{"id":57094,"date":"2019-04-15T20:01:46","date_gmt":"2019-04-15T19:01:46","guid":{"rendered":"https:\/\/eco123.info\/de\/?p=57094"},"modified":"2019-10-02T23:00:46","modified_gmt":"2019-10-02T22:00:46","slug":"portugals-klimaheldinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/im-mittelpunkt\/portugals-klimaheldinnen\/","title":{"rendered":"Portugals Klimaheldinnen"},"content":{"rendered":"<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57050\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/mathildemaior-e1555082451812.jpg\" alt=\"mathilde maior Her\u00f3i em defesa do clima\" width=\"640\" height=\"391\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">Mathilde Mira Major, 25 Jahre alt, arbeitet Vollzeit im Teehaus \u00d3ch\u00e1l\u00e1 in Monchique. Sie hat ihren Abschluss in Theaterwissenschaft an der Universit\u00e4t \u00c9vora gemacht und ein besonderes Interesse f\u00fcr die Symbiose von Tanz und Theater entwickelt. Die Arbeit mit Madalena Victorino, im Kulkturprojekt \u201cLavrar o Mar\u201d, war ein H\u00f6hepunkt in ihrem Leben. Was ist ihr Transportmittel? Sie besitzt ein Auto, nutzt in j\u00fcngster Zeit jedoch den Zug f\u00fcr l\u00e4ngere Strecken. Bei ihrer Ern\u00e4hrung hat sie den Fleischkonsum drastisch reduziert, isst aber Fisch. Haupts\u00e4chlich kocht sie vegetarisches Essen, beeinflusst durch das Teehaus, in dem sie arbeitet.<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Die Reduzierung des Fleischkonsums ist eine Herausforderung, siehst du das positiv oder negativ? In Monchique wird vor allem Schweinefleisch gegessen&#8230;<br \/>\n<\/strong>Ich denke es geht hier eher um eine \u00c4nderung der Gewohnheiten. F\u00fcr mich ist es sogar angenehmer. Nat\u00fcrliche Nahrungsmittel sehen ansprechender aus &#8230; Vegetarisches Essen ist inzwischen attraktiv und schmeckt besser.<\/p>\n<p><strong>Gibt es einen eigenen Gem\u00fcsegarten?<br \/>\n<\/strong>Ja, wir haben einen kleinen Garten. Die Zitrusfr\u00fcchte und alle anderen Pflanzen, mit denen wir hier im \u00d3ch\u00e1l\u00e1 unsere Tees zubereiten, kommen aus Lagos. Dort haben wir auch einige Zeit verbracht, um zu lernen, wie wir einen kleinen Garten f\u00fcr uns anlegen k\u00f6nnen, in dem jetzt R\u00fcbstiel, Salat, Gr\u00fcnkohl, Tomaten und im Sommer Knoblauch und Radieschen wachsen.<\/p>\n<p><strong>Tr\u00e4ume\u2026?<br \/>\n<\/strong>Ich habe keine Kindertr\u00e4ume mehr, aber ich habe einige Ziele wie &#8222;terra a terra&#8220;, kleine Projekte im t\u00e4glichen Leben. Jeden Tag ein wenig diesem Projekt widmen, schreiben\u2026<\/p>\n<p><strong>Mathilde, was erwartest du vom 15. M\u00e4rz?<br \/>\n<\/strong>Das wird ein Tag wie jeder andere in Monchique. Die Sch\u00fcler werden ihre Klassenzimmer nicht verlassen, um gegen den Klimawandel zu protestieren.<\/p>\n<p><strong>Was erwartest du von den Politikern in Bezug auf das Thema Klima?<br \/>\n<\/strong>Nun, es gibt Debatten. Sie reden viel, aber ich denke, sie werden die Situation nicht wirklich ver\u00e4ndern. Ich bin etwas pessimistisch bez\u00fcglich des Klimawandels. Beispielsweise glaube ich, dass Temperaturen von 20 \u00b0 C im Februar und M\u00e4rz, wie wir sie zurzeit haben, zur Gewohnheit werden.<\/p>\n<p><strong>Du hast dich daf\u00fcr entschieden ein Jahr lang am KYOTO-Test teilzunehmen. Warum?<br \/>\n<\/strong>Ich war neugierig und m\u00f6chte meinen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck kennen. Das ist ein pers\u00f6nliches Anliegen. M\u00f6glichst wenig M\u00fcll zu produzieren und meinen CO2-Fussabdruck zu minimieren, ist mein erster Schritt.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57061\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Franka-Melissa-e1555084395278.jpg\" alt=\"Franka Melissa Her\u00f3is em defesa do clima\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">Franka Melissa Storz (23), in Lissabon geboren, lebte die ersten acht Jahre ihres Lebens mit ihren Eltern in Monchique, ging dann nach Deutschland und machte dort ihr Abitur. Sie kam vor zwei Jahren zur\u00fcck nach Portugal. Saudade \u2013 Heimweh. Ihr Vater, ein international bekannter Bildhauer, lebt seit vielen Jahren in Monchique. Sie lebt mit ihrem Freund in einer 4er-WG bei Alferce und ist Mitbegr\u00fcnderin des Caf\u00e9s Al-Faris<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<h3>Selbstversorger werden.<\/h3>\n<p><strong>Warum machst du bei KYOTO mit?<br \/>\n<\/strong>Mich beunruhigt der Klimawandel. Es ist viel zu hei\u00df. Ich habe das im letzten Jahr selbst miterlebt. Es f\u00e4ngt an zu brennen. Es war viel zu trocken. Es hat nicht genug geregnet. Man erf\u00e4hrt jeden Tag in den Nachrichten, was alles in der Welt so passiert. Das Eis schmilzt. Der Meeresspiegel steigt. Mir macht das Angst. Ich als Person kann da nicht viel machen. Ich kann nur meinen Konsum reduzieren, sei es beim Plastik, beim Fleisch, beim Autofahren und dem Spritverbrauch. Ich als einzelne Person allein kann den Klimawandel nicht stoppen. Ich kann nur dazu beitragen, f\u00fcr mich selbst, ihn zu verhindern, meine kleine Welt zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Eine gro\u00dfe Reise beginnt mit einem ersten kleinen Schritt\u2026<br \/>\n<\/strong>Ja, das meine ich. Ich gucke, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann. Deshalb nehme ich auch an KYOTO teil. Weil es mich interessiert. Weil ich wissen will, wie viel CO2 ich in diese Welt hinauspuste. Ich habe n\u00e4mlich keine Ahnung, wie viel das ist. Es hat mich neugierig gemacht.