{"id":57647,"date":"2019-07-21T21:49:33","date_gmt":"2019-07-21T20:49:33","guid":{"rendered":"https:\/\/eco123.info\/de\/?p=57647"},"modified":"2019-10-02T22:55:53","modified_gmt":"2019-10-02T21:55:53","slug":"beacon-das-leuchtfeuer-in-der-dunkelheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/portugal-de\/interviews\/beacon-das-leuchtfeuer-in-der-dunkelheit\/","title":{"rendered":"BEACON, das Leuchtfeuer in der Dunkelheit?"},"content":{"rendered":"<p>Sind Journalisten neutral? Wer sucht ihre Themen aus, an denen sie arbeiten und wer entscheidet, wie sie dargestellt werden? Ist es die Wirklichkeit, die sie betrachten und in Worte kleiden &#8211; wie eine Schaufensterpuppe, der man einen Mantel umh\u00e4ngt? Was sind das f\u00fcr Geschichten, die sie schreiben? Welchen Einfluss hat die Intuition auf diese Arbeit? Wo stehen sie, wenn sie beobachten und fragen, zuh\u00f6ren und anfassen, wenn sie schmecken und riechen und dann ihre Geschichten erz\u00e4hlen? Welche Bilder w\u00e4hlen sie in ihren Geschichten? Sich selbst und die eigene Arbeit infrage stellen, das ist auch die Frage nach dem Sinn von dem, was und wie jeden Tag \u00fcber die Welt berichtet und abgebildet wird.<\/p>\n<p>Nenne ich das Thema, \u00fcber das ich hier heute schreibe schon Klimakatastrophe oder noch Klimawandel? Die Zeit dr\u00e4ngt, sagt einer zu mir. Es ginge auch immer um die Glaubw\u00fcrdigkeit, sagt ein anderer. Zwanzigdrei\u00dfig (2030) m\u00fcssen wir 40% weniger CO2 emittieren. Zwanzigf\u00fcnfzig (2050) sind wir dann clean. Gespr\u00e4che zwischen einem Junkie und seinem Therapeuten? Bin ich in der Suchtberatung? Aber nein. Ich befinde mich im Small talk w\u00e4hrend der Kaffeepause bei BEACON in Heidelberg, Deutschland. BEACON, dem Br\u00fcckenbau zwischen europ\u00e4ischer und lokaler Klimaaktion. Hier wird sie geholfen. Seit Tagen machen wir uns von ECO123 Gedanken dar\u00fcber, wie wir von Monchique nach Heidelberg fahren und unseren Fu\u00dfabdruck so gering wie m\u00f6glich halten. Kann ein Journalist davon ausgehen dass, wenn er an einem Kongress teilnimmt, (der von einem Umweltministerium finanziert wird) und auf dem sich rund 100 B\u00fcrgermeister, St\u00e4dteplaner und Umweltdezernenten aus sieben L\u00e4ndern \u00fcber den Weg der Verringerung von Kohlendioxyd-Emissionen Gedanken machen &#8211; und dass genau diese Repr\u00e4sentanten des Establishments auf ihrem Weg nach und von Heidelberg so wenig wie m\u00f6glich zur weiteren \u00dcberhitzung der Erdatmosph\u00e4re beitragen; dass sie also nicht das Flugzeug, sondern die Bahn als Fortbewegungsmittel benutzen?<\/p>\n<div class=\"tie-full-width-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-57635\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/1211-Beacon-e1563736470968.jpg\" alt=\"Beacon\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><\/div>\n<p>Kann er nicht. Die Kommunen seien Wegbereiter in eine gr\u00fcne Zukunft, sagt mir ein St\u00e4dteplaner. Es wird viel miteinander geredet an diesem Tag. Es best\u00fcnde Handlungsbedarf, bekomme ich von Jos\u00e9 Maria Costa, dem B\u00fcrgermeister von Viana do Castlo gesagt. Wo Staaten und Regierungen versagen, springen nun die Kommunen ein. Ist das so? D\u00f6rfer und St\u00e4dte werden nicht gebaut, um Autos gl\u00fccklich zu machen, schreiben Verkehrsplaner in Brosch\u00fcren. Architekten bauen nun Energieaktiv- oder zumindest Passivh\u00e4user, um Menschen mit der Natur zu vers\u00f6hnen, damit ihr Leben angenehmer wird, sagen andere. Es g\u00e4be keine Alternative mehr zur Farbe gr\u00fcn. Kohlenstoffneutral leben st\u00fcnde im Mittelpunkt jeder Diskussion \u00fcber die Zukunft des Menschen. CO2 sei farb- und geruchlos, betont ein Klimawissenschaftler. Das europ\u00e4ische Projekt BEACON, von dem ECO123 in seiner j\u00fcngsten Ausgabe ausf\u00fchrlich berichtete, trifft sich heute also in Heidelberg (Deutschland) und dieses Mal auch mit den Osteurop\u00e4ern. Und demn\u00e4chst kommen alle auf der griechischen Insel Syros zusammen und danach wieder alle in Portugal, in Viana do Castelo im November.