{"id":71465,"date":"2024-09-20T20:27:56","date_gmt":"2024-09-20T19:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/eco123.info\/de\/?p=71465"},"modified":"2024-09-27T19:34:27","modified_gmt":"2024-09-27T18:34:27","slug":"in-zehn-schritten-zur-klimaneutralitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eco123.info\/de\/nachrichten\/in-zehn-schritten-zur-klimaneutralitaet\/","title":{"rendered":"In zehn Schritten zur Klimaneutralit\u00e4t."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Samstag, der 21. September 2024.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_70366\" aria-describedby=\"caption-attachment-70366\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/ezgif-7-ddd49f0af8_low.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70366 size-full\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/ezgif-7-ddd49f0af8_low.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"450\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-70366\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Publicidade<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00dcber den individuellen Fu\u00dfabdruck sich Gedanken zu machen, kann ein wichtiger Teil der L\u00f6sung der Klimakrise auf unserem Planeten sein. Wir m\u00fcssen nat\u00fcrlich auch \u00fcber die gro\u00dfen Klimabetr\u00fcger sprechen und endlich eine transnationale Exit-Strategie f\u00fcr diese finden: f\u00fcr BP, Shell und Exxon, f\u00fcr Gazprom, Aramco, China-Coal und Rio Tinto und die anderen 93 multinationalen Konzerne, die ihr Gesch\u00e4ft mit fossilen Brennstoffen und dem Abbau von Mineralien und Erzen machen, auf Kosten der Menschheit, auf Kosten der Bewohnbarkeit unseres blauen Planeten. 100 multinationale Konzerne emittieren rund 80% des weltweiten CO2 und acht Milliarden Menschen verfeuern diese fossilen Brennstoffe. Und wir sollten auch den Staat und seine Subventions- und Steuerpolitik einmal sehr genau unter die Lupe nehmen und hinterfragen. Warum darf beispielsweise ein einziges Unternehmen zehn Prozent der Landfl\u00e4che Portugals mit hochbrennbaren Eukalyptus bepflanzen lassen? Der Wald als Ressourcenspender. Alles mu\u00df auf den Pr\u00fcfstand. Nat\u00fcrlich auch mein eigener individueller CO2-Fu\u00dfabdruck. Ich kehre n\u00e4mlich zuerst vor meiner eigenen Haust\u00fcr. Da, wo ich es kann und dort, wo ich meine Verantwortung trage, f\u00fcr mich selbst. Ich sage nicht, lass die anderen mal anfangen mit der Reduktion der CO2 Emissionen. Dazu geh\u00f6rt auch, da\u00df ich mich transparent mache.<\/p>\n<p>Ich habe ein Grundst\u00fcck von der Fl\u00e4che eines Hektars (10.000 m\u00b2) zum Freundschaftspreis von einem alten Freund gekauft, der damals meinte, ich br\u00e4uchte unbedingt ein Grundst\u00fcck, wenn ich in Portugal bleiben wolle. Das war noch in den 90ern des letzten Jahrhunderts. Mit diesem St\u00fcck Erde, das ich heute besitze, f\u00e4llt mir der Gedanke an meine Netto-Null Emission etwas leichter. Wer kein solches Grundst\u00fcck besitzt, der sollte das Dach seines Hauses, oder den Balkon der Einliegerwohnung benutzen, um sauberen Solarstrom selbst zu produzieren. Das w\u00e4re dann eine Nummer kleiner, aber man f\u00e4ngt bekantlich immer mit einem ersten Schritt an. Ich lebe in Portugal und bin Herausgeber dieser Zeitschrift. Ich stamme urspr\u00fcnglich aus Deutschland, wo ich zur Schule ging, studiert und den Beruf des Journalisten erlernt habe. Dann verwirklichte ich einen Traum aus fr\u00fchen Tagen. Ich kaufte mir von meinem ersten Regiehonorar beim Fernsehen ein Segelboot und segelte hinaus aufs Meer und in die Welt.