{"id":55548,"date":"2018-04-02T20:06:31","date_gmt":"2018-04-02T19:06:31","guid":{"rendered":"https:\/\/eco123.info\/de\/?p=55548"},"modified":"2018-04-04T21:19:33","modified_gmt":"2018-04-04T20:19:33","slug":"denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/im-mittelpunkt\/denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun\/","title":{"rendered":"Denn sie wissen nicht, was sie tun"},"content":{"rendered":"<p>Die Fotos sind eindeutig. Zwei Mitarbeiter des Rathauses in Monchique verspritzen Herbizide auf \u00f6ffentlichen B\u00fcrgersteigen. Die beiden M\u00e4nner ahnen vielleicht, dass sie da etwas tun, was sie nicht tun sollten, denn sonst h\u00e4tten sie sich keine wei\u00dfen Vollk\u00f6rperanz\u00fcge \u00fcbergest\u00fclpt, keinen Mundschutz und auch keine Handschuhe. Sie sch\u00fctzen sich &#8211; wer aber sch\u00fctzt die Menschen, Pflanzen und Tiere?<\/p>\n<p>Als ich sie frage, warum sie das machen und ob sie wissen, was sie da tun, winken sie mich ver\u00e4rgert weg. Hauen Sie ab, rufen sie! Doch ich bleibe. Eine Mutter schiebt keine Viertelstunde sp\u00e4ter ihren Kinderwagen \u00fcber genau dieses Kopfsteinpflaster. Eine Katze, ein Hund, einige V\u00f6gel und vor allen Dingen Insekten kommen mit dem Gift in Ber\u00fchrung. Es wird mit dem n\u00e4chsten Regen tiefer in den Boden eindringen und gelangt auf diese Weise bis ins Grundwasser. Eigentlich sollte das Gift doch nur Gras und Moos zwischen den Steinen vernichten.<\/p>\n<p>Die meisten Einwohner des Dorfes, die gerade passieren, schauen hin und schnell wieder weg. Damit ist das Gift aus den Augen und auch wieder aus dem Sinn. Verdr\u00e4ngen ist eine g\u00e4ngige Methode, sich zu erleichtern. Was nicht sein kann, darf ja auch nicht sein. Das Gift aber versickert langsam und mit dem n\u00e4chsten Regen als kontaminiertes Wasser in die Kanalisation und ins Erdreich. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Bald sammelt es sich in den unterirdischen Wasserreserven des Dorfes. Wer hier ein Kind zur Welt bringt, bekommt nicht nur eine 500 Euro Pr\u00e4mie, sondern auch eine Prise eben jenes Giftes mit auf dem Weg ins Leben. Ist es dieses Wasser, das wir dann sp\u00e4ter trinken?<\/p>\n<p>Laut Umweltbeh\u00f6rde APA (Ag\u00eancia Portuguesa do Ambiente) existieren in Kontinental-Portugal 62 unterirdische Grundwasserleiter (Aquiferen). 2016 ergab die Auswertung einer f\u00fcnf Jahre dauernden Langzeitstudie, dass 55 dieser Aquiferen u.a. aufgrund industrieller Landwirtschaft (Ammoniumstickstoff und Nitrate), besonders aufgrund von Massentierhaltung, D\u00fcnge- und Spritzmitteln bereits kontaminiert sind.\u00b9 Ob genmanipuliertes Saatgut verwendet, ob k\u00fcnstlicher D\u00fcnger, ob mit Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden gespritzt wird, am Ende gelangt alles in unser Wasser.<\/p>\n<p>Achtsamkeit? Als klettere jemand mit einer S\u00e4ge auf einen Baum, setze sich auf einen Ast und s\u00e4gt ihn dann ab. Bye bye. Wer schon lesen kann, lese einmal die Beipackzettel eines Herbizides. Man k\u00f6nnte auch das Telefonbuch auswendig lernen. Es ist zwecklos, in der Schule lesen zu lernen und dann nicht zu erkennen, dass der Teufel MonSanto &amp; Co. hei\u00dft.