{"id":3669,"date":"2013-06-22T11:44:19","date_gmt":"2013-06-22T11:44:19","guid":{"rendered":"http:\/\/eco123.info\/?p=3669"},"modified":"2013-09-03T18:04:56","modified_gmt":"2013-09-03T18:04:56","slug":"geld-bewegt-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/wirtschaft\/geld-bewegt-die-welt\/","title":{"rendered":"Money Makes The World Go Round?"},"content":{"rendered":"<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\tDer Anfang vom Ende: Mensch spielt mit Geld, er\u00f6ffnet Bankkonto, zahlt Geld ein, erh\u00e4lt Sparzinsen, fragt nicht, was Bank mit Geld macht. Mensch leiht Geld bei Bank, fragt nicht, woher Geld stammt, zahlt Kreditzinsen. Bank arbeitet mit Geld: quittiert, leiht und verleiht; egal, was Kunde mit Geld macht; Bank spielt, w\u00e4scht, spekuliert, gewinnt und verliert, wettet, investiert, kreiert neues Produkt, betr\u00fcgt, f\u00e4lscht Bilanz, zahlt Bonus, kauft, verkauft, ist bankrott, wird gerettet, gewinnt und verliert weiter. Mensch will immer mehr.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<h2><strong>People. Planet. Profit.<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Neue Banker braucht das Land.<\/strong><\/h3>\n<p>Wir n\u00e4hern uns dem Thema GELD aus der Luft. Im Klimakiller sitzend und wissend, dass jeder von uns beiden f\u00fcr diese Edition die Atmosph\u00e4re mit weiteren 1,2 Tonnen CO\u2082 anheizt, setzt der Airbus 320 aus Lissabon zur Landung in Berlin an. Die Zeitschrift ECO123 hat eine Einladung zum Jahrestreffen des Weltdachverbandes der nachhaltigen Banken GABV* im Gep\u00e4ck. Wir wollen herausfinden, mit welchen Mitteln nachhaltige Banker die Weltwirtschaft zum Besseren ver\u00e4ndern wollen. Zwei Flugtickets von Lissabon nach Berlin und zur\u00fcck nach Faro allerdings verhageln unsere pers\u00f6nliche Klimabilanz. Im Durchschnitt verpestet jeder Europ\u00e4er pro Jahr die Atmosph\u00e4re mit zehn Tonnen CO\u2082. Das sind pro Mensch und Jahr sieben Tonnen Abgase zu viel. Wollten wir das UN-Klimaziel von \u201eplus zwei Grad\u201c noch erreichen, d\u00fcrfte jeder von uns nur noch drei Tonnen Kohlendioxyd pro Jahr emittieren. Umweltfreundliche Mobilit\u00e4t ginge allerdings einher mit Entschleunigung. Der Realisierung des neuen Europ\u00e4ischen Schnellbahnsystems TGV, das uns in einer Nacht von Lissabon \u00fcber Paris nach Berlin bringen k\u00f6nnte, fehlt jedoch das GELD. Womit wir beim Thema sind.<\/p>\n<p><em>* Die Global Alliance for Banking on Values \u200b\u200b(GABV) ist der Weltdachverband der 22 nachhaltig arbeitenden Banken aus Afrika, Asien, Australien, Europa und Latein- &amp; Nordamerika. Zu den Mitgliedern geh\u00f6ren Mikrofinanzdienstleister in aufstrebenden M\u00e4rkten, Kreditgenossenschaften, Gemeindebanken und nachhaltig arbeitende Genossenschaftsbanken, die soziale, \u00f6kologische und kulturelle Unternehmen finanzieren. <a title=\"gabv\" href=\"http:\/\/www.gabv.org\" target=\"_blank\">www.gabv.org<\/a><\/em><\/p>\n<h3>Die Welt ist ein Spielcasino.<\/h3>\n<p>Mit der steten Akkumulation von Krediten zu einem enormen Schuldenpotential beginnt im September 2008 eine Finanz-, Banken- und Geldkrise, die Portugal, Europa und die Welt bis heute ber\u00fchrt. Viele private Haushalte sind verschuldet, Wirtschaftsunternehmen, St\u00e4dte und Kommunen, ganze L\u00e4nder und letztendlich systemrelevante Banken selbst. Jeder leiht sich GELD vom anderen. \u00d6konomische Pleiten und \u00f6kologische Katastrophen aber ereignen sich nicht nur in den USA** und in Europa, sondern \u00fcberall rund um den Globus und das nicht erst seit 2008. Finanzkrisen hin, insolvente Banken her, bankrotte Handelsunternehmen, bis zur Zahlungsunf\u00e4higkeit verschuldete Kommunen, leere Renten- und Sozialkassen, insolvente Konsumkunden, Landflucht, Arbeitslosigkeit: eine Krise jagt die andere. Jede Wirtschaftskrise aber findet ihre Hauptursache im Schuldenmachen. Nicht, dass wir nur \u00fcber unsere Verh\u00e4ltnisse lebten. Nein, langsam wird klar, woran genau das System krankt. GELD, das heute von New York \u00fcber London nach Singapur und von dort global weiter hin- und hergeschoben wird, kennt nur einen Gradmesser, den Profit: noch mehr GELD. Geht es Bankern nur um die Vermehrung von Geld, oder gibt es so etwas wie eine Wirtschaftsethik, die ihre Arbeit bestimmt? Werden nur noch Bodensch\u00e4tze und Meere gepl\u00fcndert und damit Spekulationen angeschoben, oder gibt es so etwas wie ein neues werteorientiertes \u00f6kologisches Bankgesch\u00e4ft? Die gro\u00dfe Akkumulation von Armut bei vielen Menschen und der enorme Reichtum bei wenigen gro\u00dfen Banken, bei Spekulanten und Hedgefonds n\u00e4hrt das soziale Pulverfass. Die Finanzkrise, die 2008 begann, dauert an und entwickelt sich immer mehr zur Sinn- und Systemkrise. Ein gro\u00dfer Teil der \u00d6ffentlichkeit erwartet deshalb heute, dass sich die Praktiken von Bankern \u00e4ndern und sie auf die sozialen, \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Herausforderungen angemessen reagieren. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist die Bankrotterkl\u00e4rung einer raffgierigen \u00d6konomie und ihrer sie finanzierenden Banken. Der amerikanische Anthropologe David Graeber belegt in seinem Buch \u201eSchulden &#8211; Die ersten 5.000 Jahre\u201c die These, dass jede Systemver\u00e4nderung, jeder Umsturz und jede Revolution mit unbezahlten Schulden beginnt.<\/p>\n<p><em>** 477 Bankenpleiten in den USA zwischen 2008-2013,<a title=\"liste der pleitebanken usa\" href=\"http:\/\/ www.start-trading.de\/blog\/liste-der-pleitebanken-usa\" target=\"_blank\"> www.start-trading.de\/blog\/liste-der-pleitebanken-usa<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>*** Englische Originalausgabe: Dept. The first 5.ooo Years, Melville House New York 2011, Dtsch. Ausgabe: Schulden. Die ersten 5000 Jahre, Klett-Cotta, Stuttgart 2012, Bestseller<\/em><\/p>\n<p>Unsere Recherche beginnt in Berlin im Schnee bei Eis und minus 13 Grad Celsius. Wir, die zwei Journalisten von ECO123 fahren mit der U-Bahn der Linie 2 zur Station Mohrenstra\u00dfe zum Kongresszentrum Axica, Pariser Platz 3, 10117 Berlin. Hier ist der Sitz der deutschen DZ Bank mit Kongress- und Tagungszentrum, das zwischen britischer und amerikanischer Botschaft liegt. Das Brandenburger Tor vor der Haust\u00fcr, die russische und franz\u00f6sische Botschaft in unmittelbarer N\u00e4he. Wir finden eine feine Bankenadresse f\u00fcr eine internationale Bankenkonferenz vor: Konferenz-Ticket 360 Euro, Gemeinn\u00fctzige Institutionen 220 Euro und Studenten 80 Euro. Es kommen 300 Teilnehmer aus aller Welt. Die Presse zahlt nix. Der GABV-Bankenkongress beginnt mit einer Pressekonferenz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/de\/money-makes-the-world-go-round-3\/grafico-sustainable-banking\/\" rel=\"attachment