Sonntag, Juni 24, 2018
pt-ptende
Startseite | Im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Die Fotos sind eindeutig. Zwei Mitarbeiter des Rathauses in Monchique verspritzen Herbizide auf öffentlichen Bürgersteigen. Die beiden Männer ahnen vielleicht, dass sie da etwas tun, was sie nicht tun sollten, denn sonst hätten sie sich keine weißen Vollkörperanzüge übergestülpt, keinen Mundschutz und auch keine Handschuhe. Sie schützen sich – wer aber schützt die Menschen, Pflanzen und Tiere? Als ich sie frage, warum sie das machen und ob sie wissen, was sie da tun, winken sie mich verärgert weg. Hauen Sie ab, rufen sie! Doch ich bleibe. Eine Mutter schiebt keine Viertelstunde später ihren Kinderwagen über genau dieses Kopfsteinpflaster. Eine Katze, …

Mehr lesen »

Wasser nutzen, aber nicht ausnutzen

Tamera am see In Tamera im Landkreis Odemira, Alentejo, lebt eine Gemeinschaft von inzwischen 200 Menschen. Sie schuf mit der Hilfe des naturnahen österreichischen Landwirts Sepp Holzer ein Modell, das zeigt, wie auch in einer sommertrockenen Region nur durch Regenwasser-Retention ertragreiche Landwirtschaft möglich ist. Sepp Holzer gegenüber ECO123 „Tamera lud mich im März 2007 zu einer Beratung ein. Die Frage war: Kann in einer trockenen Landschaft wie Südportugal auf einer Fläche von 134 ha ein Modell für eine Produktion von gesunden Lebensmitteln für 300 Menschen aufgebaut werden? Um es vorweg zu nehmen, meine Antwort war: Ja, mit Leichtigkeit. Ein solch …

Mehr lesen »

Regenwasser verlangsamen, verteilen, versickern

Dürre, Hitzewellen, Wüstenbildung, Überschwemmungen: Die Folgen des Klimawandels werden durch einen weltweit aus der Balance geratenen Wasserhaushalt verstärkt. In einigen Teilen der Erde begegnen Bauern, Initiativen, Landbesitzer dieser Herausforderung mit einfachen, lokalen Maßnahmen – mit Erfolg. Sie folgen dabei immer demselben Prinzip: der Regen soll dort in den Boden versickern, wo er fällt. Dezentralisierung statt Zentralisierung. Ein erfolgreiches Beispiel dafür ist Tamera im Landkreis Odemira, Alentejo. Jedes Lebewesen braucht Wasser. Ob eine Landschaft ausreichend Wasser hat oder nicht, bestimmt ihren Wert für alle, die in ihr leben, ob Menschen, Tiere oder Pflanzen. Eine Landschaft mit genügend Wasser hat ökologische und …

Mehr lesen »

Wasser gibt´s nicht überall

ECO123  sprach mit dem Wasserwirtschaftsamt der Algarve (Administração da Região Hidrográfica do Algarve), das zur portugiesischen Umweltbehörde (Agência Portuguesa do Ambiente) in Faro gehört. Die Behörde verfügt über fünf Hauptgeschäftsstellen in ganz Portugal, die jeweils für den Alentejo, Tejo, den Norden, das Zentrum und hier in Faro – für die Algarve – zuständig sind. Die Umweltbehörde verfolgt fünf strategische Ziele: den Schutz, die Wiederherstellung und die Verbesserung des Ökosystems zu forcieren; den Schutz von Personen und Gütern in einer Risikosituation zu verstärken; Wissen und Information über die Umwelt zu verbessern; die Einbeziehung der Öffentlichkeit zu fördern und die Beteiligung der …

Mehr lesen »

Eine Farbe wie Milchkaffee

Nicht vieles im Leben ist schwarz und weiß. Schauen wir uns heute jedoch den Tejo an, sehen wir beides – der Fluss ist schwarz und weiß. Klares Wasser fließt neben verschmutztem Wasser. Diese Teilung, mitten im Fluss, ist allerdings keine Folge höherer Gewalt im klassischen Sinne, sondern hat eine ganz aktuelle Ursache: die Verschmutzung des Tejos ist Resultat der an seinem Ufer, in Vila Velha de Rodão, angesiedelten Papierindustrie. Lange Zeit traute sich niemand auf die großen Rohre, durch die das verschmutzte Wasser in den Fluss geleitet wird, aufmerksam zu machen. Außer Arlindo Consolado Marques, der deshalb auch der „Wächter …

Mehr lesen »

