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Short Stories

Nº 13 – Nichts wird so sein wie bisher

Freitag, der 17. April 2020 Ein Text von Dina Adão Wer bin ich? Welche Bedeutung hat Intuition in meinem Leben? Wie reagiere ich auf Lärm, Schmerz oder Stille? Was fühle ich bei einer tiefen Umarmung? Wie reagiert mein Körper auf Liebesentzug? Wir leben in einer Welt voller Informationen, doch unseren Schmerz fressen wir – wie nie zuvor – in uns hinein. Es mangelt an Rücksichtnahme, Harmonie und innerem Frieden. Hin und wieder können wir eine Strecke im Hochgeschwindigkeitszug zurücklegen und manche Menschen für eine Weile zum Narren halten, aber das geht nicht immer und auch nicht für lange Zeit. Irgendwann …

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Nº 12 – Corona-Tagebuch: Auferstehung verschoben

Donnerstag, der 16. April 2020 von Leila Dregger Ostern ist vorbei. Und ich merke, wie nicht nur ich langsam zappelig werde, sondern auch Menschen in meinem Freundeskreis. Gestern erhielt ich die Nachricht, dass ein junger Mann aus meinem Bekanntenkreis versucht hat, sich umzubringen – an Ostersonntag! Gottlob hat er überlebt. Seine Freundin meinte, er sei von dunklen Kräften befallen worden. Das wäre kein Wunder in diesen Zeiten. Denn langsam reicht´s, oder? Immer wieder hieß es: Wartet bis nach Ostern. Vielleicht haben wir unbewusst mit der Auferstehung gerechnet, mit einer Lockerung, einer guten Nachricht, mit irgendwas. Aber nein, der Ausnahmezustand wurde …

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Nº 11 – Wir lassen das Landwirtschaftszentrum Tavira (CEA) offen!

Mittwoch, der 15. April 2020 von Sue Hall Es war eine Woche mit Höhen und Tiefen. Die Isolation macht mir zu schaffen, aber es gab immer wieder kleine Glücksmomente. Die Tiefs wurden ausgelöst durch die Besorgnis, wieviele Menschen infiziert sind und wie lange wir genau zu Hause bleiben müssen. Ein kürzlicher Höhepunkt war die Lieferung von 30 Blumenkohl-Burgern, die von einem Freund bei REconomia hergestellt wurden. Marcelo hat ein vegetarisches Restaurant in Tavira und bietet nun die Lieferung bestimmter Lebensmittel seiner Speisekarte an. Er ist Gründungsmitglied der REconomia-Gruppe von Tavira. Ich bin in einer Online-Gruppe namens REconomy Practitioners. Sie ist …

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Nº 10 – Ein kleiner Aspekt der Familienwirtschaft

Dienstag, der 14. Abril 2020 von Dina Adão Ich bin seit vier Wochen zu Hause. Vielleicht weil ich die Gegenstände ungewöhnlich benutzte, haben sie angefangen zu verstopfen, abzuschalten, zu zerbrechen. Die Hände – das größere Ende des Denkens – sind meine großen Verbündeten gewesen. Ich habe gelernt, ein Universalgerät an meine Toilettenspülung anzuschließen, Siphons der Spül- und Waschbecken von Verstopfungen zu befreien und Wasseraustritte aus der Dusche mit Silikon zu isolieren, aber mir fehlen immer noch die richtigen Dübel, um die Bohrmaschine von Ikea einzuweihen um das Problem des Speisekammerregals zu lösen, das sich entschied, Olivenöl und Nudeln bei seinem …

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Nº 9 – Von meinem Fenster aus sehe ich das Meer am Horizont

Montag, der 13. Abril 2020 von Alexandre Moura „Ich bin Algarvio und am Ende meiner Straße liegt das Meer“, schrieb António Pereira, der Dichter aus dem Algarve-Städtchen Armação de Pera. Dieses Gedicht bringt den Frieden und die bezaubernde Schönheit der Algarve genauso zum Ausdruck wie auch die Abenteuer, die jenseits des Meeres warten. In der Stadt Faro, in der ich lebe, gewährt mein Fenster einen Ausblick auf die Ria Formosa Lagune und das unendliche Meer dahinter. In den letzten Wochen der Isolation hatte ich Gelegenheit, die Landschaft von der Küste bis zu den Bergen genauer zu erkunden, wobei mir Fragen …

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Nº 8 – Was haben Soja und Palmöl mit der Covid-19 Pandemie zu tun?