wp-att-4089\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4089\" alt=\"Gr\u00e1fico Sustainable Banking\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Gr\u00e1fico-Sustainable-Banking.jpg\" width=\"650\" height=\"502\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Gr\u00e1fico-Sustainable-Banking.jpg 650w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Gr\u00e1fico-Sustainable-Banking-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Haben wir etwas aus der Finanz-, Banken- und Geldkrise gelernt? Wir fragen, ob Banken und Hedgefonds neue Spielregeln f\u00fcr ihre Casinos brauchen oder ob der Gesetzgeber viel weiter gehen und die Casinos schlie\u00dfen sollte? Peter Blom, Sprecher von GABV ist auch Vorstandsvorsitzender der Niederl\u00e4ndischen Triodos Bank (Zeist\/Utrecht) erwidert, dass die Welt ein gesundes Bankensystem br\u00e4uchte. Dieses allerdings m\u00fcsse auf ethischen Werten basieren; auf Transparenz, Nachhaltigkeit und der Vielfalt von vielen kleinen regionalen Banken. Der GABV gehe es um die F\u00f6rderung und Finanzierung von nachhaltigen \u00f6konomischen Projekten und Prozessen. Geld m\u00fcsse f\u00fcr die Menschen da sein. Hochfrequenzhandel mit seinen Gefahrenpotentialen ohne gesellschaftlichen Nutzen hingegen m\u00fcsse verboten werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/de\/money-makes-the-world-go-round-3\/pressekonferenz\/\" rel=\"attachment wp-att-4091\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4091\" alt=\"pressekonferenz GABV\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/pressekonferenz-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/pressekonferenz-300x168.jpg 300w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/pressekonferenz.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Pressekonferenz findet in der Berliner Filiale der GLS Bank in der Schumannstra\u00dfe 10\u00a0in 10117 Berlin statt, 150 Meter vom Kongresszentrum entfernt. Es ist 10 Uhr. Am Tisch vorn sitzen Christof L\u00fctzel (rechts), der Pressesprecher der genossenschaftlichen deutschen GLS Bank, der Peter Blom (links) und Thomas Jorberg, den Vorstandssprecher der GLS (Mitte) vorstellt. Ein Kollege der Nachrichtenagentur Reuters und zwei weitere freiberufliche Kollegen gesellen sich uns beiden Journalisten aus Portugal. Es irritiert irgendwie, dass die Pressekonferenz eines Internationalen Bankenkongresses in der Hauptstadt Deutschlands von nur f\u00fcnf Journalisten besucht wird. Am Tag danach suchen wir nach Informationen in den Tageszeitungen. Vergeblich. Auch die Fernsehsender und Radiostationen ignorieren das Thema.<\/p>\n<p><strong>Peter Blom<\/strong>: \u201eAls wir 2006 dar\u00fcber nachgedacht haben, einen weitweiten Dachverband zu gr\u00fcnden, konnten wir noch nicht wissen, dass es zu einer finanziellen Krise im Jahre 2008 kommen w\u00fcrde. Global Alliance wurde 2009 in den Niederlanden gegr\u00fcndet. Wir haben damals weltweit unsere befreundeten Banken zusammengerufen. Wir haben uns gesagt, jetzt m\u00fcssen wir diese Allianz gr\u00fcnden. Zuerst waren es nur neun Banken. Aber wir wollten die Spitzenreiter ansprechen. Banken, die sich mit Werten besch\u00e4ftigten. Nat\u00fcrlich kann man bei Banken immer sagen, das sind finanzielle Werte. Die sind es auch. Uns aber war die Frage wichtig, wie k\u00f6nnen wir Werte in der Gesellschaft schaffen, Menschen und Betrieben helfen und ihren Nachhaltigkeitsentwicklungen. Nachhaltiges Banking ist nicht nur etwas f\u00fcr Europa. Deshalb haben wir weltweit damit angefangen. Nachhaltiges Banking kann man auch in Bangladesch machen, auch in der Mongolei und in Afrika. Heute sind wir 22 Mitglieder und verwalten 66 Milliarden Euro Verm\u00f6genswerte. Es gibt noch viele, die dazukommen m\u00f6chten. Wir aber suchen Vorbilder. Es ist nicht so, dass wir wie in Kanada, wo wir bereits drei Mitgliedsbanken haben noch f\u00fcnf oder zehn dazu nehmen. Wir werden weltweit weiter wachsen, auf 50 bis 60 Mitglieder. Wir brauchen auch neue Banker, nachhaltige Banker. Es gibt noch nicht so viele davon. Die m\u00fcssen wir ausbilden. Wir wollen ein Brunnen der Inspiration sein, besonders auch f\u00fcr Kunden, damit diese wissen, dass es uns \u00fcberhaupt gibt. Nachhaltige Banken, in denen man seine ganz normalen Bankgesch\u00e4fte abwickeln kann. Wir wollen in 2020 rund zwei Milliarden Menschen weltweit bedienen. Es muss sich viel in der Bankenwelt \u00e4ndern und dazu wollen wir unseren Beitrag leisten.\u201c<\/p>\n<p><strong>ECO123<\/strong>: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Bankgesch\u00e4ft und welche Sachthemen stehen bei der Kreditvergabe der GABV-Banken ganz oben auf der Liste?<br \/>\n<strong>Thomas Jorberg<\/strong>: \u201e\u00d6kologische Landwirtschaft, regenerative Energiegewinnung, nachhaltige Mobilit\u00e4t. (\u2026) Wir brauchen einen Kulturwandel nicht nur bei den Banken, sondern auch beim Verbraucher. Dieser muss n\u00e4mlich die Banken fragen, was macht ihr eigentlich mit meinem Geld. (\u2026) Wenn wir in unserer Gesellschaft etwas ver\u00e4ndern wollen, brauchen wir einen systemischen und einen kulturellen Wandel. Denn das Entscheidungssystem im Finanzbereich basiert ausschlie\u00dflich darauf, dass wenn sie eine vergleichbare Laufzeit und ein vergleichbares Risiko haben, und einmal hat das Angebot zwei und ein anderes Mal hat es drei Prozent, dann ist die Entscheidung quasi vorgegeben. Und da kommt die Verantwortung f\u00fcr soziale, gesellschaftliche und \u00f6kologische Fragen nicht vor. Deswegen nenne ich das normale Bankgesch\u00e4ft systemisch organisierte Verantwortungslosigkeit.<\/p>\n<p>Das muss sich \u00e4ndern, wenn wir in unserer Gesellschaft etwas ver\u00e4ndern wollen. Das hei\u00dft, in die Entscheidungssysteme m\u00fcssen die Fragen sozialer, \u00f6kologischer und gesellschaftlicher Art integriert werden. Das muss sich sowohl auf Banken- als auch auf Kundenseite \u00e4ndern. Der Gesetzgeber kann daf\u00fcr die Rahmenbedingungen schaffen. Das andere sind die Kulturver\u00e4nderungen. Im Moment haben wir im Bankenbereich eine Kultur, die auf Feindschaft angelegt ist. Aus dieser Kultur heraus machen Banken ihren Kunden Vorschriften, die verhindern, dass Sch\u00e4den entstehen. Die eigentliche Frage aber ist doch, wie pflege ich meine Beziehung zu meinen Kunden. Die normalen Banken meinen, der Zinssatz sei die Leistungsf\u00e4higkeit, das Kernangebot einer Bank. Das ist falsch. Der Zinssatz ist nicht einmal voll der Preis. Einen Teil des Zinssatzes reichen wir vom Kreditnehmer an den Einleger weiter durch. Die Marge ist der Preis. Die eigentliche Leistung einer Bank aber ist die, daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass Geld dorthin flie\u00dft, wo es tats\u00e4chlich gesellschaftlich gebraucht wird. Und das ist eine Kulturfrage. Danach fragen Banker heute \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p>Die Kernleistung einer Bank reduziert sich leider nur auf die H\u00f6he des Zinssatzes und nicht auf das Zusammenbringen der Aktiv- und Passivseite einer Bank. Die Beziehungsgestaltung zwischen der Bank und dem einzelnen Kunden ist das erste Level. Das zweite ist aber, das M\u00f6glichmachen, zumindest im Bewusstsein der Beziehung, zwischen Kunden die Geld brauchen und Kunden, die Geld anlegen.