<\/p>\n<p>Auf diese Weise gelangte ich nach Portugal: mit dem Wind. Weiter bin ich\u00a0 nicht gekommen. Damals, vor etwas mehr als 30 Jahren, ver\u00e4nderte sich bereits das Klima und mit ihm die Winde, das Wetter, die See. Und seitdem reden wir um den hei\u00dfen Brei herum und tun nicht genug: denn es wurde immer w\u00e4rmer, so schien es mir, die Sommer immer l\u00e4nger, die Winter immer k\u00fcrzer, es regnete unregelm\u00e4\u00dfiger, mal viel mehr und dann wieder weniger und auch der Wind wechselte h\u00e4ufiger und brachte \u2013 nichts \u2013 statt Regen. Wer in den letzten 25 Jahren geboren wurde, hat keine Vergleichswerte von dem Klima, wie es vorher war, besonders auf dem Meer. Ich lebte auf diesem Segelboot und meine Frau war schwanger. Also gingen wir an Land, um die Geburt unseres Kindes vorzubereiten. So wurden wir von unserem n\u00e4chsten Nachbarn im Monchique-Gebirge warmherzig willkommen gehei\u00dfen. Eines Morgens brachte er uns ein Geschenk in unserm neuen Zuhause: zwei Eimer mit Lebensmitteln, in einem Eimer Kartoffeln, im anderen Tomaten, Paprika und Zwiebeln. In was f\u00fcr eine freundliche Welt waren wir da hineingeraten? Portugal! Wir lebten weit weg von der Zivilisation in der Natur des Gebirges, ohne Strom und mit flie\u00dfendem Wasser einer Quelle. Die Welt schien in Ordnung, unsere Welt, unser neuer Garten Eden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-71459\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro.jpg\" alt=\"\" width=\"654\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Esgravatadouro-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 654px) 100vw, 654px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dort wurden wir ziemlich bald auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckgeholt,\u00a0 als uns ein Starkregen heimsuchte und von einem \u00fcber die Ufer getretenen Bach nach einem Gewitter blieb nichts, wie es vorher einmal war. Der Orangengarten mit 60 B\u00e4umen? Weggesp\u00fclt. Innerhalb von sechs Stunden regnete es die Menge eines Vierteljahres: 270 mm. Der Gebirgsbach, der normalerweise keine 30 cm tief war, trat \u00fcber die Ufer und schwoll auf sechs Meter an. Die Nachbarn retteten sich auf das Dach ihren Hauses. Wir waren zutiefst erschrocken. Die Vorboten des Klimawandels k\u00fcndigten sich uns an. So besch\u00e4ftigen wir uns intensiv mit den Ursachen, als im n\u00e4chsten Sommer auch noch der ganze Wald um uns herum in Flammen stand. Auf diese Weise ver\u00e4nderte sich unsere Perspektive von dieser Welt in der wir lebten. Was konnte ich daran \u00e4ndern?<\/p>\n<h3><strong>Der Treibhausgas-Effekt.<\/strong><\/h3>\n<p>Seit dem Tag des ersten Waldbrands begann in mir die Idee zu reifen, sich von\u00a0\u00a0 fossilen Brennstoffen zu verabschieden \u2013 und kein CO2 mehr in <em>meine<\/em> Atmosph\u00e4re zu emittieren, sich zu befreien vom \u00dcbel unserer energieintensiven Gesellschaften. Diese Idee bekam einen Fahrplan. Mein Ziel war sehr klar definiert, ich will klimaneutral werden, verbunden mit der Frage,\u00a0 <em>wie kann ich meine Welt an meine Kinder eines Tages weitergeben, die um so vieles schlechter bewohnbar sein wird, als ich die Welt von meinen Vorfahren \u00fcbernommen habe? Es geht mir dabei um nichts anderes als um die Bedingungen f\u00fcr ein gutes und nachhaltiges Leben auf unserem Planeten. <\/em>Und kann ich \u00fcberhaupt etwas \u00e4ndern? So begann ich mit einem ersten vorsichtigen Schritt, denn ich glaube an die Macht der kleinen, wohl\u00fcberlegten Schritte und daran, da\u00df wir uns hinterfragen m\u00fcssen, jeden Tag aufs Neue.<\/p>\n<h3><strong>Schritt 1: Wie mache ich mich energieunabh\u00e4ngig?<\/strong><\/h3>\n<p>Ich kaufe nichts mehr aus China oder aus dem fernen Osten, was ich nicht aus lokaler, regionaler oder nationaler Produktion auch kaufen kann. Kurze Wege reduzieren die CO2-Emissionen. Installieren Sie auf ihrem Grundst\u00fcck mindestens eine <strong>Nachf\u00fchranlage mit 20 Solarmodulen<\/strong> von jeweils (Stand 2024) 430 Watt. Die kaufe ich zum Beispiel von dem Unternehmen <strong>Meyerburger<\/strong> aus Ostdeutschland oder direkt in der Schweiz, dem Hauptsitz von <a href=\"https:\/\/www.meyerburger.com\/de\">https:\/\/www.meyerburger.com<\/a> in Gwatt (Thun) oder beim spanischen Solarhersteller <strong>Eurener<\/strong> in Val\u00eancia: <a href=\"https:\/\/eurener.com\/\">https:\/\/eurener.com<\/a>. Es gibt sie noch, diese letzten europ\u00e4ischen Solarpanele-Hersteller. Also was? Informieren Sie sich, wenn Sie sich befreien wollen, so wie ich es gemacht habe. Lassen Sie nicht locker und fragen Sie ihrem Bankberater <em>L\u00f6cher in den Bauch<\/em>. Denn Sie wollen eine L\u00f6sung, zum Beispiel die Finanzierung f\u00fcr die Solaranlage.