<\/p>\n<div class=\"box info  alignleft\" style=\"width:100%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n<p>1 Quelle LUSA<br \/>\n&#8222;Mitten in der Trockenzeit hat der Umweltverband Zero die Qualit\u00e4t des portugiesischen Grundwassers untersucht und kam zu dem traurigen Schluss, dass nahezu das gesamte Grundwasservorkommen verschmutzt ist.<br \/>\nWeiterhin erkl\u00e4rt Zero, dass die schlechte Wasserqualit\u00e4t haupts\u00e4chlich auf intensive Land- und Viehwirtschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren ist und das Wasser f\u00fcr den Menschen ungenie\u00dfbar macht. Der Verband analysierte die von der Portugiesischen Umweltagentur (APA) bereitgestellten Daten in Bezug auf das Vorkommen von Ammoniumstickstoff und Nitraten im Grundwasser im Erfassungszeitraum von 2011 bis 2015 und fand dabei heraus, dass 55 von 62Grundwasservorkommen, \u00fcber die es Daten gibt, verschmutzt sind.\u201c (\u2026)<\/p>\n\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div class=\"tie-full-width-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-55533\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/04_sowamo-eucaliptos.jpg\" alt=\"eucaliptos monchique\" width=\"1280\" height=\"495\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/04_sowamo-eucaliptos.jpg 1280w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/04_sowamo-eucaliptos-768x297.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/div>\n<h2>Sehr durstig<\/h2>\n<p>Ein Reisender aus Lissabon besucht erstmals in seinem Leben Monchique. Er reist mit dem Zug von Lissabon nach Santa Clara\/Saboia. Vom Alentejo kommend, windet sich die Nationalstra\u00dfe 266 rund 20 km durch das Gebirge nach S\u00fcden. Rechts und links &#8211; soweit das Auge reicht \u2013 entdeckt er Eukalyptus Plantagen f\u00fcr die Papierindustrie. Viele Millionen neu gepflanzte Hybride auf Terrassen und an H\u00e4ngen, entziehen den B\u00f6den Wasser und N\u00e4hrstoffe. Das ist symp-<br \/>\ntomatisch in Bezug zur Wasserknappheit vor dem Sommer in vielen Gemeinden des S\u00fcdens. Die Situation ist kritisch bis dramatisch. Wen auch immer wir fragen, an eine solche D\u00fcrre kann sich niemand erinnern, weil es im Winter bisher immer ausgiebig geregnet hat. Keiner kam je auf den Gedanken, dass der Regen auch einmal ausbleiben k\u00f6nnte und keiner war jemals darauf vorbereitet.<\/p>\n<p>Monchique ist die einzige Gemeinde der Algarve, deren Schulen den Sensibilisierungs-Unterricht zum Thema\u201cUso eficiente de \u00e1gua\u201d der Wasserwerke \u201c\u00c1guas do Algarve SA\u201d schw\u00e4nzen. Man w\u00fc\u00dfte dann, da\u00df Eukalyptus mit seinen schnellwachsenden Tiefwurzeln alles Wasser aus den B\u00f6den saugt und es zu \u00d6l transformiert, welches wiederum ein effizienter Waldbrandbeschleuniger ist. Nicht der Eukalyptus wird gerodet, nein, ein Tankwagen des Zivilschutzes (Protec\u00e7\u00e3o C\u00edvil) bringt Trinkwasser vom Feuerwehr-Hydranten aus Caldas de Monchique zu den Gemeindezisternen nach Marmelete und Alferce. Denen ist das Wasser ausgegangen, sagen die Fahrer des Tankwagens. 76 Prozent des Waldes im Landkreis Monchique (396 km2, 6.045 Einwohner, 2011) bestehen aus Eukalyptus-Anpflanzungen. Das Thema ist seit vielen Jahren ein sehr kontroverses. Noch eine Frage, die den Reisenden bei der Fahrt nicht aus dem Kopf geht: falls es diesen Sommer hier wieder brennen sollte, woher nimmt die Feuerwehr das Wasser zum L\u00f6schen, wenn Trinkwasser bereits im Februar knapp wird? Kein \u00f6ffentliches Thema f\u00fcr die sozialistische Opposition im Rathaus von Monchique? B\u00fcrgermeister Rui Andr\u00e9, selbst Mitglied des Vorstandes der \u00c1guas do Algarve SA. wird sicherlich gute Antworten auf diese Frage haben. Ein ECO123 Gespr\u00e4ch zum Thema Wasser hatte er kurzfristig per sms abgesagt.