\u201c<\/p>\n<p><strong>ECO123<\/strong>: Haben Sie Ideen, wie sich die Wirtschaftsprobleme Portugals l\u00f6sen lie\u00dfen?<br \/>\n<strong>Peter Blom<\/strong>: \u201eWir sehen, dass auf der iberischen Halbinsel viele neue Projekte entstehen. Organische Landwirtschaft zum Beispiel, aber auch Solarenergie. Die Immobilienblase ist ein Thema von gestern. Wir treffen auf junge Menschen, die gut ausgebildet sind. Portugal und Spanien werden durch diese schwierige wirtschaftliche Phase gehen und am Ende auf einem nachhaltigeren Niveau erfolgreich sein. Ich sehe eine wirkliche Zukunft dort, wo und wenn die Menschen zusammenarbeiten. Das ist eine Bewegung, die von unten kommt und w\u00e4chst.\u201c<\/p>\n<p><strong>ECO123<\/strong>: Sehen Sie in Portugal eine Bank, die Sie als Partner aufnehmen w\u00fcrden?<br \/>\n<strong>Peter Blom<\/strong>: \u201eUm ehrlich zu sein, nein. Nicht in Portugal und auch nicht in Spanien. Die Genossenschaftsbanken dort machen eine sehr schwierige Phase durch. Das hat mit solider nachhaltiger Bankenarbeit nichts zu tun.\u201c<\/p>\n<p><strong>ECO123<\/strong>: Money makes the world go round. Kann Nachhaltigkeit ein Zinsergebnis von drei, f\u00fcnf oder 10 Prozent rechtfertigen?<\/p>\n<p><strong>Peter Blom<\/strong>: \u201eMoney should make the world go round und nicht anders herum, da\u00df Geld um den Globus herum verschoben wird. Geld sollte den Menschen das Gesch\u00e4fte machen erleichtern. Wie hoch dabei die Zinsen sein sollten, h\u00e4ngt sehr von der jeweiligen Situation ab. Als Bank verdienen wir mit dem Risiko-Management. Wir besch\u00e4ftigen Profis, die davon leben m\u00fcssen. Das ist der Preis des Bankgesch\u00e4fts. Aber das alles hat fair und transparent vonstatten zu gehen. Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung im Bankgesch\u00e4ft.\u201d<\/p>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<a href=\"http:\/\/eco123.info\/de\/money-makes-the-world-go-round-3\/peter-lammert\/\" rel=\"attachment wp-att-4096\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4096\" alt=\"peter-lammert rede GABV\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/peter-lammert-300x161.jpg\" width=\"300\" height=\"161\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/peter-lammert-300x161.jpg 300w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/peter-lammert.jpg 648w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Meine sehr verehrten Damen und Herren\u2026 Der Kongress der Global Alliance For Banking On Values beginnt mit der Er\u00f6ffnungsrede des Pr\u00e4sidenten des Deutschen Bundestages. Es spricht Norbert Lammert von der konservativen christdemokratischen Regierungspartei. Politiker k\u00f6nnen sch\u00f6n reden, besonders dann, wenn sie rhetorisch gut geschult sind. Der Pr\u00e4sident des deutschen Parlaments besitzt ein erstklassiges CV. Der Applaus des Publikums ist ihm sicher. Er spricht 45 Minuten und w\u00fcnscht dem Kongress gutes Gelingen. Zwischendurch l\u00e4sst er durchblicken, wie ohnm\u00e4chtig die gestaltungsarme Politik eines Parlaments der globalen Finanz- und Bankenwelt hinterher schaut, gewaltige Summen in Sekundenschnelle um den Erdball zu verschieben. Zwischen den Parteien im eigenen Land und im L\u00e4nderstreit der EU beschr\u00e4nkt sich der politische Gestaltungsspielraum auf die Reaktion von Krisen. Bei aller globalen Hektik stehen die Vermeidung von Chaos und reine Reisediplomatie im Vordergrund w\u00f6chentlicher Konferenzen, deren Ergebnisse schon morgen wieder obsolet sind\u2026\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<strong>Wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr erst merken, dass man Geld nicht essen kann.<\/strong>\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<h3>Die Gier nach immer mehr<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/de\/money-makes-the-world-go-round-3\/sedlacek\/\" rel=\"attachment wp-att-4093\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4093\" alt=\"sedlacek\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/sedlacek.jpg\" width=\"273\" height=\"168\" \/><\/a>Fortschritt? Wohin? Weshalb muss st\u00e4ndig alles wachsen? \u201eIn der \u00d6konomie des Begehrens wird die Gen\u00fcgsamkeit abgeschafft,\u201c schreibt der tschechische \u00d6konom Tom\u00e1\u0161 Sedl\u00e1\u010dek (36), Autor des Bestsellers \u201eDie \u00d6konomie von Gut und B\u00f6se\u201c**** Er beschreibt in seinem Buch den Zustand, wie im Menschen das Begehren erwacht. St\u00e4ndig unzufrieden zu sein und mehr zu wollen, sei sein Naturph\u00e4nomen. \u201eWir k\u00f6nnen sogar sagen, dass die Unzufriedenheit der Motor des Fortschritts und der Marktkapitalisierung ist. In unserem st\u00e4ndigen Begehren, immer mehr zu bekommen, haben wir das Angenehme an der Arbeit geopfert. Wir wollen zu viel und deswegen arbeiten wir zu viel. Wir sind die mit Abstand reichste Zivilisation aller Zeiten, doch wir sind mindestens genauso weit von dem Wort genug oder von Zufriedenheit entfernt wie in der fernen primitiven Vergangenheit. Um es mit einem Satz zu sagen: Wenn wir nicht st\u00e4ndig um jeden Preis das BIP und die Produktivit\u00e4t steigern m\u00fcssten, m\u00fcssten wir uns auch nicht st\u00e4ndig im Schwei\u00dfe unseres Angesichtes \u00fcberarbeiten\u2026\u201c<\/p>\n<p>Sedl\u00e1\u010dek, Yale-Stipendiat und einer der Hauptredner des Bankenkongresses, benennt das Problem des heutigen Bankgesch\u00e4fts, den Zinssatz korrekt zu definieren, als das eigentliche sowohl ethische als auch mathematische \u00dcbel. \u201eWenn Banker verst\u00fcnden, wie Zinss\u00e4tze richtig kalkuliert w\u00fcrden, w\u00e4re der Bankrott Griechenlands nur Business as usual\u201c. So vergleicht er die Arbeit der Banken, GELD zu verleihen und den Zinssatz zu bestimmen mit dem freit\u00e4glichen Gang in die Stammkneipe und dem Trinken von Bier, Schnaps und Wein. Wohlgemerkt seien Zinsen immer auf einer Reise durch die Zeit. Also, worin \u00e4hnelten sich GELD und Alkohol? Menschen w\u00fcrden bald merken, dass sie mit Alkohol tanzen und sogar singen k\u00f6nnten. Er w\u00fcrde ihnen viel Energie verleihen. Bei zu viel Alkohol allerdings wisse man aus Erfahrung gut, dass man am darauffolgenden Tag einen Kater h\u00e4tte. Das lie\u00dfe sich genau kalkulieren und \u00fcbers Wochenende bew\u00e4ltigen. Mit Alkohol lie\u00dfe sich \u00fcbrigens auch eine Zeitreise unternehmen. Die Samstagmorgen-Energie w\u00fcrde bereits am Freitagabend auf den Kopf gehauen.