Sonntag, März 24, 2019
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Portugal

Der Markt im Dienst der Menschen

Der Markt im Dienst der Menschen?

ECO123 nahm am internationalen Kongress der Wirtschaft in Gemeinschaft teil, der im Herbst dieses Jahres in Abrigada im Landkreis Alenquer stattfand. Während der kurzen Pausen hatte António Veiga die Möglichkeit, mit zwei der wichtigsten Teilnehmer zu sprechen und die Bedeutung und die Beweggründe dieser Initiative besser kennenzulernen. ECO123 sprach mit Professor Luigino Bruni, dem internationalen Vertreter der Zivilökonomie, der eine Professur an der Universität in Florenz innehat, sowie mit António Faria, dem leitenden Geschäftsführer von Faria & Irmão, Lda. (eine der Firmen Portugals, die seit langem in diesem Projekt mitwirkt.) ECO123: Was bedeutet der Begriff “Wirtschaft in Gemeinschaft”? Luigino Bruno: …

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Cortadores

Baumfäller

ECO123: Sie sind Baumfäller? Baumfäller: Ja. Was für Bäume fällen Sie normalerweise? Eukalyptus-, Pinienbäume….. zurzeit verkaufen sich Eukalyptus- und Pinienbäume am besten. Woher kommen Sie? Aus Brasilien. Ziemlich scharf, solch eine Motorsäge, nicht? Ja, doch – ist man unvorsichtig, kann sie auch schon mal ein Bein absägen. Ist es harte Arbeit? Ach, wir sind daran gewöhnt. Verdienen Sie gut? Mehr oder weniger. Mehr mehr oder mehr weniger? 100 € pro Tag. 100 Euro pro Tag? Und Sozialabgaben? … Was tut man hier am häufigsten? Bäume fällen und dann? Sägen, Fällen und fertig – danach kommt die Maschine und bringt den …

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transporte de eucaliptus

Lastwagenfahrer

ECO123: Wir möchten etwas mehr über Ihren Job erfahren. Sie transportieren Eukalyptusbäume? Lastwagenfahrer: Ja. Kommen die Eukalyptusbäume nun in die Fabrik in Setúbal? Diese hier ja. Was geschieht dann? Diese hier sind für Cellulose, Zellstoff, Papier bestimmt. Wie viel Geld erhält man pro Tonne? Der Produzent? Pro Tonne? Ja In der Fabrik, 42 bis 43 Euro. Zahlt die Fabrik? Ja, bei Anlieferung. Wie viele Tonnen transportieren Sie? Je nach Holzart. Maximales Gesamtgewicht dieses Lasters beträgt 30 Tonnen. Ist die Eukalyptus-Industrie lohnenswert? Die Cellulose wird jetzt und heute mehr oder weniger gut bezahlt. Verwendet man Eukalyptus zum Beispiel als Baustoff, erhält …

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Dr Cristina Soeiro

Doutora Cristina Soeiro

Dr. Cristina Soeiro – Psychologin und Koordinatorin der Abteilung für Psychologie und der Hochschule für Kriminalwissenschafte Eine möglichst schnelle und kurzfristige Verringerung der Waldbrände in Portugal ist nur mit einem interdisziplinären Eingriff möglich, der folgende Punkte umfasst: Verfolgung und Ahndung von risikobereitem Verhalten der Bevölkerung; Ein Forstplan, dem eine Studie über Boden und Klima unseres Landes und deren adäquaten Baumarten vorsieht; Eine angemessene und termingerechte Säuberung des Unterholzes der Wälder; Ein möglichst gezielter Eingriff bei identifizierten Brandstiftern, die unter einer psychischen Störung leiden. Diese Art von Problem besteht tatsächlich häufig unter Brandstiftern. Die einfache Inhaftierung von bekannten Brandstiftern während des …

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Com Almeida Reis

Almeida Reis

Kommandant Almeida Reis – Chefpilot und Mitverantwortlicher bei Lufteinsätzen der INAER (1) ECO123: Portugal ohne Waldbrände – was können wir tun? Was die Brandbekämpfung anbelangt ist es im allgemeinen Interesse, dass es so wenige Waldbrände wie möglich gibt, auch die Industrie der privaten Löschflugzeuge hat kein Interesse daran. Aus der Luft löschen ist gefährlich, das Gefahrenpotential steigt ständig und andere Faktoren (wie Wind und Hitzewellen), die dabei wenig hilfreich sind, kommen noch hinzu. Persönlich denke ich, daß die Verringerung von Waldbränden stets mit der Frage der Prävention oder auch adäquaten Handlungsmaßnahmen einhergeht und dies keine materielle Frage ist. Je besser …