<\/p>\n<p><strong>Wer die Uhrzeit wissen will, schaut auf seine Uhr. Wer sein Gewicht \u00fcberpr\u00fcfen will, steigt auf eine Waage. Wer aber mehr \u00fcber seinen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck erfahren m\u00f6chte, ist aufgeschmissen. Daf\u00fcr gab es bisher kein Werkzeug. Nun ist es da. Du bekommst 3.000 kyotos und sollst damit ein Jahr lang auskommen.<br \/>\n<\/strong>Bin ich gespannt. Ich glaube, dass wir hier definitiv noch einiges machen k\u00f6nnen im Umweltschutz, vor allem in der regionalen Wirtschaft. Ich selbst bin Vegetarierin. Ich meine, in Monchique wird viel Gem\u00fcse lokal angebaut und das kann immer noch besser werden, auch ohne Spritzmittel. Wir m\u00fcssen uns anstrengen, dass das Unterholz des Waldes gepflegt wird und der Eukalyptus muss weg. Eukalyptus kommt leider immer wieder. Du f\u00e4llst ihn und er w\u00e4chst leider immer wieder nach. Eukalyptus nimmt uns das Wasser weg. Erst nach dem sechsten oder siebten Mal w\u00e4chst er nicht mehr nach. Das hat sich \u00fcber Jahrzehnte unglaublich ausgedehnt. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Wenn man auf seinem eigenen Land selbst anf\u00e4ngt, dem Eukalyptus die Wurzeln zu ziehen und eigenes Gem\u00fcse anbaut und nur noch B\u00e4ume pflanzt, die das Feuer nicht unterst\u00fctzen, sind wir auf dem richtigen Weg.<\/p>\n<p><strong>Wie stellst du dir dein Leben im Jahr 2030 vor?<br \/>\n<\/strong>Ich wohne in einer Gemeinschaft und stelle mir vor, gemeinsam einen Garten anzulegen. Wir haben gerade mit Salaten angefangen, mit Tomaten und Radieschen. Die kommen jetzt gerade. Das ist mein Ziel, dass ich mehr und mehr von meinem Garten lebe und weniger vom Konsum aus den Superm\u00e4rkten. Mein eigener Garten, meine eigenen H\u00fchner, die eigenen Eier. Fleisch esse ich nicht, aber ich m\u00f6chte mich mehr selbst versorgen.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57064\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/josecarlosmarques-e1555084860202.jpg\" alt=\"jose carlos marques Her\u00f3is em defesa do clima\" width=\"636\" height=\"511\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">Jos\u00e9 Carlos Costa Marques ist 73 Jahre alt, Lehrer der Sekundarstufe 2 im Ruhestand. Er studierte Philosophie, schrieb B\u00fccher und arbeitete als \u00dcbersetzer. Jos\u00e9 Carlos benutzt den \u00d6ffentlichen Personennahverkehr f\u00fcr seine Fahrten zwischen \u00c1guas Santas im Landkreis Maia und Porto. F\u00fcr ihn ist eine ausgewogene Ern\u00e4hrung wichtig: Getreide und Gem\u00fcse, etwas Fisch und sehr selten Fleisch.<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Was motiviert Sie, am KYOTO Spiel teilzunehmen?<br \/>\n<\/strong>Die M\u00f6glichkeit der Zusammenarbeit an einer Iniciative, die mir sehr interessant erscheint, obwohl ich mir noch nicht sicher bin, wie sie durchgef\u00fchrt wird. Aber in K\u00fcrze werde ich soweit sein. Ich bin der Meinung, dass Bewusstseinserweiterung und das Interesses am Thema des \u00f6kologischen Fussabdrucks insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel sehr wichtig und sehr n\u00fctzlich f\u00fcr alle ist. Ich habe mich eingeschrieben, auch um eine andere Wahrnehmung des \u00f6kologischen Fussabdrucks zu gewinnen oder dessen Handhabung.<\/p>\n<p><strong>In Bezug auf die Umwelt, welche Erwartungen haben Sie an die Politik?<br \/>\n<\/strong>Um ehrlich zu sein, denke ich, dass wir mehrere Jahrzehnte verschwendet haben d.h. die Art Druck von vielen Wissenschaftlern, insbesondere von Klima- und Umweltorganisationen und B\u00fcrgern an der Basis, die versuchten, Fortschritte zu erzielen und sich durchzusetzen. Die Beamten, mit kleinen Ausnahmen, die vorgeben, einverstanden zu sein, aber nicht viel tun. Ich sehe so etwas wie eine soziale und politische Dialektik des Stop-and-Go. Ich werde davon nichts mehr mitbekommen, aber meine Enkelkinder werden noch lange darunter leiden. Ich glaube nicht, dass es eine grundlegende L\u00f6sung gibt. Solange es die praktische und wirtschaftliche M\u00f6glichkeit der Nutzung fossiler Brennstoffe gibt, ist es f\u00fcr Staaten und Regierungen schwierig, auf die Bevorzugung von Unternehmen zu verzichten, die diese Art von Wirtschaftst\u00e4tigkeit aus\u00fcben.<\/p>\n<p><strong>Basierend auf dieser Dialektik, die Sie angesprochen haben, wie sehen Sie die kurz- und mittelfristige Zukunft?<br \/>\n<\/strong>Auf der einen Seite wird es einige Investitionen in Alternativen und in erneuerbare Energien geben, die aber in der Regel wohl eher von gro\u00dfen Unternehmen get\u00e4tigt werden, die bereits in der Vergangenheit mit fossilen Brennstoffen handelten, Mineral\u00f6lgesellschaften, Kohleabbau, Stromerzeuger, etc. Aber das wird den Klimawandel nicht aufhalten. Es wird immer st\u00e4rkere \u00dcberschwemmungen, mehr Orkane, mehr Klimainstabilit\u00e4t provozieren. Die Tendenz? Klimachaos. Wir werden uns in einer dauerhaften Instabilit\u00e4t einrichten m\u00fcssen. Ich glaube nicht, dass es kurzfristige L\u00f6sungen gibt. Auf der anderen Seite gibt es das Greenwashing. Alternative Entw\u00fcrfe werden pr\u00e4sentiert, die weiterhin negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Ein Beispiel ist das Elektroauto. Diese k\u00f6nnen zwar als weniger umweltsch\u00e4dlich angesehen werden, aber im Grunde \u00e4ndert sich nichts. Die Art, Autos zu bauen ist dieselbe innerhalb eines industriellen Prozesses, der zu sehr starken und negativen Auswirkungen f\u00fchrt. In Portugal stehen wir vor ernsthaften Problemen, die bisher kaum in der \u00d6ffentlichkeit Raum f\u00fcr Diskussionen erhielten, z.B. die Zerst\u00f6rung von Natur, durch die M\u00f6glichkeit zum Abbau von Lithium, was ein wichtiges Element f\u00fcr die Herstellung von Batterien der Elektroautos ist. Und wenn es daf\u00fcr keine andere technologische Option gibt, wird entsprechend Druck aufgebaut, um Tagebau zu betreiben, was mit gro\u00dfen negativen Auswirkungen auf die Umwelt verbunden sein wird. Elektroautos wollen umweltfreundlich sein. Das allerdings ist nur die eine Seite. Tats\u00e4chlich gibt es in einigen Bereichen, die im Visier von Unternehmen dieser Branche stehen, bereits erheblichen Widerstand.