<\/p>\n<p>Bei einem Bes\u00e4ufnis am Sonntagabend aber und einem Kater am Montagmorgen verhielte sich schon vieles anders, was nicht besonders clever w\u00e4re, besonders sei es Anf\u00e4ngern nicht zu empfehlen. Aber zwei Eigenschaften seien bei Alkohol anders. Man wisse, dass der Kater mit Kopfschmerzen verbunden sei und ungef\u00e4hr, wie lange das Ganze anhielte.<\/p>\n<p>Sedl\u00e1\u010dek zum Publikum: \u201eJetzt stellen Sie sich aber einmal vor, die Kopfschmerzen k\u00e4men in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden. Sie s\u00e4\u00dfen Freitagabends in ihrer Kneipe und tr\u00e4nken Unmengen Alkohol, tanzten und s\u00e4ngen, k\u00f6nnten aber nicht einsch\u00e4tzen, wann sie der Kater heimsuchen w\u00fcrde? Vielleicht w\u00fcrden sie am Sonntagabend auf die Uhr schauen und sich sagen, Donnerwetter ich hatte meinen Kater noch gar nicht. Der aber k\u00e4me dann vielleicht erst viel sp\u00e4ter am Mittwochmittag auf dem Weg zur Arbeit, vor einem wichtigen Gesch\u00e4ftstermin? Ganz sicher w\u00fcrden sie dann alle vorsichtiger mit Alkohol umgehen, meinen sie nicht auch?\u201c Bei Finanzprodukten und einer Laufzeit von 40 Jahren, k\u00f6nne man auch nie sagen, ob die volle R\u00fcckzahlung gegen das Risiko eines Ausfalls geleistet w\u00fcrde. Weil wir die Zukunft nicht vorhersagen k\u00f6nnten und auch weil wir mit den besten Wirtschaftsmathematikern die Zukunft nicht berechnen k\u00f6nnten, w\u00fcrden wir nicht in der Lage sein, Wirtschaftskrisen vorherzusagen.<\/p>\n<p>Wie also k\u00f6nnten Banker das Problem l\u00f6sen? Was sie mit in ihre Rechnung unbedingt einbeziehen m\u00fcssten sei das Wissen, dass sie mit hochprozentiger Energie handelten, die sie nicht beeinflussen k\u00f6nnten. Selbst im 21. Jahrhundert k\u00f6nne man keine korrekten Zinss\u00e4tze f\u00fcr Bankenprodukte \u00fcber einen langen Zeitraum kalkulieren. Die Zukunft sei unvorhersehbar: die Inflationsrate ebenso wie die H\u00f6he des Bruttoinlandsprodukts. Tom\u00e1\u0161 Sedl\u00e1\u010dek, Wirtschaftsberater des fr\u00fcheren tschechischen Pr\u00e4sidenten V\u00e1clav Havel, Chef\u00f6konom der gr\u00f6\u00dften tschechischen Bank CSOB und Universit\u00e4tsdozent der Carls-Universit\u00e4t in Prag schlie\u00dft seinen Vortrag auf dem GABV Kongress in Berlin mit den Worten: \u201eWir d\u00fcrfen auf die Wirtschaft nicht herunterschauen wie auf einen neutralen K\u00f6rper, wie Physiker das tun. Eine Finanz- und Bankenwelt ohne ethisches Wertesystem geht nicht. Lassen sie uns gegen den Strom anschwimmen und den Bankensektor aufr\u00e4umen.\u201c<\/p>\n<p><em>**** <a title=\"Die \u00d6konomie von Gut und B\u00f6se\" href=\"http:\/\/eco123.info\/de\/die-okonomie-von-gut-und-bose\/\">Economics of Good and Evil<\/a>. The Quest for Economic Meaning from Gilgamesh to WallStreet; New York, Oxfort University Press 2011; Dtsch Ausgabe Carl Hanser Verlag M\u00fcnchen 2012, Seite 274<\/em><\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:10px; margin-bottom:10px;\" class=\"divider divider-normal\"><\/div>\n<p>Was machen zwei Journalisten auf einem Bankenkongress in ihrer Mittagspause? Sie stellen sich in einer langen Reihe an, nehmen sich ein Essen vom Buffet, speisen im Stehen und diskutieren L\u00f6sungswege.<\/p>\n<p>Sagt der eine zum anderen: Warum hat Portugal 185 Milliarden Euro Schulden?<br \/>\nErwidert der andere: Weil wir mit nichts zufrieden sind und es nie sein werden. Wir aber glauben fest daran, die Befriedigung unserer Bed\u00fcrfnisse w\u00fcrde uns Zufriedenheit bringen.<br \/>\n<strong>Sagt der Erste<\/strong>: Falsch. Denn je mehr wir haben, desto mehr wollen wir dazu. Kreditfinanziert. So entstehen die Schulden. Arbeiten und abbezahlen? Ach, das machen wir morgen. M\u00fcssen Schulden denn \u00fcberhaupt zur\u00fcckbezahlt werden?<br \/>\n<strong>Zweite<\/strong>: Gute Frage. Wir kaufen mit Geld, das wir nicht haben, Dinge die wir nicht brauchen, um Menschen die wir nicht m\u00f6gen, damit zu beeindrucken. Ich zweifele daran, ob wir wirklich gl\u00fccklicher und freier sein werden, je mehr wir verdienen und besitzen.<br \/>\n<strong>Erste<\/strong>: Besitzen? In Wirklichkeit geh\u00f6rt mein Laptop der Bank. Alle klagen \u00fcber die drastischen Sparma\u00dfnahmen. Der Kelch m\u00f6ge an jedem vorbeigereicht werden. Trinkst du Wasser, wenn Du Wein angeboten bekommst? Der Mensch ist nun mal von Natur aus gierig und uners\u00e4ttlich. Wenn dir die Banken Geld f\u00fcr einen Computer, ein Auto oder Handy anbieten, nimmst du es. Oder nicht?<br \/>\n<strong>Zweite<\/strong>: Kauf dir ein St\u00fcck M\u00fcll, und du bekommst gratis noch eins dazu. Billig muss es sein, egal wie viel Lohn ein Arbeiter in China daf\u00fcr bekommt.<br \/>\n<strong>Erste<\/strong>: Die Ursachen unserer Schuldenkrise liegen doch darin, dass wir vergessen haben, warum wir leben. Wir sind \u00fcberzeugt, dass der Konsum zu unserer S\u00e4ttigung f\u00fchrt. Es hat sich jedoch erwiesen, dass das Gegenteil zutrifft. Konsum ist wie eine Droge.<br \/>\n<strong>Zweite<\/strong>: Was an der Gesellschaft nicht stimmt, l\u00e4uft auch in der Wirtschaft falsch. Jeden Tag werden wir mit Nachrichten und Seifenopern gef\u00fcttert, die uns Geschichten von Habgier, Geiz und Eigennutz erz\u00e4hlen und uns wei\u00dfmachen, dass die zum Leben dazugeh\u00f6rten. Kulturelle Normen und Werte hingegen bedeuten uns gar nichts.<br \/>\n<strong>Erste<\/strong>: Eigentlich sollten wir dankbar f\u00fcr das sein, was wir haben, denn wir haben so viel. Die Erde ist ein Paradies. Mit Themen und Geschichten wie diesen, verdienen Journalisten allerdings kein Geld. Vielleicht sind wir deswegen die einzigen hier?<br \/>\n<strong>Zweite<\/strong>: Sehr gut. Dann ist das unsere Chance.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:10px; margin-bottom:10px;\" class=\"divider divider-normal\"><\/div>\n<h3>Die Welt ver\u00e4ndern<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3661\" alt=\"wendyluhabe\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/wendyluhabe-300x198.jpg\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/wendyluhabe-300x198.jpg 300w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/wendyluhabe.jpg 495w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Dr. Wendy Luhabe (55) ist aus S\u00fcdafrika nach Berlin gereist. Sie geh\u00f6rt zu den wenigen etablieren Wirtschaftsfachfrauen ihres Landes. Die fr\u00fchere BMW Managerin mit Masters initiierte den ersten Equity-Fond f\u00fcr s\u00fcdafrikanische Gesch\u00e4ftsfrauen: The Women Investment Portfolio Holdings. Mit einem Finanzvolumen von 120 Mio. Rand (ca. 10 Mio. \u20ac) finanzierte sie Ausbildung und Gesch\u00e4ftsideen von Frauen. ECO123 sprach mit ihr \u00fcber die neue Rolle von Frauen in \u00d6konomie und Bankwesen.