkins, den Begr\u00fcnder der Transition-Bewegung und eine seltsame Begegnung mit Wirtschaftsminister Dr. Ant\u00f3nio Pires de Lima in Lissabon.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14in; line-height: 115%; text-align: justify;\" align=\"justify\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Die Erde ist sch\u00f6n.<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial Nr. 05<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir alle befinden uns auf einer langen Reise durch die Unendlichkeit des Raums und der Zeit: sieben Milliarden Passagiere des blauen Planeten. Unser Raumschiff ist fraglos der sch\u00f6nste Stern im Universum. Er erh\u00e4lt seine Energie vom Licht der Sonne und den Winden der Atmosph\u00e4re. Dieses Blau entsteht, wenn das Sonnenlicht auf die Lufth\u00fclle unseres Planeten trifft, wenn Himmel und Erde sich miteinander verbinden. Der blaue Planet ist umflutet von langsam wirbelnden Schleiern. Vor dem Hintergrund des Universums umkreist unsere runde Heimat mit 29,78 Kilometern pro Sekunde die Sonne, w\u00e4hrend sie sich selbst langsam um die eigene Achse dreht. Der Kontrast zwischen dem Blau der Erde und der schwarzen Leere des Weltraums mit seiner unendlichen Tiefe ist vollkommen. Einzigartig bewegend schwebt unser blauer Planet durch das All mit seiner kalten Pracht von Sternen. Fragil, zart und verletzlich ist unser Leben hier auf der Erde mit seinen Bergen, T\u00e4lern und W\u00e4ldern, den D\u00f6rfern und St\u00e4dten, den Meeren und Fl\u00fcssen, der Lufth\u00fclle, den Wolken und des Lichts. Erst wenn wir uns die Zeit nehmen, unseren Biotop einmal genauer zu untersuchen, werden wir feststellen, dass die Erde uns ein sch\u00f6nes Zuhause anbietet.<br \/>\nBeim genauen Blick auf dieses Zuhause wird mir klar, dass die Atmosph\u00e4re, die Landmassen und Ozeane einen wunderbaren einzigartigen Lebensraum formen, eine Biosph\u00e4re, die mich atmen und leben l\u00e4sst. Ich erkenne, dass alle Systeme miteinander verbunden sind. Nur ein nachhaltiges Leben in Harmonie mit unserer Erde garantiert ein zuk\u00fcnftiges Leben in Frieden. Mit Staunen, in Demut und Ehrfurcht, betrachte ich die Sch\u00f6nheit unseres Raumschiffes, bevor mein Arbeitstag beginnt. Ich stehe vor einer grundlegenden Entscheidung. Will ich weiterhin Teil des Problems sein oder Teil der L\u00f6sung werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Hinter jedem Problem steht eine M\u00f6glichkeit.*<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesch\u00e4fte mit der Ausbeutung der Natur boomen. Ob Kohle, \u00d6l, ob Gold, Silber oder andere (Edel) Metalle, alles wird aus der Erde geholt, inklusive Wald, Baum, Holz. Ganze W\u00e4lder werden in Portugal gepflanzt, nur um wieder abgeholzt zu werden, um sie zu Geld zu machen. Was kostet ein Baum? Ein zehnj\u00e4hriger Eukalyptusstamm wird gegenw\u00e4rtig mit \u20ac 5 gehandelt. Das bekommt ein Forstbesitzer von der Papierfabrik ausgezahlt, wenn der LKW in Set\u00fabal oder Aveiro vorf\u00e4hrt und seine Ladung l\u00f6scht: \u20ac 40 die Tonne Gewicht, circa \u20ac 1.000 pro Fuhre, mais ou menos. Die Portucel\/Soporcel produzierte im vergangenen Jahr rund 1,6 Mio. Tonnen Papier und 1,4 Mio. Tonnen Zellstoff und machte damit knapp zwei Mrd. Euro Umsatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sagen uns eigentlich diese Zahlen? In Zahlen zu Unternehmensbilanzen sind (noch) nicht die Kosten f\u00fcr Luft- und Wasserverschmutzung, Klimawandel und Sch\u00e4den durch Waldbr\u00e4nde usw. enthalten. Dieser Bumerang wird auf uns zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Eukalyptus mitverantwortlich f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Waldbr\u00e4nde im Land ist, steht v\u00f6llig au\u00dfer Frage. ECO123 besch\u00e4ftigt sich in dieser Ausgabe mit der Frage, wie wir Waldbr\u00e4nde vermeiden k\u00f6nnen. Wir baten mehr als ein Dutzend Betroffene um ihre Antworten auf unsere Fragen. Denn wer nach L\u00f6sungen sucht, findet auch welche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Werden Sie ECO. Was wir der Erde entnehmen und ihr wieder zur\u00fcckgeben &#8211; und dabei meine ich nicht den M\u00fcll auf den Deponien \u2013 wird uns in Zukunft immer mehr