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-71441\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence-768x510.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Solar-panels-guarantee-the-energy-independence-71x47.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rund acht Kilowatt Leistung sollten f\u00fcr den Anfang reichen, die Sie in das Stromnetz einspeisen k\u00f6nnen, dann brauchen Sie auch keine Lithium-Ionen-Batterie zur Speicherung des Stroms kaufen. Sie schlie\u00dfen gleichzeitig einen Versorgervertrag auf Gegenseitigkeit mit einem gr\u00fcnen Stromproduzenten ab. Zum Beispiel in Portugal mit der <a href=\"https:\/\/coopernico.org\/\">https:\/\/coopernico.org<\/a> oder in Deutschland mit der B\u00fcrgerEnergieGenossenschaft Losheim am See: <a href=\"https:\/\/beg-hochwald.de\/\">https:\/\/beg-hochwald.de<\/a> und verkaufen ihr den Strom, den Sie mit den Solarpanels produzieren. Und Sie werden dort auch Mitglied (Genosse) oder suchen sich in Ihrer N\u00e4he eine andere Energiegenossenschaft. Machen Sie sich frei. Werden Sie unabh\u00e4ngig. Sie werden merken, Sie werden mit diesem ersten Schritt wachsen&#8230;<\/p>\n<p>Allein in Spanien gibt es mehr als 1.500 Energiegenossenschaften. Sie werden feststellen, da\u00df Sie mehr saubere Elektrizit\u00e4t mit 20 Solarpanels produzieren als Sie selbst verbrauchen und Sie verdienen damit auch noch gutes Geld. Das nehmen Sie, um den m\u00f6glichen Kredit, zum Beispiel bei der GLS Bank in Bochum abzubezahlen, den die Nachf\u00fchranlage gekostet hat und die Sie \u00fcber diese gr\u00fcne Bank finanzieren k\u00f6nnen. Die Investition durch den Kredit k\u00f6nnen Sie \u00fcbrigens von der Steuer absetzen. Ich spreche von einer \u00fcberschaubaren Investition von rund 15.000 Euro. Bleiben Sie immer dran und informieren Sie sich \u00fcber nachhaltige Banken selbst bei <a href=\"https:\/\/gabv.org\/\">https:\/\/gabv.org<\/a> &#8230;<\/p>\n<p>Als ich meine Anlagen 2010, also vor knapp 15 Jahren kaufte, zahlte ich daf\u00fcr noch 22.000 Euro pro System. Da kaufte ich zwei Nachf\u00fchranlagen und investierte auf meine Weise nachhaltig. Daran sieht man, wie sich die Preise f\u00fcr Solarmodule in 15 Jahren nach unten entwickelt haben. Eine solche Anlage rentiert sich bereits nach rund vier Jahren und sechs Monaten. Dann ist sie mit den Geldern f\u00fcr die Stromeinspeisungen abgezahlt. Die Restlaufzeit \u00fcber zehn Jahre und sechs Monate Einspeisung waren der Gewinn. Ich konnte die Einnahmen aus dem Stromverkauf damals wie heute gut gebrauchen. In Portugal verdient man Hungerl\u00f6hne als Journalist (und ich wollte mich nicht korrumpieren lassen) und ich hatte gerade wieder einen Waldbrand zu \u201ereparieren\u201c. Wir, die Genossenschaft Esgravatadouro in Monchique, wir\u00a0 haben f\u00fcr den neuen Wald, den wir zur Zeit pflanzen, eine potente Sprinkleranlage selbst gebaut und installiert. Denn es sollte damals nicht der einzige Waldbrand bleiben. Ich \u00fcberlebte mit viel Gl\u00fcck und noch mehr Erfahrung f\u00fcnf Waldbr\u00e4nde in den vergangenen 30 Jahren. Doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-63657\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1.jpg\" alt=\"\" width=\"648\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1-768x505.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1-310x205.jpg 310w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1-24x16.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1-36x24.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/218076042-1-72x47.jpg 72w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><strong>Schritt 2: Fliegen war gestern \u2013 Bahn fahren ist morgen.