<\/p>\n<p><strong>ECO123<\/strong>: <strong>Erz\u00e4hlen Sie uns Ihre ganz pers\u00f6nliche Erfolgsgeschichte aus S\u00fcdafrika.<br \/>\n<\/strong><strong>Wendy Luhabe:<\/strong> Als S\u00fcdafrika eine Demokratie wurde, f\u00fchlte ich mich inspiriert ein Projekt anzusto\u00dfen das zum Ziel hatte, Frauen an den \u00f6konomischen Ver\u00e4nderungen zu beteiligen. Wir gr\u00fcndeten eine Investmentfirma und reisten zwei Jahre durch das Land, um Frauen in Wirtschaftsfragen zu schulen, damit sie zu Investoren in ihrer eigenen Region wurden. Am Ende hatten wir 18.000 Frauen zu Investoren ausgebildet. Das ist ein sehr erfolgreiches Beispiel. Und damit nicht genug. Es hat nicht nur Frauen in S\u00fcdafrika begeistert, ihr Selbstvertrauen durch aktive Teilnahme an einem \u00f6konomischen Prozess zu st\u00e4rken, sondern auch selbst Unternehmerinnen in verschiedenen Bereichen zu werden. Nun arbeiten Frauen als Ingenieurinnen im Bergbau und in ganz unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft. Das hatte es 20 Jahre zuvor, bevor S\u00fcdafrika Demokratie wurde, nicht gegeben.<br \/>\nWir haben uns als Pioniere einer Initiative verstanden, die es anderswo in dieser Welt bisher noch nicht gegeben hat. Deshalb sind wir auch riesig stolz darauf und m\u00f6chten Frauen in anderen Teilen der Welt ermutigen von uns zu lernen, wie man \u00e4hnliches in einem anderen Land umsetzen kann.<\/p>\n<p><strong>ECO123:Was meinen Sie k\u00f6nnen Frauen anders und besser als M\u00e4nner?<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><strong>Wendy Luhabe:<\/strong>Ich denke nicht, dass es die Frage ist, was Frauen etwas besser machen k\u00f6nnen als M\u00e4nner. Ich denke aber, dass Frauen zu gleichen Teilen an F\u00fchrungsaufgaben beteiligt werden sollten, dort wo Entscheidungen getroffen werden, sollten sie Teil der H\u00fcter und Verwalter der Ressourcen sein, die weltweit zug\u00e4nglich sind. Im Moment ist die Situation nicht im Lot, weil M\u00e4nner nur eine Sichtweise haben, Verantwortung wahrzunehmen und wir sehen, dass diese nicht nachhaltig ist. Wir m\u00fcssen das gesamte menschliche Kapital aussch\u00f6pfen, das in der Welt vorhanden ist, denn wir leben nur eine bestimmte Weile auf diesem Planeten \u2013 und wenn wir dieses Potential nicht aussch\u00f6pfen \u2013 ist das immer nur die halbe L\u00f6sung. Wenn wir es integrativ betrachten, haben wir gemeinsam &#8211; Frauen und M\u00e4nner \u2013 zu gleichen Teilen die Welt zu erschlie\u00dfen. Auf dem weiteren Weg ins 21. Jahrhundert hinein werden wir viel bewusster M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Frauen schaffen m\u00fcssen, damit Frauen an Entscheidungen gleicherma\u00dfen mitwirken: Frauen, die L\u00e4nder regieren. Wir haben bisher ja nur ein paar ganz wenige Frauen, die als Pr\u00e4sidenten L\u00e4ndern vorstehen. Wir wissen ja gar nicht, was w\u00e4re, wenn Frauen die Welt regierten. Wie diese Welt dann aussehen w\u00fcrde, wenn Frauen ihren Job machen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>ECO123:Wie l\u00f6st S\u00fcdafrika seine Problematiken zwischen der \u00d6kologie und der \u00d6konomie, zum Beispiel bei den Arbeitspl\u00e4tzen?<br \/>\n<\/strong><strong>Wendy Luhabe:<\/strong>Wir haben die gleichen Herausforderungen wie der Rest der Welt. Es gibt hohe Arbeitslosenquoten, aber was wir in den vergangenen 20 Jahren gemacht haben und worin ich eingebunden war, ist die F\u00f6rderung vom sozialen Unternehmertum. Das schafft eine Kultur innerhalb einer Gesellschaft, in der Menschen Firmen gr\u00fcnden, Gewinn erwirtschaften und zur gleichen Zeit auf die sozialen Herausforderungen ihrer Zeit reagieren. Das ist meiner Ansicht nach die wirkliche L\u00f6sung. Wir m\u00fcssen eine Revolution innerhalb der n\u00e4chsten Generation von jungen Menschen initiieren, die nicht nur dem kapitalistischen Modell folget, das vollst\u00e4ndig ohne Antwort auf die Herausforderungen der Zeit dasteht, sondern zwei Dinge miteinander verkn\u00fcpfen: Gewinn machen in Verbindung mit sozialem Investment.<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank.<\/strong><\/p>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\tDr. Simon Kagugube, Centenary Bank Vorstand aus Kampala (Uganda) ist einer von 300 Teilnehmern am GABV Kongress. Gekommen sind nicht nur Banker und \u00d6konomen aus den USA, Kanada, El Salvador, Bolivien, Peru, der Schweiz, Italien, Frankreich, Norwegen, D\u00e4nemark, Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Uganda, S\u00fcdafrika, der Mongolei, Bangladesch und Australien, sondern auch Projektarbeiter von NGO\u2019s, Wissenschaftler aller Disziplinen angesehener Elite-Universit\u00e4ten und Professoren mit ihren Studenten. Das Publikum unter der Glaskuppel des Konferenzgeb\u00e4udes ist bunt. Die schwache Sonne \u00fcber Berlin belichtet den schlanken Simon Gagugube: graues kurzes Haar, dunkler Anzug, wei\u00dfes Hemd mit Krawatte und Pullover unter dunklem Kamelhaarschal. Er meldet sich zu Wort. Was er sagt ist pr\u00e4gnant und es passt in einen Satz. \u201eWir alle zusammen m\u00fcssen den Beweis erbringen, dass wir es besser k\u00f6nnen und besser machen. Dann teilen wir diese Information mit allen da drau\u00dfen.\u201c Er ist \u00fcberzeugt davon, dass Banking auf der Basis \u00f6kologischer und kultureller Werte stattfinden muss. Wir werden unser Wissen teilen, voneinander lernen und international kooperieren. Cooperate Culture. Auf diesen kurzen Nenner bringen es die Teilnehmer des Kongresses nach den Workshops.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<h3><strong>Vom EGO-System zum ECO-System<\/strong><\/h3>\n<p>Im Jahr 2010 betrug das Volumen der weltweiten Devisengesch\u00e4fte 1.500 Billionen US-Dollar, der Gesamtwert des internationalen Handels betrug hingegen nur 20 Billionen US-Dollar.* Weniger als 1,4 Prozent der Devisentransaktionen hatten einen direkten Bezug zur Realwirtschaft. Addieren wir die ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen zum Handel hinzu, kommen wir auf f\u00fcnf Prozent. 95 Prozent seien Transaktionen, die weder einen \u00f6konomisch noch sozial vern\u00fcnftigen Zweck erf\u00fcllten, referiert Dr. Otto Scharmer auf dem GABV Kongress. Dabei sei die \u00d6kologie noch gar nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Der an der Universit\u00e4t in Herdecke (Deutschland) in Wirtschaft und Management promovierte Anthroposoph Scharmer ist Mitbegr\u00fcnder des Presencing Instituts und lehrt an der Massachusetts Institute of Technology (collective wisdom shapes business) und Vizepr\u00e4sident des Global Agenda Council im Genfer Weltwirtschaftsforum. Er sieht eine der Voraussetzungen f\u00fcr die L\u00f6sung der Finanzkrise darin, dass die Banker beginnen zu lernen, loszulassen. Seine L\u00f6sungsstrategie: Weg vom EGO- System hin zum ECO-System.