{"id":57124,"date":"2020-04-28T20:01:44","date_gmt":"2020-04-28T19:01:44","guid":{"rendered":"https:\/\/eco123.info\/de\/?p=57124"},"modified":"2020-04-29T10:42:41","modified_gmt":"2020-04-29T09:42:41","slug":"global-denken-lokal-handeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/portugal-de\/interviews\/global-denken-lokal-handeln\/","title":{"rendered":"Global denken. Lokal handeln."},"content":{"rendered":"<p>ECO123 traf V\u00edtor Aleixo (64 Jahre), B\u00fcrgermeister von Loul\u00e9, um 8.45 Uhr im Rathaus. W\u00e4hrend er auf dem Flur auf uns zukommt, zieht er einen Schl\u00fcsselbund aus seiner Tasche, sucht nach dem richtigen Schl\u00fcssel, \u00f6ffnet die gro\u00dfe T\u00fcr und bittet uns in sein B\u00fcro. Wir m\u00f6chten wissen, wie es m\u00f6glich ist, ein politisches Gleichgewicht zwischen Tourismus\u00f6konomie und Klimawandel zu halten.<\/p>\n<p><strong>Herr B\u00fcrgermeister, was muss ein Politiker tun, um Vertrauen in das demokratische System zu st\u00e4rken?<br \/>\n<\/strong>Ein Politiker muss Grunds\u00e4tze und ethische Werte einhalten, die den Menschen und die Umwelt respektieren \u2013 das ist eine extrem wichtige Voraussetzung in der heutigen Zeit. Er muss an diese Prinzipien glauben und sie mit gro\u00dfer \u00dcberzeugungskraft vertreten, geduldig aber auch sehr hartn\u00e4ckig sein. Gegenw\u00e4rtig ist die Demokratie mit gro\u00dfen Schwierigkeiten konfrontiert, weshalb es mir umso wichtiger scheint, an den ihr zugrundeliegenden Werten und Prinzipien festzuhalten und sie so zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Ist KONTINUIT\u00c4T f\u00fcr Sie ein wichtiges politisches Kriterium?<br \/>\n<\/strong>Ja, nichts f\u00e4ngt bei null an. Die Zivilisation ist viele tausend Jahre alt. Um verantwortungsvoll regieren zu k\u00f6nnen, muss man eine klare Vorstellung von historischen Zeitr\u00e4umen haben und diese einordnen k\u00f6nnen. In der t\u00e4glichen Aus\u00fcbung unserer Funktionen haben wir es mit unterschiedlichen Zeitr\u00e4umen zu tun. Wenn wir nicht in der Lage sind, zwischen kurzen, mittelfristigen und langen Zeitr\u00e4umen zu differenzieren und unsere Handlungen und Interaktionen darauf abzustimmen, fehlt uns der wesentliche Realismus, den ein guter Politiker haben muss.<br \/>\nIch bin schon sehr lange in der Politik und habe mich bereits in meiner Jugend daf\u00fcr interessiert. Politik bedeutete damals aber eher theoretische Betrachtung und Reflektion \u00fcber die Praxis. In meiner konkreten Lebensrealit\u00e4t finden sich letztendlich all die Werte und Prinzipien, die ich viele Jahre lang, w\u00e4hrend meiner akademischen Ausbildung erworben habe. Und dann hat auch die Kultur in meiner Familie immer eine Rolle gespielt.<\/p>\n<p><strong>Haben wir noch Zeit, die Situation der Erderw\u00e4rmung auf globaler und auch lokaler Ebene der Gemeinde Loul\u00e9 zu verbessern?<br \/>\n<\/strong>Wenn wir \u00fcber den Klimawandel sprechen, k\u00f6nnen wir die Gemeinde Loul\u00e9 nicht vom Rest der Welt trennen. Es handelt sich um ein schwerwiegendes Ph\u00e4nomen, dessen Auswirkungen immer schneller an Intensit\u00e4t zunehmen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass die derzeit stattfindende Ver\u00e4nderung von uns Menschen verursacht ist. Es gibt unterschiedliche Perspektiven, aber heute leugnet fast niemand mehr, dass sich das Klima \u00e4ndert und diese Ver\u00e4nderung von uns Menschen hervorgerufen wurde und wird.<\/p>\n<p><strong>Im Beginn der industriellen Revolution, dem technischen Fortschritt und einem galoppierenden Ressourcenverbrauch der Wirtschaft, liegen auch die Ursachen f\u00fcr den anthropogenen Klimawandel, dessen Auswirkungen wir heute erleben.