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Ökologie

Nº 130 – Wohin fahren wir in den Urlaub?

Samstag, der 23 Juli 2022. Was braucht es noch? Was muß noch passieren, damit das Benutzen fossiler Brennstoffe ein wirkliches Ende hat? Temperaturen von 40 Grad Celsius und mehr werden uns auch in den nächsten Tagen (es ist erst Juli) keine Ruhepause verschaffen. 1.063 Menschen sind bereits bis zum 18. Juli durch die Hitze gestorben, teilt das Gesundheitsministerium in Lissabon lapidar mit. Und nun? Was tun? Sich eine Klimaanlage anschaffen? Die Raumtemperaturen herunterkühlen? Das können sich einige Menschen leisten, die meisten aber nicht. Irgendwann muß jeder sein Haus mal verlassen und das nicht nur nachts. Ins Autodrom nach Portimão, wo …

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Nº 129 – Wasser

Samstag, der 9 Juli 2022. … wird immer knapper. Eine Begebenheit, die sich vor einiger Zeit zugetragen hat, mündete sogar in eine heftige Ehekrise. Menschen streiten sich wegen allem und wegen nichts. Nicht nur beim Geld, auch beim Duschen endet oft die Freundschaft…   Das Mißgeschick? Eine Frau steht unter der Dusche und der Partner war gerade nicht zuhause. Sie war voll eingeseift und auf einmal kam kein Wasser mehr aus dem Duschkopf… In der City ist ja niemand wirklich auf fehlendes Wasser vorbereitet. Man denkt ja, das kühle Nass fliesst aus dem Wasserhahn, wie der Strom aus der Steckdose. …

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Nº 127 – 18 Jahre später…

Samstag, der 11. Juni 2022. Als wir vor 18 Jahren kleine Jungbäume in verschiedenen Beeten und auf mehreren Gebirgsterrassen unseres Grundastücks pflanzten, kannten wir das Konzept des Miyawaki Waldes noch nicht. Der Miyawaki Wald wird nach dem japanischen Botaniker und Pflanzenökologen Professor Akira Miyawaki (1928 bis 2021) benannt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Akira_Miyawaki) Wir in Monchique bekamen in 2004 nach dem Waldbrand von Monchique (11.9.2003) eine Spende von 5.000 unterschiedlichen Baumenarten und suchten Raum zum Zwischenparken dieser 15 cm großen Setzlinge. Ich spreche über Eichen, Erlen, Eschen, Linden, Buchen, Johannisbrtbaum und von Schirmpinien u.a. Baumarten, z.B. der schwarzen Walnuss. Das geschah damals auf unserem …

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Nº 124 – Wilde Nahrung aus dem Garten der Natur

Samstag, der 9. Abril 2022. Lissabon. Ein strahlend sonniger Sonntagmorgen Anfang April. Auf dem Parkplatz der Praia da Aguda an der Küste des Naturparks Sintra-Cascais wird die Schönheit des Strandes in Versen auf Azulejos beschrieben . Unten wirft das Meer traumhaft regelmäßige Wellen; von den Klippen hier oben erscheinen die Surfer winzig klein. Nicht zu übersehen mit ihrer flammend rotblonden Mähne ist Filomena Aivado. Heute haben Filomena und João von der Lissabonner Initiative “Hortas Ecológicas” zu einem Spaziergang rund um die Welt der essbaren Wildpflanzen eingeladen. Diese Exkursion ist Teil eines regelmäßigen Programms, bei dem sie seit 2015 einheimische Pflanzen …

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Was für einen Wald haben wir denn da?

Wie Pflanzensaft steigen wir hier auf, mit vier Einblicken in die Welt des Waldes: von den Bürokraten der staatlichen Institutionen zu den Experten, die den Wald lieben, von der dantesken Vision des aktuellen ‘Eucaliptugal’ zur dicht belaubten Waldlandschaft, die da kommen soll.   Bodenschicht Sein Name ist Quinta da Fonteireira, man findet ihn in Belas, und er stellt eine der seltenen grünen Lungen in den Vororten entlang der Linha de Sintra dar. Zwischen acht und achtzehn Jahren verbrachte ich dort, im „dunklen Tal“ des Vale Escuro, über hundert Nächte. Es war die Pfadfinderzeit. Wir nutzten das reichlich vorhandene Holz des …