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57067\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/filomenacarmo-e1555086302149.jpg\" alt=\"filomena carmo Her\u00f3is em defesa do clima\" width=\"635\" height=\"526\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">Filomena Carmo ist 62 Jahre alt und Lehrerin im Ruhestand. Ihre Ausbildung in der Bildhauerei erhielt sie an der Fakult\u00e4t der Sch\u00f6nen K\u00fcnste in Lissabon. Ihr Lehrfach war die Kunst der Visuellen Bildung in der Mittelstufe. In ihrem Garten pflegt sie aromatische Kr\u00e4uter und verschiedene Tees. In ihrer Freizeit bet\u00e4tigt sie sich als Kunsthandwerkerin und lebt in Bar\u00e3o de S\u00e3o Jo\u00e3o im Landkreis Lagos. Ihr Transportmittel ist ein PKW mit Dieselantrieb. Sie ern\u00e4hrt sich haupts\u00e4chlich vegetarisch, isst selten Fisch oder Fleisch. <\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Was motiviert sie, am KYOTO Testspiel teilzunehmen?<br \/>\n<\/strong>Ich war mir immer bewusst, das die nat\u00fcrlichen Ressourcen unserer Erde begrenzt sind, deswegen m\u00fcssen wir wissen, wie man sie behutsam nutzt. Dar\u00fcber hinaus, war es mir schon immer ein Anliegen, ein gesundes und umweltfreundliches Leben zu f\u00fchren. Die Idee, meinen pers\u00f6nlichen Fussabdruck zu berechnen oder messen zu k\u00f6nnen und vor allem zu wissen, wie ich diesen reduzieren kann, hat mich sehr gereizt. Es ist die erste M\u00f6glichkeit, meinen pers\u00f6nlichen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck im t\u00e4glichen Leben messen zu k\u00f6nnen. Ich weiss nat\u00fcrlich, das ich mich einschr\u00e4nken muss. Angefangen an dem Ort an dem ich lebe, auf dem Land weit weg von der Stadt, aber auch die Eigenschaften meines Hauses, oder das Auto das ich besitze. Das alles sind Bedingungen, die es mir w\u00e4hrend des einj\u00e4hrigen Experimentes vielleicht nicht erlauben werden, viel CO2 zu reduzieren. Aber ich werde mein M\u00f6glichstes tun, unter diesen Bedingungen meine CO2 Emissionen in meinem t\u00e4glichen Leben zu verringern.<\/p>\n<p><strong>In Bezug auf die Umwelt, welche Erwartungen haben sie an die Politik?<br \/>\n<\/strong>Politiker zeigen sehr wenig R\u00fccksicht auf den Naturschutz oder den Schutz der biologischen Artenvielfalt. Zum Beispiel f\u00f6rdern Sie hier an der Algarve zunehmend den Anbau von Monokulturen, was zu einem exorbitanten Wasserverbrauch f\u00fchrt. Wir haben Orangen- und Avocadoplantagen, sogar hier in der N\u00e4he meines Wohnortes. Auch im Alentejo haben wir schon Monokulturen, Oliven- und Mandelplantagen mit einem enormen Wasserverbrauch. Oder mit anderen Worten, sie machen sich keine Gedanken um den Wasserverbrauch, k\u00fcmmern sich nicht um den Energieverbrauch mit der Beleuchtung in den St\u00e4dten und der Anzahl der verschiedenen Gl\u00fchbirnen, die sie benutzen. Sie machen sich keine Sorgen um die Sensibilisierung der Trennung bzw. das Recyling von M\u00fcll, oder den \u00dcberschuss an Verpackungen. Es ist beunruhigend, wenn wir in den Supermarkt gehen, wieviel Verpackungen wir mit nach Hause schleppen, gemessen an den Produkten die wir kaufen. Ich entdecke bei Politikern keine Sensibilit\u00e4t bei der Behandlung einer Reihe von Problemen im Allgemeinen, die dann zwangsl\u00e4ufig Folgen f\u00fcr den Klimawandel haben.<\/p>\n<p><strong>Welche Massnahmen halten sie f\u00fcr dringend erforderlich, die in die Praxis umgesetzt werden sollten?<br \/>\n<\/strong>Es gibt soviele Dinge und so viele Massnahmen, die einfach umzusetzen w\u00e4ren. Zum Beispiel haben wir hier an meinem Wohnort in unmittelbarer N\u00e4he solche monokulturellen Avocadoplantagen, die hier im Landreis Lagos entstanden sind. Es sind hunderte von Hektar und das ist beunruhigend. Wie genehmigt man solche Projekte? Die Projekte werden sogar noch subventioniert und f\u00fchren zu einem exorbitanten Wasserverbrauch. Es ist unglaublich, wieviele Plantagen Wasser aus demselben unterirdischen Grundwasserreservoir verbrauchen. Es ist erstaunlich, dies heutzutage zu sehen wo Monate an der Algarve vergehen, ohne dass es regnet. Dar\u00fcber hinaus wird fast alles exportiert. Es ist der Transport mit den daraus resultierenden CO2-Emissionen von der Bef\u00f6rderung nach der Ernte bis zum Zielort. Sie k\u00f6nnten so viele Ma\u00dfnahmen umsetzen, angefangen bei mehr Achtsamkeit in Genehmigungsverfahren und den Subventionen f\u00fcr etwas v\u00f6llig Falsches, bei dem sie alles roden was bereits seit hundert Jahren auf dem Land existiert, nur um diese Monokulturen umzusetzen.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57070\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/josepaulocarraca-e1555086620846.jpg\" alt=\"jose paulo carraca Her\u00f3is em defesa do clima\" width=\"640\" height=\"295\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">\n<p>Jos\u00e9 Paulo Carraca (62), Informatiker, Lissabon<br \/>\n\u201cWeniger arbeiten und gl\u00fccklicher sein\u201d<br \/>\n<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Welche Dinge begeistern dich und f\u00fcllen normalerweise deine Tage?