<\/strong><\/h3>\n<p>Die Natur zu sch\u00fctzen ist mir ein wichtiges Anliegen, eine Herzensangelgenheit, denn wer jedes Mal sieht, wie sie sich in Rauch und Asche aufl\u00f6st, wird sensibilisiert. Beim Thema <strong>Mobilit\u00e4t<\/strong> f\u00e4ngt die<em> Befreiung<\/em> erst richtig an. Es war vor einigen Jahren, als ich klar stellte: in den Urlaub fliegen oder zu einem Interviewtermin, das war gestern. Und f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre hatte ich mir vorgenommen, Europa &#8211; unseren eigenen alten Kontinent, einfach noch einmal besser kennenzulernen. Weniger ist mehr, vor allem langsamer ist ges\u00fcnder. Seitdem vermeide ich Fliegen, wo es nur geht.<\/p>\n<p>Beginnen Sie mal dar\u00fcber nachzudenken, wie sie ohne Benzin, Diesel oder Kerosin von Portugal nach Norwegen kommen. Ich wollte nach Norwegen, um ein Interview zu f\u00fchren. Ich mu\u00df Ihnen diese Geschichte einfach mal erz\u00e4hlen, denn sie ist ein gutes Beispiel f\u00fcr eine kritische Ann\u00e4herung an das Thema Null Emissionen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_europa-needs-a-project.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-71438\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_europa-needs-a-project.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"507\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_europa-needs-a-project.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_europa-needs-a-project-768x1096.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_europa-needs-a-project-17x24.jpg 17w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_europa-needs-a-project-25x36.jpg 25w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_europa-needs-a-project-33x47.jpg 33w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/a>Ich wollte am 1. August 2018 mit dem Wirtschaftswissenschaftler und Psychologen vom Club of Rome, <em>Per Espen Stoknes,<\/em> \u00fcber sein heute immer noch aktuelles Buch mit dem Titel <em>\u201eWhat do we think about when we try not to think about Global Warming\u201c (also \u00fcber einen ganz bestimmten Aspekt der<\/em> Klimakrise) ein Titelgespr\u00e4ch f\u00fchren. Also setzte ich mich in Huelva, dem ersten spanischen Bahnhof nach Portugal in den TVE-Schnellzug und ab ging die Fahrt bei bis zu 320 km\/h <em>Speed \u00fcber <\/em>Madrid und Barcelona nach Gerona, nat\u00fcrlich elektrisch und nahezu emissionsfrei. Dort legte ich eine Pause ein und \u00fcbernachtete. Am n\u00e4chsten Morgen stieg ich kurz vor acht Uhr in den TGV, der mich \u00fcber Lyon nach Paris brachte und weiter ging es vom <em>Gare de Lest<\/em> im ICE \u00fcber Saarbr\u00fccken nach Frankfurt und Fulda \u2013 und das alles an einem einzigen Tag \u2013 im Zug von Nordspanien in die Mitte Deutschlands. Wozu brauche ich da ein Flugzeug, fragte ich mich, wenn ich fast ohne CO2 mit der Bahn fahren kann?<\/p>\n<p>Dann, das gebe ich freim\u00fctig zu, wurde es etwas schwierig. Die Probleme der Deutschen Bahn kennen wir in der Zwischenzeit hinl\u00e4nglich. Von Fulda \u00fcber Hannover nach Hamburg war ich noch p\u00fcnktlich. Aber von dort \u00fcber Kopenhagen nach G\u00f6teburg zu kommen, war schwierig, weil der Zug von Hamburg aus nicht weiterfahren <em>wollte<\/em>. Er war n\u00e4mlich kaputt. Ich wartete stundenlang auf einen Ersatzzug. Wer schon so viele Jahre in Portugal lebt wie ich, hat mit dem Warten kein Problem mehr. Der neue Zug kam irgendwann gegen Nachmittag, aber anstatt nachmittags um f\u00fcnf Uhr in Schweden anzukommen, erreichte ich G\u00f6teburg erst um zwei Uhr nachts. Am vierten Tag fuhr ich dann mittags von G\u00f6teburg nach Oslo und das dauerte nur noch vier Stunden. Trotz der vielen Zeit in einem Zug wurde es mir nie langweilig. Entweder war die Landschaft atemberaubend \u2013 zum Beispiel mit dem Zug in eine Schiffsf\u00e4hre zu fahren und \u00fcber die Ostsee zu schippern &#8211; oder ich fand Mitreisende im Abteil, mit denen ich spannende Geschichten austauschen konnte. Ich bin Journalist, spreche drei Sprachen und nehme mir jetzt mehr Zeit in meinem Leben f\u00fcr mich und f\u00fcr andere in Gespr\u00e4chen, weil ich mir ganz sicher bin, da\u00df ich CO2 Emissionen vermeiden m\u00f6chte und auch, weil ich das kann. Das Thema, fossile Brennstoffe nicht mehr zu verfeuern, r\u00fcckte f\u00fcr mich an die erste Stelle in meinem Leben. Alles andere wurde damit nachrangig. Meine Uhr in mir wurde langsamer. Ich beendete das Rattenrennen, mich wie ein Hamster im Rad zu drehen. Ich wurde langsamer und damit aufmerksamer, bildete ich mir ein.