<br \/>\n<\/strong>Wenn Sie mich fragen, ob wir noch Zeit haben, eine Katastrophe und eine sehr traurige und \u00e4u\u00dferst besorgniserregende Zukunftsvision abzuwenden, so m\u00f6chte ich glauben ja, das geht. Ich muss an das \u00dcberleben der Menschheit glauben, um Zuversicht zu haben und mein ganzes Handeln danach ausrichten zu k\u00f6nnen. Das Leben auf unserem Planeten wird weitergehen &#8211; er braucht die Menschen nicht, um noch viele, viele, vielleicht Millionen Jahre weiter zu existieren<br \/>\nOb uns die Zeit noch reichen wird? Ich gebe zu, dass ich da pessimistisch bin \u2013 sogar ziemlich pessimistisch, wenn ich an all diese Dinge denke, wenn ich dar\u00fcber reflektiere, weil mich dieses Thema nicht losl\u00e4sst &#8230; das Klimaproblem ist etwas, das mich bei meiner Arbeit t\u00e4glich begleitet. In Anlehnung an die Worte eines italienischen Philosophen, w\u00fcrde ich sagen, dass mein Denken pessimistisch ist, mein Handeln jedoch von Optimismus gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-60313\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit2.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit2.jpg 650w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit2-24x15.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit2-36x23.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit2-75x47.jpg 75w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p><strong>Aus historischer Sicht m\u00fcssen wir unser heutiges Verhalten nahezu komplett \u00e4ndern, oder wir laufen Gefahr die Grundlagen f\u00fcr unser Leben zu zerst\u00f6ren. Welche Aufgabe kommt einem B\u00fcrgermeister bei dieser Ver\u00e4nderung zu und was muss anders gemacht werden?<br \/>\n<\/strong>Nun, wir alle wissen, dass die Fragen global sind, die Antworten jedoch nicht. Gro\u00dfe internationale Foren, die normalerweise Staatsoberh\u00e4upter und renommierte Wissenschaftler zusammenbringen, zeigen wie schwierig es ist, einen Konsens f\u00fcr Ziele zu finden, die alle akzeptieren und diese dann auch praktisch umzusetzen. Ich m\u00f6chte noch einmal an die beim Gipfeltreffen in Rio proklamierte Leitlinie erinnern. Dort wurde klar, wie schwierig es ist, auf globaler Ebene einen Konsens aller Akteure zu erreichen, wenn es um so wichtige Themen wie die Ver\u00e4nderung unseres Lebensstils geht. Deshalb haben wir hier das Prinzip: global denken, lokal handeln. Hier zeigt sich die Rolle des B\u00fcrgermeisters: vor Ort ist es m\u00f6glich, Gewohnheiten zu \u00e4ndern, es ist m\u00f6glich unsere Lebensvision zu \u00e4ndern, interessante Neuerungen einzuf\u00fchren, die die Welt ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<br \/>\nIch bin von meinem Tun absolut \u00fcberzeugt und glaube, dass die Gemeinde Loul\u00e9 auf lokaler Ebene &#8211; mit den von uns eingeleiteten politischen Ma\u00dfnahmen &#8211; einen sehr wichtigen Beitrag leisten kann. Wenn dieses Vorgehen Schule machen w\u00fcrde und die Menschen das Problem nicht weiter ignorieren w\u00fcrden, w\u00e4re das ein wichtiger Schritt zur Rettung der Welt.<\/p>\n<p><strong>Auf hiesiger lokaler Ebene hat der Monat mit guten Nachrichten f\u00fcr den Planeten begonnen. Das sogenannte Immobilienprojekt Campingplatz Quarteira in einem der wichtigsten Feuchtgebiete der Region, das in der Vergangenheit vom Rathaus bef\u00fcrwortet worden war, wurde jetzt mit Hinweis auf den Klimawandel gestoppt. Was hat sich ge\u00e4ndert, was hat zu den Bedenken des Gemeinderats gef\u00fchrt?