Sonntag, Oktober 13, 2019
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Portugal

Zum Selbermachen ohne Müll

Heute widme ich mich der Zahnpflege, sowie der Bad- und Küchenpflege. Beim Kauf von Zahncreme irritierte mich immer wieder, dass die Plastiktube zum Teil auch noch in einem Karton steckt. Weswegen muss das Plastik noch durch Karton geschützt werden? Und überhaupt, wozu das Plastik? Ich stelle ein praktisches und pflegendes Zahnsalz her und benutze dann ein sauberes leeres Cremedöschen als Behälter, dem ich damit ein zweites Leben einhauche und vor dem Recyclinghof bewahre. Ganz egal ob das kommende Zahnsalz in einem Glastiegel, Kunststoff- oder Metalldöschen aufbewahrt wird. Wir nehmen einen der kleinen Behälter und verwenden sie immer wieder. Rezept für …

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Unter Kanibalen

Unser Hund bekommt von Andreia Silva sofort einen Napf mit Wasser hingestellt. In Tavira treffen wir zur besten Mittagszeit in einem guten vegetarischen Restaurant auf die argentinische Ameise. Sie spaziert von rechts nach links vom Holztisch kommend über meinen Teller und wieder herunter. Sie schleicht sich davon, denn der Teller, (IKEA, Made in Portugal) ist leer, noch. In den vergangenen Jahrzehnten hat es diese sehr spezielle Ameisenart geschafft, sich von einer südfranzösischen Hafenstadt aus über Spanien bis nach Tavira und sogar schon über Silves bis Monchique und von dort oben letztendlich bis nach Aljezur wieder runter und zum Südwestkap durchzuschlagen. …

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Ein Topf mit vielen guten Zutaten aus dem eigenen Garten

Unser Ziel ist die Lebensmittelautonomie. Dazu benötigen wir fünf Jahre Zeit. In fünf Schritten erreichen wir unser Ziel. Im ersten Jahr bearbeiten wir den Boden, machen ihn sauber und die Erde fein, nehmen die Steine raus und jäten Unkraut. Gleichzeitig legen wir einen Komposthaufen an und nehmen die Erde dieses Komposthaufens als Dünger für das erste Saatgut im zweiten Jahr: Kartoffeln und Zwiebeln, Erbsen und Bohnen, Tomaten und Paprika und vieles mehr. Ich empfehle Nachahmern einen Permakulturkursus im Vale da Lama bei Lagos. Nahezu alle Zutaten stammen heute aus unserem eigenen Garten. Geerntet habe ich – wir befinden uns im …

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Wasser säen…

… ist ein geflügeltes Wort aus dem alten Portugiesisch der traditionellen Landwirtschaft. Ein Bauer nimmt niemals Insektizide, Pestizide oder Fungizide aus dem Giftschrank, um Insekten, Kräuter oder Pilze abzutöten. Er lebt mit ihnen, denn jedes Lebewesen hat seinen Platz auf dem Acker und im Wald, in den das Wasser des Regens hineingeleitet wird, um den Boden fruchtbarer zu machen und gut zu halten. Der Regen, wird vom Bauern so verlangsamt, dass er nicht die Hügel herunter zum nächsten Bach rinnt, sondern im Boden selbst versickert, auch im Boden bleibt und ihn dadurch mit seinem Gemüse zum Wachsen und zum Leben …

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Wie wir Waldbrände verhindern können

„Ich wurde in Goa, Indien, geboren“ erzählt Domingos Xavier Viegas zu Beginn des Gesprächs mit ECO123 im Garten des Verlags. „Ich bin portugiesischer Staatsbürger und kam mit meinen Eltern und drei Brüdern hier her. Unsere Eltern wollten bessere Bildungsmöglichkeiten für uns und es war ihnen klar, dass das nicht einfach wäre, wenn wir in Goa bleiben würden. Mein Vater war Beamter, und wir ahnten bereits, dass Indien Goa annektieren wollte, und so sind wir nach Portugal ausgewandert. Wir haben unser Land 1958 verlassen, das dann 1961 tatsächlich von der Indischen Union übernommen wurde. Danach kamen wir ein paar Mal zurück, …

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Der Monopolist

Ohne ihn geht nichts. Und das schon seit 1976. Es ist ein Multimillionen-Geschäft. Nur Insider wissen wirklich, was drinnen abgeht. Es ist eines der letzten großen legalen und lukrativen Geschäfte, immer vom Staat und seinen wechselnden Regierungen abgesegnet, auch deshalb, weil er selbst bis vor wenigen Jahren daran die Hand aufhielt – um die Gewinne einzustecken. Es ist eine Art von Rauschgift der legalen Art und nennt sich Strom. Es ist das Geschäft mit der Elektrizität, das sich in Portugal viel zu lange Zeit in nur einer Hand befand. Allein Strom verkaufen zu dürfen, macht reich und macht arrogant, so …

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Verbindlichkeit?

Bei der öffentlichen Anhörung von Zeugen und Sachverständigen am 3. August in Monchique, stand die verheerende Brandkatastrophe, die vor einem Jahr in der Gemeinde wütete, auf der Tagesordnung. Eine Analyse der Fehler von 2018 war eines der Ziele der Öffentlichen Anhörung, darunter Rui Lopes, Feuerwehrkommandant, verheiratet und Vater zweier Kinder. „Verbindlichkeit“ hieß das Zauberwort seiner Ausführungen. Erklären Sie uns bitte, was Sie unter dem Begriff “Verbindlichkeit” (compromisso) verstehen. Der Begriff kann mehrere Bedeutungen besitzen: Vereinbarung, Aufgabe, Verpflichtung aber auch ein Wort wie Bringeschuld drückt es im Portugiesischen aus. Wenn wir über Waldbrände sprechen, muss es eine Vereinbarung geben, eine Verbindlichkeit …

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Die erstrebenswerte Zukunft der Solarenergie in Portugal

Als Forscher, der sich 2016 mit dem Management der Energiewende befasste, war ich über das relativ langsame Wachstum der Solarenergie in Portugal angesichts des erstaunlichen Potenzials sehr verwundert. Ich habe ein Forschungsprojekt entwickelt, um dieses Phänomen mit Schwerpunkt auf das Geflecht der Verantwortlichkeiten zu untersuchen, und mich erfolgreich um eine Stelle am Zentrum für Klima- und Energiewende in Norwegen beworben, wo ich mich glücklich schätze, dieses und ähnliche Themen mit einigen großartigen Kollegen untersuchen zu können. Zwischen 2017 und 2019 habe ich ungefähr fünf Monate in Portugal verbracht, um die vielfältige und unterschiedliche Nutzung der Solarenergie von der Hauptstadt Lissabon …

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Meine Kinder werden mit den Folgen der Bergbauarbeiten leben müssen

Covas do Barroso, Chaves. In den letzten Jahren tauschte eine Lehrerin, die aus diesem Ort in Trás-os-Montes nach England ausgewandert ist, ihre portugiesischen und englischen Bücher gegen das Magazin Mining Journal mit Berichten vom Lithium-Markt und Protokollen internationaler Bergbaukonferenzen. Catarina Scarrott, Mutter von zwei Kindern im Alter von zwei und sieben Jahren, kämpft leidenschaftlich für ihre Heimat, in der ihre Familie seit über zehn Generationen lebt und in die sie gerne zurückkehren würde, gäbe es keine Probleme bezüglich Infrastruktur und Dienstleistungsknappheit. Ihre Heimat, in der das britische Unternehmen Savannah Resources die angeblich größten Lithiumreserven Europas abbauen will. Was bewegte Sie …

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FF Solar Beilage

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