{"id":67049,"date":"2022-02-03T23:21:31","date_gmt":"2022-02-03T23:21:31","guid":{"rendered":"https:\/\/eco123.info\/de\/?p=67049"},"modified":"2022-02-04T22:29:52","modified_gmt":"2022-02-04T22:29:52","slug":"tag-2-von-silves-zum-funcho-stausee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/zw1-2-de\/tag-2-von-silves-zum-funcho-stausee\/","title":{"rendered":"<h5>TAG 2<\/h5> Von Silves zum Funcho Stausee."},"content":{"rendered":"<p>Aufgewacht. Ich knipse das Licht an und finde mich in einem 45 Euro Zimmer in einer Pension wieder, die meinen Hund akzeptiert: sie verlangt daf\u00fcr f\u00fcnf Euro Aufschlag. Auf meine Frage, ob das mit oder ohne Fr\u00fchst\u00fcck sei, erhalte ich keine Antwort. Aber das Mitbringen von Haustieren sei generell erlaubt. Gerade stelle ich mit der Fernbedienung den <em>Kameraden<\/em> an der Ecke dort oben ein, wo sich Wand und Zimmerdecke treffen, um den Wetterbericht abzurufen. Keine \u00c4nderung in Sicht. Es bleibt hei\u00df und trocken. Wunderbares Touristenwetter, schlecht f\u00fcr den Wald, f\u00fcr die Landwirtschaft und f\u00fcr das Klima. Avocado- und Orangenb\u00e4ume, die in Monokulturen um Silves herum gepflanzt werden wie Rettungsringe, haben keine Chance, dieses Jahr ohne k\u00fcnstliche Bew\u00e4sserung auszukommen. Es regnet ja nicht. Aber wir haben die Stauseen in direkter N\u00e4he. Mit dem Wasser nachhaltiger umzugehen, kommt allerdings keinem Beamten in den Agrar- und Umweltbeh\u00f6rden der Algarve in den Sinn.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67007\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967.jpg\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/16_Dia-2-Silves-DSC_6967-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/a><em>Wieviel Zeit haben wir eigentlich noch?<\/em> <em>Wie gro\u00df ist denn schon das Loch in der Bordwand\u00a0 unseres Schiffes?<\/em> <em>Wann wird es sinken?<\/em> Nehmen wir sie uns noch, diese Zeit \u2013 am Besten zur gleichen Zeit, zu der sich die VertreterInnen aus 195 Staaten dieser Welt zum 26. Mal zu einer internationalen Klimakonferenz namens COP, dieses Mal in Glasgow, treffen, um die wohl wichigste Entscheidung der Menschheit vorzubereiten, so die Hauptstadtjournalisten&#8230;<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/dia2mapa.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67004\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/dia2mapa.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/dia2mapa.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/dia2mapa-768x561.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/dia2mapa-24x18.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/dia2mapa-36x26.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/dia2mapa-64x47.jpg 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/h2>\n<h2>Zur\u00fcck zur Natur<\/h2>\n<p>Nein, ich bin nicht nach Glasgow geflogen, um von dort zu berichten. Ich verbinde mich stattdessen mit der Natur, in dem ich \u00fcber die Br\u00fccke der Nationalstra\u00dfe 124 von Enxerim gehe und dann sofort links in den Feldweg einbiege. Es ist kurz vor neun Uhr morgens. Und so einfach wird man verschluckt und ist weg vom Teer, Beton und der modernen Architektur und dem L\u00e4rm des Stra\u00dfenverkehrs. Unbestellte Felder und aufgegebene H\u00e4user s\u00e4umen den alten Pilgerweg. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man da im Auto dran vorbeif\u00e4hrt. Irgendwann sind auch keine Ruinen mehr zu finden. Es ist ein anderer Weg, f\u00fcr den ich mich entscheide: zu Fu\u00df gehen bedeutet, mehr zu sehen, zu h\u00f6ren, zu riechen, zu f\u00fchlen \u2013 alle Sinne werden dabei geweckt. Man schaut hinter die Kulissen eines Landes. Ich folge den rotwei\u00dfen Markierungen und gelange in einen Hohlweg, der direkt nach Osten f\u00fchrt und lange von einem ausgetrockneten Bachbett begleitet wird, in dem die Reste von gef\u00e4llten Eukalyptusb\u00e4umen herumliegen, einfach liegengelassen.