Samstag, Juli 20, 2019
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Im Mittelpunkt

KYOTO ist überall.

KYOTO ist überall.

Warum viel Fleisch essen die CO2 Bilanz versaut: Warum wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern müssen. Was wäre, wenn wir Menschen keine Zweibeiner sondern Vierbeiner wären? Und was wäre, wenn der Sinn meines kurzen Menschenlebens nur darin bestünde, eines Tages von einem zweibeinigen Schwein geschlachtet und zu Wurst verarbeitet zu werden? Ich würde mit einem Cocktail aus brasilianischem Soja und künstlichen Hormonen gemästet und auf engem Raum gehalten, fett und kugelrund nach einem Jahr den Weg zum Schlachthof antreten, dort mit Gas betäubt und die Kehle aufgeschnitten bekommen. Während ich über meinen Traum nachdenke, versetze ich mich in dieses kurze Leben …

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Portugals Klimaheldinnen

Die Reduzierung des Fleischkonsums ist eine Herausforderung, siehst du das positiv oder negativ? In Monchique wird vor allem Schweinefleisch gegessen… Ich denke es geht hier eher um eine Änderung der Gewohnheiten. Für mich ist es sogar angenehmer. Natürliche Nahrungsmittel sehen ansprechender aus … Vegetarisches Essen ist inzwischen attraktiv und schmeckt besser. Gibt es einen eigenen Gemüsegarten? Ja, wir haben einen kleinen Garten. Die Zitrusfrüchte und alle anderen Pflanzen, mit denen wir hier im Óchálá unsere Tees zubereiten, kommen aus Lagos. Dort haben wir auch einige Zeit verbracht, um zu lernen, wie wir einen kleinen Garten für uns anlegen können, in …

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Vom richtigen Umgang mit den Elementen

Wenn ich das Jahr passieren lasse, fällt mir auf, daß es beim richtigen Umgang mit dem Feuer weniger um die Betrachtung von Helden oder Feiglingen geht, sondern eher darum, verantwortungsvoll zu handeln. Nehmen wir die Emotionen aus der Diskussion um das Feuer heraus und betrachten wir dieses heiße Thema einmal mit kühlem Kopf. Vorsicht, mit dem Feuer spielt man nicht, mahnten mich einmal meine Großeltern. Als Fünfjähriger hatte ich im Küchenschrank eine Streichholzschachtel gefunden und begann damit, Gartenreste im Hof anzuzünden. Heute, zwei Generationen später, gebe ich den guten Rat weiter. Das Unterholz eines Waldes und den Garten selbst pflegt …

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Für Natur und Nachhaltigkeit

Für Natur und Nachhaltigkeit

Wälder verbinden den Boden mit dem Himmel. Bäume bestehen nicht nur aus sichtbaren oberirdischen Stämmen, Ästen, Blüten und Blättern, sondern auch aus einem weit verzweigten Wurzel- und vielfältigen Bodenleben. Nach den Waldbränden von Monchique entschieden wir uns, auf einem 1,5 ha großen abgebrannten Waldgrundstück, das wir gekauft haben, einen neuen Botanischen Garten zu errichten. Sie als Leser können sowohl aktiv wie auch passiv bei ECO123 mitmachen. Sie pflanzen im neuen Botanischen Garten Ihren eigenen Baum selbst oder lassen diesen von uns pflanzen. Werden Sie ständiger Abonnent und unterstützen Sie diese und andere nachhaltige Ideen mit Ihrem Abo. Werden Sie treuer …

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Denn sie wissen nicht, was sie tun

Die Fotos sind eindeutig. Zwei Mitarbeiter des Rathauses in Monchique verspritzen Herbizide auf öffentlichen Bürgersteigen. Die beiden Männer ahnen vielleicht, dass sie da etwas tun, was sie nicht tun sollten, denn sonst hätten sie sich keine weißen Vollkörperanzüge übergestülpt, keinen Mundschutz und auch keine Handschuhe. Sie schützen sich – wer aber schützt die Menschen, Pflanzen und Tiere? Als ich sie frage, warum sie das machen und ob sie wissen, was sie da tun, winken sie mich verärgert weg. Hauen Sie ab, rufen sie! Doch ich bleibe. Eine Mutter schiebt keine Viertelstunde später ihren Kinderwagen über genau dieses Kopfsteinpflaster. Eine Katze, …

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Wasser nutzen, aber nicht ausnutzen