<br \/>\n<\/strong>Nun, dieses Projekt war bisher ein konkreter Vorschlag zur Urbanisierung mit einem sehr hohen Bauindex (0,7%) und entspricht einem Fl\u00e4chennutzungsindex, den wir im Zentrum von Loul\u00e9 haben. F\u00fcr einen Bereich, bei dem es sich um ein Naturgebiet mit vielen alten Schirmpinien handelt &#8211; wir sprechen von zweihundertdrei\u00dfig Hektar -, treffen wir hier vorbeugende Ma\u00dfnahmen, obwohl das Immobilienprojekt eine wesentlich kleinere Fl\u00e4che in Anspruch nehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dies geschieht im Rahmen der \u00dcberarbeitung des PDM (Kommunaler Fl\u00e4chennutzungsplan) und f\u00fcr dieses Gebiet gibt es verschiedene Vorschl\u00e4ge. Das Gesetz erlaubt uns, den Bauindex von 0,7% auf 0,2% zu senken und den Investor anzuweisen, die Besiedlungsdichte des in diesem Gebiet geplanten Projekts entsprechend anzupassen. So entsteht ein Gleichgewicht. Einerseits werden die Interessen der Investoren, die gesetzlich zur Nutzung der Immobilie berechtigt sind gesch\u00fctzt, denn die Gemeinde hat den zul\u00e4ssigen Index nicht von 0,7% auf 0%, sondern von 0,7% auf 0,2% reduziert. Somit haben wir eine sehr niedrige Besiedlungsdichte, die aber trotzdem die Rentabilit\u00e4t f\u00fcr den Investor nicht gef\u00e4hrdet. Gleichzeitig garantieren wir den Schutz des \u00f6ffentlichen Interesses und in diesem Fall den Erhalt der biologischen Vielfalt unter Anwendung \u00f6kologischer Wertma\u00dfst\u00e4be in den Feuchtgebieten, die in einer K\u00fcstenregion extrem wichtig sind, weil ihnen eine Schl\u00fcsselrolle beim Erhalt des Gleichgewichts in unserem \u00d6kosystem zukommt. Daher bieten wir dem Investor eine ausgewogene L\u00f6sung an, bei der ein akzeptabler Kompromiss zwischen seinen Interessen und einer zukunftsorientierten Fl\u00e4chennutzung erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n<p><strong>Ist es leicht, &#8222;NEIN&#8220; zu sagen und die Immobilienbranche zu bremsen?<br \/>\n<\/strong>Nein, leicht ist das nicht. Ganz im Gegenteil, es ist sehr schwer.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-60316 alignleft\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit4.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit4.jpg 350w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit4-18x24.jpg 18w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit4-26x36.jpg 26w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit4-34x47.jpg 34w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/>Warum?<br \/>\n<\/strong>Weil f\u00fcr viele Unternehmer heute noch die Vorstellung herrscht, dass Entwicklung grenzenlos sei und wir endlos einer Logik der wirtschaftlichen Expansion ohne jegliches Limit folgen k\u00f6nnten. Doch wir alle haben l\u00e4ngst begriffen, dass die Natur physische Grenzen hat. Je fr\u00fcher wir diese erkennen, desto eher handeln wir, um Gleichgewichte zu bewahren und der menschlichen Spezies damit etwas Gutes zu tun. Wachstum muss und darf nur nachhaltiges Wachstum sein und das bedeutet, Ressourcen haben zu m\u00fcssen, die wiederverwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnten wir noch einen Schritt weiter gehen und beispielsweise dieses Gebiet zur lokalen Schutzzone deklarieren oder das \u00f6kologische und \u00f6ffentliche Interesse noch st\u00e4rker sch\u00fctzen?<br \/>\n<\/strong>Ich m\u00f6chte Ihnen nicht vorenthalten, dass viele Menschen das gerne s\u00e4hen und mir dies auch so angetragen wird. Wir leben aber schlie\u00dflich in einem demokratischen Rechtsstaat, in dem es in unserer Verfassung verankerte Rechte gibt. Ein Politiker muss immer in diesem rechtlichen Rahmen handeln und das tue ich auch. Eine Gesellschaft, die sich nicht an Gesetze und Regeln h\u00e4lt, w\u00e4re meiner Meinung nach nicht funktionsf\u00e4hig.<br \/>\nHier handelt es sich um einen Kompromiss, der durch eine genaue Analyse der \u00f6rtlichen Situation gefunden wurde und den es jetzt durchzusetzen gilt.