<br \/>\n<\/strong>Ich habe Wirtschaft studiert und mich dann mit Informatik besch\u00e4ftigt. Ich war Pilates-Ausbilder und bin zertifizierter Akupunkteur. Ich habe Freude am Wissen. Auch schon vor der Geburt meiner beiden T\u00f6chter habe ich immer versucht, weniger als acht Stunden am Tag zu arbeiten. Lange Arbeitszeiten beschr\u00e4nken unsere M\u00f6glichkeiten. Abgesehen von Menschen in sehr schwierigen wirtschaftlichen Situationen, w\u00e4re es den meisten leicht m\u00f6glich, weniger zu arbeiten und dadurch gl\u00fccklicher zu sein. Sobald der Mensch mit der Realit\u00e4t der Umweltzerst\u00f6rung konfrontiert wird, muss er sein Konsumverhalten ver\u00e4ndern. Und dann wird es auch einfacher, gl\u00fccklicher zu sein und weniger zu arbeiten. Auch wenn mir gef\u00e4llt, was ich tue &#8211; ich ging nie zur Arbeit und sagte &#8222;ah!&#8220; (lacht)<\/p>\n<p><strong>Woher kommt deine Sorge bez\u00fcglich der Umwelt?<br \/>\n<\/strong>Ich denke die ist universell. Niemand sch\u00e4digt das eigene Haus, bringt es in Unordnung oder benutzt die K\u00fcche als Toilette &#8230;! Wie kommt es, dass unser Planet, unser gemeinsames Zuhause in einem solch verwahrlosten Zustand ist? Es bedarf keines gro\u00dfen intellektuellen Niveaus oder einer bestimmten Weltanschauung, um sehen zu k\u00f6nnen, was hier passiert.<\/p>\n<p><strong>Was macht dich dabei am traurigsten oder \u00e4rgert dich am meisten?<br \/>\n<\/strong>Als \u00d6konom st\u00f6rte mich am meisten, dass die \u00d6konomen sich immer herzlich wenig um Wissenschaft und Realit\u00e4t gek\u00fcmmert haben. Die 500-seitigen \u00d6konomielehrb\u00fccher sprechen oft von &#8222;Externalit\u00e4ten&#8220;. Wenn eine Person eine Schweinefarm betreibt und f\u00fcr die Kosten der Beseitigung des von ihr dadurch verursachten Schadens (z.B. G\u00fclle, Exkremente, Gesundheit etc.) nicht aufkommen muss, werden diese von anderen bezahlt werden m\u00fcssen. Diese Kosten haben keinen Einfluss auf den Preis des Produkts, das verkauft wird, aber sie existieren trotzdem. Im Januar gab es eine fantastische Nachricht &#8211; die wichtigste seit 50 Jahren: 27 Nobelpreistr\u00e4ger aus dem Bereich Wirtschaft sowie mehrere Spitzen\u00f6konomen sagen jetzt, dass wir eine CO2-Steuer ben\u00f6tigen. Diese sollte schrittweise eingef\u00fchrt werden, bis die zuvor genannten \u201eExternalit\u00e4ten\u201c bei den Produktpreisen Ber\u00fccksichtigung finden. Wenn wir den Preis f\u00fcr Strom festlegen, der aus Kohle oder Erd\u00f6lerzeugnissen produziert wird oder den Steuersatz f\u00fcr ein Produkt, das von weither kommt, so wird dieser wesentlich h\u00f6her ausfallen. Diejenigen Staaten, die diese Regel anwenden, werden enorme Haushalts\u00fcbersch\u00fcsse erzielen und dadurch Gefahr laufen, in eine Rezession abzurutschen. Und hier hat die Cr\u00e8me de la Cr\u00e8me der Welt\u00f6konomen einen \u00e4u\u00dferst interessanten Vorschlag: Dieses Geld muss zu gleichen Teilen an jeden B\u00fcrger zur\u00fcckgegeben werden \u2013 und erf\u00fcllt so einen Teil des Traums vom Bedingungslosen Grundeinkommen. Das ist die gro\u00dfe Hoffnung auf ein Ende der Sklaverei in Lohnarbeit.<\/p>\n<p><strong>Wenn du die Welt von morgen entwerfen k\u00f6nntest, wie w\u00fcrde sie aussehen?<br \/>\n<\/strong>Wir sind schon so viele in dieser kleinen Welt, wir m\u00fcssen uns verstehen und d\u00fcrfen nicht meinen, die einzigen zu sein die in der Lage sind, zwischen Gut und B\u00f6se unterscheiden zu k\u00f6nnen. Viel von der Wut, die wir zum Beispiel in Bezug auf Trump und Bolsonaro sehen entsteht, weil es immer auch um politische Korrektheit geht. Es gibt immer die Rechte der einen und die der anderen Seite. Ich kann der Meinung sein, es d\u00fcrfte keinen Stierkampf geben und gehe eben nicht hin. Aber es kann mir auch durchaus bewusst sein, dass es grausam ist, ein Tier dort leiden zu lassen und trotzdem bin ich nicht gegen den Stierkampf. Es ist an der Kommune zu entscheiden, ob sie das will &#8211; oder auch nicht. Dann bleiben als Veranstaltungsorte nur noch Santar\u00e9m und Beja. Aber die Regierung kann uns nicht einfach vorschreiben das eine oder andere zu akzeptieren. Ich glaube, dass wir im Dialog in B\u00fcrgerversammlungen zu besseren Einsichten und Ergebnissen kommen, als wenn unsere Demokratie auf einen blo\u00dfen Wahlwettbewerb reduziert ist.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57073\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/fatimateixeira-e1555087528244.jpg\" alt=\"fatima teixeira Her\u00f3is em defesa do clima\" width=\"640\" height=\"564\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">F\u00e1tima Teixeira, (54) ist eine von 100 Teilnehmerinnen am KYOTO Testspiel und versucht, ihren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck auf 3.000 kg CO2 zu beschr\u00e4nken. <\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Was ist dein pers\u00f6nlicher und beruflicher Hintergrund?