<\/p>\n<p>Wie also fahren wir nach Heidelberg und emittieren so wenig wie m\u00f6glich CO2? Das ist eine erste Frage, die ich mir stelle. Wie kommen wir da hin &#8211; zu so einem Kongress? Seit Monaten bewege ich mich zu Fu\u00df durch verbrannten Wald und gehe \u00fcber Asche und mache mir Gedanken \u00fcber den Zustand der Erde. Kaum ein Mensch interessiert sich heute mehr f\u00fcr den Wald. Die meisten k\u00f6nnen eine Eiche von einer Kastanie nicht unterscheiden. Kein Mensch geht mehr zu Fu\u00df und schaut sich den Zustand des Waldes an. Ich betrachte B\u00e4ume mit meinen Augen. Wo gebaut wird, dienen B\u00e4ume allenfalls noch der Dekoration und anderswo als Investition in Monokulturen. Eigentlich m\u00fcssten wir dem europ\u00e4ischen Wald einen Kongress widmen und jenen Zur\u00fcckgebliebenen, die da drau\u00dfen in verbrannten H\u00e4usern ohne Dach leben und vom blauen Himmel der Algarve schw\u00e4rmen: den Klimaopfern Europas. Einige leben in Zelten auf ihren verbrannten Grundst\u00fccken, w\u00e4hrend sich die Architekten im Rathaus hinter ihren Vorschriften verstecken. Wenn es darum geht, eine Baugenehmigung f\u00fcr ein abgebranntes Haus auszustellen, findet der B\u00fcrokrat immer ein Haar in der Suppe seiner Arbeit. Wie verhindern wir Waldbr\u00e4nde? Wie \u00dcberschwemmung? Wie den Gewitterhagel und die St\u00fcrme? Das w\u00e4re das eigentliche Thema. Wie vermeiden wir Verarmung durch Katastrophen?<\/p>\n<p>Fragen an die Teilnehmer des BEACON Kongresses: wie bist du nach Heidelberg gekommen? Kann ein Journalist davon ausgehen, dass Worte und Taten miteinander im Einklang stehen? Griechische, portugiesische, rum\u00e4nische, bulgarische, polnische und tschechische Vertreter aus mehr als 50 Kommunen Europas reisen mit dem Flugzeug und auf Kosten des Steuerzahlers nach Heidelberg. Wie ist das m\u00f6glich, dass so viele Lokalpolitiker nachhaltige Wege suchen und rund 40 Prozent der in ihren Kommunen verursachten Treibausgase bis 2030 einsparen wollen und sie selbst nicht einmal mit gutem Beispiel vorangehen? Bei meiner Frage nach der Wahl des Transportmittels schauen einige betreten zu Boden oder zucken mit den Schultern. Geflogen. Schuldgef\u00fchle? Nein. Warum denn?<\/p>\n<p>ECO123 zahlt seine Fahrtkosten selbst. Die lassen wir uns von keinem Umweltminister erstatten. Es ist das Geld unserer Leser, das uns unabh\u00e4ngig macht. Der 21. Mai 2019 ist ein Dienstag und in Heidelberg regnet es. Es mag gar nicht hell werden. Wir sind drei Tage zuvor bei Sonnenaufgang in Monchique mit dem Hybrid losgefahren, nachdem wir zuvor alle M\u00f6glichkeiten durchgegangen sind und miteinander verglichen haben. Fliegen kommt f\u00fcr uns nur noch im Notfall infrage. Die Bahn nimmt unseren Hund nicht mit. Also w\u00e4hlen wir den Hybrid f\u00fcr diese lange Tour. Am ersten Tag erreichten wir Miranda de Ebro in Nordspanien, am zweiten \u00fcbernachteten wir in Ch\u00e2teauroux, im Herzen Frankreichs und einen Tag sp\u00e4ter erreichten wir Deutschland. Da stehen wir nun im grenzenlos vereinten Europa, haben 2.709 Kilometer zur\u00fcckgelegt und sind nun verantwortlich f\u00fcr 82 Gramm CO2-Emissionen pro gefahrenen Kilometer. Wir haben an vier Tankstellen fast 100 Liter Benzin getankt. Wir sind zu zweit unterwegs und jeder von uns beiden steht f\u00fcr den h\u00e4lftigen Anteil von 222 kg und 138 Gramm CO2, zeichnet verantwortlich f\u00fcr 112 kg CO2. Das trage ich nun bei https:\/\/kyoto.eco123.info in meine pers\u00f6nliche Klimabilanz ein, bevor ich mich auf den Kongress einlasse. Ich steige die Treppe hinauf in den f\u00fcnften Stock des Hauses mit der Nummer 7 in der passivhausgebauten Siedlung Bahnstadt, dem Tagungsort von BEACON. Hier sollen L\u00f6sungen erarbeitet werden, wie Europa dem Klimawandel, euphemistisch formuliert, wie Europa der Klimakatastrophe der kommenden Jahre entkommen will.