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-67049 gallery-columns-2 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"410\" src=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/18_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7005-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"410\" src=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/19_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7012-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Da habe ich f\u00fcr mich in diesem Jahr eine ganz andere Entscheidung getroffen, res\u00fcmiere ich auf meinen Weg zu Fu\u00df und \u00fcber Land und schreibe einen Teil dieser Geschichte in mein Wandertagebuch. Ja, es ist viel zu hei\u00df im Oktober. Dar\u00fcber brauchen wir keinen Klimakongress mehr abzuhalten, um das zu diskutieren. Ja, es f\u00e4llt nicht genug Regen im Herbst und Winter. Auch das m\u00fcssen wir nicht mehr diskutieren. Gleichzeitig pflanzen einige Forstwirte und die Navigator Company noch mehr Monokulturen, die den B\u00f6den die letzten Wasserreserven rauben und die Artenvielfalt zerst\u00f6rt. Das ist ein Thema von vielen, dem wir unsere Aufmerksamkeit schenken sollten: was machen wir mit unserem Wasser an der Algarve und wie retten wir die Artenvielfalt der Fauna und Flora vor Ort? Sollten wir nicht alle mal langsam <em>N\u00e4gel mit K\u00f6pfen<\/em> machen, das sogenannte Loch in der Bordwand abdichten, oder anders gefragt, nur noch heimische Baumarten pflanzen, die dem Wasserhaushalt der Region entsprechen und damit auch die Waldbrandrisiken reduzieren? Sollten wir f\u00fcr einen Moment einhalten und uns fragen, ob man Geld wirklich nicht essen kann und ob der nachhaltige Umgang mit Wasser nicht sehr viel wichtiger ist?<\/p>\n<p><em>Nach Glasgow fliegen und dabei noch mehr CO2 emittieren und Zeit mit Reden verlieren, statt klare internationale, nationale und regionale Entscheidungen vor Ort zu treffen? Nein? Jeder wei\u00df, um was es geht: um ein Ende des industriellen Diktats \u00fcber die Natur. Diese Entw\u00f6hnungskur ist wirklich nicht einfach. Aber da\u00df Geld verdienen nur im Einklang mit den Gesetzen der Natur geschehen darf, mu\u00df auch langsam jedem Kommunalpolitiker und Unternehmer d\u00e4mmern. Wie lange noch wollt Ihr weiterhin die Gesetze der Marktwirtschaft \u00fcber die Naturgesetze stellen? Falls ja, wie lange noch will sich die Menschheit die Erde untertan machen, statt sich zu integrieren? Und falls die Staatengemeinschaft der 195 wieder keine Entscheidung zu einem konkreten Klimaabkommen treffen kann, weil sie einfach immer so weitermachen will, als sei alles gut an der aktuellen Situation oder nur Lippenbekenntnisse daraus werden, dann wird sich die Menschheit auf dem Planeten Erde bei Naturkatastrophen zahlenm\u00e4\u00dfig verringern. Das Wasser der Quellen, B\u00e4che und Fl\u00fcsse versiegt und wir schauen zu, wie die Sommer immer l\u00e4nger werden und die Winter immer k\u00fcrzer. Regenzeiten verringern sich bereits seit vielen Jahren. Der Wasserpegel des Grundwassers sinkt im Binnenland. Klimafl\u00fcchtlinge aus D\u00fcrreregionen str\u00f6men nach Europa. Gleichzeitig werden wir in K\u00fcrze zehn Milliarden Menschen sein, die Wasser verbrauchen als g\u00e4be es noch genug davon und mindestens acht Milliarden davon verbrennen weiterhin jeden Tag Kohle, Gas und Erdd\u00f6l in seinen Derivaten f\u00fcr\u2019s Kochen, die Stromproduktuion, f\u00fcr\u2019s Autofahren und Fliegen; f\u00fcr den allgemeinen Komfort. Es wird w\u00e4rmer und die 1,5 Grad Celsius des Pariser Abkommens sind in ein paar Jahren bereits erreicht. Und dann? Gehen wir dann tanzend und singend unter, wie die Passagiere damals auf der Titanic, egal wie gro\u00df das Loch in der Bordwand bereits ist?<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67016\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7024-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Ist Weniger Mehr?<\/h2>\n<p>Die Auswirkungen des Klimawandels schmerzen bereits heute. Ich denke, wir Journalisten sollten den Finger in die Wunde legen, wenn Fl\u00fcsse \u00fcber die Ufer treten, Deiche brechen oder andersherum, wenn D\u00fcrren das Leben auf unserem Planeten infrage stellen, wenn das Wasser schwindet und sich nichts mehr im Gleichgewicht befindet. Als Journalisten sollten wir schonungslos die Hintergr\u00fcnde und die Zusammenh\u00e4nge beschreiben. Der Planet beginnt sich langsam zu wehren, wird hier und da unbewohnbar. Noch werden die Sch\u00e4den durch Subventionen und Versicherungen kaschiert. Wieviel Jahre nacheinander darf die D\u00fcrre B\u00e4che austrocknen, die Artenvielfalt dezimieren &#8211; oder die Gewitter mit Hagel und Sturzregen ausgetrocknete B\u00e4che und Fl\u00fcsse \u00fcberfluten lassen, bis das Geld zum Wiederaufbau fehlen wird? Einfacher w\u00e4re, drei Worte zu beherzigen: <em>weniger ist mehr<\/em>. Verstehen Sie mich nicht falsch. Wir werden immer mehr Menschen auf diesem \u00fcberschaubaren Planeten und die meisten von uns leben jeden Tag ihr Leben, als w\u00e4re es der letzte Tag im Spielkasino, als g\u00e4be es keine Zukunft f\u00fcr die n\u00e4chsten Generationen mehr.