<br \/>\n<\/strong>Ich wurde in Porto in eine Arbeiterfamilie mit drei Kindern hineingeboren und habe sp\u00e4ter Geologie studiert. Neun Jahre lang habe ich als Marine-Geologin im Institut f\u00fcr Geologie und Bergbau in Lissabon gearbeitet, wo ich vor allem wissenschaftliche Untersuchungen von Schiffen aus machte. In dieser Zeit lernte ich viele Umweltinitiativen und die Ideen von biologischer Landwirtschaft kennen, und mein Interesse an der Umwelt wuchs. Ich wollte meine eigene Nahrung anbauen, was aber mit dem Stadtleben nicht zu vereinbaren war. Eines Tages sagte meine Chefin, ich solle mit meiner Doktorarbeit f\u00fcr Geologie anfangen. In diesem Moment merkte ich, dass ich an einem Scheideweg angekommen war: entweder investierte ich noch mehr Zeit in etwas, f\u00fcr das mir das Interesse abhanden gekommen war &#8211; oder ich begann etwas Neues. Und so entschied ich mich daf\u00fcr. Es war ein enormer Wechsel. Ich gab das Stadtleben ebenso auf wie mein gutes Einkommen, meine Konsumgewohnheiten, meine Karriere und zog auf einen Biohof in Ferreira do Alentejo.<\/p>\n<p><strong>Wie war das Leben dort?<br \/>\n<\/strong>V\u00f6llig anders. Ich baute meine eigene Nahrung an und verkaufte die \u00dcbersch\u00fcsse jedes Wochenende an die organische Genossenschaft in Lissabon. Es war eine neue Welt f\u00fcr mich. Wie ein durstiger Schwamm sog ich alle Informationen rund um \u00d6kologie und Umwelt auf. Besonders Saatgutautonomie wurde meine Leidenschaft, und zusammen mit zwei anderen Farmerfreunden gr\u00fcndete ich das erste landesweite Saatgut-Netzwerk Portugals. Etwas sp\u00e4ter wurde ich eingeladen, die Umweltolympiade zu koordinieren, einen gro\u00dfen Umweltwettbewerb f\u00fcr weiterf\u00fchrende Schulen in ganz Portugal, von der Studiengruppe \u201cEstudos Ambientais de Escola Superior de Biotecnologia\u201d der katholischen Universit\u00e4t von Porto. F\u00fcnf Jahre lang hatte ich das Privileg, mich ganz mit Umweltthemen zu besch\u00e4ftigen: Kompost, Recycling, Abfall, \u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck, Konsum usw. Es war eine sehr gute Zeit, die Gruppe war radikal und viel weiter als andere Initiativen dieser Zeit.<\/p>\n<p><strong>Warst du gl\u00fccklich?<br \/>\n<\/strong>Ja und nein. Nach f\u00fcnf Jahren, wieder in einer gro\u00dfen Stadt stellte ich fest, dass ich wieder aufs Land und ges\u00fcnder leben will. So kam ich 2006 nach Tamera im Alentejo, wo ich seitdem lebe. Was mich an Tamera \u00fcberzeugte, war das Konzept eines \u00d6kodorfs, besonders die Forschung \u00fcber Wasser, Energie, Lebensmittelautonomie. Und diese Bereiche sind seither auch stark in mir gewachsen. Inzwischen lebe ich im n\u00e4chsten Dorf, f\u00fcnf Kilometer von Tamera entfernt. Was mir daran nicht gef\u00e4llt ist, dass ich jeden Tag aufs Auto angewiesen bin. Aber ich m\u00f6chte eine Alternative finden. Mein Traum ist es, endlich Fahrradfahren zu lernen.<\/p>\n<p><strong>Was sind deine Erwartungen an das KYOTO-Spiel?<br \/>\n<\/strong>Ich kenne schon meinen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck und hoffe, mit weniger als 3.000 Kyotos zu leben. Ich vermute, dass ich ein paar Gewohnheiten ver\u00e4ndern muss. Das Autofahren zum Beispiel.<\/p>\n<p><strong>Was glaubst du, ist deine gr\u00f6\u00dfte Klima-S\u00fcnde?<br \/>\n<\/strong>Meine Liebe f\u00fcr K\u00e4se und Eier, und manchmal esse ich auch Fleisch. Nahrung und Mobilit\u00e4t haben die gr\u00f6\u00dften Auswirkungen aufs Klima.<\/p>\n<p><strong>Wenn du nun daran arbeitest, deinen pers\u00f6nlichen Klima-Impakt zu verringern, gleichzeitig aber in einem System lebst, f\u00fcr dessen Aufrechterhaltung unglaublich viel CO2 erzeugt wird, wie siehst du den Widerspruch zwischen der Arbeit am Systemwechsel und der Arbeit am pers\u00f6nlichen Lebensstil?<br \/>\n<\/strong>Beides geh\u00f6rt zusammen. Wir k\u00f6nnen nicht von der Industrie fordern, fordern, Umweltstrategien umzusetzen, wenn wir sie nicht selbst in unserem eigenen Leben akzeptieren. Aber das allein reicht nicht, wir m\u00fcssen gleichzeitig die Politik beeinflussen. Die gro\u00dfen Produzenten und Umweltverschmutzer m\u00fcssen angegangen werden.<\/p>\n<p><strong>Welche Herausforderungen siehst du f\u00fcr Portugal?<br \/>\n<\/strong>Portugal hat gro\u00dfe Hausaufgaben vor sich, beginnend mit der Energieproduktion. Mit Tamera war ich im langen Kampf gegen die \u00d6lbohrungen involviert. Portugal muss mehr in alternative Energiequellen investieren und die furchtbare Idee, vor der K\u00fcste nach \u00d6l und Gas zu bohren, komplett fallen lassen. Wir m\u00fcssen ebenso die Monokulturen, die Agrarindustrie und die industrielle Tierhaltung beenden. Ihr Beitrag zur Verschmutzung von Boden und Wasser ist dramatisch. Und das mit EU-Geldern zu finanzieren, ist schlicht absurd. Ein gro\u00dfes Thema ist Wasser: In einem Land, das so stark vom Klimawandel betroffen ist, wo es Jahr f\u00fcr Jahr weniger regnet, haben wir immer noch nicht die notwendige Ver\u00e4nderung zu nachhaltigem Wassermanagement vollzogen. Immer noch wird in Staud\u00e4mme und zentralisierte Wasserversorgung investiert. Dass zum Beispiel der Alqueva-Staudamm das Trinkwasser f\u00fcr den ganzen Alentejo bereitstellen soll, ist eine v\u00f6llig falsche Entscheidung. All diese Systeme produzieren zu viel CO2, dabei gibt es viele Alternativen. Wir sollten die EU-Gelder in einer Weise nutzen, die weder das Klima zerst\u00f6rt noch die nat\u00fcrlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57076\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/isabelcorreia-e1555088266171.jpg\" alt=\"isabel correia Her\u00f3is em defesa do clima\" width=\"640\" height=\"519\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">\n<p>Isabel Correia, 45, K\u00fcnstlerin, Lissabon<br \/>\n\u201cDie Superreichen und M\u00e4chtigen packt die Angst\u201d<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.isabelcorreia.