<\/p>\n<p><strong>Dieses Recht hat bekanntlich die Betonisierung der Algarvek\u00fcste erm\u00f6glicht &#8230; Der PDM f\u00fcr Loul\u00e9 wurde 2007 ausgesetzt, als w\u00e4hrend der Regierungszeit von Jos\u00e9 S\u00f3crates, in einem gesch\u00fctzten Waldgebiet in Quinta do Lago, der Bau eines F\u00fcnf-Sterne-Hotels genehmigt wurde. Das ist \u00fcber zehn Jahre her. Denken Sie, dass sich das Bewusstsein auf politischer Ebene ver\u00e4ndert?<br \/>\n<\/strong>Das Umweltbewusstsein der Menschen nimmt rapide zu und viele haben erkannt, dass wir entweder ein Gleichgewicht zwischen der menschlichen Spezies und ihrer nat\u00fcrlichen Umwelt herstellen m\u00fcssen oder ansonsten auf eine Katastrophe zusteuern werden. Immer mehr Menschen wird das klar. Und das macht es Politikern wie mir leichter. Weil Gesetze und Rechtsrahmen, abh\u00e4ngig von Protagonisten und politischen Akteuren, oft sehr unterschiedlich ausgelegt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sie haben von einer m\u00f6glichen Katastrophe gesprochen. Was bedeutet der Klimawandel f\u00fcr Loul\u00e9 und f\u00fcr die Algarve? Was steht konkret auf dem Spiel?<br \/>\n<\/strong>Lokalen Beh\u00f6rden, B\u00fcrgern, Familien und Unternehmen muss bewusst sein, dass wir mit einem globalen Problem, das ausnahmslos alle betrifft, konfrontiert sind \u2013 n\u00e4mlich dem Problem, an die nat\u00fcrlichen Grenzen zu sto\u00dfen. Entweder wir ziehen in unserem gegenw\u00e4rtigen Wirtschaftssystem &#8211; das f\u00fcr die Zerst\u00f6rung der Natur verantwortlich ist &#8211; die Notbremse oder, nun ja &#8230; oder wir gehen alle in eine Zukunft mit immensen Problemen, wie dem Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels, von dem hunderte St\u00e4dte auf der ganzen Welt bedroht sind. Es wird noch h\u00e4ufiger verheerende Br\u00e4nde geben, extreme und l\u00e4nger anhaltende D\u00fcrren, in denen das lebensnotwendige Wasser knapp wird, &#8230;<\/p>\n<p>Dieses Zukunftsszenario wurde von vielen Wissenschaftlern schon vor Jahrzehnten vorausgesagt, deren Hinweisen auf die dringende Notwendigkeit einer \u00c4nderung jedoch kein Geh\u00f6r geschenkt wurde. Es ist erschreckend, aber wahr! Die Menschen m\u00fcssen sich endlich im Klaren dar\u00fcber sein, dass sie ihr Verhalten dringend \u00e4ndern m\u00fcssen, oder aber was auf sie zukommt, wird in der Tat sehr erschreckend sein.<\/p>\n<p><strong>Fangen wir also bei uns an?<br \/>\n<\/strong>Genau!<\/p>\n<p><strong>Jeder Fu\u00dfabdruck z\u00e4hlt. Das hei\u00dft, die Emissionen eines jeden Menschen &#8230; Die Menschheit w\u00e4chst jeden Tag &#8211; wir sind jetzt etwa 7,7 Milliarden Menschen auf der Welt &#8211; und wir geben t\u00e4glich mehr CO2 ab und verbrauchen mehr Ressourcen. Fangen wir bei uns an. Wir m\u00fcssen unseren Fu\u00dfabdruck kennen. Kennen Sie Ihren Herr B\u00fcrgermeister?<br \/>\n<\/strong>Ich kenne meinen CO2-Fussabdruck nicht. Aber ich kann Ihnen mitteilen, dass ich schon seit Jahren kleine Beitr\u00e4ge zur Reduzierung meines \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks leiste.<\/p>\n<p><strong>Wie viele Fl\u00fcge pro Jahr kommen bei Ihnen zusammen?<br \/>\n<\/strong>Ein paar. Aber ich esse beispielsweise sehr wenig Fleisch. Hier in Loul\u00e9 gehe ich zu Fu\u00df zur Arbeit und nachhause. Wenn es dann \u00f6ffentlich bereitstehende Fahrr\u00e4der gibt \u2013 was bald der Fall sein wird \u2013 werde ich auch Fahrrad fahren. Wenn fr\u00fcher Dienstreisen nach Lissabon n\u00f6tig waren, fuhren die Fachkr\u00e4fte in einem und der B\u00fcrgermeister in einem anderen Wagen. Das ist vorbei! Jetzt bleibt ein Fahrzeug hier und wir fahren alle zusammen in meinem Wagen. Leider habe ich noch kein elektrisches Fahrzeug, denn die derzeit zur Verf\u00fcgung stehende Technologie erlaubt es noch nicht, mehrere Stunden unterwegs zu sein, ohne die Batterien nachladen zu m\u00fcssen. Wenn dem nicht so w\u00e4re, h\u00e4tte ich schon l\u00e4ngst ein Elektroauto. Man kann auch im Alltagsleben kleine Beitr\u00e4ge leisten: Wie Sie sehen, brennt in meinem B\u00fcro zurzeit kein Licht.