besch\u00e4ftigen. Ganz besonders aber werden uns unsere CO2 Emissionen in Atem halten. www.eco123.info bietet Ihnen jetzt, mit Beginn des neuen Jahres die exklusive M\u00f6glichkeit, eine einzigartige Selbsterfahrung zu machen. Spielen Sie CiO2 (Kyoto) und er\u00f6ffnen Sie Ihr Bankkonto bei ECO123. Neugierig? Na dann \u2026 viel Spa\u00df beim Lesen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>* Galileo Galilei<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Im Lot stehen<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial 03<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder von uns kann seinen Beitrag dazu leisten, das \u00d6kosystem in dem wir leben, zu sch\u00fctzen. Deshalb sehe ich, dass die Erhaltung der Daseinsgrundlage oberste Priorit\u00e4t haben muss. Wie dringlich die Situation ist, zeigen die D\u00fcrreperioden und desastr\u00f6sen \u00dcberschwemmungen der letzten beiden Jahre, die Hitzewellen und Waldbr\u00e4nde und die \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Sch\u00e4den, die daraus resultieren. Trotz immer erdr\u00fcckenderer Beweise scheinen die meisten Menschen derzeit aber nicht bereit zu sein, ihren negativen Einfluss auf das \u00d6kosystem zu reduzieren, indem sie vertr\u00e4gliche Wege suchen, mit den Ressourcen unseres Planeten umzugehen. Fast jeder von uns gestaltet sein Leben, als w\u00e4ren die Ressourcen unseres Planeten unendlich. Deshalb ist Mobilit\u00e4t ein Thema dieser Ausgabe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00fcssen unsere Gewohnheiten \u00e4ndern und ECO123 zeigt L\u00f6sungen auf. Ich m\u00f6chte dar\u00fcber hinaus f\u00fcr unsere Zeitschrift und alle, die daran mitwirken, eine Kehrtwende einleiten. An jeder journalistischen Arbeit (Notizen, Interview, Reportage etc.), an der wir recherchieren, muss der positive Einfluss auf das \u00d6kosystem erkennbar sein. Das hei\u00dft konkret, dass wir bei unserer Arbeit die Vermeidung von sch\u00e4dlichen Emissionen an die erste Stelle setzen: Vermeidung von Fl\u00fcgen, Vermeidung von individueller Mobilit\u00e4t, die mit der Verbrennung von fossilen Brennstoffen einhergehen. Wenn Sie weitergehende Vorschl\u00e4ge haben, bitte ich Sie, diese in den Mittelpunkt unserer Diskussionen zu stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es reicht nicht, zu schreiben und ein sensibles Bewusstsein bei seinen Lesern anzumahnen, wenn wir als Journalisten genau das Gegenteil vorleben. Wir alle m\u00fcssen uns bewusst sein, dass jeder von uns konkret etwas leisten kann, leisten muss. Ich bin mir bewusst, dass die Zukunft von uns einen Verzicht an Konsum und Verschwendung verlangt. Deswegen werden wir ab heute am Ende einer jeden journalistischen Arbeit eine Infobox ver\u00f6ffentlichen, die Auskunft dar\u00fcber gibt, wie viel CO2 Emissionen w\u00e4hrend der Recherche und Herstellung einer journalistischen Arbeit angefallen sind. Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chte ich ein transparentes Profil vorleben, in dem jeder von uns ab 2014 seine eigene Energiebilanz \u00f6ffentlich macht. Ziel ist es, das Kyoto-Protokoll innerhalb der Redaktion umzusetzen: die Emissionen von Kohlendioxyd pro Jahr und Person auf maximal 3.000 kg zu reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anspruch und Wirklichkeit haben miteinander im Einklang zu stehen. Wenn Sie, verehrter Leser diesen Weg mit uns gehen wollen, k\u00f6nnen Sie sich online auf www.eco123.info registrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Die Macht der Worte<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial 02<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielen Dank daf\u00fcr, dass Sie ECO123 lesen. Wir wissen, dass Sch\u00f6n schreiben oder Kritik \u00fcben allein nicht mehr reicht. Wer sich Heute f\u00fcr Morgen zu Wort meldet, muss mehr bieten. Wir brauchen Verbesserungen, Alternativen und L\u00f6sungen, die insbesondere in schlechten Zeiten, bei schlechtem Wetter einem Sturm standhalten und nicht einfach fortwehen. Da beziehe ich ausdr\u00fccklich uns Journalisten ein. Wir m\u00fcssen uns bei jedem Wort, das wir zu Papier bringen, der Wirkung unserer Worte bewusst sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur Portugal steckt in einer