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Vogelsterben in Portugal

von Uwe Heitkamp

Wenn sich eine nationale Vogelpopulation zwischen 2006 und 2026 innerhalb von nur 20 Jahren in einer Zählung von 17.419 auf unter 2.000 Exemplare verringert, dann ist Alarm geboten. Irgendetwas ist gehörig faul im Staate Portugal. SPEA, die Vogelschutzorganisation schlägt deshalb Alarm. Es geht um die Population der Zwergtrappen, (lat. Tetrax tetrax) einer Vogelart, die auf der Erde nistet. Ihr Lebensraum befindet sich in Wiesen, Steppen und landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf Äckern. Sie ist innerhalb von 20 Jahren um 90% geschrumpft und kommt damit auf die Liste der bedrohten Tierarten innerhalb der Europäischen Union und im besonderen in Portugal.

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Die Brutzeit der Zwergtrappe liegt zwischen April und Juni. Als Bodenbrüter legt das Weibchen 2-4 Eier in eine flache Mulde am Boden. Die Brutdauer beträgt etwa 24 Tage und die Jungtiere werden von beiden Elternteilen versorgt.

Die Zwergtrappe ist ein Vogel, der zur Familie der Trappenvögel gehört. Diese Vogelart ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Zentralasiens heimisch. Charakteristisch sind die langen Beine und der gedrungene Körperbau. Mit einer Größe von 40 bis 45 Zentimetern und einem Gewicht von 600 bis 1200 Gramm gehört die Zwergtrappe zu den kleinsten Vertretern ihrer Familie.

Das Gefieder der Zwergtrappe ist überwiegend graubraun gefärbt, die Brust ziert eine runde schwarze Zeichnung. Das Männchen besitzt einen auffälligen weißen Backenbart, der bei den Weibchen fehlt. An den langen Beinen sind außerdem gelbe Federn zu erkennen.

Die Zwergtrappe ernährt sich vorwiegend von pflanzlicher Nahrung wie Gräsern, Kräutern und Blüten. Gelegentlich werden auch Insekten und andere kleine Tiere gefressen.

Die Bestandssituation der Zwergtrappe wird in Portugal als besonders gefährdet eingestuft. Hauptursachen sind die Zerstörung ihres Lebensraumes durch Bautätigkeiten und Landwirtschaft sowie die Jagd. Um den Bestand zu sichern, sind Schutzmaßnahmen der Regierung und gezielte Lebensraumverbesserungen notwendig, fordert Julieta Costa, die innerhalb der SPEA für die Koordination verantwortlich ist.

In einigen südlichen Ländern der EU werden gezielte Schutzprogramme und Monitorings durchgeführt, um den Bestand zu überwachen und zu fördern. So sollen auch zukünftige Generationen die Möglichkeit haben, die Zwergtrappe in ihrer natürlichen Umgebung erleben zu können.

SPEA analysiert regelmäßig den Vogelbestand in Portugal. Auch andere Vogelarten sind in Gefahr. Hauptsächlich für das Aussterben verantwortlich ist die Art der Landwirtschaft mit hohem Einsatz von chemischen Substanzen wie Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide und Pestizide) und Dünger.

Verantwortlich für die aktuelle Vogelzählung 6.2026 BIOPOLIS-CIBIO sind: LPN, SPEA, EDIA, PALOMBAR. Helfer: António Matos, Ana Teresa Pereira, Bruno Martins, Eduardo Realinho, Gonçalo Elias, Jaime Sousa, João Falé, Jorge Safara, Nuno Faria, Rogério Cangarato, Tiago Caldeira u.a. Frühere Vogelzählungen aus 2022, 2016, 2003-2006.

Uwe Heitkamp (66)

ausgebildeter Fernsehjournalist, Buchautor und Hobbybotaniker, Vater von zwei erwachsenen Kindern, kennt Portugal seit 35 Jahren, Gründer von ECO123.
Übersetzer: Dina Adão, John Elliot

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