<\/p>\n<p>Wie findet ein Journalist heraus, ob der Dampfer schon sinkt, w\u00e4hrend er noch dem Konzert eines Streichorchesters lauscht? Im Pr\u00e4ludium bek\u00e4mpfen die Kommunen mit vielen Worten und Fragen die Energiearmut. 50 Millionen Europ\u00e4er seien gegenw\u00e4rtig nicht in der Lage, in ihren H\u00e4usern ausreichend zu heizen. Wie k\u00f6nne man Haushalte mit niedrigen Einkommen dabei unterst\u00fctzen, die Energiekosten zu senken, den Wohnkomfort zu erh\u00f6hen und gleichzeitig Klimaschutz betreiben? Gute Frage. Was denkt sich der Rest der Welt bei Hunger, Krieg, D\u00fcrre, \u00dcberschwemmungen und Waldbr\u00e4nden? Die Macher von BEACON fragen, wie k\u00f6nnen lokale Beh\u00f6rden Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung und Anpassung an den Klimawandel ergreifen und gleichzeitig den B\u00fcrgern Zugang zu nachhaltiger und erschwinglicher Energie erm\u00f6glichen? Wie werden europ\u00e4ische Kommunen trotz hoher Verschuldung die notwendigen Investitionen mobilisieren? Wie k\u00f6nnen kommunale EU-Mittel zur Finanzierung von Klimaschutzma\u00dfnahmen eingesetzt werden? Wie kann das Bewusstsein f\u00fcr den Klimawandel und die Notwendigkeit von Klimaschutzma\u00dfnahmen auf lokaler Ebene gesch\u00e4rft werden? Wie stellt man \u2013 basierend auf kommunalen Klimazielen und Ma\u00dfnahmen &#8211; eine Verbindung zwischen den Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels her? Wie verbindet man klimawissenschaftliche und kommunale Ma\u00dfnahmen miteinander?<\/p>\n<p>Ich frage, warum die Waldbr\u00e4nde Griechenlands und Portugals bei BEACON kein Thema sind? Auch in Deutschland mehren sich die Anzeichen der Klimakrise. Die Pegelst\u00e4nde des Rheins waren im Sommer 2018 so niedrig, dass der Fluss kaum noch schiffbar war. Der Grund? Ausbleibender Regen. Die ersten Waldbr\u00e4nde \u00fcberraschten Deutschland, Schweden, Norwegen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_57638\" aria-describedby=\"caption-attachment-57638\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-57638 size-full\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/DSC_5227_f.jpg\" alt=\"Pedro Martins Barata\" width=\"400\" height=\"571\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-57638\" class=\"wp-caption-text\">Pedro Martins Barata<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der Mittagspause spricht ECO123 mit Ingenieur Pedro Martins Barata (50), get2c-Berater und Koordinator der portugiesischen Regierung f\u00fcr die Roadmap zur Klimaneutralit\u00e4t in 2050.<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen wir CO2-Neutralit\u00e4t erreichen?<br \/>\n<\/strong>Kohlenstoffneutralit\u00e4t wurde zum Thema, weil wir das Problem des Klimawandels angehen m\u00fcssen. Die Wissenschaft ist zu dem Schluss gekommen, dass wir f\u00fcr eine reelle Chance, die Hauptauswirkungen des Klimawandels zu vermeiden, unsere Emissionen viel schneller senken m\u00fcssen als wir dies bisher getan haben. Dazu streben wir an, unsere Emissionen in der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahrhunderts auf null zu senken.<br \/>\nF\u00fcr Portugal bedeutet dies eine zus\u00e4tzliche Verantwortung. Wir sind ein entwickeltes Land und m\u00fcssen unsere Emissionen bis 2050 auf null senken. Daf\u00fcr haben wir 32 Jahre Zeit.<\/p>\n<p><strong>Ant\u00f3nio Costa sprach dar\u00fcber in Marrakesch\u2026<br \/>\n<\/strong>Ja, Ant\u00f3nio Costa hat sich im Namen Portugals dazu verpflichtet.