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Saubere Energie für ein besseres Leben.

Klimaneutral leben, setzt voraus, das die überwältigende Mehrheit meiner Leser, die überwältigende Mehrheit meiner Mitmenschen versteht, was ich schreibe. Dazu braucht es Zeit, einen freien Kopf, Aufnahmebereitschaft und die Gabe, über die Zukunft nachzudenken, sich hinein zu versetzen in den Alltag zukünftiger Generationen, zukunftsfähig zu werden, von heute auf morgen zu schließen und bereit zu sein, seinen Lebensstil gegebenenfalls zu verändern, anzupassen, weiterzuentwickeln.

Ein kleines Beispiel gefällig? Meine Urgroßeltern hatten in ihrer Küche einen Abfalleimer, in den sie den gesamten Müll warfen. Zur Zeit der Jahrhundertwende nannte man das nicht „Müll“ sondern „Kompost“ und es waren Kartoffelschalen und Essensreste. Da sie zuhause ein Schwein hielten, bekam dieses Haustier einmal am Tag alle Essensreste und Müll hatte damals eine andere Bedeutung, es waren Reste des Essens, etwas sehr Natürliches und es wurde wiederverwertet. Es ging in den Kreislauf der Rohstoffe ein. Einmal im Jahr schlachteten mein Urgroßeltern das Schwein und machten daraus Blutwurst und Koteletts.

Man nahm eine Einkaufstasche oder einen Korb und ging einkaufen, was in der Küche fehlte. Man nahm Behälter mit für Mehl oder Weizen und viele andere flüssige, lose oder feste Lebensmittel, zum Beispiel Milch oder Limonade oder Butter, Erbsen, Bohnen usw. Meine Urgroßmutter ging zum Bäcker und kaufte Brot und Kuchen, zum Fleischer und kaufte Würstchen und Schinken und sie besuchte den Markt und kaufte dort Gemüse und Früchte, die ihre Familie selbst zuhause nicht anbauen konnte: zum Beispiel Bananen und Zitrusfrüchte. Im übrigen benutzte sie Zitronen und Essig und stellte ihren ganz eigenen Toilettenreiniger daraus her.

Es wurde nichts in Plastik eingepackt oder eingewickelt, weil Plastik noch nicht so weit entwickelt und Rohöl der Grundstoff für Chemie war, mit der man Plastik überhaupt herstellte. Seitdem hat sich die Zeit in der modernen Gesellschaft verselbstständigt. Dinge wurden erfunden, z.B. das Auto, das Flugzeug und viele andere Produkte. Man hat sich vorher weder Gedanken gemacht, was man mit einem Auto macht, das nicht mehr fährt, mit dem Schrott der Erfindungen: mit Computern, Mobiltelefonen, Drucker usw.

Irgendwann wurde der Fernseher erfunden, man schaltete abends das Licht an, statt eine Kerze anzuzünden und für all diese Dinge benötigten die Menschen nun Elektrizität, in anderen Worten Energie, die man kaufen musste. Autos schlucken Benzin oder Diesel, bei Flugzeugen nennt man das Kerosin.

Die Energieversorgung ist der Schlüssel zur Bewältigung aller unserer Probleme, der Energiewende, in Verbindung mit der Effizienz und 100 % erneuerbaren Energien, wodurch ein unverzichtbarer Zusatz an Sicherheit, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit geschaffen wird.

Die Autos mit Benzinmotoren, die LKW’s mit Dieselmotoren, die Flugzeuge mit Kerosinmotoren verbrennen mit ihren Motoren diese Kraftstoffe und stoßen dabei große Menschen Auspuffgase in die Luft, in anderen Worten, sie verdreckenund erhitzen mit CO2 die sensible Atmosphäre unseres Planeten Erde. Wir wissen das seit geraumer Zeit und wir wissen auch, dass wir damit aufhören müssen, denn sonst ergeht es uns wie den Fröschen, die in einem Kochtopf mit Wasser auf einem Herd stehen und einer zündet die Flamme an oder schaltet den Herd ein. Dem Frosch wird es dann etwas wärmer, weil das Wasser erhitzt wird. Irgendwann, ziemlich spät, merkt der Frosch, dass das Wasser ihm viel zu heiß sein wird und er dann den Löffel abgibt, mit anderen Worten, er stirbt den Hitzetod. Das ganze absurde Gedankenspiel mit dem Frosch auf dem Herd in einem Kochtopf belegt, dass die Steigerung der Temperatur einige Zeit dauert, der Tod der Frosches dann aber ziemlich schnell eintritt. Der Tod des Frosches symbolisiert den Tod der Menschheit, allen Bebens auf unserem Planeten, wenn wir nicht sofort aufhören, Energie zu verbrennen: Kohle, Gas und Benzin oder Diesel usw. Nur, wie fahren dann unsere Autos? Wie fliegen dann unsere Flugzeuge? In was füllen wir unsere Milch, den Joghurt, den Apfelsaft, wenn nicht in Plastik oder Tetra Pac oder oder oder…? Das Problem mit dem Müll wächst uns auch über den Kopf. Wir produzieren Güter und machen uns erst hinterher Gedanken, dass die meisten Güter nicht wiederverwendbar sind und sich nicht reciceln lassen. Mittlerweile werden die Rohstoffe knapper und die Mülldeponien wachsen und wachsen und eines schönen Tages ist auch damit Schluss.

Es geht einfach so weiter. Es ändert sich kaum etwas. Die Erde dreht sich und wir Menschen leben gefangen in unseren dummen und bequemen Gewohnheiten. Das ist das, was ich meine: wenn wir etwas als nicht zukunftsfähig definieren, müssten wir es abstellen, ändern, weiterentwickeln und vor allen Dingen unselige Praktiken einfach beenden. Es gibt eine Lösung an der Greenpeace arbeitet und diese Umweltorganisation hat jetzt in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern ein Konzept erarbeitet, wie Portugal und Spanien gemeinsam oder getrennt, auf jeden Fall aber klimaneutral werden können. Die Lösung ist interessant, weil sie verspricht, in 15 Jahren, also bis 2040 den Frosch im Kochtopf zu retten. Es geht darum, zehn Jahre früher klimaneutral wirtschaften, arbeiten und leben zu können und billigere, allzeit verfügbare Energieressourcen dabei benutzen zu können. Für alle.

Auf jeden Fall ist eines klar, der 80-jährige amerikanische warlord Donald Trump ist ein Auslaufmodell. Er ist ein Mann von gestern und seine lineare Philosophie, die Meerenge von Hormus zwischen Iran und Oman für den Transport von Rohöl, Gas und Kunstdünger freizubomben oder gar selbst zu blockieren, ist so dumm wie dreist, verstößt gegen das Völkerrecht und macht keinen Sinn. Greenpeace aber hat da eine Idee, über die ich nächste Woche ausführlicher berichten werde. Denn es geht wirklich darum, sich von den Fesseln des Rohöls zu befreien und unabhängig zu werden. Unabhängigkeit führt zu einem friedvollen Leben, denn es bedarf keiner Kriege mehr. Wir Menschen können uns auf das Wesentliche im Leben konzentrieren: Liebe Deinen Nächsten und auf den Schutz unserer Lebensgrundlagen.

Uwe Heitkamp (66)

ausgebildeter Fernsehjournalist, Buchautor und Hobbybotaniker, Vater von zwei erwachsenen Kindern, kennt Portugal seit 35 Jahren, Gründer von ECO123.
Übersetzer: Dina Adão, John Elliot

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