<\/p>\n<p><strong>Das wird ja auch gerade nicht gebraucht.<br \/>\n<\/strong>Genau. Und ich wirke in diesem Sinne auch auf die eine oder andere Art und Weise, manchmal vielleicht sogar fast manisch, auf meine Mitmenschen ein: Das Licht soll ausgeschaltet sein, wenn es nicht gebraucht wird, Computermonitore sind nachts auszustellen. Bei mir zuhause fange ich das Wasser morgens in einem kleinen Beh\u00e4lter auf, bis es warm aus dem Wasserhahn kommt, um es dann sp\u00e4ter f\u00fcr die Toilettensp\u00fclung zu nutzen oder die Pflanzen auf dem Balkon meiner Wohnung damit zu gie\u00dfen.<br \/>\nDiese Einstellung ist mir sehr wichtig, und ich m\u00f6chte sie auch jeden Tag durch beispielhaftes Handeln vermitteln. Ich denke, kleine Gesten dieser Art geh\u00f6ren definitiv auch zum Umgang mit dem Klimawandel.<\/p>\n<p><strong>Dieser Bewusstseinswandel braucht Zeit.<br \/>\n<\/strong>Es braucht Zeit, denn das geht nicht von einem Tag auf den anderen. Vielen Leuten fehlt noch das Verst\u00e4ndnis. Gestern Abend traf ich auf einer schwierigen turbulenten B\u00fcrgerversammlung hunderte von Leute. Es ging um die Einrichtung eines Radwegs in Quarteira. Damit wollen wir denjenigen, die bereits ein entsprechendes Umweltbewusstsein entwickelt haben die M\u00f6glichkeit geben, das Auto gegen das Fahrrad zu tauschen, um auch in den St\u00e4dten mobil sein zu k\u00f6nnen. Das ist erst der Beginn eines umfassenderen Plans. Aber Hunderten von B\u00fcrgern &#8211; motiviert von der Sozialdemokratischen Partei (PSD), die bereits drei Erkl\u00e4rungen gegen den Radweg abgegeben hat und sich das mangelnde Umweltbewusstsein der Menschen zu Nutze macht &#8211; fehlt daf\u00fcr das Verst\u00e4ndnis. Das war eine sehr schwierige und komplizierte Situation, weil ich eine zukunftsorientierte Politik verfolge, die bei vielen Leuten auf Widerstand st\u00f6\u00dft.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Haben Sie eine Idee, warum die PSD und Teile der Bev\u00f6lkerung keinen Radweg wollen? Wurden Ihnen die Gr\u00fcnde genannt?<br \/>\n<\/strong>Der Hauptgrund ist wohl, dass es sich um eine sehr gro\u00dfe r\u00e4umliche Ver\u00e4nderung handelt: Von einem Tag auf den anderen wandelt sich das Stadtbild f\u00fcr die B\u00fcrger erheblich. Da dies f\u00fcr die Leute neu und ungewohnt ist, reagieren sie nat\u00fcrlich ablehnend. Durch die Schaffung des Fahrradweges wird die f\u00fcr Autos und Busse verf\u00fcgbare Fl\u00e4che von zwei Fahrbahnen auf eine stark eingeschr\u00e4nkt. Das Auto, das bisher in der Stadt absolute Priorit\u00e4t genoss, muss sich jetzt den Raum mit anderen Verkehrsmitteln teilen, weil dies f\u00fcr die Sicherheit der Menschen und f\u00fcr ihre Lebensqualit\u00e4t notwendig ist. Die Autofahrer werden gezwungen, wesentlich langsamer zu fahren, wodurch L\u00e4rm und Luftverschmutzung signifikant reduziert werden. Es ist ein neuer Ansatz im Bereich urbaner Mobilit\u00e4t, eine nachhaltige Mobilit\u00e4t, die den B\u00fcrgern guttut, einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Mit diesem Schritt beginnt die \u00c4nderung der Regionalpolitik. Eine Verringerung des \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks ist dadurch jedoch noch nicht garantiert.<br \/>\n<\/strong>Den haben wir noch nicht berechnet.<\/p>\n<p><strong>Muss nicht noch mehr getan werden?