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Zum Selbermachen ohne Müll

Shampoo selbst herstellen Heute geht es um die Haarpflege. Eine vegane, chemie- und plastikfreie Alternative zum Haarshampoo. Haarwaschmittel, keine Ahnung wie viele Shampooflaschen aus Plastik ich in meinem Leben schon verbraucht habe. Egal ob 250 ml oder 1000 ml, die Plastikflut nimmt kein Ende. Es gibt auch festes Shampoo oder Shampooseife, die Frage ist nur, woher bekomme ich das, wie weit ist es gereist, wie viel CO2 wurde dabei verursacht, bzw. wie weit ist mein eigener Anfahrtsweg in den Laden… und was da so alles an Inhaltsstoffen drin ist, wirft die Frage auf, will ich das wirklich auf meinem Kopf …

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TAG 6
Salir – Cortelha – Barranco do Velho

TAG 6
Salir – Cortelha – Barranco do Velho

Die ersten hundert Kilometer habe ich nun geschafft. Es fällt mir leichter als ich es mir vorgestellt habe, denn ich gehe ohne jedwedes Training auf Wanderschaft. Der Vorteil, der das fehlende Training kompensiert ist, daß ich den Weg kenne und das ich langsam gehe und so Kondition aufbaue. Die gesamte Strecke der Via Algarviana sind rund 300 Kilometer. Es gibt den ersten, den östlichen Abschnitt von Alcoutim bis Barranco do Velho, die Mitte von Barranco do Velho bis Monchique und den westlichen Teil von Monchique bis ans Südwestkap. Ich packe meinen Rucksack, nehme meinen Wanderstock und mache mich frühzeitig am …

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TAG 5
Von Alte nach Salir. Maurische Brunnen.

TAG 5
Von Alte nach Salir. Maurische Brunnen.

19 km. In der Mitte der Algarve bin ich nun angekommen. Zu Fuß unterwegs sein bedeutet auch, den direkten Kontakt mit Menschen und ihrer Umgebung zu bekommen. Und das ist es doch, was wir Journalisten brauchen und wissen wollen. Wie ticken die Menschen im Land? Was denken sie und wie geht es ihnen? In Alte, ganz am Anfang des fünften Tages meiner Wanderung treffe ich am leeren und ausgetrockneten Ribeira de Alte, einem Bach, in dem früher Fische und viele andere Lebewesen rumschwammen und dessen reiche Artenvielfalt diesen Biotop einst prägte, eine ältere Dame, die ein wenig Reisig sammelt, eine …

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TAG 2
Von Silves zum Funcho Stausee.

TAG 2
Von Silves zum Funcho Stausee.

Aufgewacht. Ich knipse das Licht an und finde mich in einem 45 Euro Zimmer in einer Pension wieder, die meinen Hund akzeptiert: sie verlangt dafür fünf Euro Aufschlag. Auf meine Frage, ob das mit oder ohne Frühstück sei, erhalte ich keine Antwort. Aber das Mitbringen von Haustieren sei generell erlaubt. Gerade stelle ich mit der Fernbedienung den Kameraden an der Ecke dort oben ein, wo sich Wand und Zimmerdecke treffen, um den Wetterbericht abzurufen. Keine Änderung in Sicht. Es bleibt heiß und trocken. Wunderbares Touristenwetter, schlecht für den Wald, für die Landwirtschaft und für das Klima. Avocado- und Orangenbäume, die …

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Nº 123 – Ana Pêgo und das untragbare Gewicht des Meeresmülls

Samstag, der 22. Januar 2022. “Die Leute hören von dem Problem, erschrecken sich über das Problem und wollen etwas ändern, meinen aber, dass das sehr schwierig ist und sie es nicht schaffen werden.” Um genau diesen Gedanken entgegenzuwirken, sensibilisiert die Meeresbiologin Ana Pêgo Menschen für den Schutz der Meere.  Es ist doch so: jeder von uns kann etwas ändern. Indem wir einen Fuß vor den andern setzen, können wir alle Veränderung bewirken. Bekannt für ihre Entschlossenheit, sieht die Biologin im Meeresmüll einen Geschichtenerzähler. Und als Aktivistin nutzt sie ihn, um neue Geschichten zu erzählen. In diesen Stories hat der Protagonist …

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