Sonntag, der 12. April 2020 von Uwe Heitkamp Seit dem ersten Bericht an den Club of Rome, (The Limits of Growth, Meadows et al. 1972) hat es eine sehr lebhafte Diskussion um Grenzen des Wachstums gegeben. Denn unsere Zivilisation basiert auf der Verfügbarkeit von Energie. Energie bereit zu stellen, benötigt selbst Energie, weshalb jede Energieversorgung darauf zu achten hat, daß sie mehr Energie verfügbar macht, als ihre Bereitstellung selbst erfordert. Die Größe, die durch den Erntefaktor artikuliert wird, hat für die fossilen Energieträger in den letzten Jahrzehnten (seit 1999) kontinuierlich abgenommen, während er für die erneuerbaren Energien zwar zunimmt aber …

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Nº 7 – Liebe oder Krieg in Zeiten des Virus?

Samstag, der 11. April 2020 Krise bedeutet “Moment der Entscheidung” von Francisco Colaço Pedro “Wir haben die erste Schlacht gewonnen”, ruft der Präsident dem Land zu. “Der Gegner ist heimtückisch und unberechenbar.” Während draussen der Frühling beginnt, ist das Volk zu Hause eingeschlossen. Dann erhält es die wenig überraschende Nachricht des verlängerten Ausnahmezustandes. Das Coronavirus ist zur Zielscheibe geworden. Die Medien aktualisieren im Minutentakt und berichten in Form einer Seifenoper der Angst und bezeichnen es als Dienstleistung. Im Übrigen werden das tägliche Artensterben, der Klimawandel und der Weg zum ökologischen Kollaps nach wie vor als normal angesehen. Hunger, Fettleibigkeit, Verkehrsunfälle …

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Nº 6 – Wirtschaft neu gestalten

Freitag, der 10 de April 2020 Auf Reisen sind wir hautnah am Puls unserer Gesellschaft. Als ich vor einigen Jahren von einer Hochzeit in Paris nach Schweden zurückfuhr, bemerkte ich, dass die Grenzkontrollen viel strenger geworden waren. Das war während der Flüchtlingskrise, und mir wurde wieder einmal bewusst, was für ein Privileg es ist, einen schwedischen Pass zu besitzen. Ich hatte das Gefühl, etwas unternehmen zu müssen, als sich die Polizisten viel Zeit nahmen, einen Passagier mit einem afrikanischen Pass ausführlich zu befragen (während sie mich uninteressiert durchwinkten, als ich mein burgunderfarbenes Dokument zeigte). Aber ich habe es nicht getan. …

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Nº 5 – Eine Affinität zur Pitaya

Donnerstag, der 9. April 2020 In den letzten Wochen wurde mein emotionales Leben durch einige Achterbahnfahrten überrollt. Das endete erst, als ich facebook und twitter aus meiner Leben verbannte. Frieden ist das, was ich suche und finde während der Zeit im Covid-19 Notstand. Mein Garten hat davon profitiert, dass ich an Ort und Stelle geblieben bin. Diese Woche habe ich fünf Drachenbäume (Pitaya) zurückgeschnitten, die seit Jahren Aufmerksamkeit benötigen. Sie sind eine Kaktusart, die keine Wüstenbedingungen mögen. Sie bevorzugen Feuchtigkeit und fruchtbaren Boden. Die mangelnde Aufmerksamkeit, die ich ihnen entgegenbrachte, entsprach der geringen Menge an Früchten, die sie mir geschenkt …

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Nº 4 – In einer Gemeinschaft leben

Mittwoch, der 8. April 2020 Als ich am Morgen vom 1. März in Deutschland in den Zug stieg, wurden dort gerade die ersten Menschen an Beatmungsmaschinen gehängt. Als ich morgens am 2. März in Lissabon ankam, wurde das Coronavirus erstmals in Portugal nachgewiesen. Mit mir hatte das nichts zu tun. Aber Corona erzeugt einen dieser globalen Momente, wo jeder noch zeitlebens wissen wird, was er gerade gemacht hat. Ich bin Autorin, lebe größtenteils in der Gemeinschaft Tamera (Landkreis Odemira) und pendle seit fast 17 Jahren zwischen Deutschland und Portugal hin und her, in den letzten Jahren leidenschaftlich gern mit Bus …

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