<\/p>\n<p>Die gesamte Zugfahrt, nahezu 4.500 km lang, emittierte ich nur 160 kg CO2. Das rechnete ich mir mit den verschiedenen CO2-Rechnern aus. Mit dem <em>Flieger<\/em> h\u00e4tte ich mehr als das Zehnfache emittiert. Ich war dreieinhalb Tage nach Norwegen unterwegs. Ja und? Dann nahm ich mir einen Tag f\u00fcr das Interview und einen Tag sp\u00e4ter machte ich mich wieder auf den Heimweg. Die Tour hin und zur\u00fcck kostete mich per Interrail-Ticket ganze 220 Euro plus 80 Euro Sitzplatzreservierungen. Selten habe ich mich so wohl gef\u00fchlt, wie auf dieser Zugfahrt \u2013 eine Reise mit der Zeit \u2013 und nicht gegen die Uhr. Auf der R\u00fcckfahrt bekam ich im Bahnhof in Kopenhagen die Nachricht, da\u00df zuhause in Portugal, in Monchique der Wald wieder in Flammen steht. Ein Eukalyptus Baum hatte eine Hochspannungsleitung ber\u00fchrt und Funken entz\u00fcndeten den Wald n\u00f6rdlich von Monchique bei Temperaturen\u00a0 von 44 Grad Celsius. Der menschgemachte Klimawandel hatte schon wieder zugeschlagen und menschliche <em>Fahrl\u00e4ssigkeit<\/em> taten das \u00dcbrige&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/02_europa-needs-a-project-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-71446\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/02_europa-needs-a-project-1.jpg\" alt=\"\" width=\"647\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/02_europa-needs-a-project-1.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/02_europa-needs-a-project-1-768x280.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/02_europa-needs-a-project-1-24x9.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/02_europa-needs-a-project-1-36x13.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/02_europa-needs-a-project-1-95x35.jpg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 647px) 100vw, 647px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn ich heute von Monchique im S\u00fcden Portugals, wo ich lebe, nach Lissabon oder Porto fahren muss, weil ich dort ein Interview machen m\u00f6chte, oder wenn ich von K\u00f6ln nach Minden in Westfalen mit der Bahn fahre, kenne ich meine Emissionswerte ziemlich genau. F\u00fcr lokale und regionale Ziele nehme ich seit 2016 das Elektroauto, das ich mit dem Strom der eigenen Solaranlage aufladen kann, und das ist sogar umsonst. Mobilit\u00e4t gratis<em>!<\/em> <em>Die Scheichs und auch\u00a0 Wladimir Putin, sie erhalten von mir kein<\/em><em>en einzigen Cent<\/em><em> mehr!<\/em><\/p>\n<p>In Portugal verdient ein Lokaljournalist sehr wenig Geld. Man mu\u00df den Euro zweimal umdrehen, bevor man ihn ausgibt. Aber in Portugal scheint die Sonne an 300 Tagen im Jahr \u2013 und zwar umsonst. Und da ich mir im Jahr 2010 vorgenommen hatte, bis zum Jahr 2025 klimaneutral zu werden, habe ich mir genau \u00fcberlegt, wie ich das anstelle, wo genau ich anfange und wo das enden soll. In der Mitte der Zeit \u2013 also Ende 2015 lie\u00df ich meinen Benziner verschrotten und hatte endlich genug Geld angespart, um mir Anfang 2016 ein E-Auto mit Unterst\u00fctzung des Staates zu kaufen. In knapp zehn Jahren, bin ich damit 125.000 Kilometer ohne CO2-Emissionen gefahren und habe mehr als 20.000 Euro an Benzinkosten gespart. Denn die Frage der \u00d6kologie ist auch immer eine Frage der \u00d6konomie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Schritt 3: Was ich nicht messen kann &#8230; kann ich nicht reduzieren &#8211; also CO2 messen lernen.