<\/p>\n<p>Die Politik sollte Auswege aus der Krise, der Gier und Ma\u00dflosigkeit finden? Wer den Klimawandel mit verursacht und jeden Tag den Schl\u00fcssel im Z\u00fcndschlo\u00df seines PKW herumdreht, sollte schon wissen, was er damit der Menschheit antut. Sollte wissen, da\u00df im Motor Benzin verbrannt wird und aus dem Auspuff CO2 und viele andere giftige Stoffe in die Atmosph\u00e4re emittiert werden, die mich w\u00e4hrend meines zu Fu\u00df gehens <em>anstinken<\/em>. Nehmen wir uns als Menschheit zu wichtig, aber den von uns iniierten Klimawandel nehmen wir nicht mal ernst?<\/p>\n<p>Ich fliege als Journalist nicht mehr zu irgendwelchen Klimakongressen wie fr\u00fcher einmal, auch nicht nach Glasgow, nehme nicht mehr an Sitzungen teil auf denen viel Egoismus geredet wird, geredet und wieder nur geredet, auf Kongressen, auf denen jeder nur an sich selbst denkt und nicht an das gro\u00dfe Ganze. Alle wissen, da\u00df es ans Eingemachte geht. Deswegen fliege ich \u00fcberhaupt nicht mehr. Und ich empfehle all jenen, die etwas zu sagen haben, erst einmal ihren eigenen Fu\u00dfabdruck auszurechnen und dann selbst einmal Verzicht zu \u00fcben oder wenigstens einen ersten eigenen Schritt in Richtung Klimaneutralit\u00e4t zu gehen und den Leitsatz zu beherzigen: weniger ist mehr. Mit der Bahn anreisen, kann auch ganz sch\u00f6n sein. Oder eben mal ein paar Tage zu Fu\u00df gehen, statt in den Urlaub zu fliegen&#8230;<\/p>\n<h2>Wie halten wir\u2019s mit der Verbindlichkeit?<\/h2>\n<p>Mein CO2 Fu\u00dfabdruck vertr\u00e4gt keine Fl\u00fcge und keine Gespr\u00e4chsrunden mehr, bei denen am Ende sowieso nichts herauskommt. Da bleibe ich lieber zuhause und gehe achtsam mit dem jungen Wald unserer Genossenschaft um und bereite etwas vor, was die Resilienz von W\u00e4ldern unterst\u00fctzen soll. Ich installiere mit meinen Freunden ein Sprinklersystem gegen m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Waldbr\u00e4nde. Die gute Nachricht erreicht mich w\u00e4hrend der Wanderung am zweiten Tag: die Finanzierung des Sprinklersystems durch unser ECO123-Crowdfunding ist gesichert. Wir wollen einen diversen Wald pflanzen, auch um unsere eigenen CO2 Fu\u00dfabdr\u00fccke damit zu reduzieren und um zu zeigen, da\u00df es Vielfalt zum Nutzen aller geben kann.<\/p>\n<p>Was ich seit Jahren praktiziere: ich fliege nicht mehr, ern\u00e4he mich nicht mehr von Fleisch, Wurst und anderen Derivaten von toten Tieren. Es ist nicht leicht, diesen Verzicht zu lernen. Ich habe mich aufgerafft, diese lange Wanderung zu unternehmen, um den Zustand meiner eigenen Welt zu erkunden. Ich habe es \u00fcber einen langen Zeitraum geschafft, meine Bed\u00fcrfnisse zu verringern und reduziere damit auch meinen Fu\u00dfabdruck auf rund eine Tonne CO2 pro Jahr. Im Vergleich dazu stehen durchschnittliche f\u00fcnf Tonnen CO2-Emissionen eines Portugiesen und elf Tonnen CO2 eines Deutschen. Mein Ziel ist, meine ganz pers\u00f6nliche Klimaneutralit\u00e4t so schnell wie m\u00f6glich zu erreichen: am Besten noch in 2025. Wie werde ich das machen? Meinen eigenen Strom und die Elektrizit\u00e4t meines Arbeitsplatzes stelle ich bereits seit zehn Jahren eigenst\u00e4ndig mit 40 Solarpanelen her, die j\u00e4hrlich 14.000 kWh produzieren. Was ich an gr\u00fcner Elektrizit\u00e4t verbrauche, produziere ich selbst und dieses Gef\u00fchl, da\u00df ich etwas zum Besseren ver\u00e4ndern kann, f\u00fchlt sich durchweg gut an. Daf\u00fcr bin ich selbst verantwortlich und keine Regierung, auf die wir immer alles Schlechte abschieben k\u00f6nnen. Jedes Jahr kommt eine kleine CO2 Reduktion dazu. Und mein Fu\u00dfabdruck bei Mobilit\u00e4t und Haushalt wird immer kleiner. Man darf nicht nur die Politik f\u00fcr ihre Unt\u00e4tigkeiten kritisieren, sondern mu\u00df bei den Klimazielen mit sich selbst beginnen, auch Verzicht zu \u00fcben geh\u00f6rt dazu und den Konsum zu ver\u00e4ndern. Nat\u00fcrlich braucht es den politischen Rahmen. Aber der allein gen\u00fcgt auch nicht.