Sonntag, Juli 21, 2019
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Meinung

Lieben Lernen

Ein Beispiel für uns alle

Es gibt keine Dinosaurier mehr Es gibt sie schon lange nicht mehr, dennoch haben sie mich über weite Strecken meines Lebens begleitet. Ich spreche von den vor Millionen von Jahren ausgestorbenen Dinosauriern, die uns allen als Beispiel dienen können. Wenn wir uns anschauen, was in der Vergangenheit mit ihnen passiert ist, erlaubt uns dies in gewisser Weise auch einen Blick in die Zukunft, vor der wir unsere Augen nicht verschließen dürfen. Ich erinnere mich noch genau an den Zauberwürfel, mit dem alle spielten, als ich noch ein Kind war. In dieser Zeit erschien auch ein kleines Wunder mit dem seltsamen …

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Wir sind auf Sendung – live dabei!

Die Atmosphäre, so wie auch die Haut eines jeden Organismus, schützt und nährt diesen lebenden Planeten. Sie schützt vor den Gefahren kosmischer Strahlungen; reguliert die Oberflächentemperatur durch den Treibhauseffekt; erlaubt die Zirkulation von Nährstoffen und anderen natürlichen Elementen; beteiligt sich am Wasserkreislaufsystem; und ist die Schicht, in der wir und viele andere Lebewesen leben, uns entfalten, vermehren und weiterentwickeln. Deshalb ist die Atmosphäre ein Medium, das uns am Leben hält und nicht irgendwas ganz weit oben oder außerhalb von uns, womit wir eigentlich nichts zu tun haben. „Wir gehen draußen spielen“ – ein Satz, den wir von Kindern immer seltener …

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Boden

Das Problem an der Wurzel packen

Schlagen wir im portugiesischen Wörterbuch „Priberam“ unter solo (Boden) nach, so finden wir die folgenden Definitionen „1. Teil der Erdoberfläche (Grund, Erde), 2. Oberfläche, über die man geht (Fußboden, Bodenbelag), 3. Teil der kultivierbaren Planetenoberfläche auf der Pflanzen wachsen, 4. Gelände.“ Als studierter Biologe halte ich den Boden für das Bindegewebe der planetaren Haut. Somit müsste der Definition von totem Boden, wie sie im Priberam Wörterbuch zu finden ist, auch eine Definition von lebendigem Boden gegenübergestellt werden, die ein für alles Leben fundamentales Ökosystem beschreibt, aus dem wir kommen, dass uns ernährt und in das wir zurückkehren werden. Der Boden …

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Nicht mehr bei GALP tanken?

Nicht mehr bei GALP tanken?

In früheren Kulturen war die Erde heilig. Es war tabu, Löcher in sie zu graben. Kohle, Erze und andere Bodenschätze galten als Organe von Mutter Erde. Man ehrte sie, nahm nicht mehr als man gab, lebte eingebettet in einen Kreislauf von Werden und Vergehen und damit in einer Welt der Fülle, wo für alles gesorgt war. Als das Tabu fiel, wurden aus Metall Münzen, Waffen, Werkzeuge und Maschinen, und mit Kohle und schließlich Erdöl trieb man ein neues System an, das sich mit einem einzigen kleinen Wort beschreiben lässt: mehr. Jeder wollte mehr von allem, mehr Komfort, mehr Besitz, mehr …

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Lieben Lernen

Lieben Lernen

Wenn die Liebe, der Endzweck des Universums ist, dann sollten wir doch endlich investieren, die Liebe zu lernen. Ja, richtig, Lernen! Sicher stimmt es, dass wir alle mit Herzen geboren wurden, die ein volles Potential zur Liebe besitzen. Aber wir wurden auch mit zehn geschickten Fingern geboren, was uns noch nicht zu Klaviervirtuosen macht. Im Gegenteil: Unsere Liebesfähigkeit wird in Schule und Ausbildung nicht nur nicht gefördert, sie wird uns sogar systematisch abtrainiert, und das beginnt schon im Kindergarten. Meine Geschichte ist nur ein Beispiel. Kindergarten war purer Horror. Auf einmal unter Fremden, weit weg von den eigenen Spielsachen, von …