<\/strong><\/h3>\n<p>Ich suchte nach einem Weihnachtsgeschenk f\u00fcr meinen Sohn. Es sollte ein Geschenk werden, das keinen M\u00fcll hinterl\u00e4\u00dft und etwas Besonderes darstellt.\u00a0 Eines Morgens wachte ich auf und wusste genau, was es sein sollte: ein Spiel \u2013 oder besser gesagt \u2013 einen Test. Das Kyoto-Protokoll von 1997, das 195 Staaten ratifiziert hatten, und der UN-Klimavertrag von Paris 2015 hatten mich ma\u00dfgeblich beeinflu\u00dft. Im Folgenden werde ich das Geschenk \u201eSpiel\u201c nennen und es spielt sich wie \u201eMonopoly\u201c oder \u201eMensch \u00e4rgere dich nicht\u201c. Wenn ich \u00fcber eine Idee nachdenke, nehme ich oft den Gedanken mit in den Schlaf. Und wenn ich dann aufwache, habe ich sehr oft eine L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Mein Sohn und ich kreierten das Spiel gemeinsam. Und wie sollte es gespielt werden? Wer mitmacht, bekommt vom Schiedsrichter ein j\u00e4hrliches Online-Guthaben vom \u201eStaat\u201c in H\u00f6he von 3.000 kg CO2 zugeteilt und mu\u00df damit 365 Tage auskommen. Das war die Voraussetzung. Wer am Ende des Jahres noch ein Guthaben besa\u00df, die\/der hatte gewonnen. War so etwas machbar?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-71471 \" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383.jpeg\" alt=\"\" width=\"461\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383.jpeg 1200w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383-300x300.jpeg 300w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383-1024x1024.jpeg 1024w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383-150x150.jpeg 150w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383-768x768.jpeg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383-24x24.jpeg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383-36x36.jpeg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/23383-47x47.jpeg 47w\" sizes=\"auto, (max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/><\/a>Die Maschine war ein Server mit einem Programm, das wir wie ein Online-Konto bei einer Bank f\u00fcr die Spieler vorprogrammierten: Es gab mehrere Felder, auf denen die 3.000 Punkte langsamer oder schneller vor sich hinschmolzen: Mobilit\u00e4t, Ern\u00e4hrung, Stromverbrauch, Haus, Heizen &amp; K\u00fchlen, Freizeit und Urlaub, M\u00fcll &amp; Recycling usw. Ich liess mich von einem Test des Potsdamer Instituts f\u00fcr Klimafolgenforschung (PIK), welches in Berlin stattgefunden hatte, inspirieren und fragte die Abonnenten unseres Verlages, die LeserInnen von ECO123, ob sie mitspielen wollten, sich mit den anderen LeserInnen zu messen. 100 Teilnehmerinnen suchte ich f\u00fcr diesen Test, die nach und nach auch gefunden wurden. Das Spiel begann 2019 und jedeR verpflichtete sich, immer am Wochenende ein Online-Formular auszuf\u00fcllen, das der Rechner aufnahm, schluckte und verarbeitete \u2013 und das \u00fcber ein Jahr lang. Am Ende des Jahres blieben von den 100 LeserInnen noch 15 SpielerInnen im Spiel \u00fcbrig. 85 Spieler hatten in der Zwischenzeit aufgegeben. Am Anfang parit\u00e4tisch ausgew\u00e4hlt, Frauen und M\u00e4nner, Junge und Alte, Portugiesen, Briten, Deutsche und Schweizer. Die entfernteste Teilnehmerin war eine Portugiesin, die in Norwegen eingeheiratet hatte und die Zeitschrift ECO123 dorthin abonnierte. Nur drei von den 15 schafften es letztendlich, einen CO2 Fu\u00dfbadruck von weniger als 3.000 kg CO2 am Ende des Jahres zu hinterlassen. Drei von 100.<\/p>\n<p>Jede Woche Freitag verschickte ich einen Newsletter mit Tipps, wie man das Spiel gewinnen k\u00f6nnte. Und es gab tats\u00e4chlich eine Teilnehmerin, die ihr Auto in der Garage parkte und fortan mit dem Bus und der Metro zur Arbeit fuhr. Sie schaffte sich auch eine kleine Balkon-Solaranlage an und versuchte mit viel Engagement, so wenig wie m\u00f6glich ihres Guthabens zu \u201everfeuern\u201c \u2026 Und so ern\u00e4hrte sie sich an manchen Wochen vegetarisch und irgendwann auch vegan und lernte mit Alter von 55 Jahren das Kochen neu und ihre Stromrechnung genau zu analysieren. Im Laufe des Spiels hatte sich ihre Ern\u00e4hrung vollkommen ver\u00e4ndert und auch ihr Stromverbrauch. Und auch beim M\u00fcllaufkommen reduzierte sie, in dem sie auf dem Wochenmarkt einkaufen ging, statt in den Supermarkt. Das Ganze passierte in der Gro\u00dfstadt von Lissabon. Plastikverpackungen vermied sie, und ern\u00e4hrte sich fortan bio. Beim Bauern direkt einkaufen und nat\u00fcrlich auf dem Wochenmarkt des Vereins AgroBio.