<\/p>\n<p>Bleiben wir doch mal ganz bei uns selbst. Jeder von uns ist Teil eines Systems und jeder hat dieses System mit dem Verbrennen von Kohle, Gas und Erd\u00f6l derma\u00dfen \u00fcberhitzt, da\u00df wir bis in alle Zukunft die Quittung daf\u00fcr bekommen werden, wenn wir uns nicht jetzt weiterentwickeln. Wir Menschen haben unser Leben der Natur aus dem Gleichgwicht gebracht, aber wir k\u00f6nnten es auch immer noch zur\u00fcck ins Gleichgewicht zur\u00fcckbringen, in dem wir achtsamer und konsequenter leben. Das aber ist harte Arbeit und setzt ein anderes Verst\u00e4ndnis von Leben voraus. Das sollte die Politik kommunizieren und den Weg zur Klimaneutralit\u00e4t nicht weiter besch\u00f6nigen. Dazu bedarf es des Verzichts und der Weiterentwicklung der menschlichen Werte, statt ein Leben nach dem Konkurrenzprinzip zu leben, br\u00e4uchten wir \u201enur\u201c grunds\u00e4tzlich miteinander zu kooperieren und den Respekt f\u00fcr alle anderen Lebenwesen aufbringen, die wir nicht mehr in Massentierhaltung qu\u00e4len,\u00a0 schlachten und aufessen sollten. Das w\u00e4re ein erster Schritt in die richtige Richtung, weniger Fleisch essen und &#8230;<\/p>\n<p>\u2026 weniger Energie verbrauchen, was auch bedeutet, weniger Energie zu verschwenden, weniger Energie in die Hand zu nehmen, zur Ruhe zu kommen. Machen wir das Licht aus auf unserem Planeten, wenn wir ins Bett gehen, kommen wir zur Ruhe. Gehen wir schlafen und ruhen wir uns aus, wenn wir f\u00fcr unseren Lebensunterhalt genug getan haben, ob mit 40 oder nur 20 Stunden die Woche. Werden wir gen\u00fcgsam. Helfen wir anderen, teilen wir unseren Wohlstand mit allen anderen Bewohnern dieses Planeten. Ist uns immer noch nicht klar, da\u00df <em>wir nackt auf diese Welt kommen und wir wieder nackt von dieser Welt gehen? Wir nehmen nichts mit, was materieller Natur w\u00e4re.<\/em> Wir k\u00f6nnten aber Gutes auf dieser Erde, eine Atmosph\u00e4re im Gleichgewicht und im Frieden hinterlassen. Jeder von uns kann das. Dieser Gedanke besch\u00e4ftigt mich immer, so lange ich noch zu Fu\u00df unterwegs sein darf. Deshalb ist es gut, sich zu entschleunigen und mit den eigenen F\u00fc\u00dfen wieder gehen zu lernen. Man l\u00f6st das Problem der Emissionen durch Mobilit\u00e4t, in dem man auch zu Fu\u00df geht \u2013 statt in den Urlaub zu fliegen, zur Arbeit zu fahren, zum Einkaufen um die Ecke, in die Disco. Und ich merke dann immer, wenn die eigenen Kr\u00e4fte zur Neige gehen. Und auch das ist wichtig, sich selbst kennenzulernen und auch seine Grenzen &#8230;<\/p>\n<div class=\"box info  \"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\tDiese Ausgabe wird (nach knapp zehn Jahren) die letzte regul\u00e4r gedruckte Ausgabe auf Recyclingpapier sein, die Sie in den H\u00e4nden halten. ECO123 wird es ab 2022 nur noch online geben, mit w\u00f6chentlicher Erscheinungsweise, immer samstags. Einmal im Jahr werden wir uns dann ein Buch als Zusamenfassung mit dem Titel The Best Storys of ECO123 kurz vor Weihnachten g\u00f6nnen. Jeder wird, wenn er es zielstrebig angeht schaffen, Schritt f\u00fcr Schritt, die eigenen CO2-Emissionen zu verringern, bis wir alle bei Null ankommen werden, und wir werden dem irgendwann nicht mehr ausweichen k\u00f6nnen. Wir werden dem Klima diesen Respekt zollen.\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<p>Zu Fu\u00df gehen ist die nat\u00fcrlichste Fortbewegungart des Menschen. Das habe ich f\u00fcr mich erkannt, als ich am zweiten Wandertag in Silves nach einem exzellenten Fr\u00fchst\u00fcck mit vielen Fr\u00fcchten aufbreche und mich auf den Weg nach S.B. Messines mache, der n\u00e4chsten Etappe meiner Wanderung nach Osten. Meine Wasserflaschen habe ich aufgef\u00fcllt. Zuerst einmal m\u00f6chte ich den geheimnisvollen Funcho-Stausee erreichen.