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Lieben Lernen

Ein letztes Wort

In der Natur zu wandern gehört zu den einfachsten Möglichkeiten der physischen Entspannung. Unsere Muskeln und unser Nervensystem werden unermesslich beruhigt von etwas, das wir als Menschen schon seit langem tun. Wandern ist ein vergessener urzeitlicher Auflockerungsprozess. Als wir uns aufrichteten und zu Zweibeinern wurden, mussten wir uns einige zusätzliche Windungen zulegen, um den gehenden, sprechenden, geselligen Turm vor dem Umfallen zu schützen. Im Vergleich zu Hunden haben wir wesentlich mehr Muskeln, die in unseren Körpern Rotation erzeugen. Die Drehgruppe liebt die rhythmischen Bewegungen beim Wandern und regt unser gesamtes System der Weichteile zum Relaxen an, indem Verspannungen, die wir …

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Lieben Lernen

Pedrógão Grande

Erinnerung. Was wird uns in einem Jahr, in zwei Jahren, in zehn Jahren, also im Sommer 2027 von dem Wochenende des 17. und 18. Juni 2017 in Erinnerung bleiben? Was werden wir in diesem Zeitraum in unseren Leben verändern und wollen wir das angesichts der grausamen Bilder und der vielen Toten der Waldbrände? Denn bisher waren es nur die Wälder, die Tiere, die Natur, die jedes Jahr verbrannten – und die kann bekanntlich nicht reden. Die Natur hat keine Lobby. Nächste Frage? Nächstes Thema? Die Schlüsselfrage jedoch ist, sind wir bereit, an unserem Leben etwas Grundlegendes zu verändern? Dazu müssten …

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In Würde leben – zu welchem Preis?

Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Zahlung, die jedem Bürger ungeachtet seiner finanziellen, familiären oder beruflichen Situation zur Verfügung gestellt wird, um ein Leben in Würde führen zu können. Da mir ein bedingungsloses Grundein-kommen unrealistisch erscheint, bin ich doch etwas verblüfft. Davon abgesehen bietet dieses Thema einen interessanten Ausgangspunkt, einen Blick auf unser gesellschaftliches Zusammenleben werfen zu können. Die Konzeption dieses Einkommens hat das lobenswerte Ziel, allen ein Leben in Würde zu ermöglichen, was sozial wünschenswert ist. Aber seine gesellschaftliche Allgemeingültigkeit erinnert mich ein bisschen an die Luft zum Atmen: sie ist für alle gleich und alle haben ein Recht auf …

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Der Preis in (Un)Würde zu leben

Das bedingungslose Grundeinkommen vermittelt uns einfach nur folgendes: in Würde zu leben hat keinen Preis. Es gibt keinerlei finanzielle Entschuldigung dafür, dass ein Fünftel der Bevölkerung an der Armutsgrenze lebt, wobei viele hunderttausend wirklich arm sind und dass sich bei vielen die Lebensumstände ohne jegliche Vorankündigung ändern können. Ihnen fehlen lebensnotwendige Güter und Grundleistungen und sie sind vollkommen machtlos. Es gibt weder finanzielle, noch politische oder irgendwelche anderen Entschuldigungen. Es ist ganz einfach nur notwendig gerechter zu teilen, so gerecht wie nötig und es ist unverständlich, dass es einem Land nicht möglich sein soll, dies zu leisten. Ich kann der …

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Lieben Lernen

Gut gebrüllt Löwe!

Im Herbst wird in meinem Dorf wieder ein Bürgermeister gewählt. Sieben Jahre (4+3) ist es her, dass sich die Opposition in ihre Höhle des Schlafes zurückgezogen hat. Pünktlich zum Wahljahr ist sie wieder erwacht. Ich hatte nicht mehr daran geglaubt, dass der Winterschlaf irgendwann einmal zu Ende gehen sollte. Wer immer ein Dorf so regiert, hat es ja nicht ganz so einfach mit einer Opposition, die alles verschläft. Als ich hörte, dass man nun dem Bürgermeister die Leviten lesen wolle, besuchte ich aus journalistischem Interesse die Kreisratssitzung (Assembleia Municipal). Der Bürgersaal des Rathauses ist gerammelt voll. Um 21h30 sitzen da …

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