<\/p>\n<p><strong>Wie schaffen wir das?<br \/>\n<\/strong>Nach diesen Erkl\u00e4rungen in Marrakesch hat die Regierung beschlossen, einen Fahrplan zur CO2-Neutralit\u00e4t auszuarbeiten, der verschiedene Bereiche abdeckt. Das Wichtigste ist aufzuzeigen, wie CO2-Neutralit\u00e4t erreicht werden kann. Dann gilt es, diese Vision zu verbreiten, damit es sich nicht nur um ein offizielles politisches Dokument handelt, sondern in den kommenden Jahren Strategien in den verschiedenen Sektoren entwickelt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nUm in Portugal CO2-Neutralit\u00e4t zu erreichen, m\u00fcssen wir drei Schritte umsetzen. Der erste besteht darin, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung auszubauen und bis auf 100% zu erh\u00f6hen. Es ist bereits beschlossene Sache, dass das Kohlekraftwerk Sines noch vor 2030 vom Netz genommen wird \u2013 geplant ist die Abschaltung zwischen 2025 und 2029. Ich habe Grund zu der Annahme, dass dies sogar fr\u00fcher passieren k\u00f6nnte.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich soll der Ausstieg aus der Kohleenergie so schnell wie m\u00f6glich erfolgen.<br \/>\nDieser Teil unserer Planung ist sehr interessant &#8211; es gibt viele L\u00e4nder, in denen von einer Energiewende gesprochen wird, die von Kohle \u00fcber Erdgas und dann erst zu erneuerbaren Energien f\u00fchrt. Portugal verf\u00fcgt \u00fcber eine \u00dcberkapazit\u00e4t an Erdgas. Das Gas wird genutzt, um aus der Kohle auszusteigen und seine Verteilung organisiert, ohne die F\u00f6rdermengen zu erh\u00f6hen. Schlie\u00dflich kommen nur noch erneuerbare Energien zum Einsatz: Solar, Wind und Wasser.<\/p>\n<p><strong>Das ist der erste Schritt. 100 Prozent erneuerbare Energie so schnell wie m\u00f6glich!<br \/>\n<\/strong>Der zweite Schritt besteht darin, dass nun, da der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, eine allgemeine Elektrifizierung erfolgt. Wir nutzen den Strom bereits f\u00fcr unsere Beleuchtung und zunehmend in unseren H\u00e4usern zum Heizen, aber wir haben immer noch viele Schwierigkeiten, Elektrizit\u00e4t auch in der Mobilit\u00e4t zu nutzen. Trotzdem geh\u00f6rt Portugal zu den L\u00e4ndern Europas, in denen die Elektromobilit\u00e4t am schnellsten umgesetzt wird und befindet sich im Vergleich mit anderen L\u00e4ndern das Wachstum an Elektromobilit\u00e4t betreffend, an vierter Stelle.<\/p>\n<p><strong>Das bezieht sich auf die individuelle Mobilit\u00e4t, aber wie sieht es bei der kollektiven Mobilit\u00e4t aus?<br \/>\n<\/strong>Es gibt ein Problem, das wir ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. Wir k\u00f6nnen bei den individuellen Transportmitteln bedingt von Diesel\/Benzin auf Elektrizit\u00e4t umsteigen, was sich auf unser Klima sicherlich vorteilhaft auswirkt. Dieser Effekt w\u00e4re noch viel gr\u00f6sser, wenn wir gleichzeitig von individuellen auf kollektive Transportmittel oder Carsharing wechseln k\u00f6nnten. Auch dies h\u00e4tte einige Vorteile.<br \/>\nBereits jetzt steigen unsere \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel auf Elektro um, wie an den in den letzten Jahren in Portugal erworbenen Flotten zu sehen ist.Diese Entwicklung sehen wir vor Allem in Lissabon, weniger in Porto. Ein Gro\u00dfteil dieser Elektromobilit\u00e4t wird &#8211; wie aus dem Plan hervorgeht- an Carsharing gekoppelt sein. Im Bereich geteilter Mobilit\u00e4t kommt der Elektroantrieb mehr und mehr zum Einsatz &#8211; und Uber wird zunehmend das konventionelle Taxi ersetzen.<\/p>\n<p><strong>Das wollen die Taxifahrer nicht h\u00f6ren.