<\/p>\n<div class=\"tie-full-width-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-55536\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/05_sowamo-semear-agua.jpg\" alt=\"sowamo semear agua\" width=\"1280\" height=\"804\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/05_sowamo-semear-agua.jpg 1280w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/05_sowamo-semear-agua-768x482.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/div>\n<h2>sowamo<br \/>\nWasser s\u00e4en?<\/h2>\n<p>In Monchique sind die Menschen stolz auf ihr gutes Quellwasser, das seit Jahrhunderten in den Bergen des s\u00fcdlichen Portugals lagert. Hier und da tritt es aus Quellen und aus dem Berg und unter Steinen hervor, die das geologisch und \u00f6kologisch wertvolle Gebirge \u00fcber viele Jahrhunderte aufbewahrte. Wasser ist ein wunderbares Geschenk der Natur. In den letzten Jahren jedoch hat sich das Leben etwas ver\u00e4ndert: das Klima, die Atmosph\u00e4re, das unbest\u00e4ndige Wetter, die Temperaturen und dann auch noch die Waldbr\u00e4nde. Das alles passt nicht mehr so richtig zusammen zu einer heilen Welt. Fr\u00fcher hatte es im Winter oft wochenlang ausgiebig geregnet, ist von \u00e4lteren Menschen heute noch oft zu h\u00f6ren. Wassernot? Gab es damals nicht! Doch das bisschen Regen der letzten Winter reicht nun kaum mehr aus, um die autarke Wasserversorgung aufrecht zu erhalten. Denn Monchique geh\u00f6rt zu den wenigen Kommunen Portugals, die sich noch zu mehr als 95 Prozent mit eigenem Trinkwasser versorgen. Doch im August 2017 endete diese jahrhundertealte Erfolgsgeschichte. In zwei von den drei Gemeinden, erst in Marmelete, dann sp\u00e4ter auch in Alferce, musste monatelang Trinkwasser mit dem Tankwagen des Zivilschutzes, Fassungsverm\u00f6gen 16.000 Liter &#8211; und das mehrmals am Tag &#8211; herangekarrt werden. Was nun, Herr B\u00fcrgermeister?<\/p>\n<p>Was seit vielen Jahren bef\u00fcrchtet wurde, ist nun also eingetreten. Selbst im Februar wird Wasser transportiert. Ob nun der regelm\u00e4\u00dfig ausgebliebene Regen einerseits und oder andererseits der exzessive Anbau von wasserfressendem Eukalyptus daf\u00fcr verantwortlich sind, kann gern an anderer Stelle diskutiert werden. Tatsache jedoch ist, auch wenn B\u00fcrgermeister Rui Andr\u00e9 das im Stadtrat und gegen\u00fcber der Presse noch bestreitet, Monchique hat ein Wasserproblem, selbst wenn es in der Zwischenzeit noch regnen sollte. Im Rathaus selbst wissen es alle. Es muss etwas geschehen, sonst wird es sehr eng in diesem Sommer. Und wo ein solches Problem auftritt, muss eine langfristige L\u00f6sung her. Da traf es sich gut, dass einige Jahre zur\u00fcck ein Team von Wissenschaftlern ihre Ideen vom \u201eWasser s\u00e4en\u201c erst im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch und dann als wissenschaftliche Arbeit auf den Schreibtisch des B\u00fcrgermeisters legen konnten. Denn das Projekt, das daraus erwuchs, brauchte schon einige Jahre, ehe es verwirklicht werden konnte. In 2015 war es dann so weit: endlich stand die Finanzierung und es konnte losgehen.