Samstag, Juni 15, 2019
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Linda Cree

Einen Feuerwehrmann adoptieren

Unkonventionelle Ideen in São Brás de Alportel

firemanObwohl von Bürgern und Politikern gefordert – und bekommen – überwiegen in Portugal die Freiwilligen Feuerwehren mit professionellem Charakter. Aus diesem Grund sehen sie sich gezwungen, einen in Vollzeit berufstätigen Kern zu beschäftigen. Infolge weniger Mitglieder und einem lächerlichem Gehalt, hängen sie hauptsächlich von den – ausbleibenden – finanziellen Beihilfen der Landkreise ab.

AFPOP ist der Verein ausländischer Grundbesitzer in Portugal mit Sitz in Portimão, der vor circa 25 Jahren gegründet wurde, um Hürden wie das Anmelden von Autos und Häusern oder die Bezahlung von Steuern zu meistern.

Linda Cree wohnt in der Gegend von Moncarapacho. Die ehrenamtlich tätige Engländerin ist für die Zielbestimmungen der AFPOP der Ostalgarve mit circa 700 von insgesamt 6.000 Mitgliedern verantwortlich. Diese dynamische und umgängliche Dame hat die Kampagne „Einen Feuerwehrmann adoptieren“ ins Leben gerufen, wobei das erste Projekt «Paten der Ausrüstung» bereits angelaufen ist. Warum gerade die Feuerwehr von São Brás de Alportel? „Den verheerenden Waldbränden des letzten Jahres sind anfangs drei Feuerwehren ausgerückt. Das Gebiet umfasst Loulé, Faro, Tavira und São Brás. Aufgrund seiner geografischen Lage ist São Brás immer eine der drei Truppen, die zum Einsatz kommt”, erklärt Linde Cree gegenüber ECO123.

Im Gegensatz zu anderen Institutionen, die Spenden sammeln und ohne gebundene Zweckverwendung übergeben, entschied sich Linda, diese Aktion der AFPOP zu personalisieren. Sie setzt auf einen ausgeglichenen Kauf der Schutzausrüstung für 65 Feuerwehrmänner. Ursprünglich war geplant, Gruppen, die je einen Feuerwehrmann adoptierten, zu bilden. Sie überlegte sich jedoch, dass einige vielleicht mehr und andere weniger oder gar nichts bekommen könnten. So passte sie das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kommandeur und seinem Stellvertreter an – wer sonst kennt die Notwendigkeiten dieser Männer besser. Es wurde entschieden, Ausrüstungsmaterial für alle zu kaufen, Stück für Stück.

Jeder Friedenssoldat braucht zehn persönliche Ausrüstungsgegenstände, die einem Gesamtpreis von rund 450 Euro entsprechen. Wichtigstes Element ist der Helm F2-Xtrem, der 160 Euro kostet. Zusammen mit dem Visier ist der Kopfschutz komplett und kostet 225 Euro, was der Hälfte der gesamten Ausstattung entspricht. Es scheint, dass man in England alles günstiger einkaufen kann.

In einer sehr breit gefächerten Kampagne bittet Linda um einen Mitgliederjahresbeitrag von 35 Euro. Das entspricht weniger als 3 Euro pro Monat oder 3 Kaffees pro Paar, um alle Feuerwehrleute von São Brás de Alportel auszustatten. Sie erwartet – denen, die durchs Feuer gehen – die erste Lieferung im Januar 2014 übergeben zu können.

Mehr Informationen:
http://www.adoptafireman.org/

Kontakte:
Linda Cree Casa Rosa
Cx Postal 118Y, Sítio dos Caliços – 8700-600 Moncarapacho
Tel.: 289 798 374 | 912 071 000
E-mail: linda.cree@sapo.pt

AFPOP
(Portimão) Tel.: (+351) 282 458 509
Email: info@afpop.com
Webpage: www.afpop.com

Spendenkonto:
Banco: Crédito Agrícola
NIB: 0045 7212 4026 0038 518 65
IBAN: PT50 0045 7212 4026 0038 518 65

About the author

José Garrancho stammt aus Sines, lebt aber in Portimão, ist 63 Jahre alt, verheiratet, hat einen Sohn. Pensionierter Hoteldirektor, Ausbilder, Journalist und Fotograf.

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