Letzte Woche wurde ich gefragt, wann wohl der richtige Zeitpunkt gekommen sei, das liebste Spielzeug des homo saphiens, das Auto, welches mit Diesel oder Benzin betrieben wird, zu verkaufen? Jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen, möchte ich allen meinen LeserInnen zuraunen. Jetzt verkaufen, aber unspektakulär, leise und ohne großes Tamtam – ohne jegliche Aufregung. Tauschen Sie ihren Benzinfresser am Besten gegen ein neues E-Auto, hergestellt in Europa, nicht in China, nicht in den USA. Ich sag Ihnen auch gleich, warum…
Nehmen wir alle Emotionen aus der Diskussion. Behalten wir einen kühlen Kopf. Ich empfehle auch Donald Trump, seine Boden- oder Luftlandetruppen gar nicht erst im Iran landen zu lassen, sondern einseitig den Krieg zu beenden. Das erspart ihm viele schlaflose Nächte. Schick Deine Jungens nach Hause und laß es gut sein mit dem Iran. Einfach einseitig „Tschüß“ sagen und verschwinden ist manchmal das Beste, was man tun kann, auch wenn man dann als Feigling gilt. Laß sie doch reden. Sei einfach intelligenter. Im November wird in den USA wieder gewählt – die Midterms – und du willst danach immer noch eine Mehrheit an Abgeordneten im Kongress und Repräsentantenhaus haben, oder etwas nicht? Ist Dir das denn egal? Wolltest Du nicht den Friedensnobelpreis bekommen?
Meine Devise lautet: keine unnütze Energie verschwenden. Nicht mosern, nicht aufregen und vor allen Dingen nicht die Petroleum-Konzerne kritisieren. Es ist die beste Zeit gekommen, dem Benzin und dem Diesel alles Gute zu wünschen und Tschüß zu sagen, denn wir brauchen immer weniger Erdöl zum täglichen Leben. Und die Straße von Hormus soll der Iran ruhig weiter sperren, verminen und abriegeln. Damit schießen die Mullahs sich nur selbst in die Knie. Warum?

Wenn der Iran kein Erdöl und kein Erdgas mehr verkaufen kann, schadet er sich doch nur selbst. Ich lache über die Mullahs. Die Esel, mit denen ich in meinem Leben gearbeitet habe, waren schlauere Lebewesen als die iranischen Mullahs mit ihren Revolutionsgarden. Jeder Esel wird seinen Weg freihalten und aufpassen, dass er am Wegesrand noch etwas grasen kann, um was zu fressen zu haben. Der Iran wird über kurz oder lang mit seinem klerikalem Regime zu einem Paria in der Gemeinschaft der Staaten dieser Welt. Wenn er es nicht schafft, Lebensmittel auf die Märkte zu bringen, wenn er kein Geld mehr aus Erdöl und Erdgas verdient, werden sie in Kriegsruinen hausen und ihr Land nicht mehr selbst wiederaufbauen können. Und über kurz oder lang müssen wir nur zusehen, dass Iran den Bach hinunterfließt. Nicht einmal die Urananreicherungen wird er sich noch finanzieren können. Und jegliche Zusammenarbeit sollten wir einstellen und nichts machen. Nur gelangweilt zugucken.
Es gibt noch genug Rohöl aus Norwegen, aus Algerien, aus Venezuela, aus Angola usw. Aber wenn sie jetzt ihren Benziner oder/und ihren Diesel verkaufen, machen Sie noch einen gescheiten Deal. Falls Sie noch ein wenig Kohle übrig haben sollten, kaufen Sie sich 20 Solarpanele und zwei Batterien und können (wie ich) sogar fast umsonst E-Auto fahren. Immer wenn die Sonne scheint, lade ich mein Elektroauto an der Steckdose meiner Solaranlage auf. Ich lache über die Erdölindustrie, die ohne Not ihre Preise auf über zwei Euro den Liter an den Tankstellen erhöhen. Die Gier kennt keine Grenzen. Das Benzin darf meinetwegen sogar fünf Euro den Liter kosten, dann lache ich immer noch, nur lauter. Weil es keiner mehr kaufen wird. Ich habe mich in den vergangenen 15 Jahren Stück für Stück von den fossilen Energien verabschiedet. Sogar meine Motorsäge funktioniert jetzt elektrisch. Machen Sie sich frei von fossiler Energie. Überlegen Sie mal, wo Sie anfangen könnten.
BP, Schell, GALP, Repsol und Exxon etc. dürfen ihre Preise erhöhen oder senken. Das macht mir nichts mehr aus und in der Zwischenzeit werden viele Millionen intelligente Menschen in Europa immer mehr immun gegen diese Krankheit des stinkenden Benzins und Diesels. Ich habe vor zehn Jahren meinen Benziner verkauft – in ein paar Jahren werden Sie für ihren Benziner kein Geld mehr bekommen, nur noch Gelächter, weil diese fossilen Fahrzeuge dann gar nicht mehr fahren dürfen…
Eco123 Revista da Economia e Ecologia