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres 2022 gibt es weder den Beruf des F\u00f6rsters noch des Rangers. Der Beruf ist zum Ende des letzten Jahrhunderts in Portugal ausgestorben. Es gibt da noch eine kleine \u201eGurkentruppe\u201c der \u201eGNR Ambiente\u201c, die in Portim\u00e3o sitzt, wohlgemerkt sitzt und nicht patroulliert, f\u00fcr die gesamte Region des S\u00fcdens stehen sieben Polizisten auf der Gehaltsliste des Staates. Denn nur zwei Prozent der Waldfl\u00e4che Portugals sind in staatlichem Besitz. Warum also sollte der Staat sich in Kosten st\u00fcrzen, wenn ihm der Wald gar nicht geh\u00f6rt? So kann man sich auch aus der Verantwortung schleichen und den Naturschutz den privaten Forstbesitzern allein \u00fcberlassen. Was dabei herauskommt, sehen wir auf dem Weg von Silves nach Messines. Nein, ich gehe nicht auf der EN 124, die au\u00dferhalb von Silves \u00fcber keinen B\u00fcrgersteig mehr verf\u00fcgt bei allen Geschwindkeits\u00fcbertretungen der Autofahrer. Ich gehe den Feldweg parallel zur EN 214, die Via Algarviana, einen offiziellen Weitwanderweg im Sektor 9, in den seit vielen Jahren keine signifikative Investiton mehr vorgenommen wurde und die sich immer mehr von der EN 124 entfernt. Irgendwann h\u00f6re ich auch keinen Stra\u00dfenverkehr mehr.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/medronheiro.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67028\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/medronheiro.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"183\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/medronheiro.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/medronheiro-768x216.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/medronheiro-24x7.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/medronheiro-36x10.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/medronheiro-95x27.jpg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Was bringt ein Weitwanderweg der Algarve und seinen Gemeinden? Die Antwort ist geteilt. Kurzfristig betrachtet bringt sie sicherlich nur Kosten. Also mu\u00df man sein Geld auf andere Art und Weise verdienen und so wird der Forst dort regelm\u00e4\u00dfig zu Geld gemacht. Erst vor kurzem, im Sommer, wurden hier die letzten B\u00e4ume gef\u00e4llt, das Astwerk abgeschnitten und einfach auf dem Weg liegen gelassen, wie M\u00fcll, denn mit den Bl\u00e4ttern kann die Navigator Company und ihr industrieller Komplex nicht wirklich etwas anfangen und auch nicht die lokalen Forstbeseitzer. Obwohl \u2013 das ganze Material der B\u00e4ume \u2013 es k\u00f6nnte auch nachhaltig in Elektrizit\u00e4t transformiert werden, wenn man es schreddern w\u00fcrde und kompostieren, als Biomasse. Eine gesetzliche Regelung t\u00e4te besonders hier gut, denn dieser sogenannte M\u00fcll im Wald ist hochbrennbar und sehr oft erst der Grund f\u00fcr die desastr\u00f6sen Waldbr\u00e4nde. Und es w\u00fcrde bedeuten, Ressourcen zu nutzen. Nicht alle Holzf\u00e4ller verstehen diese Logik. Sie verstehen (noch) nicht, was Nachhaltigkeit bedeutet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-67049 gallery-columns-3 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"410\" src=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/21_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7022-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"410\" src=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7031-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"410\" src=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/22_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7015-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<h2>Das System Eukalyptus<\/h2>\n<p>Es beginnt immer damit, ein Team von Holzf\u00e4llern (madeireiros) mit Motors\u00e4gen zu kontraktieren<br \/>\nund man handelt einen Tageslohn aus. Ein 30 bis 40 Tonnen LKW mit Kran wird f\u00fcr das Aufladen und Abtransportieren angemietet, der das Tagewerk der Holzf\u00e4ller in die Fabrik nach Set\u00fabal oder Huelva zur Weiterverarbeitung bringt. Am Ende des Arbeitsprozesses erh\u00e4lt der Konsument bl\u00fctenwei\u00dfes, chemisch gebleichtes Papier, das der Produzent fertig zum Export ausschreibt. Das moderne Arbeitsleben spielt sich heute zumeist in B\u00fcros ab. Noch braucht man das Papier Portugals in diesen B\u00fcros. Und alle machen bei diesem linear und zu kurz gedachtem Gesch\u00e4ft mit. Der private Forstbesitzer stellt das Land zur Verf\u00fcgung und bekommt als Pr\u00e4mie mindestens 500 Euro cash auf die Hand. Die Firma Navigator betreibt diese direkte F\u00f6rderung in Monchique durch A5 Flugbl\u00e4tter. Die sehr oft angeheuerten brasilianischen Holzf\u00e4ller machen die Drecksarbeit im Forst. Der Staat dr\u00fcckt beide Augen zu. Denn es ist vermutlich egal, ob die Holzf\u00e4ller angemeldet sind oder nicht, denn die Papierindustrie ist ein treuer guter Steuerzahler, einer von den wenigen, die dadurch auch politische