<br \/>\n<\/strong>Nein das gef\u00e4llt ihnen gar nicht, aber sie m\u00fcssen der Realit\u00e4t ins Auge sehen. Auch f\u00fcr die Uber-Fahrer sieht die Zukunft m\u00f6glicherweise nicht so rosig aus, da eine der Hypothesen im Fahrplan zur CO2-Neutralit\u00e4t von einer starken Zunahme der autonomen Mobilit\u00e4t -die sich jetzt noch in der Versuchsphase befindet &#8211; ausgeht. Wir rechnen mit einer Explosion autonomer Mobilit\u00e4t in einigen Nischen. Mit den uns heutzutage zur Verf\u00fcgung stehenden Technologien, ist es durchaus m\u00f6glich, selbstfahrende Lastwagen zum G\u00fctertransport auf langen Strecken zu entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Und der Zug\u2026?<br \/>\n<\/strong>F\u00fcr diese Art von Transport fehlt es dem Zug an Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Streckenausbau?<br \/>\n<\/strong>Das ist teurer\u2026<\/p>\n<p><strong>Lissabon-Madrid, Paris-Br\u00fcssel-Berlin-Heidelberg\u2026<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-57641 alignleft\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/DSC_5205-e1563737013859.jpg\" alt=\"Pedro Martins Barata\" width=\"400\" height=\"602\" \/><\/p>\n<p>Der Zug, wie auch andere gro\u00dfe Transportmittel &#8211; zum Beispiel die Metro &#8211; sind f\u00fcr diesen Mobilit\u00e4tswandel unabdingbar und wichtig. Der Punkt ist, dass wir mit dieser \u00c4nderung sicherstellen m\u00fcssen, politisch klug zu handeln und in Verkehrsmittel f\u00fcr Gro\u00df-, Massen- und \u00f6ffentlichen Transport investieren, da wir ansonsten zwar ein sauberes \u2013 weil elektrisch und erneuerbar &#8211; aber kein effizientes System haben werden. Es w\u00e4re ineffizienter in Elektroautos, anstatt gemeinsam in \u00f6ffentliche Verkehrsmittel zu investieren.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu unseren Schritten. Elektrifizierung, Verbrauch und Energiegewinnung zu 100% aus erneuerbaren Energien. Der dritte Schritt besteht in der Ausweitung der CO2-Speicherung, die in Portugal nur &#8211; und derzeit leider eher schlecht &#8211; durch den Wald geleistet werden kann. Besser und anhaltender w\u00e4re die Wiederherstellung von nat\u00fcrlichen Wald- und Weidefl\u00e4chen.<\/p>\n<p><strong>Die verbrannten Fl\u00e4chen?<br \/>\n<\/strong>Ja, und dabei die einheimischen W\u00e4lder wiederherstellen, die feuerbest\u00e4ndiger und den abzusehenden klimatischen Ver\u00e4nderungen besser gewachsen sind. Aber auch die Regenerierung der Bodenproduktivit\u00e4t durch Weiden mit gr\u00f6\u00dferer Artenvielfalt \u2013 Projekte, die in Portugal schon Anwendung gefunden haben.<\/p>\n<p><strong>Auf welche heimischen Arten beziehen Sie sich? Eukalyptus?<br \/>\n<\/strong>(lacht) Wir sprechen im Wesentlichen von Eichen. In Bezug auf die Beweidung gewinnen wir haupts\u00e4chlich die montados (Weidefl\u00e4chen mit Kork \u2013 und Steineichen) zur\u00fcck. Durch umfangreiche Ma\u00dfnahmen werden hochproduktive Gr\u00e4ser ausges\u00e4t &#8211; ausgew\u00e4hlte Gr\u00e4ser mit einer hohen Kohlenstoffaufnahme im Boden. Wir planen hier nicht nur zehn oder 15 Jahre in die Zukunft, sondern wollen \u00fcber 40, 50 Jahre die B\u00f6den so zu verbessern, dass wir dann 2050 oder sogar 2060 wesentlich produktivere B\u00f6den haben. Diese Produktivit\u00e4t ging in den letzten Jahrhunderten verloren und bei der Wiedererlangung binden wir gleichzeitig Kohlenstoff ein. So f\u00fchrt uns die Reduktion an CO2-Emissionen einerseits und die Zunahme an CO2-Speicherung andererseits zur gew\u00fcnschten CO2-Neutralit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen wir mit dem Bau eines neuen Flughafens in Montijo, im Jahr 2050 wirklich CO2-Neutralit\u00e4t erreichen? Was w\u00e4re, wenn die CP (portugiesische Eisenbahngesellschaft) auf mehr Flexibilit\u00e4t setzen und Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge von Lissabon \u00fcber Madrid nach Paris, Br\u00fcssel einsetzen und gleichzeitig den Zug als regionales Transportmittel innerhalb des Landes f\u00f6rdern w\u00fcrde?