Gegen Dummheit und Arroganz muss man sich zur Wehr setzen, wenn man das Gefühl bekommt, dass es jetzt mit dem Schabernack reicht. Oder?
Nach einer Phase der Beratung und Diskussion haben wir bei ECO 123 in 2010 beschlossen, den Weg der CO2 Verringerung unseres Fußabdrucks zu gehen. Wir überlegten, einer Bank in Monchique das Geld anzuvertrauen. Die aber hatten vor, sich selbst zu bereichern. Also investierten wir unser Geld in die Herstellung sauberer Elektrizität. Rendite rund zwölf Prozent.

In 2011 schlossen wir dann einen Produktionsvertrag mit der EDP. Damals gehörten wir zu den ersten Solarstromproduzenten in Monchique und haben die ersten acht Jahre pro kW/h eingespeiste Elektrizität 38 cent bekommen. Danach lief der Vertrag noch weitere sieben Jahre zum kW/h Preis von 22 cent und läuft nun nach 15 Jahren langsam aus.

Seit einiger Zeit zahlt die EDP nicht mehr pünktlich. Manchmal verzögert sich die Abrechnung, weil sie skurille Behauptungen aufstellen, z.B. sie könnten den Produktionsstand nicht auslesen. Die Verbindung, die Kommunikation mit der SIM-Karte zwischen unseren zwei Nachführanlagen mit insgesamt 40 Modulen und der SU Eletricidade, die den Strom kauft, würde nicht funktionieren. Was für ein Quatsch. Neulich bekam ich eine Abrechnung, die den Zeitraum November 2025 bis Mai 2026 betraf, an einem einigen Tag für ein halbes Jahr gerechnet. Mit Betrug kann man in Portugal manchmal Geld sparen. Das sollten Investoren wissen, bevor sie hier Geld anlegen.
Ich stelle jetzt mal eine ebenso skurille Behauptung auf. Denn seit die EDP einen Großteil ihrer Aktien nach China verkauft hat, zahlt die Geschäftsführung nur noch schleppend. Kann ich nicht beweisen, will ich auch nicht beweisen, ich will einfach nur eine skurille Behauptung aufstellen, deren Wahrheitsgehalt sich in Luft auflöst, wenn man hinter die Kulissen schaut. Ich mache es wie e-redes.
Letzte Woche erhielten wir wieder einmal eine solche E-mail von der Firma e-redes, die zur EDP gehört, die für die Netzeinspeisung und die Auflistung des von uns produzierten Solarstroms verantwortlich zeichnet. Und da stand wieder, sie könne den Zähler nicht kontaktieren und wir sollten einen Techniker damit beauftragen, die Kommunikation sicherzustellen. „Ihr Stromzähler übermittelt keine Daten…“

Hören Sie, liebe Fernanda Barbosa von e-redes. Ich wollte Ihnen heute darauf eine freundliche Antwort geben. Aber man kann Ihnen nicht antworten, weil Sie E-mails verschicken von einer Adresse, die da lautet: no-reply@e-redes.pt…
Diesem Unsinn werden wir jetzt ein Ende setzen. Wer seinem Kunden mit Praktiken aus der Salazar Zeit kommt, (und da gibt es einige Kunden in Portugal, die so agieren) und dem Kunden vorschreibt, wie er zu antworten hat, den werden wir ab dem 15. Juni 2026 im Internet einfach blockieren. Sie können sich ihre Emails dann an den Hut stecken. Ich schreibe Ihnen dann vor, dass wir nur noch übers Telefon oder per Postbrief zu erreichen sind, was genau so blöd wäre, denn wofür haben wir das Internet? Überlegen Sie es sich gut, wie Sie mit Ihren Kunden umgehen.

Und ja, ich kann Ihnen gern den Zählerstand unserer Solarproduktion per Telefon oder vielleicht sogar online, per Zeitschrift mitteilen: 99.726 kW/h seit Produktionsbeginn, also knapp 100.000 sauber produzierte KilowattStunden. Heute ist der 31. Mai. Abgelesen haben wir den Zähler um genau 10 Uhr morgens. Wenn Sie einen Beweis möchten, machen wir noch ein Foto vom Zählerstand dazu.
Wenn Sie unsere Solarproduktion nicht pünktlich bezahlen können, dann ist das doch gar kein Problem. Kommunizieren Sie einfach. Wir bieten Ihnen Ratenzahlung an. Verbessern Sie Ihre Kommunikation, dann verbessern Sie Ihr Ranking…
Ich kann jedem unzufriedenen Leser nur raten, keine Zeit mehr bei unnötigen Diskussionen mit der EDP und ihren Töchtern zu verlieren. Wecheln Sie einfach den Stromanbieter. Sie könnten Mitglied bei der ersten Stromgenossenschaft Portugals werden, bei https://www.coopernico.org … Da wird Ihnen geholfen.
Eco123 Revista da Economia e Ecologia