Macht durch Lobbyismus generieren. Gesetze aus Br\u00fcssel werden dabei kreativ umgangen, bestenfalls ignoriert. Es gibt zwar einen ICNF*, der seit vielen Jahren <em>den Wald vor lauter B\u00e4umen nicht sieht<\/em>, aber f\u00fcr den Naturschutz und seine Einhaltung doch verantwortlich sein will. F\u00fcr ihn ist Eukalyptus nur eine von vielen Baumarten, die zwar in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts erstmals nach Portugal eingef\u00fchrt wurde und mittlerweile beinahe als heimische Baumart klassifiziert wird. Und es wird Zeit, da\u00df der ICNF auch f\u00fcr seine Politik endlich einmal verantwortlich gemacht wird. Vielleicht kommt dann vermutlich\u00a0 heraus, welchen Wert die Unt\u00e4tigkeit im Naturschutz hat, wieviel Vitamin C daf\u00fcr n\u00f6tig war. Und \u00fcberhaupt kann man den Buchstaben \u201eC\u201c des ICNF auch als \u201eComercializa\u00e7\u00e3o\u201d statt \u201cConserva\u00e7\u00e3o\u201d interpretieren&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67031\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017.jpg\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/24_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7017-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Seit drei Stunden, es ist bereits Mittag, qu\u00e4len Max und ich uns auf einem Pfad, der uns zum Funcho-Stausee bringen soll, in einer Gegend, in der wir nur auf ausgetrocknete Quellen, leere Bachbetten und gef\u00e4llten Eukalyptus sto\u00dfen. Trotz allem, es herrscht ein wunderbares Touristenwetter. Keine Menschen und vor allen Dingen, keine Tiere weit und breit. Fr\u00fcher gab es hier wenigstens Schlangen, die sich sonnten und Fische im Wasser der B\u00e4che. Das Artensterben, stelle ich mir gerade vor, hat in einem solchen ausgetrockneten Biotop bei Silves begonnen, dem selbst Menschen kaum gewachsen sind: kein Schatten nirgendwo. Kein Baum, dessen Wurzeln die Erde h\u00e4lt. Max und ich werden hier auf eine harte Probe gestellt. In der prallen Sonne laufen. Sollten wir in der prallen Sonne eine Wanderpause riskieren und dabei noch mehr dehydrieren? Auch kein Wasser, nirgendwo. Alle H\u00fcgel sind blank und von sandfarbiger Erde. \u00dcber uns f\u00fchrt eine Trasse sechs Starkstromleitungen mit 300.000 Volt. Es summt und zischt. Den Weg s\u00e4umen Medronheiro B\u00fcsche, die sich l\u00e4ngst an die Trockenheit gew\u00f6hnt haben. Von 12 Uhr an, geht auch unser Wasser langsam zur Neige. Die Gewalten der Natur, der Sonne und des Windes, trocknen weiter die erodierten B\u00f6den der H\u00fcgel \u00f6stlich und n\u00f6rdlich von Silves aus und wehen den Staub durch die T\u00e4ler und \u00fcber die H\u00fcgel ins Nirwana. Eine Todeszone f\u00fcr Wanderer, die nicht genug trainiert sind und zu wenig Wasser mitnehmen.<\/p>\n<p>Der Wald um Silves brannte im Sommer 2003 lichterloh w\u00e4hrend eines vollen Monats und seit diesem Megafeuer hat es hier keine Wiederaufforstung mit Korkeichen oder Schirmpinien, keine Erholung der Natur gegeben. Aufforstung? Nur im privaten Interesse und dann ausschlie\u00dflich mit Eukalyptus und in Monokulturen. Es ist die Ausbeutung der Natur pur. Das Land erinnert mich an Bilder von Sebasti\u00e3o Salgado aus den Goldminen Afrikas oder Brasiliens. Hier wird die Versteppung der Algarve durch den Klimawandel beginnen, wenn nicht ziemlich bald, zum Beispiel entlang der Via Algarviana, der Fu\u00dfweg mit nachhaltigen Gew\u00e4chsen bepflanzt wird. Denn mittel- bis langfristig w\u00fcrde jede Investition, die die W\u00fcste im S\u00fcden Europas zur\u00fcckdr\u00e4ngt, einen nachhaltigen Gewinn f\u00fcr das Land bedeuten. Land, das man aufgibt, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, geht und bleibt immer f\u00fcr die Menschheit verloren. Eine W\u00fcste zu renaturieren wird immer zu einem teuren Spa\u00df, bis sie irgendwann einmal unbezahlbar wird. Ich sehe mich um. Kein Ort, kein Haus, kein Lebenszeichen. Ich gehe ohne Eile. Einatmen, ausatmen. Langsam trocknet auch mein Gehirn, mit jedem Atemzug.