<\/p>\n<p>Scharmer analysiert vor dem Kongress die Entkopplung des internationalen Finanz- und Bankensektors von der Realwirtschaft, die in den 1980er Jahren in die lateinamerikanische Finanzkrise m\u00fcndeten, in die asiatische Finanzkrise der 1990er Jahre, in die Neue-Markt-Krise der 2000er und die globale Finanzkrise von 2008. Trotz der vielen unterschiedlichen Facetten, die diese Krisen offenbarten, l\u00e4ge ihnen immer ein und dasselbe Problem zugrunde: die zunehmende Entkopplung der Finanzwelt von der realen Wirtschaft. In seiner Analyse beobachtet Scharmer insgesamt acht existenzielle Problemfelder (genannt Entkopplungen) in einer Welt, die zunehmend globaler handelt und in fundamentalen Umbr\u00fcchen steckt.<\/p>\n<p>Eine Wirtschaft, die nach alten Paradigmen arbeitet und nur auf linearen Geldprofit ausgerichtet ist, operiere mit einer \u00f6kologischen Belastung von 1,5 Planeten auf einer Erde die eine wesentlich verminderte Regenerationsf\u00e4higkeit habe. Das m\u00fcnde auch in ein soziales Dilemma. 2,5 Milliarden Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Das n\u00e4hre stetig das soziale Pulverfass. In den USA besitzt das reichste Prozent der Bev\u00f6lkerung ein gr\u00f6\u00dferes Verm\u00f6gen als die unteren 90 Prozent.<\/p>\n<p>Ein weiteres gravierendes Problem sei, dass viele F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Lebenswirklichkeiten der Menschen nicht mehr verst\u00fcnden. Sie ignorierten, dass das Bruttoinlandsprodukt in den Industriel\u00e4ndern nicht zu mehr Wohlstand und Lebensqualit\u00e4t f\u00fchre. (siehe ECO123, Ausgabe 1. Seite 23 Inlandsgl\u00fccksprodukt IGB)<\/p>\n<p>Die sechste Entkopplung zeige gravierende Defizite in Entscheidungsfindungsprozessen: demokratische Institutionen ignorierten hunderte Millionen Menschen zu Themen wie Lebensbedingungen und Zukunft. Die Rettung systemrelevanter Banken, Versicherungen und L\u00e4nder mit Geldern des Steuerzahlers war nur eine dieser Entscheidungen.<\/p>\n<p>Die Eigentumsfrage schaffe eine weitere Entkopplung: neben Privat- und Staatseigentum fehlten im internationalen Recht ein drittes soziales Eigentumskonzept, das Gemeing\u00fcter wie Regenwald, Grundwasser, Meere, den Boden, Arktis und Antarktis generell vor Raubbau sch\u00fctze. Die achte Entkopplung betr\u00e4fe das Thema Technologie. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben orientierten sich immer noch nicht an den Bed\u00fcrfnissen von Menschen und Gesellschaften und konzentrierten sich nicht auf die real existierenden Probleme.<\/p>\n<p><em>* Dr. C. Otto Scharmer, Massachusetts Institute of Technology (MIT) \u2013 aktuelles Buch \u201cTheory U\u201d<\/em><\/p>\n<h3><strong>Die Berliner Erkl\u00e4rung.<\/strong><\/h3>\n<p>Der GABV Kongress fordert in seiner Abschlusserkl\u00e4rung an die Gesetzgeber, dass sich alle Banken verpflichten m\u00fcssten, vollst\u00e4ndige Transparenz \u00fcber ihre Gesch\u00e4ftsmodelle sowie die Verwendung der ihnen anvertrauten Gelder zu gew\u00e4hren; die sozialen und \u00f6kologischen Folgen von Bankgesch\u00e4ften anhand regulatorisch verbindlicher Indikatoren dokumentieren; die Vielfalt von (regionalen) Banken als eigenes und wichtiges Ziel bei der Neuregulierung des (weltweiten) Bankensystems festgeschrieben wird.Auf Wiedersehen Berlin. Auf dem Weg zur\u00fcck nach Portugal stellt sich die Frage, welche Bank in Portugal als erste zum nachhaltigen Gesch\u00e4ftsmodel finden und wann das sein wird. Im n\u00e4chsten Jahr trifft sich die GABV in Melbourne, Australien. Mit dem Schiff w\u00e4ren wir da gut sechs Wochen unterwegs\u2026<\/p>\n<p><em>Das Ende vom Anfang: Mensch arbeitet, verdient Geld, er\u00f6ffnet Bankkonto, zahlt Geld ein, erh\u00e4lt Sparzinsen, fragt, was Bank mit Geld macht. Mensch leiht Geld bei Bank, fragt, woher Geld stammt, zahlt Kreditzinsen. Bank arbeitet mit Geld: quittiert, leiht und verleiht; Bank fragt Kunde was mit Geld macht; Bank investiert, gewinnt, spendet und verschenkt Geld, kreiert soziales und \u00f6kologisches Finanzprodukt, finanziert Arbeit und Umwelt. Mensch \u00fcbernimmt Verantwortung.<\/em><\/p>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<h4>Interview &#8211; Peter Blom<\/h4>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4115\" alt=\"peter-blom\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/peter-blom.jpg\" width=\"287\" height=\"160\" \/>ECO123: Wie kann nachhaltiges Banking die Welt ver\u00e4ndern?<\/strong><br \/>\n<strong>Peter Blom:<\/strong> Ich denke, wir brauchen Geld, um die Wirtschaft zu ver\u00e4ndern, um die Welt zu verbessern. Man kann Verbesserung nur finanzieren, in dem wir das Bankensystem verbessern.<\/p>\n<p><strong>ECO123:Welches sind Ihre ersten drei Schritte, um die Bankenwelt zu ver\u00e4ndern?<\/strong><br \/>\n<strong>Peter Blom:<\/strong>Erstens m\u00fcssen wir das Vertrauen der Menschen durch Transparenz zur\u00fcckgewinnen. Zweitens m\u00fcssen Banken den Menschen klarmachen, wie sie etwas f\u00fcr die Gesellschaft leisten wollen, wie sie das Leben der Menschen auf diesen Planeten nachhaltig verbessern wollen. Drittens, Ver\u00e4nderungen funktionieren nicht mit ein paar gro\u00dfen Banken, die zu gro\u00df sind, als dass man sie einfach in Konkurs gehen lassen k\u00f6nnte. Deshalb brauchen wir Vielfalt. Banken m\u00fcssen nah am Kunden arbeiten und m\u00fcssen verstehen, was die Bed\u00fcrfnisse ihrer Kunden sind. Banker m\u00fcssen wieder eine Verbindung zu den einfachen Menschen bekommen, in der Nachbarschaft ans\u00e4ssig sein, zur Arbeit der Menschen einen Bezug finden.<\/p>\n<p><strong>ECO123:Wenn Sie die s\u00fcdlichen Staaten Europas betrachten, L\u00e4nder wie Italien, Spanien und Portugal. Was meinen Sie, wie l\u00e4sst die Situation dort vor Ort verbessern?<\/strong><br \/>\n<strong>Peter Blom:<\/strong>Was ich dort sehe, ist ein starker Faktor der Gemeinsinn. Wir machen die Erfahrung, dass die Menschen dort Ver\u00e4nderung wollen, aber diese muss von unten kommen. Triodos Bank hat eine Zweigstelle in Spanien. Dort k\u00f6nnen wir nachhaltig ins Bankgesch\u00e4ft eingreifen und weiterhelfen. Zusammen k\u00f6nnen wir einen Schritt weitergehen. Das ist auch der Unterschied. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir was f\u00fcr das Land tun. Das alte Bankensystem kann die Probleme nicht l\u00f6sen und helfen. Die sind damit besch\u00e4ftigt, ihren Unrat, den sie anderen Leuten \u00fcberlassen, zu beseitigen. Wirklich wichtig ist, dass eine Bewegung von unten entsteht und w\u00e4chst.