<\/p>\n<p>Eigentlich wollte Rui Andr\u00e9 an dieser Stelle etwas zum Thema sagen. Dann aber sagte er das Gespr\u00e4ch ab und delegierte es an eine Mitarbeiterin seiner Verwaltung. SOWAMO sei ein multidisziplin\u00e4res Projekt zur Bew\u00e4ltigung von Umweltproblemen, die durch den Klimawandel verst\u00e4rkt werden, sagt die Umweltingenieurin (t\u00e9cnica) S\u00f3nia Gil gegen\u00fcber ECO123 und gibt am Donnerstagnachmittag dem 25. Januar eine kurze F\u00fchrung im Gel\u00e4nde. SOWAMO sei der gelungene Versuch, sieben Partner an einen Tisch zu bekommen. Das Rathaus von Monchique beauftragt die Firma Terra, Ambiente e Recursos H\u00eddricos Lda. aus Sacav\u00e9m 2015 mit der Planung des Projektes. Wissenschaftlich begleitet wird es sowohl von der Universit\u00e4t der Algarve (CCMAR) in Faro als auch von NIBIO, dem Norwegischen Institut f\u00fcr Bio\u00f6konomie in As, 30 km s\u00fcdlich von Oslo. Norwegen finanziert 85 Prozent des Projektes durch seinen Fond \u201eeea-grants\u201c (Island, Liechtenstein und Norwegen). Das sind 168.941,39 Euro. Und auch der \u201eFundo Portugu\u00eas do Carbono\u201c, \u00fcber den die Ag\u00eancia Portuguesa do Ambiente (APA) verf\u00fcgt, ist mit 29.813.19 Euro dabei. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 198 754.58 Euro.\u00b9<\/p>\n<p>Die Gemeinde Monchique, Besitzerin des Grundst\u00fcckes und Wasserschutzgebietes Relva do Carrapateiro, unter dem das Wasservorkommen mit seinen Aquiferen liegt, schreibt die Bauarbeiten am 17. November 2016 aus. Den Zuschlag erh\u00e4lt die Firma TECNOVIA, die am 9. M\u00e4rz 2017 mit den Erdbewegungsarbeiten beginnt. Auf die Frage, ob die am 26 April 2017 abgeschlossenen Bauarbeiten, die 88.261,49 Euro kosteten &#8211; unter anderem wurde ein 330 Meter langer, halboffener Kanals verbaut (siehe Karte) &#8211; bereits erste positive Resultate erbracht h\u00e4tten, entgegnet die Umweltingenieurin zur\u00fcckhaltend: das hinge sehr davon ab, wie viel Regen in diesem Fr\u00fchjahr noch fallen werde.<\/p>\n<p>Das Monchique-Gebirge ist eine von mehreren semi-trockenen Regionen S\u00fcdeuropas, hat seine eigenen Mikroklima, eigene Bergquellen, Wasserminen, Bohrl\u00f6cher und Aquiferen. Dazu z\u00e4hlt ein eigenes kommunales Trinkwasserleitungssystem von 126,6 km L\u00e4nge f\u00fcr 2.372 Haushalte. Diese verbrauchen rund 300.000 m3 Wasser im Jahr. Und seien wir mal ehrlich; der B\u00fcrgermeister verspricht sich durch vermehrten Natur-Tourismus gr\u00f6\u00dfere Prosperit\u00e4t. Die Gemeinde verbraucht auch deswegen bereits jetzt schon mehr Wasser als sie wirklich hat, trotz der Tatsache, dass immer mehr junge Einwohner in die St\u00e4dte wegziehen. Von SOWAMO verspricht man sich, die Wasserversorgung in den hei\u00dfen Sommermonaten zu verbessern, wenigstens zu stabilisieren. SOWAMO k\u00f6nne \u2013 falls wirklich mehr Wasser zur Verf\u00fcgung st\u00fcnde &#8211; die Flie\u00dfwasserkapazit\u00e4t im Sommer um einen Liter Wasser pro Sekunde (circa 80 m3 pro Tag) anheben, versprechen die Prognosen in den verschiedenen wissenschaftlichen Abhandlungen. Soweit die Theorie.