<br \/>\n<\/strong>Mobilit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung ist eine Sache. In ihrer Entstehung war die CP (im Landesinneren) f\u00fcr den G\u00fcter- und nicht f\u00fcr den Personentransport gedacht. Aus diesem Grund sind die Bahnh\u00f6fe manchmal kilometerweit von den Wohngebieten entfernt. Einige dieser Linien wurden unter anderem f\u00fcr den Tourismus wieder in Betrieb genommen, was sich aber &#8211; aufgrund der neuen Anforderungen &#8211; oft recht schwierig gestaltet.<\/p>\n<p>Um CO2-Neutralit\u00e4t zu erreichen, m\u00fcssen wir die Bildung gro\u00dfer Ballungsr\u00e4ume stoppen. Dies ist keine idyllische Vorstellung von \u201eZur\u00fcck zu Natur und Vogelgezwitscher &#8230;\u201c, es geht um Lebensqualit\u00e4t, Zugang zu \u00f6ffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen \u2013 nicht nur in Zentren wie Lissabon, \u00c9vora oder Beja. Daf\u00fcr brauchen wir qualitativ hochwertige Transportmittel. Ich bin mir nicht sicher, ob dies auf der Schiene garantiert werden kann. Sammeltransporte w\u00e4ren sinnvoll, um den Menschenmassen in unseren St\u00e4dten gerecht werden zu k\u00f6nnen &#8230;<\/p>\n<p>Dies kann durch Streckenumbau, andere Fahrdienste im Bereich Elektromobilit\u00e4t und in einigen F\u00e4llen &#8211; zum Beispiel an der Algarve &#8230;<\/p>\n<p><strong>&#8230;fahren Sie an die Algarve?<br \/>\n<\/strong>Das mache ich nicht sehr oft, aber manchmal fahre ich mit dem Zug nach Loul\u00e9, der in Bezug auf die Fahrzeit durchaus wettbewerbsf\u00e4hig ist und eine recht vern\u00fcnftige Servicequalit\u00e4t bietet. Es bleibt abzuwarten, ob wir mit der bestehenden Infrastruktur in der Lage sind, die Attraktivit\u00e4t des Zuges &#8211; die bereits wesentlich h\u00f6her ist als vor f\u00fcnfzehn oder zwanzig Jahren \u2013 weiter zu steigern und den Einnahmer\u00fcckgang der CP wieder umzukehren.<\/p>\n<p>Im Bereich der Stadtplanung besteht die Absicht, mittelgro\u00dfe St\u00e4dte wieder zu bev\u00f6lkern, weil diese den gesellschaftlichen Anforderungen, die Lebensqualit\u00e4t betreffend, immer mehr entsprechen. Diese mittelgro\u00dfen St\u00e4dte werden in Zukunft eine \u00e4hnliche Lebensqualit\u00e4t bieten, wie wir sie in \u00c9vora, Lissabon, Coimbra oder anderen Mittelst\u00e4dten finden. Aber auch in gro\u00dfen St\u00e4dten wie Lissabon &#8211; in Ballungsr\u00e4umen \u2013 ist es notwendig, den Lebensstil zu \u00e4ndern, indem zum Beispiel Familien \u00fcberlegen, wie sie Energie produzieren k\u00f6nnen (ein Teil des Energiebedarfs kann selbst produziert werden) und wie Ressourcen genutzt und Materialkreisl\u00e4ufe geschlossen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Idee ist, in 2050 keinerlei M\u00fcll mehr zu haben &#8211; jegliche Ressource wird wiederverwendet, recycelt und zur\u00fcck in den Umlauf gebracht.<\/p>\n<p><strong>Glauben Sie, Mota Engil (der Entsorger Portugals) w\u00fcrde das gerne h\u00f6ren?<br \/>\n<\/strong>Das wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p><strong>Sprechen wir von einer Stadt ohne M\u00fcll, in der Ressourcen wiederverwendet und recycelt werden k\u00f6nnen \u2026<br \/>\n<\/strong>Erd\u00f6lunternehmen wie GALP sowie Unternehmen f\u00fcr feste Siedlungsabf\u00e4lle wird das gleiche Schicksal ereilen. Es gibt Trends, die auf ein Ende der T\u00e4tigkeit dieser Unternehmen \u2013 in ihrer heutigen Ausrichtung &#8211; hindeuten. Wenn ein Abfallunternehmen auf Verbrennung setzt, befindet es sich in einer Sackgasse. Es muss sich neu definieren und sich an nat\u00fcrlichen Kreisl\u00e4ufen orientieren, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Finden Sie die Idee, das Abf\u00fcllen von Wasser in Plastikflaschen zu verbieten, radikal?