<\/p>\n<p><strong><strong>ECO123:\u00a0<\/strong>Es gibt jetzt 22 Banken im alternativen GABV und Sie sagten, es g\u00e4be noch einige, die hinzukommen w\u00fcrden. Sehen Sie irgendeinen Kanditaten aus dem s\u00fcdlichen Europa, zum Beispiel aus Portugal, den Sie in aufnehmen w\u00fcrden?<\/strong> Wir operieren bereits in Italien und Spanien, noch nicht jedoch in Portugal. Da wird eine Initiative in Portugal kommen. Das Land braucht sie. Wenn solche eine Bank in Portugal gegr\u00fcndet w\u00fcrde, werden wir sie herzlich willkommen hei\u00dfen im Klub der nachhaltigen Banken.\u001f\u001f\u001f\u001f\u001f\u001f\u001f\u001f\u001f\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box shadow  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<h4>Interview &#8211; Thomas Jorberg<\/h4>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4114\" alt=\"thomas-joberg\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/thomas-joberg.jpg\" width=\"287\" height=\"160\" \/>ECO123: Die GLS hat bereits jetzt 143.000 Kunden und einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. Sie ist eine Bank, die in den letzten 25 Jahren gut gewachsen ist. Wo will die Bank hin?<br \/>\n<\/strong> <strong>Thomas Jorberg:<\/strong> In der Tat wachsen wir im Moment sehr stark. Wir haben einen momentanen Zuwachs von 2.000 bis 2.500 Kunden pro Monat und wir sehen, dass wir in den n\u00e4chsten Jahren weiter so wachsen werden. Die Nachfrage nach einem sozial-\u00f6kologischem Bankgesch\u00e4ft ist da.<\/p>\n<p><strong>ECO123:Wo wird die GLS in f\u00fcnf Jahren stehen?<\/strong><br \/>\n<strong>Thomas Jorberg:\u00a0<\/strong>Wir sehen die Entwicklung, die wir in den letzten Jahren gemacht haben und sehen, dass sich das mit Raten von um die 20 Prozent fortsetzen wird. Wir erleben eher noch eine Dynamisierung.<\/p>\n<p><strong><strong>ECO123:\u00a0<\/strong>Die GLS aus Bochum besitzt Filialen in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Freiburg und M\u00fcnchen. Wollen Sie eine deutsche Bank bleiben, oder denken Sie bereits dar\u00fcber nach, in anderen L\u00e4ndern Europas Filialen zu \u00f6ffnen?<\/strong><br \/>\n<strong>Thomas Jorberg:\u00a0<\/strong>Wir sind eine Genossenschaftsbank. Unsere Gesch\u00e4ftspolitik ist, dass wir nahe bei den Kunden sein wollen. Insofern ist Deutschland unser Gesch\u00e4ftsgebiet. Wir haben auch Kunden aus dem Ausland, die bei uns Einlagen haben, Kredite machen wir seltener. Das machen wir dann in Kooperation mit anderen Mitgliedern der Global Alliance. Kann ein Kunde aus Portugal auch ein Konto bei Ihnen in Deutschland er\u00f6ffnen? Selbstverst\u00e4ndlich. Wir haben Kunden aus Portugal, Spanien und Frankreich und sehr viele aus \u00d6sterreich.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong> <a title=\"Change Makers\" href=\"http:\/\/eco123.info\/de\/money-makes-the-world-go-round\/\">Change Makers \u00a0auf ECO TV<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0ENTSCHEIDUNGSTR\u00c4GER:<\/strong><\/p>\n<h3>Die Geschichten die hinter der Bankenarbeit stehen, die unsere Welt ver\u00e4ndern<\/h3>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bankmecuaustralia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3646\" alt=\"bankmecuaustralia\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bankmecuaustralia.jpg\" width=\"166\" height=\"188\" \/><\/a>BANKMECU<br \/>\nMelbourne, Australien<\/p>\n<p>Die Women\u2019s Property Iniatives (WPI) stellen Frauen und ihren Kindern langfristig sichere Wohnungen zur Verf\u00fcgung \u2013 viele von ihnen entkommen damit h\u00e4uslicher Gewalt. BANKMECU hat die WPI seit 2009 mit rund 3,4 Millionen Dollar finanziert. Damit konnte 110 Frauen und Kindern bezahlbarer Wohnraum zur Verf\u00fcgung gestellt werden.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/absschweiz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3648\" alt=\"absschweiz\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/absschweiz.jpg\" width=\"168\" height=\"202\" \/><\/a>ABS &#8211; ALTERNATIVE BANK SCHWEIZ AG<\/p>\n<p>Das Hotel Marta geh\u00f6rt der Frauenhotel AG Z\u00fcrich und bietet Frauen mit psychischen Problemen zehn Arbeitspl\u00e4tze. Das Hotel arbeitet nachhaltig und beweist, das es m\u00f6glich ist als soziale Firma erfolgreich sich im Markt zu behaupten. F\u00fcr ABS als eine soziale Gesch\u00e4ftsbank des Hotels geh\u00f6rt das t\u00e4gliche Lernen zum Gesch\u00e4ft: wie funktionieren \u00f6kologische und soziale Projekte in der Zukunft?\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bancapopolareitalia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3649\" alt=\"bancapopolareitalia\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bancapopolareitalia.jpg\" width=\"169\" height=\"199\" \/><\/a>BANCA POPOLARE ETICA<br \/>\nMessina, Italien<\/p>\n<p>Sozialarbeit auf Sizilien, die sich t\u00e4glich gegen die Pr\u00e4senz der Mafia wehren muss. Die Reintegration von ehemaligen Straft\u00e4tern der forensischen Psychiatrie in den Alltag durch Erziehungs- und Bildungsma\u00dfnahmen, handwerkliche Arbeit und Kulturinitiativen. Die Projekte der Messina Community Foundation werden transparent von der Banca Popolare Etica finanziert und von OECD, UNOPS und WHO begleitet.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bancosolbolivia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3650\" alt=\"bancosolbolivia\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bancosolbolivia.jpg\" width=\"168\" height=\"202\" \/><\/a>BANCOSOL<br \/>\nLa Paz, Bolivien<\/p>\n<p>David Santos Condori Sarco arbeitete in einer Schneiderei, die einer koreanischen Firma geh\u00f6rte. Der Lohn reichte kaum zum Leben der Familie. So kam es, dass sich David \u00fcberlegte, selbstst\u00e4ndig zu machen. BANCOSOL hilft Kunden mit einem speziellen Programm, Informationen und Mikrokrediten, unb\u00fcrokratisch und schnell. David Sarco betreibt heute zusammen mit seiner Frau eine eigene Schneiderei.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/creditcooperatiffranca.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3651\" alt=\"creditcooperatiffranca\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/creditcooperatiffranca.jpg\" width=\"173\" height=\"215\" \/><\/a>CR\u00c9DIT COOP\u00c9RATIF<br \/>\nFrankreich<\/p>\n<p>Transparenz, Solidarit\u00e4t, menschlicher Respekt &amp; Verpflichtung zu fairer Gesellschaft: Groupe SOS begann in 1984 mit Sozialarbeit gegen Drogen &amp; HIV mit Wohnen &amp; Arbeit. In 44 sozialen Firmen wurden in 2011 rund 10.000 Mitarbeiter in mehr als 300 Krankenh\u00e4usern, Pflegestationen, Altenwohn- und Kinderheimen besch\u00e4ftigt, die mehr als einer Mio. Menschen halfen. CR\u00c9DIT COOP\u00c9RATIF ist die Partnerbank von Groupe SOS.