Wir haben die Förderung auf 74 Mio. Liter im Jahr gesteigert

Wasser aus Monchique ist bekannt, seit sich die Römer auf der Iberischen Halbinsel aufhielten. Mit seinen einzigartigen Eigenschaften und seinem, wie viele Verbraucher sagen „ungewöhnlichen Geschmack“, wurde es jüngst zu einem Synonym für Qualität und körperliches Wohlbefinden. 2010 kaufte das Unternehmen Water Bunkers SGPS SA, aus Braga, die in finanziellen Schwierigkeiten steckende „Sociedade da Água de Monchique“, die seit 1992 über eine Förderkonzession von Wasser verfügt. Von da an entwickelte sich das bisher markenlose Wasser im Eiltempo zum „Gourmet-Produkt“´ und war zudem eins der letzten, das nicht in PET Plastikflaschen abgefüllt wurde. Vitor Gonçalves, 37 Jahre jung und Vorstandsvorsitzender der …

Mehr lesen »
Algarve Pilger

Jeder Kilometer hat eine Geschichte

José Júlio Britos Geschichte begann an jenem Tag im Jahr 2010, als er sein zu Hause in Vila Real de Santo António verließ und sich mit seinem Rucksack auf eine innere Suche nach Antworten begab. Die ursprüngliche Idee war, ohne ein festes Ziel vor Augen loszuwandern, um sich selbst auferlegten Beschränkungen zu stellen und der Alltagsmühle entgehen zu können. Doch nach 10 Tagen endete seine Wanderschaft in Fátima. Aufgrund des zurückgelegten Weges nannte man ihn den `Algarve-Pilger´ und jeder Kilometer brachte eine Geschichte. In den letzten sieben Jahren legte er insgesamt mehr als 13.000 Kilometer auf den verschiedenen Wegen nach …

Mehr lesen »
Zu Fuss durch Westeuropa

Oh Europa

Eines Morgens war es dann soweit, erzählt Jürgen Kahlisch. Er verlässt an einem kühlen Aprilmorgen die Wohnung seiner Freunde in Berlin und zieht die Tür hinter sich zu. Der Wanderer holt tief Luft und schüttelt den Nachtfrost aus seinen Gliedern. Sechs Monate Zeit und 4.000 Kilometer von Nordost nach Südwest liegen jetzt vor ihm. Zu Fuß durch Westeuropa ist ein langersehnter Wunsch und dieser Plan nimmt nun mit jedem Schritt mehr Gestalt an. Es ist April 2007. Durch den Harz und die Rhön, nördlich von Frankfurt am Main vorbei, in die Eifel hinein und bis nach Trier, sind es etwas …

Mehr lesen »
Wir leben einen rückständigen amerikanischen Traum

Wir leben einen rückständigen amerikanischen Traum

Über wie viele Elektrofahrzeuge verfügt EVA, in einer Zeit, in der die Richtlinien immer mehr zur Anwendung umweltfreundlicher Energien tendieren? Nur über eins. Die Investitionen in unsere Flotte wurden bisher aus zwei Gründen – noch – nicht auf Elektrofahrzeuge, oder mit Naturgas betriebene Fahrzeuge ausgeweitet: die von der Regierung angekündigte Möglichkeit der Investition in Umweltmaßnahmen ist auf öffentliche oder halböffentliche Transportunternehmen beschränkt: Schienenverkehr, STCP (Gesellschaft für öffentliche Verkehrsmittel Porto), Transportes Coletivos de Barreiro… und die Nationale Vereinigung der Straßenverkehrsunternehmen (ANTROP), die uns repräsentiert, schickte rechtzeitig einen Brief, in dem unsere Position dargelegt wurde… Was die Busse im öffentlichen Personenverkehr anbelangt, …

Mehr lesen »
Tabus und Grenzen übertreten

Tabus und Grenzen übertreten

Sie haben 3.500 km zwischen Lissabon und Athen zurückgelegt. Auf welche Art? Wir haben Lissabon mit unseren Rücksäcken auf dem Rücken verlassen. Wir sind gelaufen und per Anhalter gefahren. Welcher Route sind Sie gefolgt? Wir haben die Fähre von Lissabon nach Almada genommen. Von dort sind wir dann Richtung Èvora losgelaufen und auch per Anhalter gefahren. Danach ging es nach Madrid und dann haben wir unsere Route in Richtung San Sebastian geändert. Wieviele Tage hat es insgesammt gedauert, bis Sie in Griecheland angekommen sind? Wir sind am 9. Juli aufgebrochen mit dem Ziel, am 15. August in Athen anzukommen, weil …

Mehr lesen »