<\/p>\n<p>An den Bergkuppen von F\u00f3ia (902m), \u00fcber denen w\u00e4hrend vieler Tage im Winter die Wolken tief h\u00e4ngen und sich abregnen, soll das \u201eWasser ges\u00e4t\u201c werden. Von der Aussaat versteht man viel in Monchique, ist es doch eine Region, die noch immer von ihrer Landwirtschaft lebt. Das Gel\u00e4nde auf dem SOWAMO installiert werden soll, liegt auf 800 H\u00f6henmetern \u00fcber dem Meeresspiegel. Hier kann von einem Moment zum anderen das Wetter umschlagen und eine Nebelwand sich abregnen. Wir betrachten den langen, halboffenen Kanal, der sich da durch die Wildnis schl\u00e4ngelt und der den Regen von den h\u00f6her gelegenen H\u00fcgeln ins tiefer gelegene Wasserschutzgebiet, zum Relva do Carrapateiro und ins Penedo do Buraco, umleiten soll. Die Wasserspeicherkapazit\u00e4t der dortigen Wasserminen und Aquiferen soll durch den Regenwasser-Kanal und durch Retentions- und Infiltrationsbecken verbessert werden. Das Ziel sei, die Wasserversorgung der Gemeinde Monchique in Zeiten des Klimawandels resilienter zu machen. Soweit, so gut.<\/p>\n<h3><div class=\"tie-full-width-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-55542\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/08_sowamo-1.jpg\" alt=\"Relva do Carrepateiro\" width=\"809\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/08_sowamo-1.jpg 809w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/08_sowamo-1-768x729.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 809px) 100vw, 809px\" \/><\/div><\/h3>\n<p><strong>Gew\u00e4sserschutz und biologische Vielfalt<\/strong><\/p>\n<p>Das f\u00fcnf Hektar gro\u00dfe \u201eRelva do Carrepateiro\u201c ist nicht nur ein wichtiges Wasserschutzgebiet im Monchique Gebirge, Waldbr\u00e4nde und extensive Forst- und Viehwirtschaft haben dem Grundst\u00fcck zugesetzt. Der Plan einer Wiederraufforstung mit heimischen B\u00e4umen und B\u00fcschen mit dem Ziel der Wiedererlangung von Biologischer Vielfalt sieht mindestens 12 Baum- und Pflanzenarten auf einem vergleichbaren Grundst\u00fcck vor, schreiben Francisco Leit\u00e3o und Alexandre Teodosio von der Universit\u00e4t der Algarve (CCMAR): u.a.<\/p>\n<p>\u2022 die Schwarzerle (Alnus glutinosa),<\/p>\n<p>\u2022 Nussbaum (juglans comun),<\/p>\n<p>\u2022 Esche (Fraxinus excelsior),<\/p>\n<p>\u2022 Steineiche (Quercus rotundifolia) und<br \/>\nKorkeiche (Quercus suber),<\/p>\n<p>\u2022 Olivenbaum (Olea europaea),<\/p>\n<p>\u2022 Ess-Kastanie (Castanea sativa);<\/p>\n<p>\u2022 schwarzer Holunder (Sambucus nigra);<\/p>\n<p>\u2022 Brombeeren (Rubus spec);<\/p>\n<p>\u2022 Efeu (hedera helix);<\/p>\n<p>\u2022 Wein (vitis spec) und die stechende Binse<br \/>\n(Juncus acutus).<\/p>\n<p>Doch bevor der erste Baum gepflanzt werden darf, braucht es einen Bepflanzungsplan vom lokalen Umweltverein A Nossa Terra, den der Stadtrat wiederum autorisieren muss. Die Umweltingenieurin Sonia Gil betont gegen\u00fcber ECO123, dass in unmittelbarer N\u00e4he zu den Wasserminen keine B\u00e4ume gepflanzt werden d\u00fcrfen. Das Gebiet geh\u00f6re zur Rede Natura 2000 und sei ein besonders sch\u00fctzenswerter Biotop.<\/p>\n<p>Die norwegischen Autoren des SOWAMO Projektes betonen gegen\u00fcber ECO123, die gro\u00dfen und langfristigen Speicherkapazit\u00e4ten von nat\u00fcrlichen Grundwassersystemen (Aquiferen) b\u00f6ten einen L\u00f6sungsansatz zu den Problemen, die durch den Klimawandel (nicht nur) in Monchique entstehen und bereits entstanden sind. Es ginge dabei um das stetige Wiederauff\u00fcllen der unterirdischen Wasserspeicher. Sie heben hervor, dass die strategische Bedeutung von Grundwasser f\u00fcr die globale Wasser- und Ern\u00e4hrungssicherheit sich aller