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/culturabanknoruega.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3652\" alt=\"culturabanknoruega\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/culturabanknoruega.jpg\" width=\"166\" height=\"215\" \/><\/a>CULTURA BANK<br \/>\nNorwegen<\/p>\n<p>2004: Kolonihagen Distribution &amp; Maaemo beginnt in Oslo ganz klein als Produzent und Hauslieferant \u00f6kologisch angebauter Fr\u00fcchte\/Gem\u00fcse &amp; Backwaren. Sie haben 10 Kunden und packen die K\u00f6rbe in der K\u00fcche. In 2007 er\u00f6ffnen sie ihre B\u00e4ckerei, 2009 ihr Caf\u00e9 und 2010 das Gourmet-Restaurant. CULTURA BANK finanziert das wachsende Unternehmen. In 2013 besitzen sie 1.300 Kunden, das Restaurant 2 Michelin Sterne.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/triodosbankhollanda.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3653\" alt=\"triodosbankhollanda\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/triodosbankhollanda.jpg\" width=\"173\" height=\"213\" \/><\/a>TRIODOS Bank<br \/>\nThe Netherlands\/Gro\u00dfbritannien Bristol<\/p>\n<p>Together ist ein Projekt von ehemaligen Strafgefangenen die nirgendwo einen Job bekommen. Dann kommt Jim auf die Idee der Community Interest Company, die in Auktionen abbruchreife H\u00e4user aufkauft, renoviert und wieder verkauft. TRIODOS BANK aus den Niederlanden war von Anfang an mit dabei und finanzierte den Start-Up der Firma, die nun in anderen Teilen Gro\u00dfbritanniens Nachahmer findet.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/centenarybankuganda.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3654\" alt=\"centenarybankuganda\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/centenarybankuganda.jpg\" width=\"169\" height=\"213\" \/><\/a>CENTENARY Bank<br \/>\nKampala, Uganda<\/p>\n<p>Mpanga Growers Tea Factory in West-Uganda ist seit der Unabh\u00e4ngigkeit in 1966 einer von vier fr\u00fcheren staatlichen Teeproduzenten. 1995 wurde der Teeproduzent privatisiert und alle Mitarbeiter konnten sich finanziell an ihr beteiligen. Dank der CENTENARY BANK und einem 7,5 Mio \u20ac Kredit ist Mpanga einer der gr\u00f6\u00dften Teeproduzenten Ugandas geworden und versorgt 4.700 Mitarbeiter in rund 800 Familien.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bracbankbangladesh.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3655\" alt=\"bracbankbangladesh\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/bracbankbangladesh.jpg\" width=\"173\" height=\"213\" \/><\/a>BRAC Bank \u2022 Bangladesh<\/p>\n<p>Mustafa Bepara produziert in Faridpur aus Kokosnussfazern Matratzen und Sofas. Mustafa ging bei seinem Onkel in die Lehre und lernte Handwerk, Gesch\u00e4ft, Management, die Suche und Pflege von Gesch\u00e4ftspartnern und -beziehungen. BRAC Bank half Mustafa seit 2006 mit mehreren Krediten und mit Fortbildung im DANIDA Business-To-Business Netzwerk. Seine Naturfasern ersetzen weithin Plastik und Schaumstoffe.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/firstgreenbankeua.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3656\" alt=\"firstgreenbankeua\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/firstgreenbankeua.jpg\" width=\"169\" height=\"213\" \/><\/a>FIRST GREEN BANK<br \/>\nFlorida USA<\/p>\n<p>King Grove (gegr\u00fcndet 1874) im Herzen Floridas ist ein b\u00e4uerlicher Betrieb in vierter Generation. Bisher im Zitrusfrucht-Anbau t\u00e4tig und in der Wohnungsbauentwicklung m\u00f6chte er in die nachhaltige Erzeugung von Orangen, Pfirsichen, Blaubeeren etc. investieren. FIRST GREEN BANK erh\u00e4lt seine Banklizenz einige Wochen nach Beginn der Finanzkrise 2008 und beginnt sofort mit der Finanzierung bis hin zu solarer Stromerzeugung.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vancitycanada.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3657\" alt=\"vancitycanada\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vancitycanada.jpg\" width=\"173\" height=\"213\" \/><\/a>VANCITY<br \/>\nVictoria, Britisch Columbia, Canada<\/p>\n<p>Finanziert dem Stamm der Songhees ein eigenes Gemeindezentrum mit Schule. Wo andere Banken bei der Kreditierung der 18 Mio. Dollar Baukosten einen R\u00fcckzieher machten, \u00fcberdachten die Banker von VANCITY und diskutierten f\u00fcnf Jahre alle Finanzierungsm\u00f6glichkeiten bis sie eine L\u00f6sung fanden, denn wo ein Wille ist bekanntlich auch ein Weg. Die R\u00fcckzahlung wird an zuk\u00fcnftige Steuerr\u00fcckzahlungen gekoppelt.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"box success  alignleft\" style=\"width:90%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/glsbank.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3658\" alt=\"glsbank\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/glsbank.jpg\" width=\"169\" height=\"201\" \/><\/a>GLS Bank<br \/>\nDeutschland<\/p>\n<p>Max G\u00f6bel wollte schon immer einen Kindergarten gr\u00fcnden und fand dann in der N\u00e4he von Berlin den J\u00e4gerhof, ein altes UNESCO Weltkulturerbe im Glienicke-Park. Da die GLS Bank Bildung, Kultur und Gesundheit ebenso finanziert wie \u00f6kologische Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Wohnprojekte, wurde man sich einig und der Umbau verwirklicht.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"clear\"><\/div><div class=\"author-info\"><img decoding=\"async\" class=\"author-img\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png\" alt=\"\" \/><div class=\"author-info-content\"><h3>About the author<\/h3>\n\t\t\tUwe Heitkamp, 53, Journalist und Filmemacher, ist seit 25 Jahren in Monchique, Portugal zuhause. Er unternimmt gern lange Wanderungen in den Bergen und schwimmt in Gebirgsb\u00e4chen und Seen. Schreibt und erz\u00e4hlt Geschichten \u00fcber Menschen und ihre Bez\u00fcge zur \u00d6kologie und \u00d6konomie. Sein aktueller Film \u201eErben der Revolution\u201c, erz\u00e4hlt \u00fcber 60 Minuten die Geschichte einer Wanderung durch Portugal. Zehn Menschen berichten aus ihrem Leben. Alle Protagonisten zusammen malen ein Bild vom Leben und Arbeiten in den Bergen Portugals. Der Film offenbart Einblicke in die Sch\u00f6nheit der Natur und das Leben der normalen Menschen. Welcher Weg bestimmt die Zukunft des Landes? (Abonnieren Sie ECO123 und sehen Sie den Film in der Mediathek)\n\t\t\t<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>People. Planet. Profit. Neue Banker braucht das Land. Wir n\u00e4hern uns dem Thema GELD aus der Luft. Im Klimakiller sitzend und wissend, dass jeder von uns beiden f\u00fcr diese Edition die Atmosph\u00e4re mit weiteren 1,2 Tonnen CO\u2082 anheizt, setzt der Airbus 320 aus Lissabon zur Landung in Berlin an. 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