<br \/>\n<\/strong>Ich sehe nichts Radikales in dieser Idee.<\/p>\n<p><strong>Was halten Sie von der Einrichtung eines Pfandsystems in Portugal?<br \/>\n<\/strong>Aus meiner Sicht wird das bald Realit\u00e4t, es ist nur eine Frage der Zeit. Ich habe bei mir pers\u00f6nlich bereits im Hygienebereich begonnen und alle Artikel aus Plastik entfernt. Ich versuche auf Glas auszuweichen, unverpackte Ware zu kaufen &#8230;<\/p>\n<p>Dieser Kreislauf muss zunehmend geschlossen werden. Die Strategien gehen alle in diese Richtung. Einige Gemeinden in Portugal ermutigen bereits zum Verzicht auf Einwegkunststoffe. Und es scheint mir, dass Unternehmen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter diese starken Trends erkennen m\u00fcssen, auch wenn sich einige davon m\u00f6glicherweise nicht durchsetzen. Das Risiko nicht rechtzeitig zu reagieren, ist sehr hoch.<\/p>\n<p>Das Beispiel Kodak ist f\u00fcr mich exemplarisch. 1999, im selben Jahr in dem Kodak seinen h\u00f6chsten Wert an der B\u00f6rse erreichte, lag der Anteil von Digitalkameras bei 3% des Umsatzes aller verkauften Kameras. Aber diese 3% schnellten pl\u00f6tzlich auf 100%. Heute wiederum geht das Interesse f\u00fcr Digitalkameras zur\u00fcck, da wir diese Funktion bereits alle in unseren Telefonen nutzen k\u00f6nnen. Das gleiche Problem sehen wir bei der EDP oder sogar noch eklatanter bei der GALP. GALP kann sich entscheiden das letzte Elektroden produzierende Unternehmen zu sein, oder seinen Gesch\u00e4ftszweck auf die Installation von Solarmodulen und andere erneuerbare Energien ausrichten. Unternehmen, die sich wie beispielsweise Mota Engil, mit dem Einsatz von Systemen f\u00fcr Siedlungsabf\u00e4lle befassen, k\u00f6nnten Abf\u00e4lle verkaufen, oder L\u00f6sungen f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft bereitstellen. Wenn es um die Problematik der Abfallstoffe geht, denkt man heutzutage in ganz Europa daran, die Deponierung zu beenden &#8211; und auch die Idee, diese Stoffe zur Energiegewinnung zu verbrennen, macht keinen Sinn mehr. Die Menschen werden sich fragen, warum sie einen Energieerzeuger bezahlen sollen, wenn sie selbst Energie produzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>In Heidelberg er\u00f6rtern Teilnehmer verschiedener L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union ihre Ideen und tr\u00e4umen von der Zukunft. Wie schafft man den \u00dcbergang, wie \u00fcbertr\u00e4gt man ein altes lineares auf ein neues zirkul\u00e4res System? M\u00fcssen wir uns als Portugiesen fragen, wie die Touristen in zehn Jahren zu uns kommen? Glauben Sie, wir brauchen wirklich einen neuen Flughafen in Lissabon oder nicht besser eine moderne Bahngesellschaft?<\/strong>Alle Prognosen deuten darauf hin, dass die Zunahme des Luftverkehrs noch einige Jahre anhalten wird. Insbesondere die Flughafenanlage in Lissabon ist alt und das Wachstum der Stadt in den letzten Jahrzehnten hat dazu gef\u00fchrt, dass die Stadt sich immer weiter in Richtung Flughafen ausgebreitet hat, der sich fr\u00fcher noch am Stadtrand befunden hatte. Im Zentrum Lissabons gibt es bereits Probleme &#8211; wie zum Beispiel bei der Luftqualit\u00e4t -, die durch den Flughafenverkehr verursacht werden. Es gibt also gute Gr\u00fcnde, den Flughafen aus Lissabon heraus zu verlegen. Jedoch auch Argumente f\u00fcr einen Erhalt in Lissabon. Einerseits liegt der Flughafen sehr g\u00fcnstig, andererseits &#8211; und das d\u00fcrfen wir nicht au\u00dfer Acht lassen &#8211; k\u00f6nnte das riesige Gel\u00e4nde nach der Verlagerung des Flughafens Ziel von Immobilienspekulationen werden.<\/p>\n<p><strong>Das wird mehr CO2 verursachen\u2026<br \/>\n<\/strong>Und dann gibt es noch ein anderes Problem: Wenn wir den Flughafen verlegen, m\u00fcssen wir ein ganzes Verkehrsnetz um den neuen Flughafen herum er\u00f6ffnen und das muss kohlenstoffneutral sein.