<\/p>\n<p>Mit dem steten Messen des Fu\u00dfabdrucks im ECO123-CO2 Rechner setzen wir uns mit uns selbst spielerisch auseinander und versetzen uns dadurch in die Lage, den CO2-Fu\u00dfadruck stetig zu verkleinern. Wir nannten des Spiel KYOTO.<\/p>\n<h3><strong>Schritt 4: Die Bratwurst in Deutschland, das Bifana in Portugal und\u00a0 das Fleisch vom Tier&#8230;<\/strong><\/h3>\n<p>Schwierig, schwierig, schwierig, die lieben Gewohnheiten lassen einen immer wieder zum Essen toter Tiere zur\u00fcckkehren. Ich hatte mir immer wieder die Stierk\u00e4mpfe in Spanien und Portugal angschaut und wollte unbedingt wissen, was machen die mit den toten Tieren? In Portugal werden die Stiere nicht in der Arena get\u00f6tet. Die Qu\u00e4lerei dauert noch etwas l\u00e4nger. Stierk\u00e4mpfe finden in Portugal meistens samstagabends statt. Dann wird das arme Tier auf einen Lastwagen gezerrt und muss den ganzen Sonntag \u00fcber in der br\u00fctenden Hitze hinter der Arena blutend zubringen. Der LKW wird erst am fr\u00fchen Montagmorgen zum Schlachthof gefahren. Ich wollte wissen, ob das nur eine Geschichte (eine M\u00e4r) oder Wirklichkeit ist.<\/p>\n<p>Also setzte ich mich in mein Auto, holte den Schlafsack heraus und wartete, bis der LKW mit dem gequ\u00e4lten Stier fr\u00fch am Montagmorgen von Albufeira zum Schlachthof ins benachbarte Faro gefahren wurde. Ich folgte ihm. Am Schlachthof angekommen, zog ich mir schnell einen wei\u00dfen Kittel \u00fcber und machte einen auf Fleischer, denn ich wollte das Fleisch des gemeuchelten Stieres k\u00e4uflich erwerben. Warum? Ich hatte geh\u00f6rt, das man am Schlachthof billiges Rindfleisch unter der Hand kaufen k\u00f6nne, f\u00fcr 4,30 Euro das Kilogramm und da\u00df Metzger das Fleisch teuer wieder an ihre Kunden weiter verkauften. Ich hatte mir Visitenkarten drucken lassen, um mich als Fleischer ausgeben zu k\u00f6nnen. Nach der Ver\u00f6ffentlichung meiner Reportage wurde der Schlachthof geschlossen, vermutlich aber deshalb, weil man dort einen neuen IKEA Markt und ein neues Shopping Center errichten wollte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-71453\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-scaled.jpg 2560w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-768x373.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-1536x746.jpg 1536w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-2048x995.jpg 2048w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-24x12.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-36x17.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/20210520_195031-95x47.jpg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Immer schon hatte ich mir vorgenommen, mit dem Fleisch-, Wurst-, und dem Schinkenessen aufzuh\u00f6ren, weil mir immer st\u00e4rker bewu\u00dft wurde, welche unglaublichen Qu\u00e4lerein wir Menschen mit den Tieren veranstalten. Den Hund und die Katze lieben wir \u00fcber alles, das Schwein aber, das K\u00e4lbchen und das H\u00e4hnchen meucheln wir, millionenfach, jeden Tag. Alles um das sogenannte Nutztier herum verstecken wir, die sogenannte Mast, die Aufzucht mit billigen Soja-Futter aus dem Amazonas, die Antibiotika-Spritzen, die den Tieren unter das Fell gejagt werden,\u00a0 die Schlachth\u00e4user und die Tierqu\u00e4lerei, die Massent\u00f6tungen und so weiter. Ich schicke meine Volont\u00e4re bereits im ersten Jahr immer auf die Reise zu einem Schlachthof, damit sie dort recherchieren, wie das Tier zum Steak wird und was das bedeutet, als Tier und als Killer.