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Henrique Pinheiro

Henrique Pinheiro

Henrique Pinheiro, 53, ist leitender Geschäftsführer von Medal Seguros Lda. und Repräsentant der Versicherungsgesellschaften Allianz und Zürich (unter anderen) in Portimão. ECO123: Wie können Waldbrände in Portugal vermieden werden? Henrique Pinheiro: Vor 30 Jahren gab es keine Waldbrände. Warum? Damals gab es auch Wald, der bewirtschaftet wurde. Warum beauftragen wir nicht das Militär, den Wald wie den in Monchique, zu überwachen? Die Feuerwehr muss besseren Zugang zu den Grundstücken erhalten und über bessere Mittel und finanzielle Sicherheit verfügen. Wir müssen achtsamer sein. Das Land säubern und schützen sowie Feuer vermeiden. Brandschneisen, Wasserspeicher und Stauseen…. Welche Brandrisiken bestehen aus Sicht einer …

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José Eduardo

José Eduardo

José Eduardo, 55; Mechaniker, Jäger und Bauer ECO123: Was können wir tun, um Waldbrände in Portugal zu vermeiden? Oberstes Gebot ist die Prävention, die Säuberung des Geländes. Ich missbillige die damit verbundenen Kosten, inklusive derer für das Militär nicht. Das ist alles sehr hilfreich, aber ich denke, dass viel Geld in diese Dinge fließt. Die gleiche Menge Geld sollte eine großflächige Säuberung, Brandschneisen von 20, 30 Metern in kleinen Gebieten und teilweise auch auf Grundstücken sicherstellen. Das wären die ersten Maßnahmen, die ich treffen würde, hielte ich das Zepter in der Hand. Ist ein Wald, der zu 76% aus Eukalyptusbäumen …

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Idalia Duarte

Idália Duarte

Idália Duarte, 55; Fleischerin ECO123: Wie können wir Waldbrände vermeiden? Indem wir die Wälder so wie früher säubern und pflegen. Damals waren sie bewirtschaftet. Ob Gestrüpp oder alte Hölzer, das Beste, was wir tun können ist, unsere Wälder zu pflegen, sie in einen Garten zu verwandeln. Inwiefern ist heutzutage der Eukalyptus für die Waldbrände verantwortlich? Es ist bekannt, dass der Eukalyptus bei den Bränden eine entscheidende Rolle spielt. Würden die Wälder jedoch gesäubert, könnte man den Flammenmeeren vorbeugen. Das Problem besteht nicht nur infolge der Monokultur des Eukalyptus. Ursache sind die vernachlässigten Wälder sowie die Personen, die Profit aus dieser …

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António da Encarnação

António da Encarnação

António da Encarnação, 75, Bauer ECO123: Was können wir tun, um Waldbrände in Portugal zu vermeiden? Wir brauchen junge Bauern. Ich liebe den Ort, an dem ich geboren wurde. Sehr sogar. Seit jeher. Bin niemals weggezogen. Das beste Produkt Portugals ist der Medronho-Schnaps. Wir wollen keine Finanzhilfen. Wir wollen frei sein, so wie früher. Ich bin nun 75 Jahre alt. Bereits mit 13 hab ich angefangen, Medronho zu brennen. Das Übelste, was wir Portugiesen haben, ist die bäuerliche Arbeit. Sie wird mies bezahlt. Der Staat nimmt auf alles Steuern. Sie zwingen uns, aber wir können die hohen Steuern nicht mehr …

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Gerhard Zabel

Gerd Zabel

Dr. Gerd Zabel ist Landwirt und Botaniker. Der Deutsche ist 69 Jahre alt und lebt in Silves. Er besitzt die «Quinta da Figueirinha», einen Biohof mit 30 Hektar Land, Oliven-, Feigen- Mandel- und Johannisbrotbäumen. Im Rahmen eines von der EU finanzierten Projektes führt er Experimente mit Bäumen, die weniger entflammbar sind, durch. Die land- und forstwirtschaftlichen Kulturen auf der Quinta sind dürreresistent, um das Weideland aufrechtzuerhalten und die Erosion zu steuern. Bäume, Sträucher und die Bodenbewachsung sind feuerresistent, um Brände zu vermeiden. Die Auswahl der Pflanzen ist wegweisend und bedarf vieler Vorsichtsmaßnahmen und Informationen über Gattung, Sorten und Ursprünge der …

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