Tamera am see In Tamera im Landkreis Odemira, Alentejo, lebt eine Gemeinschaft von inzwischen 200 Menschen. Sie schuf mit der Hilfe des naturnahen österreichischen Landwirts Sepp Holzer ein Modell, das zeigt, wie auch in einer sommertrockenen Region nur durch Regenwasser-Retention ertragreiche Landwirtschaft möglich ist. Sepp Holzer gegenüber ECO123 „Tamera lud mich im März 2007 zu einer Beratung ein. Die Frage war: Kann in einer trockenen Landschaft wie Südportugal auf einer Fläche von 134 ha ein Modell für eine Produktion von gesunden Lebensmitteln für 300 Menschen aufgebaut werden? Um es vorweg zu nehmen, meine Antwort war: Ja, mit Leichtigkeit. Ein solch …

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Regenwasser verlangsamen, verteilen, versickern

Dürre, Hitzewellen, Wüstenbildung, Überschwemmungen: Die Folgen des Klimawandels werden durch einen weltweit aus der Balance geratenen Wasserhaushalt verstärkt. In einigen Teilen der Erde begegnen Bauern, Initiativen, Landbesitzer dieser Herausforderung mit einfachen, lokalen Maßnahmen – mit Erfolg. Sie folgen dabei immer demselben Prinzip: der Regen soll dort in den Boden versickern, wo er fällt. Dezentralisierung statt Zentralisierung. Ein erfolgreiches Beispiel dafür ist Tamera im Landkreis Odemira, Alentejo. Jedes Lebewesen braucht Wasser. Ob eine Landschaft ausreichend Wasser hat oder nicht, bestimmt ihren Wert für alle, die in ihr leben, ob Menschen, Tiere oder Pflanzen. Eine Landschaft mit genügend Wasser hat ökologische und …

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Wasser gibt´s nicht überall

ECO123  sprach mit dem Wasserwirtschaftsamt der Algarve (Administração da Região Hidrográfica do Algarve), das zur portugiesischen Umweltbehörde (Agência Portuguesa do Ambiente) in Faro gehört. Die Behörde verfügt über fünf Hauptgeschäftsstellen in ganz Portugal, die jeweils für den Alentejo, Tejo, den Norden, das Zentrum und hier in Faro – für die Algarve – zuständig sind. Die Umweltbehörde verfolgt fünf strategische Ziele: den Schutz, die Wiederherstellung und die Verbesserung des Ökosystems zu forcieren; den Schutz von Personen und Gütern in einer Risikosituation zu verstärken; Wissen und Information über die Umwelt zu verbessern; die Einbeziehung der Öffentlichkeit zu fördern und die Beteiligung der …

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Eine Farbe wie Milchkaffee

Nicht vieles im Leben ist schwarz und weiß. Schauen wir uns heute jedoch den Tejo an, sehen wir beides – der Fluss ist schwarz und weiß. Klares Wasser fließt neben verschmutztem Wasser. Diese Teilung, mitten im Fluss, ist allerdings keine Folge höherer Gewalt im klassischen Sinne, sondern hat eine ganz aktuelle Ursache: die Verschmutzung des Tejos ist Resultat der an seinem Ufer, in Vila Velha de Rodão, angesiedelten Papierindustrie. Lange Zeit traute sich niemand auf die großen Rohre, durch die das verschmutzte Wasser in den Fluss geleitet wird, aufmerksam zu machen. Außer Arlindo Consolado Marques, der deshalb auch der „Wächter …

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Wir haben die Förderung auf 74 Mio. Liter im Jahr gesteigert

Wasser aus Monchique ist bekannt, seit sich die Römer auf der Iberischen Halbinsel aufhielten. Mit seinen einzigartigen Eigenschaften und seinem, wie viele Verbraucher sagen „ungewöhnlichen Geschmack“, wurde es jüngst zu einem Synonym für Qualität und körperliches Wohlbefinden. 2010 kaufte das Unternehmen Water Bunkers SGPS SA, aus Braga, die in finanziellen Schwierigkeiten steckende „Sociedade da Água de Monchique“, die seit 1992 über eine Förderkonzession von Wasser verfügt. Von da an entwickelte sich das bisher markenlose Wasser im Eiltempo zum „Gourmet-Produkt“´ und war zudem eins der letzten, das nicht in PET Plastikflaschen abgefüllt wurde. Vitor Gonçalves, 37 Jahre jung und Vorstandsvorsitzender der …

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