<br \/>\n<\/strong>Ja nat\u00fcrlich, das ist erst der Anfang. Wir haben eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel, wir haben 50 Prozent der 28 Anpassungsoptionen in die Wege geleitet. In sehr kurzer Zeit werden sie bereits umgesetzt. F\u00fcnfzig Prozent! Angesichts der gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit haben wir die Arbeitsweise unserer Stadtverwaltung neu ausgerichtet.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-60319 alignright\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit1.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit1.jpg 350w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit1-21x24.jpg 21w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit1-31x36.jpg 31w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit1-41x47.jpg 41w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Streben Sie eine Begrenzung der Emissionen an?<br \/>\n<\/strong>Noch sind wir nicht soweit, die erzeugten Treibhausgase zu messen, aber wir haben es vor. Im Moment besch\u00e4ftigen wir uns mit sanften Formen der Mobilit\u00e4t oder der Vorbereitung auf die extreme und anhaltende D\u00fcrre, die durch Wasserknappheit verursacht wird. Wir sind besorgt \u00fcber den Anstieg des durchschnittlichen Meerwasserspiegels \u2013 uns liegen diesbez\u00fcglich bereits wissenschaftliche Studien vor &#8211; und wir werden uns dementsprechend anpassen m\u00fcssen.<br \/>\nDie Organisation des Rathauses wurde schon angepasst indem wir zwei F\u00fchrungsbereiche geschaffen haben: eine Abteilung f\u00fcr Klimaschutzma\u00dfnahmen, eine weitere f\u00fcr Umwelterziehung. Wir wollen in den Bereichen Anpassung und Schadensbegrenzung aktiv werden \u2013 zwei unterschiedliche aber gleicherma\u00dfen wichtige Ans\u00e4tze.<br \/>\nVon den achtundzwanzig Ma\u00dfnahmen ist die H\u00e4lfte bereits angelaufen. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass das Rathaus von Loul\u00e9 hier auf dem richtigen Weg ist, den es zusammen mit anderen geht, die diese Perspektive teilen. Und ich habe keinen Zweifel, dass es immer mehr werden.<\/p>\n<p><strong>Welche Initiativen stehen im Mittelpunkt der Praxis?<br \/>\n<\/strong>Wir sind dabei einen kommunalen Aktionsplan f\u00fcr nachhaltige Energie in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden zu erstellen. An den Schulen werden wir Photovoltaikmodule installieren, so dass \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude, die tags\u00fcber in Betrieb sind, ihre eigene Energie erzeugen und ihren Energiebedarf selbst decken k\u00f6nnen. Die st\u00e4dtische Markthalle in Loul\u00e9 ist bereits mit Photovoltaikpanelen ausgestattet. Auch die Zentrale des st\u00e4dtischen Unternehmens Inframoura verf\u00fcgt \u00fcber Photovoltaikmodule und konnte ihre Energiekosten auf diese Weise um ungef\u00e4hr achtzig Prozent senken. Das ergibt bereits einige Kilogramm weniger CO2 pro Jahr. Und wir sind in Gespr\u00e4chen mit AREAL &#8211; der regionalen Energieagentur der Algarve \u2013 die Sie interviewen sollten \u2013 und die jetzt einen neuen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer hat, Ingenieur Cl\u00e1udio Casimiro.<\/p>\n<p><strong>Das heben wir uns f\u00fcr die n\u00e4chste Ausgabe auf.<br \/>\n<\/strong>AREAL unterst\u00fctzt uns sehr in Energiefragen. Wir befassen uns ausf\u00fchrlich mit Fragen der Wassereffizienz. Demn\u00e4chst werden wir einen Plan haben, der seit Monaten von einem Team der Universit\u00e4t Algarve und der Universit\u00e4t Minho entwickelt wird \u2013 es handelt sich um einen Notfallplan f\u00fcr D\u00fcrreperioden.<br \/>\nVielleicht w\u00fcrden Sie auch gerne h\u00f6ren, was L\u00eddia Terra und Linda Madeira, zwei wichtige Fachkr\u00e4fte f\u00fcr Umwelterziehung im Rathaus, dazu zu sagen haben. Die beiden k\u00f6nnten dieses Interview sehr aufschlussreich erg\u00e4nzen. Die Politik, f\u00fcr die ich stehe und f\u00fcr die ich auch verantwortlich bin, k\u00f6nnte ich ohne diese neue Generation von jungen Leuten, die \u00fcber technisches Know-how verf\u00fcgen, nicht umsetzen. Sie sind extrem wichtig.