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Short Stories

Nº 27 – Wie blind kann man nur sein?
Die richtigen Schlüsse aus der Geschichte ziehen.

Freitag, der 1. Mai 2020 Der Erste Weltkrieg wurde durch die Spanische Grippe 1918 beendet. Dieser Satz – so wie er da steht – stand so in noch keinem Geschichtsbuch. Warum eigentlich nicht? Diese Epidemie soll die Zahl der im Felde Gefallenen um mehr als das Dreifache überstiegen haben. Die Spanische Grippe hat nichts mit Spanien zu tun. Wußten Sie das? Die Spanische Grippe wurde aus den USA nach Europa eingeschleppt. Die Mutter aller Pandemien, wie sie auch genannt wird, begann, als ein Virus in der Massentierhaltung eines Hühnerstalls im Bundesstaat Kansas, genauer gesagt im Haskell County, im Frühjahr 1918 …

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Nº 26 – Hieße ich António Costa, …

Donnerstag, der 30. Abril 2020 Ein Essay von Theobald Tiger  …würden einige Entscheidungen völlig anders getroffen werden. Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich meine Geschichte auf diese Weise beginnen soll, ob ich Ihnen diese Geschichte überhaupt erzählen soll. Ich kann nämlich auch ganz anders. Also fange ich besser noch mal von vorn an und beschränke mich auf 600 Worte. Wäre ich kein Journalist sondern ein verantwortungsvoller Premierminister, würde ich in diesen Tagen intensiv darüber nachdenken, ob ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt staatliche Finanzhilfen an kranke Firmen verteilen würde. Das ist eine Grundsatzfrage. Alle haben Probleme und so viel Geld …

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Nº 25 – Verzweifelung, Hoffnung, Gemeinschaft

Mittwoch, der 29. Abril 2020 von Leila Dregger Madonna nannte angesichts des Todes eines Schauspieler-Kollegen das Virus den “großen Gleichmacher”. Das Gegenteil stimmt: Die Corona-Krise verschärft Ungleichheiten. Internationale Beobachter schätzen, dass im globalen Süden mehr Menschen an Hunger und staatlicher Gewalt zur Durchsetzung der Maßnahmen sterben als an Covid-19. Doch aus einigen Orten erreichen uns hoffnungsvolle Nachrichten: Menschen in Slums und Armutsvierteln helfen sich gegenseitig. Es ist die große Stunde des Nachhaltigkeits- und Gemeinschafts-Wissens. Lichtblicke gibt es immer dort, wo die Menschen in Armutsvierteln schon vor der Pandemie ihr Schicksal in die eigene Hand genommen haben. Ein Beispiel aus Kenia: …

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Nº 24 – Portugal, Covid-19 und ich

Dienstag, der 28. Abril 2020 Flaschenpost von Stefanie Kreutzer Heute feiere ich ein ganz besonderes Fest. Vor genau 25 Jahren kam ich nach Portugal. Hier fühle ich mich zuhause und sehr wohl. Früher fragten mich Freunde, warum denn ausgerechnet Portugal und nicht Spanien, Frankreich oder Italien? Die Antwort war damals wie heute sehr einfach. Portugal ist ein farbenfrohes, Frieden liebendes Land. Die lange Zeit der Diktatur gehört der Vergangenheit an. Portugal ist seit 45 Jahren eine starke Demokratie. Sollte die Wirtschaft mal kollabieren, dann werde ich Selbstversorgerin, baue Kartoffeln,Tomaten und vieles mehr in meinem Garten an. Lebensmittel wachsen hier das …

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Nº 23 – Geerdet bleiben

Montag, der 27. Abril 2020 Was steckt hinter dem Begriff Systemrelevanz? Wer garantiert, daß kurzfristige lebenserhaltende finanzielle Injektionen in Fluggesellschaften durch den Staat diese wirklich in der Luft hält und der finanzielle Absturz der Airlines nicht schon in naher Zukunft doch stattfindet? TAP, Lufthansa, Air France, KLM, Alitalia und die vielen anderen Fluggesellschaften verbrennen – wenn sie denn fliegen – neben Kerosin von Mai 2020 an auch hohe Summen an staatlichen Krediten, die weder dem Klima noch der Wirtschaft höheren Sinn stiften. Geld in schwarze Löcher zu investieren, geht immer einher mit hohen Energieverlusten: das Geld löst sich in CO2 …