Wahrscheinlichkeit nach unter dem Klimawandel noch verst\u00e4rken wird, da h\u00e4ufigere und intensivere Klimaextreme (D\u00fcrren und \u00dcberschwemmungen) die Variabilit\u00e4t von Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit und Oberfl\u00e4chenwasser erh\u00f6hten. Die Erwartungen in SOWAMO sind gro\u00df. Als Pilotprojekt besteht die Hoffnung, dass SOWAMO, bei verifizierbarem Erfolg an anderer Stelle wiederholt werden kann. Selbst wenn das Pilotprojekt vom Erfolg gekr\u00f6nt sein sollte, sind die akuten Wasserprobleme f\u00fcr die Gemeinden Marmelete und Alferce weiterhin ungel\u00f6st. Wasser ist ein Thema, das in diesem Jahr im Mittelpunkt aller Gespr\u00e4che steht.<\/p>\n<div class=\"box info  alignleft\" style=\"width:100%\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t\n\u00b9 = TARH &#8211; Terra, Ambiente e Recursos H\u00eddricos Lda. (Project promotor) www.tarh.pt<br \/>\nC\u00e2mara Municipal de Monchique (CMM) www.cm-monchique.pt<br \/>\nCentro de Ci\u00eancias do Mar da Universidade do Algarve (CCMar) www.ccmar.ualg.pt\/<br \/>\nsNorsk Institutt for Bio\u00f8konomi (NIBIO) www.nibio.no\/ und www.sowamo.eu<\/p>\n<p>\u00b2 =\u2026 \u201eNeben der Wiederauff\u00fcllung von Aquiferen wird erwartet, dass der Eukalyptus durch Kastanien im Bereich unmittelbar hinter den Aufladungsstrukturen ersetzt wird, da es sich um eine heimische und typische Flora von Monchique handelt. Die Substitution des Vegetationstyps wird die Nutzung von Grundwasser verringern, was die Wassereffizienz des Projekts verbessern wird\u2026\u201c<br \/>\nFonte\/Source\/Quelle : ADaPT, April 2017<\/p>\n\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<p><strong>Fazit einer Recherche:<\/strong><\/p>\n<p>Infelizmente, um ano ap\u00f3s o final das obras, o terreno continua a parecer um estaleiro. Arrancaram \u00e1rvores e arbustos para a constru\u00e7\u00e3o do canal, para os deixar ca\u00eddos no local. H\u00e1 duas quest\u00f5es em aberto:<\/p>\n<p>\u2022 Por que raz\u00e3o temos v\u00e1rios milhares de metros quadrados de eucaliptal no terreno da Relva do Carrapateiro, e porque n\u00e3o cortaram o eucalipto e arrancaram as ra\u00edzes, conforme previsto no programa ADaPT? O eucalipto n\u00e3o se coaduna com o cuidar das \u00e1guas subterr\u00e2neas.\u00b2<br \/>\nComo o terreno est\u00e1 abandonado h\u00e1 muitos anos, as silvas criaram um matagal que, entretanto, barra acessos importantes. Um problema em caso de inc\u00eandio. E&#8230;<\/p>\n<p>\u2022 Uma zona de prote\u00e7\u00e3o de \u00e1gua deveria ser regularmente mantida e protegida com uma veda\u00e7\u00e3o, para que a \u00e1gua, o recurso mais importante do planeta, se mantenha limpa. A ECO123 apurou tamb\u00e9m que a zona de prote\u00e7\u00e3o \u00e9 usada para pastoreio. O gado espalha chorume e bosta por todo o lado. Junto a uma das minas acumula-se \u00e1gua acastanhada, provocando um cheiro nauseabundo. Tamb\u00e9m h\u00e1 javalis a visitar o local. N\u00e3o \u00e9 este o aspeto que deve ter uma zona de \u00e1guas protegidas. A \u00e1gua \u00e9 um bem p\u00fablico escasso. Aqueles que est\u00e3o a implementar aqui um projeto que \u00e9 de louvar poderiam ter mais aten\u00e7\u00e3o para com a terra, a planta\u00e7\u00e3o e a \u00e1gua.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fotos sind eindeutig. 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