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.isabelcorreia.com<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Welche Talente hast du in deinem Leben entwickelt und umgesetzt?<br \/>\n<\/strong>Ich bin K\u00fcnstlerin und Zeichenlehrerin. Ich habe viele Workshops veranstaltet und als Museumsf\u00fchrerin im Museu do Oriente gearbeitet. Seit 18 Jahren bin ich praktizierende Buddhistin. Die Frage der Selbsterkenntnis, des Strebens nach Freiheit ist f\u00fcr mein Leben von zentraler Bedeutung. In den letzten zwei Jahren habe ich das Projekt Upaya Ambiente entwickelt, das dem Upaya Zen Center angeschlossen ist, einem Zentrum f\u00fcr Meditation und bewusste Lebensf\u00fchrung. Es wurde aus dem Impuls heraus geboren, \u00d6kologie nicht nur zuhause zu betreiben, sondern mich mehr bei Aktionen in kollektiven Organisationen zu engagieren. Ich nehme gerne an \u00d6ko-Treffen teil, an Demonstrationen f\u00fcr Klimaschutz &#8230;<\/p>\n<p><strong>Was macht dich traurig, oder emp\u00f6rt dich in deiner Umwelt?<br \/>\n<\/strong>Die schwerwiegendsten Ursachen aller Krisen \u00f6kologischer, wirtschaftlicher und sozialer Natur, sind Gier, Egoismus und Habsucht. Es gibt Menschen, die so extrem egoistisch und blind in Bezug auf andere und ihre Umwelt sind&#8230; Sogar die M\u00e4chtigen und Reichen selbst werden Opfer ihrer eigenen Falle. Wenn die Welt untergeht, kann nichts und niemand sie davor sch\u00fctzen mitgerissen zu werden. Extrem rechtsgerichtete L\u00e4nder, sind das Ergebnis tiefer Angst. Diese mit Verm\u00f6gen, Geld und Macht gestopften Menschen, sind von Angst erf\u00fcllt. Angst bedeutet enormes Leid.<br \/>\nDie Ignoranz gegen\u00fcber der Natur und die Gleichg\u00fcltigkeit angesichts des Leidens anderer machen traurig. Aber ich erkenne auch, dass ich da keine Ausnahme bin. In meinem Umfeld gehe ich so oft an schwierigen Situationen \u2013 die ich nicht sehen will &#8211; vorbei. Das Wegsehen ist ein Charakterzug des Menschen. Auch in Bezug auf den Klimawandel.<\/p>\n<p><strong>Die Verleugnung&#8230;<br \/>\n<\/strong>Wir Menschen verleugnen unseren eigenen Tod. Das ist ein Thema, dem sich die meisten in der heutigen westlichen Gesellschaft nicht stellen. Wir kultivieren auch keine Vorbereitung auf den Tod. Wie gehen wir mit dem kollektiven, massenhaften Tod aller Menschen um? Wir leugnen, werden w\u00fctend, resignieren oder verzweifeln.<\/p>\n<p><strong>Woher nimmst du deine Energie, Flugbl\u00e4tter zu verteilen und aktiv zu sein?<br \/>\n<\/strong>Das waren zwei sehr intensive Jahre im Upaya Ambiente. Das Gef\u00fchl der Dringlichkeit gab mir Adrenalin und ich war energiegeladen! Ich wirkte wie eine Marionette, deren F\u00e4den von etwas Unbekanntem gezogen wurden. Das war die Angst, glaube ich. Unser Leben steht auf dem Spiel &#8230; Ich bin vor f\u00fcnf Jahren Mutter geworden und f\u00fchle mich verbunden mit allen Menschen, die Kinder haben. Es geht darum, dass unsere n\u00e4chste Generation keine Zukunft mehr hat. Da wirst du entweder depressiv oder bekommst die Kraft, etwas zu tun! Ich versuche zu verbinden, was mir wichtig ist: Dharma, \u00d6kologie und Kunst.<\/p>\n<p><strong>Wenn du die Welt von morgen gestalten k\u00f6nntest, wie w\u00fcrde sie aussehen?<br \/>\n<\/strong>Wenn wir Menschen unser immenses Potenzial und unsere wahre Natur erkennen, stellen wir fest, dass wir uns in einem Beziehungsfluss befinden und keine stabilen und unabh\u00e4ngigen Einheiten sind &#8211; Habsucht, Zorn und Probleme werden dann alle verschwinden. Der Buddhismus glaubt, dass alle Wesen dieses Potenzial haben und Gesellschaften und Gemeinschaften mit den Grundwerten der Zusammenarbeit und des Teilens aufgebaut werden k\u00f6nnen. Ich stelle mir Vielfalt in Kultur und \u00c4sthetik vor. Die Erde als ein lebendiges f\u00fchlendes Wesen, das Respekt, Achtung und F\u00fcrsorge verdient und nicht l\u00e4nger endlos ausgebeutet wird.<br \/>\nWir haben wirklich nur sehr wenig Zeit. 12 Jahre f\u00fcr eine radikale Ver\u00e4nderung. Diese Krisensituation stellt eine unmittelbare Gefahr dar, ist aber gleichzeitig eine einzigartige Chance f\u00fcr die Menschheit endlich \u201cerwachsen\u201d zu werden. Wir befinden uns sozusagen in der Pubert\u00e4t. Wir wollen nur Unterhaltung und Sinnesfreuden. Wir m\u00fcssen aufwachen und endlich erwachsen werden!<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57080\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Joa\u0303o-Oliveira-e1555151977452.jpg\" alt=\"Joa\u0303o Oliveira em defesa do clima\" width=\"640\" height=\"314\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">\n<p>Jo\u00e3o Oliveira (41), Gr\u00fcnder von MushMore, Lourinh\u00e3.<br \/>\n\u201cMit der Natur arbeiten\u201d<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mushmore.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.mushmore.net<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Welche Dinge inspirieren dich? Womit hast du dich in der letzten Zeit besch\u00e4ftigt?