Montag, Juli 23, 2018
pt-ptende
Startseite | Portugal

Portugal

Pflanzen am Wegesrand

Wenn wir im Hinterland spazieren gehen, haben wir meistens nicht die geringste Ahnung davon, welchen Wert die zahlreichen Pflanzen haben, die aus dem Boden sprießen. Abgesehen von ihrer Schönheit, können sie uns auf unserem Lebensweg begleiten indem sie unsere Gesundheit schützen sowie Körper und Geist in Zeiten der Genesung heilen. Jedes Jahr werden mehr als 2.000 neue Pflanzen entdeckt, die in Medizin, Ernährung, Umwelt, Kleidung, Biokraftstoffen und der Herstellung von Giften verwendet werden. Derzeit dienen etwa 5.500 Pflanzen der menschlichen Ernährung. Eine vier Kilometer kurze Wanderung im Herzen von Monchique mit der Spezialistin für Wildpflanzen, Fernanda Botelho und „Monchique Passeios …

Mehr lesen »

Zu verkaufen

Horst ging für sein Leben gern ins Kino. Er hatte nur zu wenig Zeit und noch weniger Geld, um jedes Mal den Eintritt zu bezahlen. Sein Glück war, dass er genau neben dem Kino wohnte. Im ersten Stock über seiner Kneipe befand sich an seiner Wohnzimmerwand ein gerahmtes Bild, das ein Loch in der Wand verdeckte, wie das einer Kamera Obscura. Eines Tages verriet er mir sein Geheimnis. Er nahm das Bild ab und zeigte mir augenzwinkernd, was man durch das Loch alles sehen konnte. So entführte er mich in die weite Welt des Kinos. Umsonst. Denn durch das Loch …

Mehr lesen »

Ich leiste meinen Beitrag

ECO123 sprach mit der Landschaftsarchitektin Cassandra Jorge Querido (54) aus Evora, die seit 26 Jahren im Bereich Forst & Umwelt arbeitet. Wir trafen uns unter einer über 500 Jahre alten Eiche im Parque de Merendas in Benafim, im Landkreis Loulé, wo wir beim Mittagessen miteinander sprachen. Wird das neue Gesetz 10/2018 dazu beitragen, Brände in Portugal zu verhindern? Aus meiner Sicht geht dieses Gesetz an der Realität vorbei und kann bei seiner Anwendung die Situation sogar noch verschlimmern. Halten Sie es für kontraproduktiv? Ja, dieses Gesetz wurde meiner Meinung nach zum Schutz vor Eukalyptus gemacht, um den notwendigen Raum und …

Mehr lesen »

Die Anpassung an den Klimawandel

  Eine kürzliche abgehaltene Konferenz zur nachhaltigen Landwirtschaft in Alte (Loulé) brachte Landwirte, Bodenexperten, Fachleute der Kommunalentwicklung, Politiker und Studenten zusammen. Die von der Stadt Loulé, dem Verein In Loco und der Berufsschule Candido Guerreiro (EPALTE) organisierte Konferenz hatte zum Ziel den von Klimawandel, hohen Produktionskosten und niedrigen Produktpreisen betroffenen Landwirten Alternativen aufzuzeigen. Die Themen Klima und Boden wurden in den zwei Hauptsitzungsblöcken von Alberto Espírito Santo und João Tiago Carapau von WeConsultants diskutiert. Alexandra Pestana von EPALTE berichtete über ihre Arbeitsweise zur Unterstützung und Weiterentwicklung lokaler landwirtschaftlicher Produkte. Am Nachmittag besuchten einige Teilnehmer zusammen mit Ana Arsénio von In …

Mehr lesen »

Das Auslaufmodel Monokultur

Fritjof Capra v. René Descartes Das mechanische Weltbild der Dinge setzt einfaches lineares mathematisches Denken voraus. Grundschule, Mathematikunterricht, dritte Klasse: am Beispiel von hundert Metern mal hundert Metern Fläche, die 10.000 Quadratmeter oder einen Hektar ergeben, erntet ein agroindustrieller Bauer auf diesem einen Hektar Fläche rund zehn Tonnen Früchte. Seither gilt der Wert als der Maßstab aller Werte für einen Businessplan. Man kann seinen Gewinn damit im Voraus berechnen, einfacher an EU Fördermittel kommen oder sogar einen Kredit von der Bank. Die Erwartungen der Investoren an die Rentabilität einer Fruchtplantage mit Monokulturen orientieren sich also an 10.000 kg Früchten pro …