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Nº 22 – Stell Dir vor,

Sonntag, der 26. Abril 2020 du hast 500 Worte, um mir Deine Geschichte zu erzählen. Guten Morgen. Gerade bin ich aufgewacht und stelle fest, ich bin blind. Es ist noch früh am Morgen. Ich mache meine Augen auf und will auf mein Telefon schauen, um die Uhrzeit zu erkennen. Alles dunkel. Ist das Telefon kaputt oder bin ich … ? Das ist kein Traum. Eher ein Alptraum. Das ist die Wirklichkeit, oder? Ich stelle mich diesem Test. Ich stelle mir gerade vor, ich würde von einem zum anderen Augenblick blind. Nichts, was mir gerade noch vertraut erschien, ist noch so, …

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Nº 21 – Was möchten wir für eine Algarve?

Samstag, der 25. Abril 2020 Eine Reflektion von Dina Adão Wer mich kennt weiß, das ich meine Algarve liebe. Es ist eine schöne Region, die in der Lage ist, allen die hier leben und jenen, die sie zu ihren Zuhause auserkoren haben, viel anzubieten hat. Es stimmt aber auch, dass eine Reihe schlechter Beispiele und Praktiken, die sich mit den Jahren ergeben haben, Teil der Region geworden sind, alte Laster die sich als kurzfristig gewinnbringend erwiesen haben. Im Jahr 2003, als der Verlag, für den ich damals arbeitete, beschloß mit der Herausgabe eines Reiseführers mit dem Titel “Caleidiscópio – Passear …

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Nº 20 – In welcher Geschichte möchtest Du Dich sehen?

Freitag, der 24. Abril 2020 von Dina Adão Es ist einige Zeit her, da besuchte ich diese “andere Algarve” und kam dabei mit älteren Einheimischen ins Gespräch. Ich fand sie auf den Plätzen ihrer Dörfer, im Schatten großer Bäume sitzend, auf dem Acker oder bei der Arbeit mit ihren Tieren. Nachdem ich ihnen erzählte, an welchem Projekt ich arbeitete und das anfängliche Mißtrauen überwunden war und wir von Angesicht zu Angesicht miteinander sprechen konnten, überkam uns oft eine gefühlte Zeitlosigkeit, in der die Alten meinen Fragen mit einer ungewohnten Zuneigung entgegenkamen, so daß ich ihren Erinnerungen entspannt lauschen konnte. Dieser …

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Nº 19 – Corona und die soziale Basis der Lokalisierung

Donnerstag, der 23. Abril 2020 von Leila Dregger Zu Beginn der Coronakrise rief (der inhaftierte Journalist) Julian Assange (den ehemaligen griechischen Finanzminister) Yanis Varoufakis aus seinem Gefängnis an und sagte anlässlich des drohenden ökonomischen Zusammenbruchs: „Jetzt ist alles möglich.“ Worauf Varoufakis antwortete: „Ja, und zwar auch im Guten.” Daran muss ich denken, jetzt wo überall diskutiert wird, wie der Normalzustand wieder hergestellt werden kann. Ich will noch nicht zurück, ich bin noch im Zustand des Staunens. Ich habe ein neues Hobby: Ich sammle positive Lockdown-Nachrichten. Zum Beispiel diese: Ein Freund in einer Großstadt lebt in einem Haus mit insgesamt 14 …

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Nº 18 – Heimkehr?

Mittwoch, der 22. Abril 2020 Von Purna Lal Chuke Seit dem 24. März 2020 hat die nepalesische Regierung bereits dreimal eine Ausgangssperre verhängt, die letzte davon soll bis mindestens 27. April andauern. Alle Regierungsstellen, Nichtregierungsorganisationen, Verbände, Branchen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, privaten Krankenhäuser und Kliniken sind geschlossen. Tempel, Moscheen, Kirchen und Gumbas (buddhistische Klöster) sind ebenfalls von den Schließungen betroffen. Sowohl die Zentralregierung als auch die lokalen Verwaltungen tun ihr Bestes, um die Bürger des Landes zu schützen, und informieren über die Notwendigkeit, zuhause in Sicherheit zu bleiben. Dem Rufton, auf den von allen verwendeten Mobiltelefonen, haben Internet-, Mobilfunk- und Telefondienstanbieter eine …

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