<\/p>\n<h2>Die Idee<\/h2>\n<p>Gehen. Eine Mandel langsam kauen, eine getrocknete Feige essen und einen Apfel. Den Geschmack abspeichern. An etwas Sch\u00f6nes denken. Den Hut l\u00fcften und wieder aufsetzen. Den Rucksack sch\u00fctteln und festzurren. Das letzte Wasser bleibt in der Flasche, die eiserne Reserve. Ich sorge mich um meinen Hund. Er hat seit einer Stunde nichts mehr zu trinken bekommen und das letzte Wasser in meiner Flasche ist f\u00fcr ihn reserviert. Er wartet jetzt immer unter einem Busch, bis ich ihn einhole. Wir beide sind ein Herz und eine Seele. Er wei\u00df, da\u00df er jetzt mental stark sein mu\u00df und die Kraftreserven vorsichtig nutzen, denn ich kann ihn nicht tragen. Mit seinen 44 kg Gewicht w\u00fcrden wir hier auf dem Trail einfach liegen bleiben und vertrocknen. Es gibt hier auf der Strecke keinen Notrufknopf. Niemand kommt vorbei und niemand anders ist unterwegs. Keiner kommt uns entgegen. Falls einer von uns beiden schlapp machen w\u00fcrde, k\u00f6nnten wir nicht einmal telefonisch Hilfe rufen. Die Mobiltelefone\u00a0 funktionieren hier die meiste Zeit des Tages nicht, es gibt kein Netz in den meisten T\u00e4lern dieser Gegend \u00f6stlich von Silves. Ich schicke eine Nachricht an meine Frau und setze eine Mitteilung ab, wo genau ich mich befinde und da\u00df wir noch vier Kilometer vom Damm entfernt sind. Erst beim f\u00fcnften Versuch findet das Telefon ein Netzwerk und wird abgeschickt. Eine weitere Stunde gehen. Ungeahnte Einsamkeit, Stille. Und mitten in diesem Bild st\u00f6rt ein Ger\u00e4usch die Idylle. Ein Quadbike braust heran, das Ehepaar winkt und ist so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Ein Trost ist, es kann nur noch besser werden. Und damit es besser werden w\u00fcrde, m\u00fcssten sich alle einen Ruck geben und m\u00fcssten alle \u00fcber ihren Schatten springen. Ich gehe zwei, drei Stunden weiter und nichts \u00e4ndert sich. Die sportliche Kondition meines Hundes gibt mir Anla\u00df mich zu sorgen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67034\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/25_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7002-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rosa Cristina Gon\u00e7alves da Palma ist die neue und alte B\u00fcrgernmeisterin von Silves. Sie wurde mit 6.457 Stimmen bei den Kommunalwahlen am 26. September wiedergew\u00e4hlt. Auf sie entfielen 43,10 % der abgegebenen Stimmen. Falls sie in ihrem Budget f\u00fcr 2022 und 2023 ein paar tausend Euro \u2013 einen vierstelligen Betrag \u2013 reservieren und dieses Geld in die Wiederaufforstung stecken w\u00fcrde, w\u00e4re dem alten Pilgerweg dadurch sehr geholfen. Man sollte die B\u00fcrgrmeisterin auf eine solche Wanderung einfach mal einladen und ihr diese Idee in der Praxis erkl\u00e4ren. Wer hier alle f\u00fcnf Meter autochtone B\u00e4ume w\u00e4hrend der Wintermonate pflanzen w\u00fcrde, nur rechts und links des Weges, w\u00fcrde eine nachhaltige Investition in die eigene Region unternehmen. Eine Schulklasse, die Feuerwehr von Silves, ein Dutzend Freiwillige k\u00f6nnten die Wiederaufforstung am Wegesrand der Via Algarviana meistern und die sp\u00e4tere Pflege und die Bew\u00e4sserung der B\u00e4ume im Sommer \u00fcbernehmen. Die Wanderer w\u00fcrden\u00a0 sich f\u00fcr den Gr\u00fcnen G\u00fcrtel bedanken und eine Kurtaxe bei der \u00dcbernachtung in Silves bezahlen, um diese Investition zu kompensieren. Es w\u00e4re eine langfristige Investition in die Natur, in den Naturtourismus und es w\u00fcrde die Versteppung und Verw\u00fcstung der Algarve zur\u00fcckdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67037\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/26_Dia-2-Silves-Funcho-DSC_7003-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Ohne Investment kein Gewinn&#8230;<\/h2>\n<p>Und wer am Ende noch ein paar hundert Euro aus dem Budget \u00fcbrig h\u00e4tte, w\u00fcrde auf einem H\u00fcgel mit Rundumblick zwei B\u00e4nke und einen Tisch f\u00fcr Wanderer montieren, um sich bei einer Wanderpause mal hinsetzen zu k\u00f6nnen, um ein Butterbrot zu essen und um einen Schluck Wasser zu trinken. Es braucht ja nicht gleich ein Coca-Cola Automat mitten in der Wildnis stehen&#8230; Aber Schatten braucht es. Am Besten durch B\u00e4ume &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/27_Dia-3-Funcho-DSC_6678.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-67040\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/27_Dia-3-Funcho-DSC_6678.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/27_Dia-3-Funcho-DSC_6678.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/27_Dia-3-Funcho-DSC_6678-768x1155.