Mehr lesen »

Zurück zu Mutter Erde

Mein schönster Baum in Lousã. . Ich habe mich mit dem Filmemacher und Kameramann João Pedro Plácido (39)* am Bahnhof von Coimbra verabredet. Wir haben uns vorgenommen, gemeinsam einen Bergwald in der Serra de Lousã zu besteigen. Dort wollen wir nach einer bildhaften Erinnerung suchen, dem schönsten Baum seiner Jugend. Im Alter von 16 Jahren war Plácido während einer Bergtour auf dem Pfad vom Castelo de Lousã über Talasnal (3 km) und Vaqueirinho (2,5 km) hoch nach Catarredor (1,1 km) ins Schieferdorf gewandert. Er befand sich auf der Suche nach Kräutern. Die Dämmerung kam sehr überraschend und verwehrte ihm den …

Mehr lesen »
Der Fluch des Geldes

Der Fluch des Geldes

Was hat ein nepalesischer Wanderarbeiter im flächengrößten Landkreis des Alentejo, in Odemira, der in einem agroindustriellen Betrieb wie der englisch-belgisch-portugiesischen Vitacress (RAR Gruppe) oder der Deutschen Gemüsering GmbH Stuttgart*(4) – neben vielen anderen multinationalen Agrarkonzernen – mit den portugiesischen Waldbränden zu tun? Man könne meinen, jedenfalls bei einer ersten Betrachtung, rein gar nichts. Es fehlte da der Zusammenhang und wer ihn herstellte, konstruierte ihn möglicherweise böswillig. Doch so einfach ist das nicht in einer global vernetzten Welt, in der das Kapital für Investitionen von einem Land schnell ins andere verschoben werden kann. Schauen wir uns das Ganze doch einmal etwas …

Mehr lesen »

Erde, behütende Mutter…

Nuno Bicho, 53, sagt: “Einen neuen Ort zu entdecken, ist wie eine persönliche Reise in die Vergangenheit und das ohne Science-Fiction.” Schon in der Grundschule begann er sich für Archäologie zu interessieren, dass er Geschichte studierte, war jedoch reiner Zufall. Danach kam die Promotion in Anthropologie (Southern Methodist University, Dallas, Texas) und Archäologie (Universität der Algarve) und derzeit ist er Direktor des Interdisziplinären Zentrums für Archäologie und menschliche Evolution an der Universität der Algarve (ICArEHB). Unter anderem leitet Nuno Bicho ein internationales Projekt zur Untersuchung der ersten modernen Menschen im Südwesten Mosambiks – es ist das Vierte von der National …

Mehr lesen »

Zurück in die Zukunft

Ein Öko-Unternehmen im Wandel Das Landgut Freixo do Meio, ein land – und forstwirtschaftlicher Betrieb mit 560 Hektar guter Erde, liegt im südlichen Alentejo, in der Nähe von Montemor-o-Novo, ungefähr 100 km östlich von Lissabon. Das Unternehmen arbeitet auf der Grundlage ethischer Standards der Agrarökologie mit dem schon im Mittelalter bekannten Ökosystem der Montados* und praktiziert Permakultur, um zukünftigen Generationen ein Leben mit grundlegenden Ressourcen und Nahrungsmittelsouveränität zu ermöglichen. Der Landwirt Alfredo Cunhal Sendim (52) hat mit seinen 40 Mitarbeitern ein Unternehmen organisiert, an dem die Gemeinschaft aktiv teilnehmen kann. Täglich werden über 200 verschiedene Lebensmittel ausgeliefert. ECO123 besuchte das …

Mehr lesen »

20 Gebote für den regenerativen Umgang mit Wasser

Wie wir Teil des Wasserkreislaufs werden, Wasser gebrauchen und nicht verbrauchen. Nur einheimische Bäume und Büsche in Mischkultur pflanzen Dachrinnen und Zisternen bauen, um das Wasser der Dächer zu sammeln; Nur organische Landwirtschaft (z.B. Permakultur) betreiben, keine Agrarchemie im Garten sondern z.B. Ziegen- und Pferdemist verwenden; Keine Flächen in Garten und Hof versiegeln (z.B. betonieren) oder mit Folie belegen. Der Regen muss in den Boden eindringen können; Monokulturen auch im Garten auflösen, mindestens durch Hecken unterbrechen oder eine Ecke mit Wildwuchs im Garten stehen lassen; Nackte Böden verhärten in Sonne und bei Frost und lassen kein Wasser in die Erde …

Mehr lesen »