<\/p>\n<p><strong>Das sparen wir f\u00fcr die Sommerausgabe auf \u2013 versprochen!<br \/>\n<\/strong>Es gibt ein Gremium vieler lokaler Interessenvertreter das sich regelm\u00e4\u00dfig trifft, um die Umsetzung der Strategien zu beobachten und zu begleiten.<\/p>\n<p><strong>Werden auch B\u00e4ume gepflanzt und Bildungsprojekte organisiert?<br \/>\n<\/strong>Ja, wir haben im Kreis Loul\u00e9 schon mehr als f\u00fcnftausend B\u00e4ume neu gepflanzt. Wir werden diese Politik des Ausbaus gr\u00fcner Fl\u00e4chen als Kohlenstoffspeicher auch weiter fortsetzen. Das ist extrem wichtig!<br \/>\nDer Landkreis Loul\u00e9 spielte auch eine sehr wichtige Rolle beim Thema Erd\u00f6l und Erdgas. Da ich den Einsatz von Hubschraubern in den Nachtstunden untersagte, konnte Repsol nicht mit Probebohrungen und der Suche nach Erdgas vor Faro, Olh\u00e3o und Loul\u00e9 beginnen. Sie h\u00e4tten die Garantie der Unterst\u00fctzung durch einen Helikopter gebraucht. Da der Flughafen Faro nachts geschlossen ist, h\u00e4tten sie auf den Hubschrauberlandeplatz von Loul\u00e9 zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen. Als die Anfrage im Rathaus von Loul\u00e9 einging, habe ich die Nutzung eines Helikopters in der Nacht \u2013 falls dies n\u00f6tig sein sollte &#8211; untersagt. Nach meiner \u00dcberzeugung war dies eine sehr wichtige Entscheidung, die dazu f\u00fchrte, dass das Projekt aufgegeben wurde. Am wichtigsten aber war der Widerstand, die Opposition der Zivilgesellschaft und der verschiedenen Umweltverb\u00e4nde, die eine unverzichtbare Rolle spielten. Es war jedoch auch notwendig, dass sich regionale Vertreter aus Politik und Wirtschaft gegen Probebohrungen und zuk\u00fcnftige F\u00f6rderung von Kohlenwasserstoffen positioniert haben. So haben wir es geschafft, eine falsche Entscheidung, die in Lissabon getroffen wurde, hinsichtlich unserer umweltpolitischen Ziele zu verhindern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-60322\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit3.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit3.jpg 650w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit3-24x15.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit3-36x23.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/vit3-75x47.jpg 75w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p><strong>Ein Sieg f\u00fcr den Planeten.<br \/>\n<\/strong>Das war ein gro\u00dfer Sieg. Auch in Aljezur haben wir den Druck aufrechterhalten und das Projekt wurde seitens ENI und Galp aufgegeben. Ich finde, das ist eine sehr interessante Geschichte, weil sie uns gezeigt hat, wie die Zivilgesellschaft und ein Teil der Politik &#8211; wenn sie die F\u00e4higkeit zur Zusammenarbeit entwickeln &#8211; sich gegen m\u00e4chtige wirtschaftliche Interessen der \u00d6l- und Gaswirtschaft verteidigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Vor fast zwei Jahren wurde in Loul\u00e9 das gr\u00f6\u00dfte Einkaufszentrum der Algarve er\u00f6ffnet. Wir sprechen von Beleuchtung durch LEDs, das Aufladen von Mobiltelefonen und Elektroautos. Es sieht jedoch danach aus, als h\u00e4tten wir es mit einem guten Beispiel von Greenwashing zu tun, mit entsprechendem gr\u00fcnem Marketing &#8230;<br \/>\n<\/strong>Ich denke, dass selbst bekannte Namen gro\u00dfer Konzerne aus marktwirtschaftlichen Gr\u00fcnden viele Ma\u00dfnahmen \u00fcbernehmen, die aus \u00f6kologischer Sicht korrekt und notwendig sind. Und sie sind sehr darauf bedacht, viel Werbung darin zu investieren. Das Problem besteht jedoch darin, dass eben diese Unternehmen in der Regel weiterhin die gro\u00dfen Bef\u00fcrworter eines grenzenlosen Konsums ohne Regeln sind, eines &#8211; in Bezug auf die Umwelt \u2013 exzessiven Konsums.