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/27_Dia-3-Funcho-DSC_6678-16x24.jpg 16w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/27_Dia-3-Funcho-DSC_6678-24x36.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/27_Dia-3-Funcho-DSC_6678-31x47.jpg 31w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a>Auf dem H\u00fcgel mit der besten Aussicht schaue ich zur\u00fcck nach Monchique, wo ich am Tag zuvor aufgebrochen bin. Auf jetzt rund 250 H\u00f6henmetern teilt sich unser Weg. Hund und Herrchen biegen rechts ab und beginnen mit dem Abstieg. 180 Meter geht es \u00fcber eine Distanz von zwei Kilometern hinab in ein breites trockenes Flu\u00dfbett, das als \u00dcberlaufbecken des Funcho-Staudamms dient. Mein Hund ist auf einmal weg. Ich entdecke ihn in einem Bach, sich im Wasser baden. <em>Gl\u00fccklich schaut er mich an und will sagen, guck mal, was ich gefunden habe.<\/em> Der Serpentinenweg beherbergt nur Korkeichen, einige Steineichen und wenige Johannisbrotb\u00e4ume, langsam wachsende, gen\u00fcgsame und heimische alte B\u00e4ume. Eine Quelle, die aus dem Berg das Wasser rinnen l\u00e4\u00dft, m\u00fcndet in einen Bach, der wiederum den Weg quert und rechts des Weges in Kaskaden ins Tal hinunterl\u00e4uft. Was f\u00fcr ein gl\u00fccklicher Zufall. Da hatte doch glatt einer vergessen, den letzten Winkel von Silves mit Monokulturen zu best\u00fccken. Ich f\u00fclle an der Quelle unsere Flaschen und nehme einen Probeschluck. Nun ja, ich mu\u00df mich auf meine Geschmackssinne verlassen. Im Oktober, nach einem langen und hei\u00dfen Sommer hier an der Algarve sauberes Wasser vorzufinden, ist der mentale H\u00f6hepunkt eines jeden Wandertages. Als ich das erste Mal vor knapp 20 Jahren so eine Weitwanderung unternahm, gab es im Herbst noch viele solcher Quellen. Ich aber hatte heute gar nichts erwartet und werde gerade jetzt zum gl\u00fccklichsten Menschen. <em>Wasser!<\/em><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns als Konsumb\u00fcrger kaum vorstellen, was es bedeutet, kein Wasser mehr zu haben und gleichzeitig h\u00f6llischen Durst zu schieben. Solange es immer noch Nachschub gibt, k\u00f6nnen wir uns auch nicht vorstellen, da\u00df wir den Wasserhahn in der K\u00fcche aufdrehen und es flie\u00dft kein Wasser. F\u00fcr Leute, die in der Stadt leben, k\u00e4me das gar nicht in den Sinn, die Wasserknappheit logisch zu erfassen. Sie sind so weit weg von der Natur&#8230;<\/p>\n<p>Noch sind es zwei Kilometer bis zum Staudamm. Eine gute halbe Stunde brauchen wir noch, bis wir einen ersten Blick in das kristalklare Wasser des Funcho-Stausees werfen k\u00f6nnen, der die Algarve besonders in den Sommermonaten vor dem v\u00f6lligen Vertrocknen bewahrt. Wir tappsen den Weg, der die 50 Meter hohe Staumauer erreicht hoch, und so gelangen \u00fcber die 100 Meter lange Mauer zu einem Picknickplatz im Schatten alter sch\u00f6ner Schirmpinien. Es ist 14 Uhr. F\u00fcr heute ist es das gewesen und meinen Hund werde ich bei dieser Oktoberhitze von 32 Grad C im Schatten vermutlich eher nach Hause schicken. Auf den 17 km haben wir nur eine einzige Quelle gefunden. Max sollte sich besser erholen.<\/p>\n<p>Jetzt besucht uns erst einmal Stefanie. Sie organisiert ein Picknick im <em>Parque de Merendas,<\/em> nahe der Aufzuchtstation des Iberischen Luchses. Und dann? Es sind noch knapp 15 km bis nach S.B. Messines ins Casa do Povo, der n\u00e4chsten \u00dcbernachtung. Und \u00fcber Alte und Salir soll es dann in die Serra da Caldeir\u00e3o gehen. Ich beschlie\u00dfe, von jetzt an besser allein nach Osten zu gehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67043\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680.jpg\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/28_Dia-3-Funcho-DSC_6680-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div><div class=\"author-info\"><img decoding=\"async\" class=\"author-img\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png?w=618\" alt=\"\" \/><div class=\"author-info-content\"><h3>Uwe Heitkamp (60)<\/h3>\n\t\t\tausgebildeter Fernsehjournalist, Buchautor und Hobby-Botaniker, Vater zweier erwachsener Kinder, kennt sei 30 Jahren Portugal, Gr\u00fcnder von ECO123.<br \/>\n\u00dcbersetzungen : Fernando Medronho &amp; Kathleen Becker<br \/>\nFotos: Uwe Heitkamp, Henk Hin\n\t\t\t<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgewacht. 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