<br \/>\n<\/strong>Ich bin mittendrin, auf eine Farm in der Algarve umzuziehen, f\u00fcr die ich einen Pachtvertrag ausgehandelt habe. Die Idee dabei ist, Modelle f\u00fcr das Zusammenspiel menschlicher Aktivit\u00e4t, Nahrungsmittelproduktion und Naturschutz zu entwickeln. Jeder tut das, was er in seinem Bereich tun kann\u2026 mir geht es um den Schutz wildlebender Arten und die Erholung der Best\u00e4nde portugiesischer autochthoner Rassen von H\u00fchnern, Ziegen und Schafen. Dass wir so viele Br\u00e4nde haben, liegt zum Teil daran, dass es Tiere nur noch in den Massentierzuchtbetrieben gibt. Das f\u00fchrt zu einem Wald ohne vertikale Schichtung. Im Wald &#8211; der kein Wald mehr ist, sondern eine Industrie &#8211; w\u00e4chst der Eukalyptus nach dem Schneiden in die Breite, so dass eine gro\u00dffl\u00e4chige horizontale Kontinuit\u00e4t entsteht, die das Feuer f\u00f6rdert. Dies ist nicht der Fall, wenn es nat\u00fcrliche Pflanzenfresser gibt, deren Bestand von Raubtieren reguliert wird.<br \/>\nIn den Koexistenzmodellen zwischen Menschen und \u00d6kosystem brauchen wir keine Pestizide, denn die V\u00f6gel fressen die Insekten, und es gibt auch Reptilien und Amphibien. Anstelle der blauen Kugeln der D\u00fcngemittelindustrie sorgt der Tierbestand mit schwarzen Kugeln f\u00fcr wunderbaren Naturd\u00fcnger. Wir brauchen keine Herbizide, weil wir G\u00e4nse haben und nicht einmal Traktoren, denn die H\u00fchner machen diese \u00fcberfl\u00fcssig. Ich spreche von einem Lebensprojekt, dessen Ziel es ist mit all der Technologie, dem \u00fcberlieferten Wissen und den aktuellen Kenntnissen den Optimalzustand zu erreichen, den wir vielleicht vor 200 bis 300 Jahren in der Landwirtschaft hatten.<br \/>\nAuf akademischem Gebiet mache ich zurzeit meinen Master im Fachbereich Management, Konsolidierung und nat\u00fcrliche Ressourcen. Mit einem Team der Hochschule f\u00fcr Agrarwissenschaften f\u00fchren wir die Umweltsanierung im M\u00fcndungsgebiet des Flusses Muge durch.<\/p>\n<p><strong>Beruflich warst du auch schon im Journalismus t\u00e4tig\u2026<br \/>\n<\/strong>Ich habe einen Bachelor in Soziologie gemacht. Danach verlief mein Leben wie bei vielen anderen auch mit Jobs in Caf\u00e9s bis zur Arbeit an Tankstellen. Dann bekam ich die Gelegenheit als Fotojournalist f\u00fcr ein Tourismus- und Umweltmagazin zu arbeiten. In Deutschland war ich im Bereich Unternehmenskommunikation t\u00e4tig. Ein Unternehmen, das Pilzkulturen und Pilzimpfstoffe f\u00fcr die Lebensmittelindustrie herstellt, bot mir einen Job in Holland an. Durch einen Zufall kam ich dort dann auch mit der Laborarbeit in Ber\u00fchrung und wurde Labortechniker im Bereich Mykologie. Sp\u00e4ter kehrte ich heim nach Portugal und gr\u00fcndete die MushMore-Kooperative.\u2028Das Fachgebiet Mikrobiologie befand sich noch in der Anfangsphase und die Bedeutung des Bodens f\u00fcr Erhalt, Schutz und Entwicklung von Agroforstsystemen war weitgehend unbekannt. Dann kam die Gr\u00fcndung von Ecolu\u00e7\u00e3o in Zusammenarbeit mit dem Projekt Regenerar und im Austausch mit Verb\u00e4nden und Bewegungen, die nach den Br\u00e4nden entstanden sind. Angeboten werden Dienstleistungen in den Bereichen Umweltsanierung und Rehabilitation von Produktionsfl\u00e4chen, die unter dem Grundsatz \u201emit der Natur\u201c erfolgen und somit alle Anstrengungen und Ausgaben gespart werden, die verschwendet w\u00fcrden, wenn gegen sie gearbeitet wird.<\/p>\n<p><strong>Woher kommt dein Interesse an der \u00d6kologie?<br \/>\n<\/strong>In Deutschland hatte ich sehr unter einer riesigen Entt\u00e4uschung zu leiden, die zu einem Herzinfarkt f\u00fchrte, an dem ich fast gestorben w\u00e4re. Normalerweise gibt es da keinen Weg zur\u00fcck. Meine \u00dcberlebenschance lag bei nur 0,0001% und ich hatte enormes Gl\u00fcck, jetzt davon erz\u00e4hlen zu k\u00f6nnen. Das hat mein Leben radikal ver\u00e4ndert. Diese \u201eNahtoderfahrung\u201c offenbarte mir die Bedeutung der \u00d6kologie. Es ist, als w\u00fcrdest du das Gesicht der Sonne sehen, das Rauschen des Meeres h\u00f6ren und den Wind mit einer gewaltigen Geschwindigkeit f\u00fchlen. Das hat mich gepr\u00e4gt.\u2028Fr\u00fcher, als ich an einem Erasmusprogramm teilnahm und allein auf einen Berg in den Alpen kletterte, h\u00e4tte ich darin den pantheistischen Moment der Entstehung des Bewusstseins gesehen.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57083\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/karenwhittenandstudents-e1555152530461.jpg\" alt=\"karen whitten and student Her\u00f3is em defesa do climas\" width=\"640\" height=\"402\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">Karen Whitten ist 51 Jahre alt, kommt aus Schottland und ist Direktorin der Internationalen Schule Aljezur, in der sie auch unterrichtet. Sie hat einen Abschluss in Management und Betriebswirtschaft, wohnt in der N\u00e4he von Bar\u00e3o de S\u00e3o Miguel, in der Gemeinde Vila do Bispo und f\u00e4hrt einen Benziner. Ihre Ern\u00e4hrung ist vorwiegend vegetarisch, gelegentlich isst sie Fleisch.<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Was hat Sie zur Teilnahme am Spiel KYOTO motiviert?<br \/>\n<\/strong>Als ich davon erfahren habe, wurde mein Interesse geweckt, vor allem, weil ich neugierig war und wissen wollte, wie gro\u00df mein \u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck ist. Ich f\u00fcrchte jedoch, aller Wahrscheinlichkeit nach, negativ \u00fcberrascht zu werden. Im Wesentlichen m\u00f6chte ich meinen aktuellen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck kennen. Durchaus auch zur F\u00f6rderung meiner eigenen Kenntnisse und haupts\u00e4chlich, um eine h\u00f6here Sensibilit\u00e4t f\u00fcr meine Gewohnheiten und die daraus folgenden Auswirkungen bez\u00fcglich der CO2-Emossionen zu erlangen.<\/p>\n<p><strong>Welche Erwartungen haben Sie in Bezug auf die Umwelt an die Politik?