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Den grünen Booster einschalten.

03/10/2026 – 09/10/2026 von Uwe Heitkamp

Ausgabe 39.2026

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Wirtschaft zu stimulieren, die nicht genug wächst, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und um Staatseinnahmen zu kreieren, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und dabei Rücksicht darauf zu nehmen, dass es sich um grünes Wachstum handelt, oder zumindest so wirtschaftet, dass es keine Verlierer gibt, denn oft ist es so, dass das Wachstum auf Gewinnern und gleichzeitig auf Verlierern basiert. Denn wo einer gewinnt, verliert der andere. Wer aber seine Intelligenz mit in das Projekt Wirtschaft einbringt, ist durchaus in der Lage, win win zu gewährleisten. Ein Beispiel gefällig?

Der Staat wäre schlau, einmal zu kalkulieren, ob er auf alle Produkte und Dienstleistungen des sauberen Energiesektors (Wasser- und Windkraft sowie Solarenergie) die 23%ige Mehrwertsteuer auf Null zu senken. Nehmen wir einmal an, ich würde beabsichtigen, mit meinen bereits existierenden Solarkollektoren ein kleines Kraftwerk mit sauberer Energie zu beliefern und in einen Energiespeicher (Batterien) zu investieren. Diese Energiereserve bräuchte ich, um eine Sprinkleranlage zu bedienen, um einen möglichen Waldbrand löschen zu können. Eine Wasserpumpe, mit sauberer Elektrizität anzutreiben, wäre die saubere Alternative zu einem Benzingenerator, den ich dann abschalte, weil ich ihn nicht mehr brauche.

Während ich also Solarenergie in den Batterien speichere, die mir wiederum genug Energie zur Verfügung stellen, um Waldbrandprävention sicherzustellen, gäbe mir der Staat einen Bonus von 23% an Steuern auf alle Produkte und Dienstleistungen, die mit meiner Investition in saubere Energie verbunden wären: einen Booster. Da meine Resilienz dem Staat zugute käme, und ich dadurch meinen Wald schütze, sind wir beide Gewinner: ich, der Steuerzahler und der Staat. Man müsste einen guten Namen für das Gesetz finden, denn neben den möglichen Steuergeschenken gibt auch die Europäische Investmentbank in Luxemburg Anreize und Finanzierungsmöglichkeiten für viele Projekte im sauberen und nachhaltigen Energiesektor. (siehe https://www.eib.org/de/press/all/2026-311-eib-group-simplifies-access-to-green-finance-and-approves-over-eur11-billion-in-new-investments)

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB) will den Verwaltungsaufwand für Unternehmen, Banken und öffentliche Einrichtungen, die Finanzierungen für grüne Projekte beantragen, weiter reduzieren. Nadia Calviño, Präsidentin der EIB-Gruppe: „Die heute verabschiedeten vereinfachten Regelungen verringern den Verwaltungsaufwand für Unternehmen und beschleunigen die Genehmigung von Investitionen. Wir schaffen Überregulierung ab und konzentrieren uns auf Umsetzung und Ergebnisse.“

Der neue Rahmen der EIB unterstützt die Ziele des Pariser Abkommens und vereinfacht gleichzeitig den Zugang zu Finanzierungen, vor allem für kleinere Unternehmen. Bitte umsetzen.

Uwe Heitkamp (66)

ausgebildeter Fernsehjournalist, Buchautor und Hobbybotaniker, Vater von zwei erwachsenen Kindern, kennt Portugal seit 35 Jahren, Gründer von ECO123.
Übersetzer: Dina Adão, John Elliott

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