<br \/>\nSeit zwanzig Jahren h\u00f6re ich, dass die Flugbewegungen auf dem Lissaboner Flughafen im kommenden Jahr die Grenzen seiner Kapazit\u00e4t erreichen w\u00fcrden und wir dann unbedingt einen neuen Flughafen bauen m\u00fcssten. Und es ist ein bisschen wie zu Beginn meiner Karriere &#8211; als darauf hingewiesen wurde, dass erneuerbare Energien niemals mehr als 30% der Stromproduktion ausmachen k\u00f6nnten. Heute wird Elektrizit\u00e4t im Raum Lissabon an mehreren Tagen im Jahr zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen.<br \/>\nIch zweifele daran, dass der Bau eines neuen Flughafens eine zwingende Notwendigkeit, auch aus betrieblichen Gr\u00fcnden sein soll. Ich bin schon einige Male am Flughafen Lissabon angekommen und hatte nicht den Eindruck, dass er \u00fcberf\u00fcllt gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Wir sind Nachbarn Spaniens, aber es gibt nur eine einzige Bahnverbindung, die aus Portugal heraus- und hineinf\u00fchrt. Auf ihr f\u00e4hrt der Nachtzug um 21:35 Uhr in Lissabon Richtung Paris ab und kommt am n\u00e4chsten Tag erst um 11:00 Uhr in Hendaye an. Er f\u00e4hrt langsam, 70 km\/h im<br \/>\nurchschnitt.<br \/>\n<\/strong>Der TGV ist sehr teuer\u2026<\/p>\n<p><strong>Sieben Milliarden Euro.<br \/>\n<\/strong>Das ist viel.<\/p>\n<p><strong>Vielleicht erhalten wir einen Zuschuss von der Europ\u00e4ischen Union?<br \/>\n<\/strong>Das w\u00e4re sinnvoll. Lissabon und Madrid haben immer mehr Handelsbeziehungen, und diese k\u00f6nnten gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p><strong>Wie sind Sie zur BEACON Konferenz gekommen? Mit dem Zug, dem Auto oder dem Flugzeug?<br \/>\n<\/strong>Ich bin mit dem Flugzeug nach Frankfurt geflogen, habe dann den TGV nach Mannheim genommen, mit einem weiterf\u00fchrenden Zug hier am Bahnhof angekommen und den Rest zu Fu\u00df gelaufen.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4ren Sie bereit, n\u00e4chstes Mal mit dem Zug von Lissabon nach Heidelberg zu fahren? Dann h\u00e4tten wir mehr Zeit f\u00fcr ein sch\u00f6nes Interview w\u00e4hrend der Bahnfahrt?<br \/>\n<\/strong>Sicherlich! (lacht) Letztes Jahr bin ich mit dem Elektroauto von Lissabon nach Katovitz zur Klimakonferenz gefahren. Wir haben die Emissionen verglichen.<\/p>\n<p>Vielen Dank.<\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div class=\"author-info\"><img decoding=\"async\" class=\"author-img\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png\" alt=\"\" \/><div class=\"author-info-content\"><h3>About the author<\/h3>\n\t\t\tUwe Heitkamp, 53 anos, jornalista e realizador, vive 25 anos em Monchique, Portugal. Adore caminhadas na montanha e nata\u00e7\u00e3o nas ribeiras e barragens. Escreve e conte hist\u00f3rias sobre os humanos em rela\u00e7\u00e3o com a ecologia e a economia. Pense que ambas devem ser entendido em conjunto. O seu actual filme \u201cHerdeiros da Revolu\u00e7\u00e3o\u201d conta durante 60 minutos a hist\u00f3ria de uma longa caminhada, que atravessa Portugal. Dez protagonistas desenham um relat\u00f3rio da sua vida na serra e no interior do pa\u00eds. O filme mostra profundas impress\u00f5es entre a beleza da natureza e a vida humana. Qual ser\u00e1 o caminho para o futuro de Portugal? (Assine j\u00e1 o ECO123 e receber\u00e1 o filme na Mediateca)\n\t\t\t<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind Journalisten neutral? Wer sucht ihre Themen aus, an denen sie arbeiten und wer entscheidet, wie sie dargestellt werden? Ist es die Wirklichkeit, die sie betrachten und in Worte kleiden &#8211; wie eine Schaufensterpuppe, der man einen Mantel umh\u00e4ngt? Was sind das f\u00fcr Geschichten, die sie schreiben? 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