<\/strong><br \/>\nIch bin eine ewige Optimistin. Alle Politiker befinden sich zurzeit in einer Art Ausnahmezustand, denke ich. Aktuell durchleben wir verr\u00fcckte Zeiten, aber ich bin Optimistin. Siehe beispielsweise Donald Trump. Mir scheint, dass die Menschen, die heutzutage Machtpositionen innehaben, neben der Pflege ihres Egos noch viele andere Spielchen treiben, ohne die Interessen und Bed\u00fcrfnisse des Volkes zu ber\u00fccksichtigen. Wie die britischen Politiker beispielsweise mit dem Brexit umgehen, ist schrecklich. Das britische Parlament hat k\u00fcrzlich \u2013 im Februar &#8211; \u00fcber den Klimawandel gesprochen und es war nach zwei Jahren das erste Mal, dass dieses Thema im Parlament behandelt wurde, was f\u00fcr mich etwas besch\u00e4mend ist. Aber ich glaube, dass die Zukunft etwas Gutes bringen kann. Wenn solche verr\u00fcckten Menschen an der Macht sind wird, denke ich, etwas passieren, eine Art Revolution, kein blutiger Krieg, aber m\u00f6glicherweise werden dann die j\u00fcngeren Generationen die Macht \u00fcbernehmen und versuchen, die Fehler, die wir bisher gemacht haben, auszugleichen.<\/p>\n<p><strong>Welche Aktivit\u00e4ten in Bezug auf die Umwelt haben Sie in Ihrer Schule umgesetzt?<br \/>\n<\/strong>Wir machen viele Dinge und entwickeln mehrere Projekte in diesem Sinne. Wir versuchen, unseren Sch\u00fclern die enorme Bedeutung des Schutzes und der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts unserer Umwelt bewusst zu machen. Die Landwirtschaft spielt in unserer Schule eine grundlegende Rolle. Wir haben einen Garten, in dem wir Gem\u00fcse anbauen, das die Sch\u00fcler selbst pflanzen, wachsen sehen, w\u00f6chentlich ernten und das dann in unsere Nahrungskette gelangt. Es vermittelt ihnen das Wissen, wie Produkte wachsen und sich entwickeln, von der Aussaat vor Ort, bis sie auf unseren Tisch kommen. In der Tat ist die Landwirtschaft ein fester Bestandteil unseres Schulprogramms. Wir stehen auch in st\u00e4ndigem Kontakt mit einer Person in Syrien, die dort eine Schule leitet, f\u00fcr die wir finanzielle Mittel gesammelt haben. Wir unterst\u00fctzen Schulprojekte und Sch\u00fcler in Kenia. F\u00fcr uns ist es wichtig, dass Kinder sich nicht nur ihrer direkten Umgebung, sondern auch dem Weltgeschehen bewusst sind.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div style=\"margin-top:20px; margin-bottom:20px;\" class=\"divider divider-solid\"><\/div>\n<div class=\"two_third\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-57086 size-full\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/margherittaallegre-e1555154061845.jpg\" alt=\"margheritta allegre Her\u00f3is em nome do clima\" width=\"638\" height=\"508\" \/><\/div><div class=\"one_third last\">Margherita Allegro ist 30 Jahre alt. Sie arbeitet in einem Lebensmittelgesch\u00e4ft, ist Ayurveda-Masseurin und hat einen Master in Pharmazie. Ihr Transportmittel ist das Fahrrad und gelegentlich das Auto (Diesel). Sie lebt in der Stadt Tavira und ist Vegetarierin.<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><strong>Was hat Sie zur Teilnahme am Spiel KYOTO motiviert?<br \/>\n<\/strong>Haupts\u00e4chlich m\u00f6chte ich meinen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck besser wahrnehmen und verstehen. Und auch, weil ich seit meiner Kindheit wie besessen bin, zu erkennen, was ich dazu beitragen kann, die Natur so gut wie m\u00f6glich zu erhalten und wie ich meine Umwelt im Wesentlichen im Gleichgewicht halten kann. Mir bot sich diese M\u00f6glichkeit und ich fand eine Teilnahme interessant, weil ich dabei lerne, meine Gewohnheiten besser wahrzunehmen und somit mein t\u00e4gliches Leben verbessern kann.<\/p>\n<p><strong>Welche Erwartungen hast du in Bezug auf die Umwelt an die Politik?<br \/>\n<\/strong>Ich hoffe, dass die Politiker mehr Investitionen und Ressourcen f\u00fcr die Wiederaufforstung von L\u00e4ndern im Allgemeinen t\u00e4tigen werden. Beginnend in Portugal, weil es mehrere Regionen gibt, die von Versteppung bedroht sind. Dass sie ihren Standpunkt \u00e4ndern und die Eukalyptusmonokultur aufgeben, mehr in das Pflanzen von einheimischen B\u00e4umen investieren und auch die B\u00fcrger dazu motivieren, mehr dieser B\u00e4ume anzupflanzen. Auf internationaler Ebene sollten sie die Menschen auf die Notwendigkeit des Umweltschutzes aufmerksam machen, daf\u00fcr sorgen Plastikverpackungen abzuschaffen, aber auch den Fleischkonsum und die Verschwendung von Lebensmitteln sowie die Emission von Gasen in die Atmosph\u00e4re zu reduzieren. Dass sie gr\u00f6\u00dfere Investitionen in den \u00f6kologischen Landbau und vor allem in der Familienwirtschaft f\u00f6rdern und mehr auf kleine Produzenten setzen.<\/p>\n<p><strong>Warum hast du dich als Italienerin entschieden in Portugal zu leben?<br \/>\n<\/strong>Ich bin nach Portugal gekommen, weil es ein sehr ruhiges Land ist. Zurzeit lebe ich allein, was f\u00fcr mich in meiner momentanen Lebensphase die beste Option ist. Hier f\u00fchle ich mich sicher, was in Italien nicht der Fall ist. Au\u00dferdem f\u00fchle ich mich in Portugal wohl und empfinde die Empathie der hiesigen Bev\u00f6lkerung als sehr angenehm.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reduzierung des Fleischkonsums ist eine Herausforderung, siehst du das positiv oder negativ? In Monchique wird vor allem Schweinefleisch gegessen&#8230; Ich denke es geht hier eher um eine \u00c4nderung der Gewohnheiten. F\u00fcr mich ist es sogar angenehmer. Nat\u00fcrliche Nahrungsmittel sehen ansprechender aus &#8230; Vegetarisches Essen ist inzwischen attraktiv und schmeckt besser. 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