<br \/>\nEs ist zwar sch\u00f6n und gut, dass sie eine umweltfreundliche Politik \u00fcbernehmen, andererseits vertreten sie aber auch das Konzept eines ma\u00dflosen Konsums. Wir haben bereits erkannt, dass es unser Wirtschaftsmodell ist, das gr\u00f6\u00dftenteils zum Klimawandel beitr\u00e4gt. Und dieses Wirtschaftsmodell muss fr\u00fcher oder sp\u00e4ter ge\u00e4ndert werden.<br \/>\nUnter den verschiedenen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Zukunft w\u00fcrde ich mich f\u00fcr eine Art gr\u00fcnen Vertrag aussprechen \u2013 einen Green Deal, bei dem die gesamte Energiebasis, die f\u00fcr das wirtschaftliche Funktionieren erforderlich ist, von fossilen auf erneuerbare Energien \u00fcbertragen werden kann und ich w\u00fcrde auf diesem Gebiet umfangreich investieren. Die Wirtschaft k\u00f6nnte, sollte und m\u00fcsste weiterwachsen, sich aber nachhaltig entwickeln. Und in dieser Hinsicht gibt es tats\u00e4chlich gro\u00dfe Anstrengungen. Wir setzen auf lokale Kreislaufwirtschaft. Das ist unsere Perspektive!<\/p>\n<p><strong>Kennen Sie das Konzept des \u201d Negativwachstums\u201d?<br \/>\n<\/strong>Nat\u00fcrlich. Aber genau hier liegt das Problem &#8211; es ist nicht leicht, jemanden zu bitten, weniger zu konsumieren, weil sich niemand auf einen Lebensstandard von fr\u00fcher beschr\u00e4nken will, obwohl dies f\u00fcr die Natur sehr gut sein k\u00f6nnte. Ich habe meine Zweifel, dass die Menschen und die Gesellschaft als Ganzes das akzeptieren.<br \/>\nWenn wir es schaffen eine dynamische Wirtschaft, das hei\u00dft eine Wachstums\u00f6konomie, die auf einer neuen Wirtschaftsphilosophie basiert zu etablieren, wird es &#8211; glaube ich &#8211; m\u00f6glich sein, gute Entwicklungsstandards aufrechtzuerhalten, die einerseits f\u00fcr die Menschen akzeptabel sind und sich andererseits an den Vorgaben zur Kohlendioxidreduzierung orientieren \u2013 so funktioniert gr\u00fcne Wirtschaft.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div class=\"author-info\"><img decoding=\"async\" class=\"author-img\" src=\"http:\/\/\" alt=\"\" \/><div class=\"author-info-content\"><h3><\/h3>\n\t\t\tDas Interview ist eine Arbeit von Francisco Colaco Pedro <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-59673 alignnone\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/perfil-Foto-Francisco.jpg\" alt=\"\" width=\"119\" height=\"119\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/perfil-Foto-Francisco.jpg 297w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/perfil-Foto-Francisco-150x150.jpg 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/perfil-Foto-Francisco-24x24.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/perfil-Foto-Francisco-36x36.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/perfil-Foto-Francisco-47x47.jpg 47w\" sizes=\"auto, (max-width: 119px) 100vw, 119px\" \/> mit Uwe Heitkamp <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3897 alignnone\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png\" alt=\"Uwe-Heitkamp Editor &amp; Director\" width=\"120\" height=\"97\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png 369w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp-300x242.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/>\u00a0 Text und Fotomontage\n\t\t\t<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ECO123 traf V\u00edtor Aleixo (64 Jahre), B\u00fcrgermeister von Loul\u00e9, um 8.45 Uhr im Rathaus. 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