<\/p>\n<p>Ich danke meiner Gro\u00dfmutter, da\u00df sie mir die Gichtkrankheit vererbt hat. Seit 2018 darf ich kein Fleisch und keinen Fisch mehr essen und ich trinke auch keinen Alkohol mehr und vespeise auch keine Meersfr\u00fcchte. In unserer K\u00fcche ern\u00e4hre ich mich von Kartoffeln, Gem\u00fcse und von pflanzlichen Fetten wie eigenem Oliven\u00f6l und noch eine Weile \u2013 auch von tierischen Fetten wie Milch, K\u00e4se, Yoghurt und Eiern sowie Honig. Ich liebe die Fr\u00fcchte aus meinem Waldgarten: N\u00fcsse, Mandeln, Weintrauben usw. Wir besprechen uns mittlerweile jeden Monat, ob wir vegan werden wollen und ab wann. Ich habe noch ein Jahr Zeit.<\/p>\n<p>Mein Fu\u00dfabdruck ist dadurch sehr viel kleiner gworden. Dadurch, da\u00df ich mich fleischlos und lokal ern\u00e4hre, habe ich meinen CO2 Fu\u00dfabdruck um 35% verringert. Statt Kartoffeln zu kaufen z.B. in einem Supermarkt aus der Tiefk\u00fchltruhe als <em>Pommes Frites<\/em> mit einer CO2 Emission von knapp 5.000 Gramm por Kilo (der Elektizit\u00e4t wegen!) baue ich selbst Kartoffeln auf meiner eigenen Scholle an. Emisionen? 189 Gramm pro Kilo. Die fleischlose Ern\u00e4hrung spielt eine wichtige Rolle bei der Reduktion des eigenes Fu\u00dfabdrucks und der eigene Acker. Also, wenn Sie einen Hektar haben, bewirtschaften sie ihn mit viel Liebe.<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Bagas-de-Odemirax-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-71456\" src=\"http:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Bagas-de-Odemirax-1.jpg\" alt=\"\" width=\"646\" height=\"590\" srcset=\"https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Bagas-de-Odemirax-1.jpg 1000w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Bagas-de-Odemirax-1-768x701.jpg 768w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Bagas-de-Odemirax-1-24x22.jpg 24w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Bagas-de-Odemirax-1-36x33.jpg 36w, https:\/\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/01_Bagas-de-Odemirax-1-51x47.jpg 51w\" sizes=\"auto, (max-width: 646px) 100vw, 646px\" \/><\/a><\/h3>\n<h3><strong>Schritt 5: Lebensmittel einkaufen<\/strong><\/h3>\n<p>Schauen Sie mal bei einem Joghurt-Becher aus dem Supermarkt auf das Kleingedruckte, oder wenn Sie andere Lebensmittel einkaufen gehen: kaufen Sie grunds\u00e4tzlich lokal und wenn es m\u00f6glich ist, ohne Plastikverpackung \u2013 und orientieren Sie sich daran, nichts mehr aus L\u00e4ndern au\u00dferhalb der EU einzukaufen. Behalten Sie diesen Grundsatz bei und leben Sie danach. Es wird ihr Leben zu einem Besseren ver\u00e4ndern. Sie werden sich besser f\u00fchlen, denn Ihr Fu\u00dfabdruck wird immer geringer. Kaufen Sie nur noch einmal die Woche ein und sparen Sie so viele unn\u00fctze Wege mit dem PKW zum Supermarkt. Tauschen Sie den Supermarkt gegen den Wochenmarkt. Sie gehen eine Beziehung zum Erzeuger ihrer Lebensmittel ein. Sie wissen wie ein K\u00e4se hergestellt wird und wo, besipielsweise. Der Joghurt stammt dann vom Bauern und kommt im Glas. N\u00e4chste Woche nehme ich das leere, abgewaschene Glas und tausche es gegen ein neues, volles Joghurt-Glas ein. Hier im Monchique Gebirge ern\u00e4hren wir uns noch sehr lokal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>N\u00e4chste Woche folgt an dieser Stelle die Fortsetzung&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><em><div class=\"clear\"><\/div><div class=\"author-info\"><img decoding=\"async\" class=\"author-img\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/eco123.info\/wp-content\/uploads\/Uwe-Heitkamp.png?w=618\" alt=\"\" \/><div class=\"author-info-content\"><h3>Uwe Heitkamp (64)<\/h3>\n\t\t\tausgebildeter Fernsehjournalist, Buchautor und Hobby-Botaniker, Vater zweier erwachsener Kinder, kennt sei 30 Jahren Portugal, Gr\u00fcnder von ECO123.Translations: Dina Ad\u00e3o, John Elliot,\u00a0 Patr\u00edcia Lara<br \/>\nPhotos:<\/em>Uwe Heitkamp<em>\n\t\t\t<\/div><\/div><\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, der 21. 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