tiefen Krise. Immer wieder wird diese in Verbindung mit Schulden, Steuererh\u00f6hungen und sozialen K\u00fcrzungen gebracht. Das aber ist nur die halbe Wahrheit. Denn in Wirklichkeit fehlt uns nicht nur Geld. Was fehlt ist ein \u00f6kologisch nachhaltiges Zukunftskonzept f\u00fcr ein abgewirtschaftetes, bankrottes System. Ein Bankenwesen, das nur Gier und Profit kennt, wird genau daran zugrunde gehen. Eine unn\u00fctze B\u00fcrokratie, die nichts anderes als unsinnige Gesetze und Regeln produziert, blockiert jedwede Effizienz einer Wirtschaft. Eine Landwirtschaft, die industriell betrieben wird, kann nicht die Gesundheit der Menschen zum Ziel haben\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil es aber in Portugal immer nur um mehr Geld geht und den meisten Journalisten um nutzlose Newsproduktion, enden die meisten Diskussionen in der Sackgasse. Wir alle m\u00fcssen \u00fcber Ethik sprechen, \u00fcber Transparenz, \u00fcber den tieferen Sinn von Geldgesch\u00e4ften. Wir m\u00fcssen auch gemeinsam dar\u00fcber nachdenken, wie B\u00fcrokratie sinnvoll verkleinert und zum Nutzen der Gemeinschaft reformiert werden kann. Dar\u00fcber hinaus braucht Portugal eine Landwirtschaft, in der Massentierhaltung und Monokulturen verboten und Respekt und W\u00fcrde f\u00fcr Tier und Natur garantiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ECO123 nimmt sich Zeit f\u00fcr nachhaltige journalistische Arbeit. Wir sprechen mit Menschen, \u00fcberpr\u00fcfen Fakten und denken Dinge zu Ende. Welche Wege aus der Krise heraus zu Vertrauen, Wohlstand und nachhaltigen Werten f\u00fchren, lesen Sie auf den n\u00e4chsten Seiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Win. Win.<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Editorial 01<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In schlechten Zeiten kommt dem Wort Vertrauen eine ganz besondere Bedeutung zu. Man r\u00fcckt enger zusammen und besinnt sich seiner ureigenen menschlichen Tugenden.<br \/>\nIn schlechten Zeiten gute Geschichten erz\u00e4hlen ist eine Kunst. W\u00fcrden uns die Politiker vertrauen und wir ihnen, k\u00f6nnten sie uns mit Leichtigkeit erz\u00e4hlen, was wir f\u00fcr die vielen Steuern und Abgaben im Gegenzug vom Staat erhalten, nicht wahr? Die Schaffung eines Arbeitsplatzes, der sinnstiftend ist, die Natur und ihre Ressourcen erh\u00e4lt, die Begabung eines jeden beachtet, w\u00e4re so eine sch\u00f6ne Geschichte. K\u00f6nnten nicht alle mit weniger Arbeitszeit einen sinnvollen Job machen? Ist es \u00f6konomisch und \u00f6kologisch sinnvoll und sozial gerecht, Millionen Arbeitslosen jeden Monat Almosen zu zahlen, w\u00e4hrend andere f\u00fcr wenig Geld viel arbeiten m\u00fcssen? Stell dir vor, du wachst morgens auf und h\u00e4ttest eine Idee und wolltest diese verwirklichen. Denk nicht gleich an das Geld, dass du daf\u00fcr br\u00e4uchtest, spinn erst deine Idee zu Ende, mach sie richtig rund. ECO123 erz\u00e4hlt dir auf den folgenden Seiten eine Geschichte, wie auch in schlechten Zeiten am Ende des Tages deine Tr\u00e4ume wahr werden k\u00f6nnen.<br \/>\nBeginnen wir unser Leben jetzt selbst in die Hand zu nehmen. Definieren wir die Begriffe Wohlstand und Wachstum neu. Wir wollen sch\u00f6nes Wohnen, gesunde Ern\u00e4hrung, weniger Arbeit f\u00fcr alle, fair Trade &amp; Business, gr\u00fcne Mode, saubere Energie und Mobilit\u00e4t, nachhaltige Landwirtschaft und noch vieles mehr. <strong>ECO123<\/strong> erz\u00e4hlt Geschichten des Erfolgs und interessiert sich nur f\u00fcr L\u00f6sungen. <strong>ECO123<\/strong> bekommst du am 21. M\u00e4rz, 21. Juni, 21. September und am 21. Dezember an deinem Zeitungskiosk \u2013 auch ONLINE <a title=\"ECO123 Editorial\" href=\"http:\/\/www.eco123.info\">www.eco123.info<\/a> und als <strong>ECO-TV<\/strong>. Begib Dich mit uns auf die Suche nach einem neuen Lebensstil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NULL EMISSION EDITORIAL Nr.33 Wir haben uns vorgenommen, vom Jahr 2025 an, klimaneutral zu wirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es einen Plan und den haben wir uns bereits im Jahr 2019 geschrieben. Wie wir das machen wollen, erz\u00e4hlen wir Euch in dieser Ausgabe. 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